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Foto: BennyH

Speers Waler 8-10mm von Astrozoom


5/10
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Ein Zoom für alle Fälle

Vor einiger Zeit ging der nicht nur engagierte sondern auch ideenreiche Sternfreund Günther Mootz mit seinem Label "Astrozoom" an der Start.

Viele (bis dato auch ich) dachten, dass die Hersteller von Okularen, gerade bei den teuren und hochwertigen, jedes Okular verschiedener Brennweite berechnen. Dass dem NICHT so ist macht sich Astrozoom zu Nutze! Tatsächlich wird die Brennweite bei einer Vielzahl von Okularen nur über den Abstand eines Barlowelements im unteren Teil des Okulars zu den übrigen Linsen erreicht! Bekannt ist dies auch von den Hyperionokularen, die dafür Abstandsringe anbieten, dies ist jedoch wegen Staubfängerei im Feld sehr unpraktisch.

Astrozoom bietet nun Zoomhülsen (und auch komplette Zoomokulare) in denen das abschraubbare Barlowelement eingeschraubt wird und der Rest des Okularkörpers in eine zweite Hülse die sich in der Zoomhülse bewegen lässt. Durch diesen variablen Abstand enstehen verschiedene Brennweiten. Die exakten Brennweiten können im Prinzip nur über die AP oder Feldmessungen herausgefunden werden, die Angaben auf der Astrozoomseite sind aber bereits sehr genau. Der Brennweitenbereich variiert je nach Okulartyp, bei den Planetaryokularen ist er immens gross (so kann man mit einem 7mm Planetary mit Zoomhülse von fast 7mm bis 3,2mm erreichen). Bei dem hier vorgestellten Speers Waler Zoom ist es weniger Bandbreite.

Der Umbau selber ist relativ einfach durchzuführen, wichtig ist hier auf eine staubfreie Umgebung zu achten weil der Okularkörper offen liegt. Das Barlowelement wird in den unteren Teil der Hülse eingesteckt und mit drei Madenschrauben befestigt. Der obere Teil kommt auf den zweiten Teil der Hülse. Diese Hülse hat wahlweise eine gerade oder eine gezogene (letzere etwas teurer) Nut, demnach ist das Okular durch Ziehen oder Drehen zoombar.

Das Zoomen ist dann sehr feinfühlig durchzuführen. Das Besondere an diesen Zoomokularen ist, dass sie im Vergleich zu anderen Zoomokularen (Die offiziellen Nagler- und Speerswaler Zooms aussen vor) das Gesichtsfeld von 82° über den gesamten Zoombereich unverändert bleibt. Das ganze gilt auch für die Abbildungsqualität die gleichbleibend hoch ist.

Fazit:

Für 1/3 des Preises eines Festbrennweitenokulars kann man mit dieser Zoomhülse einen grösseren Brennweitenbereich abdecken und sich vor allem an die für das jeweilige Objekt passende Vergrösserung herantasten.

Theoretisch könnte man mit einem 14mm, 10mm und 8mm Speerswaler und drei Hülsen stufenlos von 14 bis 5mm zoomen. Ein klares Votum für dieses Okulartuning :)

(Verfasser: BennyH | Datum: 27. August 2010 | Fehler melden)


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