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Foto: BennyH

12" Martini Classic Dobson


10/10
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Seit ich Anfang 2009 einen 12" f/5 Galaxy Dobson mein Eigen nenne dachte ich schon an einen Komplettumbau nach. Zum einen ist das Wuchten des allein 20kg schweren Tubus schon mit etwas Schweiss verbunden bis man ihn vom Keller im Auto hat, zum anderen sind die Abmessungen des Tubus nicht wirklich reisetauglich, so dass immer das halbe Auto umgelegt werden musste bis er nebst riesiger Rockerbox verstaut war.

Anfang 2010 war es dann endlich soweit und ich konnte meinen Gitterrohrdobson persönlich von Herrn Martini auf der ATH in Hückelhoven in Empfang nehmen.

Normalerweise sind die Martini-Teleskope in zwei Ausbaustufen erhältlich, entweder als Bausatz, bei der man sämtliche Arbeiten wie Schleifen, Leimen und Lackieren selbst macht oder aber als Fertiggerät bei dem diese Arbeiten entfallen. Mein Dobson befand sich genau zwischen diesen beiden Ausbaustufen, so waren Rockerbox, Spiegelbox und Hut bereits vormontiert, es blieb aber noch das Schleifen und Lackieren der Teile, sowie die Montage von Fangspiegel, OAZ und Höhenrädern.

Für den Zusammenbau brauchte ich zeitbedingt leider einige Monate da ich nur sporadisch zum Bauen kam, am Ende war er dann aber doch tadellos zusammengebaut (die Stangen mussten nochma gekürzt werden, die Spiegelzelle etwas aufgeweitet werden).

Der Zusammenbau der Teile nach dem Transport gestaltet sich sehr einfach und zügig. Mit etwas Übung hat man das Teleskop innerhalb von weniger als 5min aus dem Kofferraum beobachtungsfertig auf dem Feld stehen.

1.) Spiegelbox (mit vormontierten Sicheln, die bleiben bei mir immer dran) in die Rockerbox setzen

2.) 8 Stangen in die vorgebohrten Löcher setzen und mit 4 Rändelmuttern klemmen.

3.) Hut aufsetzen, Kugelköpfe der Stangen einsetzen und mit 4 Rändelmuttern klemmen

4.) Telrad einklinken, justieren, fertig...

Die Bewegungen sind dank Teflon und Ebonystar in beiden Achsen geschmeidig und ruckelfrei. Kopflastigkeit tritt gar nicht auf, allerdings musste ich auch erstmal die korrekte Position der Höhenräder beim Zusammenbau ermitteln, seit dem ist es egal ob sich gar kein Okular oder ein 31mm Nagler (von fast 1kg) im OAZ befindet, er bleibt in jeder Position stehen. Dank dieser schönen Bewegung ist auch das Nachführen bei Vergrösserungen von 300x und darüber hinaus kein Problem.

Fazit: Wer den kompletten Selbstbau scheut weil er nicht das handwerkliche Geschick aufbringt (wie z.B. ich ;) ) und nicht davor zurückschreckt nochmal kleinere Bastelarbeiten selbst zu machen dem kann dieses Teleskop nur empfohlen werden, kein Vergleich zu den Galaxy/GSO Volltubus Dobsons.

(Verfasser: BennyH | Datum: 27. August 2010 | Fehler melden)


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