Mond | 57% | Abnehmender Mond
Suche

Foto vergrößernFoto downloaden
Foto: fotolia.com

Uranus und seine Besonderheiten


6/10
x gelesen

In den Atmosphären jovianischer Planeten herrscht ein solch hoher Druck, dass die enthaltenen Gase in einen flüssigen, später sogar metallischen Zustand übergehen. Typisch für solche Planeten des Sonnensystems ist ein vergleichsweise winziger Silizium-Eisen-Kern. Auch Uranus ist nach dieser Druck- und Sphärenverteilung aufgebaut. Jedoch umgibt jenen Kern hier ein Eismantel aus Wasser, Methan und Ammoniak (»Wasser-Ammoniak-Ozean«). Eine Mesosphäre (der Bereich zwischen Stratosphäre und Thermosphäre) besitzt der »Einzigartige« nicht.

Eine weitere Besonderheit des Planeten Uranus liegt in seiner Rotationsachse, diese wurde nach aktuellen Hypothesen von einer Kollision mit einem Protoplaneten um 97,77 Grad verdreht, somit kann man sagen, dass sich Uranus auf der Seite liegend um die Sonne bewegt.

Die Hüllen des Uranus

Einzigartig unter den äußeren Planeten des Sonnensystems fällt um diesen Gasriesen eine ungeheuer ausgedehnte Korona auf. Sie umgibt Uranus nicht nur im Umkreis von 2 Planetenradien (ca. 50.000 km), sondern bremst auch den Staub um den Planeten ab. Daher ist das Ringsystem um Uranus auffallend staubarm.

Wie ein Isolierband hält die Stratosphäre die Wärme der oberen Schichten von der Troposphäre des Planeten fern. Dieser Temperaturunterschied ist ungewöhnlich für Planeten des Sonnensystems. Forscher vermuten, dass Methan und Kohlenwasserstoffe die UV- und IR-Strahlung der Sonne absorbieren. In der Thermosphäre des Uranus steigen die Temperaturen wieder stark an. Woher die Energie dafür kommt, ist noch unbekannt. Eventuell wird wegen des geringen Anteils an Kohlenwasserstoffen weniger Wärme nach außen abgestrahlt.

Das »kühle Herz« des Uranus Folge eines Crashs?

Der dichteste Teil der Atmosphäre um diesen Planeten des Sonnensystems ist die Troposphäre. Wie auf der Erde ist sie die unterste Atmosphärenschicht. Auf Uranus ist es dort am wärmsten, jedoch fallen die Temperaturen in einem Bereich von 50 km um fast 270 Kelvin ab. In keinem anderen Teil der Uranusatmosphäre ist es annähernd so warm. Fast alle planetarische Wärme wird von hier ausgestrahlt. Obwohl Uranus aus der Ferne stiller als Jupiter und Saturn wirkt, herrschen dort unten Windgeschwindigkeiten um die 700 km/h vor.

Bisher fanden die Astronomen keine plausible Erklärung dafür, wieso aus der Kontraktion und Stofftrennung kein Wärmevorrat mehr vorhanden ist. Eine Theorie vermutet, eine kosmische Kollision in der Frühzeit der Planeten des Sonnensystems könnte für den Hitzeverlust verantwortlich sein. Der gleichen Theorie zufolge kippte der gleiche Crash auch die Rotationsachse des Uranus. Ebenso denkbar wäre, dass die atmosphärischen Isolierschichten um den Planeten einen Wärmeexport behindern. Demnach ist seine einzige Energiequelle Sonnenstrahlung, die er absorbiert. Davon gibt er nur genauso viel wieder ab, wie er erhalten hat. Auch dies macht Uranus einzigartig unter den Gasriesen.

(Verfasser: Astronomie | Datum: 28. September 2011 | Fehler melden)



Kommentare 

Am 28.07.2012 18:08:07 schrieb Annika:

hi,
ich muss übermmorgen ein Referat über den Uranus halten, der Text hat mich total weitergebracht! Danke!

Am 28.11.2013 14:56:06 schrieb olololol:

Hey danke wir mussten ein Referat über den Uranus halten und dieser Text hat mir echt geholfen danke euch dafür :).

Am 21.01.2014 18:40:56 schrieb Alina:

Vielen danke der Text hat mir gut weiter geholfen


Kommentar hinterlassen 





Ich möchte bei neuen Kommentaren benachrichtigt werden.