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First Light am Saturn


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Zusammenfassung


Datum und Uhrzeit der Beobachtung
03.06.2011 um 23:00:00
Beobachtungsort
München
Beobachtungsbedingungen
k.A.

Beschreibung

First Light mit dem Skywatcher 180/2700 Maksutov am 03.06.2011.

Beobachtungsstandort liegt am westlichen Standrand von München. Da von einem Balkon aus beobachtet wurde, ist allein schon aufgrund der häuslichen Thermik nicht mit knackscharfen Bildern zu rechnen. Es herrschte leichter Wind bei mittlerem Seeing. Eine Strassenlampe in 30m Entfernung macht das Beobachten auch nicht gerade leichter. Der MAK wurde ca. 30 min. vor Beobachtungsbeginn zur Temperierung auf den Balkon gestellt.

Bobachtungsobjekt war Saturn. Um das Stativ nicht ganz ausfahren zu müssen und bequem in Sitzen beobachten zu können, wurde ein TS Quartz Zenitspiegel eingesetzt. Erstes Okular ein 4000er Meade 40mm Super Plössl (68x). Die Ringstruktur war bei guter Schärfe bereits deutlich zu erkennen.

Vergrößerungssteigerung auf 108x mit dem TAL 25mm Super Plössl. Hier zeigten sich bereits leicht zwei Wolkenbänder. Als nächstes kam ein 17mm Plössl (159x) zum Einsatz. Zwei breite Wolkenbänder waren jetzt etwas besser auszumachen, der Kontrast hielt sich aber in Grenzen. Ringstruktur sehr schön, jedoch ohne Details. Umstieg auf Baader 9mm Ortho (300x). Im Gegensatz zu einigen Berichten über das schlechte Einblickverhalten der Baader Orthos, hatte ich damit keine Probleme. Eher im Gegenteil, manche Plössl sind da beim Beobachten unangenehmer. Mit dem 9mm Ortho wurde Saturn zwar größer dargestellt, jedoch zeigten sich kaum mehr Details. Die cassinische Teilung blieb mir verborgen bzw. war eher zu erahnen als zu sehen. Das 9mm war unter diesen Sichtbedingungen daher kaum zu gebrauchen. Umstieg auf TS 32mm Super Plössl in Verbindung mit der dreifach Barlow von TAL (252x). Diese Barlow hat wirklich eine erstklassige Optik und schmälert nicht die Qualität der eingesetzten Okulare. Saturn zeigte sich nun erstaunlich schärfer als im 9mm Ortho. Das gezeigte Bild war absolut brauchbar. Die beiden Wolkenbänder waren hier am besten zusehen, ich erwarte mir aber bei besserem Seeing deutlich mehr Strukturen und Farben. Cassinische Teilung negativ. Evtl. zeigt sich hierfür auch das Ringsystem derzeit zu flach.

Noch eine Anmerkung zum MAK. Das Scharfstellen über den Einstellknopf läuft erstaunlich weich und präzise. Ich habe natürlich keine Vergleichsmöglichkeiten zu hochklassigen OAZ’s. Bisher empfinde ich den Einstellknopf jedenfalls als angenehm und gut nutzbar. Auch erscheint mir das justieren des mitgelieferten Suchers als sehr praktisch. Geht mit den beiden Schrauben und der Zugfeder schnell von der Hand. Bin gespannt wie lange die Justierung hält. Bei meinem TAL Newton passt das schon seit zig Jahren ohne Korrektur!

Seine wahren optischen Qualitäten wird der MAK in ländlicher Umgebung und bei besserem Seeing noch unter Beweis stellen müssen. Unter den gegeben Umständen des First Light war das Ganze auf jedenfall schon mal ok.

(Verfasser: little willi | Datum: 03. Juni 2011 | Fehler melden)


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Visueller Eindruck von little willi


Teleskop/Zubehör
Skywatcher - 180/2700 Maksutov-Cassegrain Teleskop

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