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Sternschnuppen im September - Viele Meteorströme mit kleinen Fallraten


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Nach einem traumhaften Sternschnuppen-August wird es im September still um die »Himmelswünsche«. Wer geduldig Ausschau hält, erhascht hier und da von einem Meteorstrom dennoch ein Exemplar. Gut geeignet ist hierfür beispielsweise der Radiant im Sternbild »Fuhrmann«. Sämtliche Fallraten liegen allerdings unter 5 Meteoren pro Stunde, selbst während des länger ausgedehnten Aktivitätsmaximums aus Richtung des Sternbilds »Fische«. Die Spuren der Mutterkörper dieser schwachen Meteorströme sind dünn gesät, da einige der verursachenden Kometen nur alle paar tausend Jahre frische Spuren vor der Erdbahn hinterlassen.

Erste Monatshälfte: Blick zu »Fuhrmann«, »Wassermann« und »Dreieck«

Schwach glimmt der Meteorstrom der »Alpha Aurigiden« am Nordhimmel zwischen Ende August und Anfang September auf. Die besten Chancen, Exemplare vom hohen Radianten aus dem Sternbild »Fuhrmann« zu sehen, bestehen am Aktivitätsmaximum in der Nacht vom 01. zum 02. September. Dann durchquert die Erde die Spur des Mutterkörpers, des langperiodischen Kometen C/1911 N1 Kiess, an der dichtesten Partikelstelle. In den kommenden Jahren dürfte sich die Fallrate abschwächen, da der Komet sein Perihel nur alle 2.500 Jahre passiert.

Die »Gamma Aquariden« aus dem Radianten im Sternbild »Wassermann« (Ekliptik) erreichen ihr Aktivitätsmaximum um den 07./08. September. Die Spur des Mutterkörpers passiert die Erde acht Mal jährlich, wobei der Meteorstrom des Septembers darunter zu den schwächsten zählt. Erst seit kurzer Zeit sind die »Aries-Trianguliden« aus Richtung des Sternbilds »Dreieck« bekannt. Die höchste Wahrscheinlichkeit, ihre schwache Fallrate zu beobachten, besteht in der Nacht vom 11. zum 12. September.

Septemberausklang mit schwachen Meteorströmen

Ebenfalls ab 11. September beginnt das Aktivitätsmaximum der »Südlichen Pisciden«. Zwar ist ihre Fallrate auch jetzt gering, doch unter Umständen kann man von dem Meteorstrom Sternschnuppen bis einschließlich 20. September entdecken. Zwischendurch lohnt ein Blick in Richtung der Spur eines anderen Mutterkörpers. Am 12./13. September streut er aus seinem Radianten im Sternbild »Drache« einige wenige Meteore über den Nordhimmel.

Nun folgt eine ganze Woche »sternschnuppenfrei«. Erst am Aktivitätsmaximum der »Gamma Pisciden« in der Nacht vom 23. zum 24. September lohnt erneut der Blick, wiederum zum Radianten im Sternbild »Fische«. Der Mutterkörper hat hier eine ziemlich breite Spur hinterlassen, so dass dieser Meteorstrom insgesamt von Ende August bis Mitte Oktober Spuren hinterlässt. Allerdings ist die Fallrate für Beobachter am wahrscheinlichsten in der beschriebenen Nacht sichtbar.

(Verfasser: Astronomie | Datum: 01. September 2012 | Fehler melden)



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