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Fragen zur Kamera

Hallo Alle zusammen,

ich habe mir jetzt einen Nachtuhrmotor für mein Teleskop gekauft, mit dem ich dann anfangen will Deep Sky Aufnahmen zu machen. Planeten Fotos mach ich schon seit längeren mit einer Webcam. Doch was fehlt für richtige Deep Sky Fotos natürlich: Die Kamera.
Also habe ich zwei fragen

1. Ich suche schon seid einer weile die richtige CCD- Kamera, die auch nicht zu teuer ist. Doch diese ganzen Daten wie Pixel Größe und so weiter sagt mir alles nicht viel.
Darum wäre es nett wenn ihr mit einige gute preiswerte Kameras nennt. Und beschreibt welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt. Mein Budget für die Kamera liegt so bei 300€(ich hoffe das reicht doch bei dem was ich gesehen habe im Internet wird das anscheinend nicht reichen oder?).

Und meine 2. Frage:
Ich habe in unseren Keller eine sehr alte Agfa Kamera gefunden. Sie läuft noch mit Film und so.
Doch ich dachte das ich die wie leicht als Übergang zu meiner CCD-Kamera benutze. Und da wollte ich fragen in wie fern man die auch für Deep Sky Aufnahmen gebrauchen kann.

Schon mal Danke im Voraus

Und freundlichen Gruß

TomOptionale Beschreibung zur Frage

Gefragt von: Tom | 18.08.2012 20:38:54

Hi Tom,

ich fürchte das wird so nix werden.

- hat deine Montierung einen Polsucher? Der wäre nötig damit du die Montierung exakt einnorden kannst.

- Deepsky-Aufnahmen: du musst lange belichten und ein Motor alleine genügt da eigentlich nicht. Auch die zweite Achse kann Abweichungen haben, kannst du zwar auch manuell nachführen, aber das kann zu Erschütterungen führen. Normalerweise ist noch ein zweites Teleskop parallel montiert nötig. Mit dem führt man das Guiding durch- also das Korrigieren von Nachführfehlern.

- 300€: da wirst du kaum eine vernünftige CCD für Deepsky finden

- mit der alten Agfa und Film- nö, das haut erst recht nicht hin. Mit Film musst du Belichtungen am Stück machen- mit einer CCD macht man viele kürzere Aufnahmen und stackt diese. Also z.B. 10x120s. Das gleiche Ergebnis hast du mit Film wohl erst bei einer Belichtungszeit von 1500s oder noch mehr. Dafür muss die Einnordung und Nachführung noch viel genauer sein.

Was geht- eine günstige Digiknipse oder schau dich mal nach einer günstigen DSRL um- da werden immer wieder welche angeboten weil der Besitzer ein neues Modell kauft.

Gruß
Stefan

Geschrieben von: stefan-h | 19.08.2012 23:12:38

Hallo Stefan und alle anderen,

Danke erst mal für die schnelle Antwort.
Wie viel müsste ich den ca. für eine vernünftige CCD-Kamera hinlegen?

Mgf
Tom

Geschrieben von: Azulak189 | 20.08.2012 01:52:47

Du solltest dich von der Idee der tollen CCD Kamera für 300€ verabschieden. Preiswerter und sinnvoller wäre für Dich eine "CMOS" Kamera. Eine Canon EOS 1100D wäre für den Einstieg besser geeignet. Das Thema Astrofotografie ist sehr schwer und komplex.

Man kann auch mit kurzen Belichtungszeiten mittlerweile beeindruckende Ergebnisse erziehlen. Wir sprechen hier von Belichtungszeiten zwischen 30-60 Sekunden, welche durchaus auch noch ohne Nachführkontrolle auskommen.

Eine 1100D kostet ohne Objektiv ungefähr 320€, mit 360€:
http://geizhals.at/de/635401?plz=&t=v&va=b&vl=de&v=e#filterform

Dazu brauchst du einen T2 Ring (20€) für die EOS und einen "T2 zu 2 Zoll Adapter" (20-30€).
Also mit 400€ bist du dann einsatzbereit für erste Fotos.
Später kann man dann erweitern.

Geschrieben von: Klemmi | 29.08.2012 12:36:18

Zur CCD-Kamera für Einsteiger:
ab cirka 500€ gibt es spezielle und gekühlte Astrokameras, z.B. eine aktuelle "Mammut Lyuba L429-M" mit einer geringen Auflösung von 752x582.

Als Tipp: diese Kamera ist gerade in der aktuellen Astrozeitschrift "Sterne und Weltraum" getestet worden, wenn du Näheres wissen möchtest. Für "richtige" Astrokameras mit großen Auflösungen zahlst du wesentlich mehr. (1000€+++ist hier preiswert)

Deshalb fange mit einer DSLR an! Liebe Grüße Klemmi!
PS.: Welches Teleskop und welche Montierung?

Geschrieben von: Klemmi | 29.08.2012 12:48:33

Das nächste Problem wird dein einfacher 1.25 Zoll Okularauszug sein mit Zahnstange. Die Kamera hat natürlich ein gewisses Gewicht und der Okularauszug sollte stabil und feingängig sein, sonst wirst du wenig Freude haben. Notwendig wäre hier also ein besserer Okularauszug, den es aber meist nur im 2" Format gibt. Rein technisch gesehen würde auch ein 1.25 Zoll den CMOS Chip der EOS ohne Abschattung beleuchten, aber hier spielt dein Okularauszug wahrscheinlich dann nicht mit (nicht stabil genug). Ausprobieren!

In dem Fall brauchst du nur eine Kamera, den T2 Ring und eine Adapter von T2 auf "1.25 Zoll", anstatt 2" wie ich Oben schrieb.

Geschrieben von: Klemmi | 29.08.2012 13:56:10

Erst mal danke für die vielen Antworten.

Zitat von Klemmi:PS.: Welches Teleskop und welche Montierung?

Hallo Klemmi ich habe ein 150/750 Newton mit einer EQ-3 Montierung.

Also ich habe jetzt vor für den Einstieg mir eine DSLR zu kaufen.
Und damit erst mal rum experimentieren.

Grüße und noch mal danke für die vielen Antworten
Tom

Geschrieben von: Tom | 01.09.2012 16:01:57

Hallo Tom,

wenn Du vom Preis her, an eine DSLR herankommst, würde ich mit deiner Ausrüstung die Kamera mit einem 55 - 200 mm Zoom-Objektiv oder gutem 135 - max.300 mm Festbrennweite Huckepack parallel mittig auf das Teleskop montieren.
Nachgeführt wird dann mit einem Fadenkreuz-Okular durch den Newton das geht bei gut aufgestellten Teleskop (Einnorden) ermüdungsfrei 5 -10 Minuten. In dieser Zeit lassen sich leicht 3-5 Fotos von 30 - 90 Sekunden Dauer herstellen. damit lassen sich dann Solche Fotos machen von 55 mm - 300 mm.
http://www.silvia-kowollik.de/astro/EOS-300D/50-mm-m42/m33-umgebung.htmhttp://www.silvia-kowollik.de/astro/EOS-300D/Californianebel.htm
http://www.silvia-kowollik.de/astro/EOS-300D/NGC7000.htm
http://www.silvia-kowollik.de/astro/EOS-300D/machholz-05-01-15.htm
Mit einer Astro optimierter Canon EOS gelingen dann solche Bilder!
http://www.foto-markt.com/ZAstrofoto/DeepSky/Lagune-Trifid-10-05/Lagune-Trifid.htm

Diese Beispiele zeigen was damit machbar ist, aber auch bei verschieden Objektiven, auch die Bildfehler! ( Verzeichnung oder Vignetierung)
Dies wird Dich zum sicheren Umgang mit Kamera, Teleskop und Nachführung an der Montierung führen, und Dir die Stärken und Schwächen deiner Montierung und Nachführung aufzeigen.
Nach einigen Guten Fotos wirst Du für dich selber feststellen, ob sich der weitere Ausbau dieser Montierung zum Fotografieren durch den Newton lohnt, oder ob man auf eine kleinere Optik z.B 60-80 x400 mm APO umsteigt oder die Montierung dafür tauschen muss.

Auf jeden Fall wird es dich weiter bringen, in der Fähigkeit das herrliche Universum vielfältig selbst zu erkunden, was den aufwand allemal rechtfertigt!

Gruß Günter

Geschrieben von: G2 - Astro | 28.02.2013 20:05:47

Hallo Tom,

hier noch mehr tolle Beispiele von Sternenfee123 aus einem Nachbarforum letzter Beitrag 1.Seite
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/988745/Re_Dobson_auf_einer_NEQ6_SynTr#Post988745

Gruß Günter

Geschrieben von: Gast | 01.03.2013 12:50:43

 

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