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Transportmöglichkeiten des Gso 12 Zoll Dobson


10/10
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Hier beschreibe ich mal, wie man, wenn man in der Stadt wohnt, und kein Auto hat trotzdem mit dem 12 Zöller von Gso unter dunklem Landhimmel beobachten kann.
Das erste was man braucht, ist ein funktionstüchtiges Fahrrad , am besten Cityrad, Hollandrad oder Treckingbike, dann braucht man einen guten Anhänger,
zum Transport eines so grossen Teleskops eigenen sich die Hundefahrradanhänger sehr gut, das sind im grunde genommen Kinderanhänger nur ohne Sitze.
Nun Beschreibe ich Schritt für Schritt, was man genau machen und beachten sollte,
zu erst stellt man die Rockerbox in den Anhänger, dann wird der Tubus in die Rockerbox eingehängt, so als wenn man beobachten will.
Nun steht das Teleskop schonmal relativ Transportsicher im Anhänger, zur Sicherheit sollte man das Teleskop noch mit Spannseilen oder Gurten am Anhänger sichern, so kann dann absolut nichts passieren, das Teleskop steht bombenfest und stabiel im Anhänger.
Wenn man das gemacht hat, kann man das Zubehör in den Anhänger verpacken, das heisst den Okularkoffer mit allem notwendigen Zubehör,
den Beobachtungsstuhl,
(ich verwende einen höhenverstellbaren Klappbügelstuhl von Leifheit),
dann kommt noch ein Rucksack mit Büchern und Lampen Werkzeug ( für den Fall einer Panne ) und Proviant in den Anhänger.

Was nicht verschwiegen werden soll, ist das Gewicht, mit allem Zubehör sind es ca. 40 bis 45 kg.
Nun wenn alles verpackt ist, kann die Fahrt losgehen, da komme ich zum Nächsten wichtigen Thema, den Fahreigenschaften,
schonmal kurz gesagt, das klappt prima,
wichtig ist, die Reifen des Anhängers nicht zu fest aufzupumpen, den wenn die nicht zu fest aufgepumt sind, schlucken die Reifen die meisten Bodenunebenheiten.
Nun zum Fahrgefühl, man ist mit ca. 15 kmh im Durchschnitt auf guter Strecke unterwegs, dem Teleskop kann nichts passieren, den das steht ja fest im Anhänger,
das Gewicht merkt man beim Fahren eigendlich nicht, den das trägt ja letzendlich der Anhänger,
aber trotzdem sollte man schon etwas trainiert sein, und eigendlich würde ich sagen, das das nur im Flachland wohl geht.

Jetzt zu den vor und Nachteilen
+ Das Teleskop ist schon ausgekühlt, wenn man am Beobachtungsplatz ankommt.
+ Der Transport mit dem Fahrrad kostet kein Benzingeld, und ist gut für die Gesundheit.
+ Man kommt an Plätzen, wo man mit dem Auto niemals hinkommen würde.

- Im Winter bei Minusgraden nicht empfelenswert,
- Lange Fahrzeit ( eineinhalbstunden sollte man schon fahren)
- Macht nur bei stabielem Wetter Sinn, weil es passieren kann, das man dann gerade ankommt am Platz, und der Himmel in der Zwischenzeit zuzieht.
- Der Tubus ist sehr unhandlich und schwer aus dem Anhänger zu bekommen.

Nun das nächst wichtige, die Aufbauzeit.
Die Aufbauzeit beträgt höchstens 5 bis 10Min, Plus nochmal ca. 5Min für die Justage.
Die Justage hält relativ gut, nachjustieren muss man aber auf jedenfall, aber das sollte man ja eh nach jedem Transport tun.

In der wärmeren Jahreszeit empfielt es sich ein selbstaufbauendes Sekundenzelt und Schlafsack mit zu nehmen.

Die Mühe und der Aufwand wird aufjedenfall unter dem dann schön dunklem Sternenhimmel mehr als reichlich belohnt.

Ach ja, noch was wichtiges was man unbedingt machen sollte,
die Rockerboxen von den Gso und Galaxydobsons und ähnliche sind sehr speerig, das heist ohne die Rundungen abzusägen passt die Rockerbox von den 10 und 12 Zöllern nicht in so einen Anhänger rein,
die Stabielität leidet darunter nicht,
positiver Nebenefekt ist, man hat noch mal locker 1 Kg Gewichtsersparnis, eher mehr als 1Kg.

(Verfasser: Patrick85 | Datum: 02. November 2010 | Fehler melden)


Beschriebene Zubehöre



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