Mond | 97% | Vollmond
Suche

Foto vergrößernFoto downloaden
Foto: fotolia.com

Sternschnuppen im Juli - Südliche Delta Aquariden sowie schwächere Meteorströme


5/10
x gelesen

Hochsommerabende sind erst spät und nur wenige Stunden lang dazu geeignet, nach Sternschnuppen Ausschau zu halten. Die Beobachtungserfolge des Monats Juli haben zusätzlichen Seltenheitswert, da nur in bestimmten Nächten ein Meteorstrom ausreichend aktiv ist. Vielmehr sind die Fallraten spärlich verteilt und erscheinen mit schwachem Aktivitätsmaximum. Dagegen ist die Suche nach den Radianten übersichtlich – im Juli gibt es nur 6 davon, und die Spur der stärksten »Wünschenacht« mit bis zu 20 Meteore pro Stunde stammt nicht von einem Kometen als Mutterkörper.

Starke »Südliche Delta Aquariden« und andere, schwache Meteorströme

Die »Südlichen Delta Aquariden« sind nicht nur der stärkste Meteorstrom des Monats Juli. Ihre Fallrate ist mit bis zu 20 Meteoren pro Stunde die höchste aller Julimaxima. Sie erreichen ihr erstes Aktivitätsmaximum am 28./29. Juli und ein zweites im August. Und: Von ihrem südlichen Radianten im Sternbild »Wassermann« leuchtet nicht die Spur eines Kometen als Mutterkörper auf. Vielmehr bewegt sich die Erde durch die Position einer Scheibe ekliptischen Staubes (kosmischer Staub).

Die Beobachtungschancen erhöhen sich erst wieder ab dem 10. Juli. Dann haben die »Sigma Capriocorniden« (Sternbild »Steinbock«) ihr Aktivitätsmaximum. Schon 2 Nächte später folgen aus dem gleichen Radianten die »Tau Capricorniden«. In der Nacht vom 14. zum 15. Juli kreuzt die Erde die Bahn des Mutterkörpers der »Alpha Lyriden« (Sternbild »Leier«). Die »Omicron Draconiden« aus dem Sternbild »Drache« leuchten vereinzelt vom 17. zum 18. Juli auf. Danach ist »Sternschnuppenpause« bis Ende Juli. Den schwachen Monatsabschluss bildet der Meteorstrom der »Alpha Pisces Australiden« aus dem Sternbild Fische. Die Fallrate aller genannten Meteorströme erreicht weniger als 5 Meteore pro Stunde.

Schwache Fallraten und fehlende Tagaktivitäten

Für Tagesaktivitäten pausiert der Julihimmel in allen Radianten. Um Einzelexemplare eines nachtaktiven Meteorstroms zu »erhaschen«, empfehlen Experten eine Beobachtungsnacht in liegender Position, ohne Benutzung optischer Hilfsmittel. So ist das Gesichtsfeld am weitesten, um während eines Aktivitätsmaximums, am günstigsten zwischen Mitternacht und Tagesanbruch, Zeuge der schwachen Fallraten zu werden.

Alle Artikel zum Thema Sternschnuppen: http://www.sterngucker.de/artikel/meteorstroeme/

(Verfasser: Astronomie | Datum: 02. Juli 2012 | Fehler melden)



Kommentar hinterlassen 





Ich möchte bei neuen Kommentaren benachrichtigt werden.