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Transport von Dobson

Hallo Leute,

habe eine Frage an euch die mich brennend interresiert. Ich beobachte Sterne schon seit einem Jahr mit einem Fernglass und ich bin richtig von dem Hobby gepackt, bin auch sicher das mich das Hobby längerfristig interesieren wird. Habe jetzt beschlossen mir ein Dobson 8 zu kaufen, weil ich auch Deep Sky beobachten möchte. Das Problem dabei ist das ich kein Auto besitze also nur Fahrad und einen kleinen Anhänger. Da ich bei euch schon gelesen habe das so ein transport möglich ist, würde ich es auch gerne ausprobieren. Ist so ein transport gefährlich für den Tubus wenn man ihn auf den Rücken schnallt denn ich habe Angst das sich die Anstellschrauben unten verstellen. Was ist eure Meinung dazu. Danke vielmals. Ismet aus Finnland

Gefragt von: Ismet | 25.02.2013 12:05:31

Hi,
also ein 8 zöller is schon ziemlich groß und schwer, unterschätze das nicht!!! ich hab nen 10 und kann den gradeso alleine tragen (ohne die box)! aufm rücken geschnallt mit dem fahrrad wird glaube ich nix! und ausseredem musst du den spiegel vor jeder beobachtung neu kummulieren (einstellen)! egal wie sachte du ihn transportierst. und mindestens 2 stunden lang vorher abkühlen lassen! ich empfehle dir eher ein maksutov oder ein achromaten der in deinen hänger passt, damit wirst du schneller und mehr freude haben (meine erfahrung). mein dobson benutze ich nur im sommer im garten, für ausseneinsätze hab ich nen 90/900 achromaten mit GoTo und ein 150/850 Newton mit EQ3 montierung (den würde ich dir auch empfehlen)! hoffe ich konnte helfen! MFG Philipp

Geschrieben von: Philipp | 25.02.2013 12:33:53

Vielen Dank für die Antwort. Ich frage mich aber wie es die anderen machen, der Dobson muss ja irgendwie bewegt werden im Auto oder anders. Verstellt sich der Spiegel so leicht das man da ständig kalibrieren muss. Ich überlegte mir nämlich so ein Schutz anzubringen so das die Anstellschrauben nicht berürt werden beim transport. Ich bin ein geübter Fahradfahrer und würde nur 5 Kilometer aus Stadt fahren, hier in Finnland bist du dann schon in der Natur...Gibt es noch andere Meinungen

Geschrieben von: Ismet | 25.02.2013 13:06:24

Hallo!

Was für Dich evtl. Ideal wäre ist ein Gitterrohr Dobson was man zusammenschieben kann. Somit passt es auch auf einen kleinen Fahrrad-Anhänger.
Mfg Andy

Geschrieben von: Andy | 25.02.2013 13:19:41

Ja bei grossen dobson muss man eigentlich immer nachstellen, selbst temperaturschwankungen sorgen für ein verstellen, deshalb lass ich meinen dobson 2-3 stunden aklimatisieren und stelle ihn dann ein (während ich beobachte stelle ich gelegentlich ma nach), ein gitterrohr dobson is auch ne lösung. muss aber auch oft eingestellt werden. die beste transportmöglichkeit für nen dobson is ein schöner grosser kombi. ich nehme an das dein dobson ein 1000 oder 1200 is? meiner is ein 1200mm und ich transportiere ihn in einem mittelklasse wagen, ich muss die rücksitzbank und den beifahrersitz umklappen und ihn längs reinlegen, also kann keiner mehr mitfahren, weil die box ja auch irgendwo hinmuss. ein dobson is zwar super billig bei grosser öffnung (viele details an planeten und deep sky objekten), man brauch aber auch mehr "arbeit" und geduld. merke: alle spiegelteleskope müssen vor dem beobachten abkühlen und eingestellt werden (also newtons, maksutovs, cassegrains...), je größer der spiegel desto länger die abkühlphase. linsenteleskope(achromaten, apochromaten) sind kleiner, leichter und müssen (fast immer) nich eingestellt werden. ausserdem sind sie völlig ausreichend für planeten und helle DS objekte wie andromeda oder orion. der nachteil der farbfehler is meiner meinung nach zu vernachlässigen. ausserdem is ein super teleskop nutzlos ohne gute okulare und filter.

Geschrieben von: Gast | 25.02.2013 13:49:53

Danke für Vorschläge von euch allen. Für mich ist wichtig zu wissen ob es technisch und ohne Beschädignungen so ein Dobson zu transportieren mit Fahrad wäre (auf Rücken) oder irgendwie anders. Ich möchte rein visuelle Beobachtungen machen und würde ungerne auf ein kleineres Gerät ausweichen, denn wenn ich schon 400 euro ausgebe dann zumindest für ein gutes Gerät mit dem ich was sehen kann.Kennt ihr eigentlich jemanden der sein Dobson mit Fahrad oder irgendwie anders als mit Autor transportiert hat. Ich habe leider kein Auto und kann auch nicht so lange warten, deswegen halt suche nach anderen Möglichkeiten. Gruss Ismet

Geschrieben von: Ismet | 25.02.2013 14:23:00

Da, wie bereits oben geschrieben, ein Newton vor jeder Beobachtungsnacht kollimiert werden soll, ist es kein Problem, wenn man den Dobson auf einem Fahrradanhänger transportiert. Man sollte allerdings auf möglichst schlaglochfreier Straße fahren.
Aber mache Dir vor der Justage des Newtons keine Angst. Das geht recht schnell und ist einfach zu erlernen. Nach ein paar Versuchen wirst Du es so machen, als ob Du es schon ewig gemacht hättest. Wichtig ist, dass man nach dem Kauf des Dobsons das System einmal exakt am Tage justiert hat. Wenn der Fangspiegel einmal sauber justiert ist, dann verändert sich das auch nur sehr selten. Nur der Hauptspiegel wird nach jedem Transport überprüft und notfalls mit den drei Justierschrauben am Beobachtungsort nachjustiert. Für diese Arbeit ist ein Justierlaser ideal. Ob nun mit Volltubus, oder als Gitterrohr ist egal. Justieren ist keine Hexerei! Nur wirst Du den Gitterrohrdobson besser transportieren können.

Gruß, Andreas

Geschrieben von: Astroandy | 25.02.2013 16:15:04

Die Justage von Newtons habe ich hier beschrieben:
http://www.sterngucker.de/mitglieder/astroandy/artikel/

Schau Dir das mal an

Geschrieben von: Astroandy | 25.02.2013 16:21:26

Andreas danke für deine aufmunternde Antwort, mir war wichtig das ich den Rat von jemanden bekomme der schon Erfahrung hat oder zumindest der mehr weiss über Dobsons als ich, denn ich möchte sicher gehe das es möglich ist ihn so zu transportieren ohne ihn jetzt irgendwie total zu zerstören. Das mit Justage muss ich lernen und dann wird halt justiert wenn er verstellt ist. Da ich in Finnland wohne reicht es mir 5 kilommeter zu fahren und bin schon auserhalb der Stadt.

Geschrieben von: Ismet | 25.02.2013 16:46:41

Hallo Ismet, dann kannst Du zum Transport auch einen Schlitten nehmen :-) Ich wünsche Dir viel Spaß unter dem finnischen Himmel und natürlich immer ein kleines Polarlicht.

Geschrieben von: Astroandy | 25.02.2013 17:19:22

Also ich wollte dir keine angst machen!!! sorry!! ich finde das das kollimieren und ausrichten spass macht, es gehört halt zum hobby dazu! und nein kaputt geht der spiegel nicht solange der tubus nich mit dem spiegel voran drauffällt! der tubus müsste bei nem 8 zöller auch stabil genug sein um ihn auf den rücken zu schnallen, er könnte sich aber verziehen und dann musst du den fangspiegel auch neu ausrichten (da hab ich aber keine erfahrung, das musst du ausprobieren). du kannst den tubus auch auf den hänger schnallen. wichtig is nur den dobson 3 stunden bevor du losfährst nach draussen stellen und auskühlen lassen, wenn du dann am beobachtungsort bist, aufbauen, kollimieren und los gehts! der fangspiegel muss nur selten ausgerichtet werden, nur der hauptspiegel muss jedesmal eingestellt werden. ich empfehle dir auch ein tauschutz zu kaufen, ein großer dobson beschlägt ziemlich schnell bei kalten nächten. und staubschutzkappen, der spiegel staub schnell ein und sollte so selten wie möglich gereinigt werden. und last but not least: nicht sparen an den okularen... ich sag das alles nur weil ich die erfahrungen selber gemacht habe und anfangs ziemlich gefrustet war. doch wenn man erstma alle tricks drauf hat, macht sternegucken süchtig!!! also viel spass, kauf den dobson ruhig, für das geld bekommst du keine bessere optik und ein 8 zöller lässt sich gerade noch transportieren!!! MFG Philli

Geschrieben von: Gast | 25.02.2013 20:59:15

Hallo Ismet,

einen 8" Tubus auf den Rücken schnallen- ist vermutlich etwas zu groß und zu schwer.

Aber du kannst für das Fahrrad vielleicht einen einfachen 1-Achsanhänger bauen- es gibt doch diese Kinderwagenanhänger mit denen Mütter ihre Babys hinten am Fahrrad durch die Gegend fahren. Das wäre mit Sicherheit eine brauchbare Lösung um Tubus und Rockerbox sicher zu transportieren.

Zwecks Kollimation- das lernt man schnell und es ist in wenigen Minuten erledigt. Der Spiegel bzw. die Spiegelzelle verstellt sich ja nur wenig und das wird mit der Justage dann beseitigt. Auskühlen hat sich auch gleich erledigt- wenn du 5km mit dem Tubus hinten auf dem Anhänger radelst ist der Spiegel am Beobachtungsplatz ausgekühlt.

Gruß Stefan

Geschrieben von: stefan-h | 26.02.2013 18:24:45

Hallo Ismet,
meine Frau und ich haben lange Jahre in Mittelschweden im Hochwinter bei bis zu -25°C mit einem Dobson 8 beobachtet. Dabei haben wir den Dobson 8 in einen Snowboardsack, den man wie einen Rucksack tragen kann, immer ca. 20 min zum Beobachtungsplatz transportiert und dabei die Rockerbox auf einem Plastikkinderschlitten nachgezogen. Die Justierung mußten wir immer machen, dauerte ca. 3 Minuten. Also könntest Du das auch mit den Fahhrad und Anhänger locker machen. Viel Spaß dabei und viele Grüße aus Bayern
von Llicancabur

Geschrieben von: Llicancabur | 06.08.2013 10:22:36

Hallo Ismet !
Bei allen Dobsonschiebern wird immer vergessen das die optische Leistung eines Newton von 8"
in etwa der Leistung eines Refraktors von 5 bis 6" entspricht, die man aber nur erreicht wenn das Gerät gut ausgekühlt und gut justiert ist. Der Auskühleffekt beim Linsenfernrohr ist unerheblich
nur die so viel beschriebene Farbreinheit ist gegenüber den Spiegel natürlich besser.Aber beim visuellen Beobachten, nur bei Mond und Planeten etwas störend. Der Spiegel ist aber für Astrofotografie vorzuziehen. Ein Transportproblem besteht für einen Refraktor nicht.
Viel Freude am Beobachten und S.C. wünscht dir ,Peter

Geschrieben von: Gast Peter | 13.09.2013 19:40:32

Hallo Peter,

ich habe eine Refraktor 105/735mm- also "nur" 4". Und das Teil wiegt schon ganz nette 6,5kg. In der Hand halten kann Ismet auch einen Refraktor nicht. 5" bis 6" hat noch ein wenig mehr Gewicht- und zusätzlich muss er dann ein Stativ, eine Montierung, die Rohrschellen und irgendwo auch noch die Okulare tragen.

Dazu kommt- ein 5-6" Refraktor ist entweder im bezahlbaren Bereich ein Achromat und der taugt nur für niedrige Vergrößerungen und zeigt schon sehr deutlich Farbe- oder es ist ein guter ED oder gar ein APO und damit für den Normalverbraucher ein bisserl zu teuer. :)

Gruß
Stefan

Geschrieben von: stefan-h | 14.09.2013 23:10:04

 

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