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Foto: Sternengucker

Webcam Toucam PCVC 840K


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Die ToUCam PCVC 840K

Diese Webcam ist für den Einstieg in die Astrofotografie bestens geeignet, obwohl sie ja gar keine richtige Astrokamera ist.
Sie ist einfach zu bedienen und preiswert.
Auch ihre Vorgänger 740K und Nachfolger SPC 900NC sind zu empfehlen.
Die Toucam ist gut geeignet für Planeten, Mond und Sonne, leider weniger für Deepsky.

Vorteile:
- hochwertiger CCD-Chip
- lichtempfindlich
- liefert gute Bilder
- sehr schnell (60 Bilder pro Sekunde)
- klein, leicht und handlich
- Inbetriebnahme dank Plug-and-Play einfach
- gute Verarbeitung
- geringe Empfindlichkeit bezogen auf Hardware
- geringes Rauschverhalten
- gut geeignet für Planeten, Mond, Sonne

Nachteile:
- läuft leider nicht unter Vista
- USB-Kabel zu kurz
- kurze Belichtungszeiten (max. 1/25s)
- schlecht geeignet für Deepsky
- hohes Rauschverhalten
- mitgelieferte Kamerasteuerungssofware nicht gut

Technische Daten:
CCD-Chip:..........................Sony ICX098BQ
Brennweite:........................6 mm
Auflösung:.........................640 × 480
Empfindlichkeit:...................unter 1 Lux
Ausgabeformat:.....................8 Bit-Farb-BMP
Computeranschluß:..................USB
Max. Bildrate:.....................60 bilder/sec
Stromversorgung:...................5V, 300 mA
Max. Belichtungszeit:..............1/25s
Min. Belichtungszeit:..............1/5000s
Kühlung:...........................keine
Größe:.............................67×42×23 mm
Gewicht:...........................79 Gramm

benötigtes Zubehör:
- Steckhülse zum Anschluss an den Okularauszug am Teleskop
Die Steckhülse ist vorne und hinten mit einem genormten Gewinde ausgestattet.
Sie wird einfach, nachdem vorher das Objektiv herausgeschraubt wurde, in die Kamera hineingeschraubt.
Vorne können dann noch die Filter eingeschraubt werden.
- evtl. längeres USB-Kabel

Astrofotografie mit der Webcam:
Webcams wie die Toucam sind gut geeignet für die Fotografie von Sonne, Mond und Planeten.
Sie liefern hier eine Bildqualität, die mit der von den teuren CCD-Kameras gut mithalten können.
Eine Webcam kann man als eine Videokamera bezeichnen, mit deren Hilfe die Luftunruhe sozusagen niedrig gehalten werden kann.
Mit der Webcam werden Videosequenzen mit vielen Einzelbildern aufgenommen.
Ein paar Einzelbilder sind so immer dabei, die fast eine perfekte Qualität beitzen.
Die besten Bilder wählt man aus und addiert sie zu einem Summenbild, welches dann noch bearbeitet werden kann.

Wichtig für den Einsatz einer Webcam am Teleskop ist das abnehmbare Objektiv.
Nur so kann der dafür vorgesehene Kameraadapter eingeschraubt werden.

Anforderung an Webcam:
- Kameraobjektiv abschraubbar
- Sensorgröße
Die Webcam sollte einen Sensor mit 640*480 Pixeln haben.
Diese sind zwar im Gegensatz zu dig. Spiegelreflexkameras sehr klein, mit ihnen sind aber bei kurzen Brennweiten schon detailierte Aufnahmen von Sonne, Mond und Planeten möglich.
- mindestens 10 Bilder pro Sekunde, mehr ist besser

Vorbereitung:
Bevor die Webcam ans Teleskop angebracht werden kann, muß das Objektiv abgeschraubt werden.
Dann kann der Kameraadapter aufgeschraubt werden.

Ist das Kabel zu kurz, kann noch zusätzlich eine Verlängerung angebracht werden.

Fokussierung:
Planeten, Sonne oder Mond in den Fokus zu bekommen ist mit der Webcam relativ einfach.
Man sieht das Objekt von Anfang an auf dem Monitor eines angeschlossenen Notebooks und kann so einfach über den Okularauszug scharf stellen.

Aufnahme:
Bedingt durch die Größe des Kamerachips ist die optimale Teleskopbrennweite das 20-fache der Teleskopöffnung.
Beispiel: bei einem Teleskop mit 200mm Öffnung wäre die optimale Brennweite 200mm * 20 = 4000mm (4Meter!!!).
Um diese zu erreichen kann eine Barlowlinse verwendet werden, diese gibt es mit verschiedenen Verlängerungsfaktoren.

1. Teleskop mit Montierung nach Norden ausrichten
2. Monitor (Notebook) und Kamera vorbereiten
3. Den Planeten, Mond oder Sonne mit dem Teleskop anpeilen und mit Okular in die Bildmitte bringen
4. Motor-Nachführung einschalten
5. Kamera mit Notebook und dann mit Teleskop verbinden - jetzt müßte eigentlich das Objekt am Bildschirm erscheinen
6. Mit Hilfe von einer guten Kamerasteuerung (wie z.B WcCtrl oder wxAstroCapture) Belichtung und Verstärkung maximal einstellen
7. Fokussieren und scharfstellen
8. Feineinstellungen von Belichtung und Sättigung (Vollautomatik der Kamera aus)
9. Weißabgleich mit Hilfe der beiden Regler rot und blau nach eigenem Ermessen
10. Bildrate einstellen, nicht mehr als 20 Bilder pro Sekunde
11. Ordner wählen zum Abspeichern der Bilder
12. Länge des Videos wählen, max. 4 Minuten (ich nehme meist 500 Bilder)
13. Auf Aufnahme drücken (im AVI-Format) und laufen lassen, das Video stoppt automatisch nach Ablauf der 500 Bilder

Ich nehme meist mehrere Videos á 500 Bilder auf.
Das Video mit den AVI-Files wird später mit einem Programm (z.B. Giotto) in einzelne Bilder zerlegt.
Aus den Bildern die besten aussuchen und mit einem Programm (z.B. Giotto) addiert und bearbeitet.

Bei der Verwendung einer Webcam kann man zur Vergrößerung nur eine Barlowlinse verwenden, Okulare sind bei dieser Art von Projektion (Fokalprojektion) leider nicht einsatzfähig.
Die Barlowlinse wird vor die Kamera in den Okularauszug gesetzt, es gibt Linsen mit verschiedenen Verlängerungsfaktoren.
Auch ein Reducer zur Verkürzung der Brennweite kann bei dieser Aufnahmeart eingesetzt werden.
Dieser wird einfach in den Kameraadapter eingeschraubt.

(Verfasser: Sternengucker | Datum: 22. Juli 2010 | Fehler melden)


Beschriebene Teleskope


Beschriebene Zubehöre



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