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Foto: Ronald_S

Montierung Astro-Physics Mach1GTO


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als jahrelanger Nutzer einer alten AstroPhysics CNC400 mit SinusII entstand irgendwann das Bedürfniss, sich montierungmassig zu vergrössern, Ziel ca. 20Kg fotografischeTragkraft, aber sehr gut mobil handelbar.
Zur Auswahl standen die Mach1, CGE, G11, G42 und die ASA DDM60.
Trotz des sehr hohen Erwerbspreises fiel meine Wahl letztendlich auf die Mach1GTO:
- hochtransportabel, nur ca. 13kg Gewicht
- in sich geschlossenes System (Montierung/Steuerung)
- höchstes Qualitätsniveau
- GG's und Stativ konnte ich von meiner AP400CNC weiter nutzen
- 20kg Zuladung fotografisch nutzbar
- ASCOM-Treiber falls Betrieb über PC

Trotz diverser elektronisch unterstützter Poljustageverfahren investierte ich noch in den PASIL4-Polsucher. Dank diesem ist die Montierung in wenigen Minuten für Langzeit-Fotografie ausreichend genau justiert.

Die mechanische Umsetzung kann man getrost als "perfekt" bezeichnen! Alles ist durchdacht, vom (gegenüberer der CNC400) deutlich verbesserten Polblock, den verschraubbaren Abdeckungen für eventuelle Kabeldurchführungen und Polsucher bis hin zur einfachen Trennmöglichkeit von R.A. und DEC-Block.
Einziger Wermutstropfen bisher: die insgesamt 6, zu "ungriffigen" und teilweise schwer erreichbaren Klemmschrauben für die Achsklemmung. Im Winter bei -15°C mit klammen Finger ein Kraftakt!

Auch elektronisch ist die Montierung auf hohem Stand. Dank Vakuum-Floureszenz-Anzeige und Silikontatsatur mit LED-Backlight ist die Steuerung temperaturunempfindlich bis -40°C!
ST-4-Port, 2x RS232 (hier wünschte man sich schon USB!), permanenter PEC (falls gewünscht), präzises und schnelles GOTO (bis 1200x), mehrere Beobachtungsstandorte speicherbar, "Eintasten"-Zugriff auf alle wichtigen Funktionen. Kälteflexible und verschraubbare Kabel etc...
Das einzig Störende ist, das GOTO ist abhängig von der korrekten Aufstellung der Montierung. Je schlechter poljustiert, desto ungenauer die Positionierung. Allerdings besteht die Möglichkeit dank Objectsync an z.B. hellen Sternen, die Genauigkeit fortlaufend zu erhöhen.
Aber noch hatte ich nie Probleme :o)

Achso, Astrofotografie - ich nutze den MGEN an einem alten 200mm-M42-Objektiv. Alles verkabeln, einschalten, kalibrieren und es geht los - selbst f=2,5m mit exp=720sec zeigen feine punktförmige seeinglimitierte Sterne! Das nenne ich Plug'n'Play!
Und betreffs Meridian-Flip: ist nur bei GOTO wirksam (Umschlaggrenzen sind frei definierbar), im Nachführbetrieb wird kein Flip ausgeführt, d.h. man kann nahezu beliebig weit über den Meridian belichten. Man muss nur Stativbeine und Kamera im Auge behalten...

Wenn der Preis und die Wartezeit nicht wäre... dann könnte man sagen: DIE Montierung in dieser Tragkraftklasse

(Verfasser: Ronald_S | Datum: 07. Oktober 2011 | Fehler melden)


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