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Foto: stefan-h

Ein Arbeitspferd - die Montierung Vixen GP-DX


7/10
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GP - fast eine Legende für viele Amateureastronomen. Die Great Polaris und die Super Polaris waren lange Zeit die Montierung um visuell und auch fotografisch den Sternhimmel zu erkunden.

Abgelöst wurden sie dann durch die GPD und diese kam dann verstärkt als GP DX auf den Markt und wird heute noch mit der Bezeichnung GPD2 angeboten.

Die Grundwerte: Die Zahnräder für RA und DE haben je 144 Zähne und sind ebenso wie die Schnecken aus Messing gefertigt. Die Verstellung in beiden Achsen erfolgt manuell über Drehknöpfe, alternativ auch über flexible Wellen.

Die Achsen sind über Knebel geklemmt, werden diese geöffnet so ist eine schnelle Verstellung über den ganzen Bereich möglich.

Der serienmäßige 6x20 Polsucher bietet 8° Gesichtsfeld und ist beleuchtet. Die Helligkeit lässt sich gut einstellen.

Die Polhöhe ist von 0° bis 62° über 2 Schrauben M10 gut justiebar. Azimut wird ebenfalls über 2 Schrauben verstellt. Am Polsucher sind Teilkreise für RA mit Teilung 10´ und DE mit Teilung 2° angebracht.

Für einen motorischer Betrieb gibt es mehrere Möglichkeiten.

Einachsbetrieb mit der Steuerung SD-1 und einem Motor MT1 oder ein Zweiachsbetrieb mit der Steuerung DD2 und entsprechend 2 Motoren MT1.

Alternativ wurde für die GP DX der Skysensor2000 mit 2 Motoren MT4 angeboten. Die Steuerung wurde inzwischen durch das Skybook ersetzt, die Motoren sind die MT4 geblieben.

Unterschied MT1 und MT4: MT1 sindSchrittmotore, MT4 Servomotore.

Als Spannungsversorgung werden 12VDC benötigt. Im Liefeumfang ist jeweils ein Batteriepack enthalten.

Vorsicht bei Nutzung von Netzteilen oder einem Powertank: Vixen hat die Belegung der Klinkenstecker anders belegt und dadurch besteht dieGefahr der Verpolung. Im orignial Anschlusskabel ist zwar eine Schutzdiode eingebaut, ich weiß aber nicht, ob dies bei allen ausgelieferten Kabeln der Fall ist.

Die frühere Polaris diente ebenso wie die GP diversen Anbietern in Fernost als Vorlage und viele der heute erhältlichen Montierungen aus China haben hier ihr Vorbild gefunden.

Von der Verarbeitungsqualität liegt die GP DX jedoch deutlich vorne und man erreicht damit gerade bei fotografischer Nutzung leichter bessere Ergebnisse. Als Reisemontierung ist die GP DX noch gut brauchbar, wenn auch die GP2 hier noch den Vorteil des geringeren Gewichts hat (dafür auch geringere Tragfähigkeit).

Fazit: eine fast unverwüstliche Montierung, die bei visuellem und ebenso bei fotografischem Gebrauch klaglos ihre Arbeit verrichtet- leider im Vergleich zu den Clonen für einen deutlich höheren Preis. Aber der alte Spruch gilt auch hier- du bekommst was du bezahlst. Bei der GP DX bekommst du eine gut verarbeitete Montierung

(Verfasser: stefan-h | Datum: 07. August 2010 | Fehler melden)


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