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TS NED Okulare - bin ich tollpatschig?

Hallo Forum,
auf die Gefahr hin, dass ich nerve, möchte ich dennoch eine zweite Frage nachschieben. Diese betrifft die TS NED Okulare. Ich habe mir zwei davon (8mm und 5mm) vor einigen Wochen zulegt und bei den wenigen Gelegenheiten bisher zur Nutzung, war ich recht enttäuscht. Es gelingt mir nur sehr schwer, mit diesem Okukaren präzise an meinem 90/910 Refraktor zu fokussieren. Auch finde ich, dass die Okulare sehr stark abdunkeln (vermutlich wegen des Barlow-Elements darin?). An sich machen die Okulare ein guten Eindruck (Haptik, Optik) und werden so um die 70 EUR gehandelt. Ein etwas ungutes Gefühl hatte ich zu Anfang, weil das 8mm Okular bei der Ankunft klackerte. Nach einem Telefontat mit TS gab man mir den Tipp, die Augenlinse fester anzuziehen, das half dann auch, aber irgendwie fand ich das auch nicht schön bei einem neuen Okular.
Jetzt frage ich mich, ob ich nicht vielleicht besser mit HR Planetary "gefahren" wäre. Die sind etwas günstiger und wie ich schon häufiger gelesen habe, sind recht viele damit zufrieden.
Gibt es von Euch Erfahrungen mit diesen Okularen? Mache ich etwas verkehrt oder habe ich einfach zuviel erwartet? Wäre ich vielleicht wirklich besser bedient mit HR Planetary Okularen?
Fragen über Fragen. Freue mich auf Eure Einschätzungen.
Grüße MARK-39

Gefragt von: MARK-39 | 29.08.2014 10:04:24

Hallo Mark-39,

deine Vermutung bezüglich abdunkeln hat nichts mit dem Barlow-Eelemt zu tun. Ein Teleskop hat ja ein bestimmtes Öffnungsverhältnis- also Brennweite geteilt durch die Öffnung, für den 90/900 wäre das also f/10.

Ein darin eingestecktes Okular ergibt entsprechend seiner Brennweite einmal die Vergrößerung. Aber es resultiert daraus auch die augenseitig sichtbare Austrittspupille (der kleine helle Kreis, der auf der Augenlinse aus einem gewissen Abstand betrachtet zu sehen ist). Diese AP hängt vom Öffnungsverhältnis und der Okularbrennweite ab- ganz einfach Okularbrennweite durch das Öffnungsverhältnis teilen. Bei einem f/10 Teleskop und einem 10mm Okular hast du also eine AP von 1mm Durchmesser.

Mit dem 8mm erreichst du 112-fache Vergrößerung bei einer AP von 0,8mm, das 5mm bringt dich an die Grenze, Vergrößerung von 180-fach und einer AP von 0,5mm. Das ist für dein Teleskop eigentlich schon zu hoch vergrößert. Du siehst bereits bei einer AP von 1mm gut 95% aller Details, mehr Vergrößerung macht das Bild dunkler, bringt dir aber nur noch max. 5% mehr an Details, auch wenn das Bild größer erscheint.

Ich würde maximal ein Okular mit 7mm empfehlen.

Das ein neues Okular klappert sollte nicht sein. Mit den HR wärst du wohl auch nicht besser gefahren.

Gruß
Stefan

Geschrieben von: stefan-h | 29.08.2014 16:40:52

Hallo Stephan,
schönen Dank für Deine Antwort. Die Berechnung im Hinblick auf sinnvolle Vergrößerung, Öffnung, Brennweite und Austrittspupille hatte ich im Vorfeld auch schon angestellt, daher war klar, dass ich bis max. 5mm gehen könnte. Die Verdunklung finde ich auch nicht soooo schlimm. Was ich nicht richtig in den Griff bekomme ist die Fokussierung. Nur in einem ganz engen Bereich kriege ich die Okulare scharf gestellt. Das betrifft sowohl das 8mm als auch das 5mm Okular. Auch, wenn ich zB die Okulare an einen ganz schnellen (f/4) Mini-Dobson verwende. Wenn ich beispielsweise ein 08/15 10mm Plössl mit einer 2xBarlow kombiniere habe ich von meinem subjektiven Eindruck mehr "Spielraum" in der Fokussierung. Von daher dachte ich, "ich bin zu grobmotorisch für diese Okulare" oder ich mache einfach etwas verkehrt oder ich habe einfach einen Fehlkauf getätigt. An meinem 160mm Reflektor habe ich die Okulare allerdings auch noch nicht ausprobiert, da nutze ich 2" Okulare. Könnte ich aber mal testen, ob ich da ein ähnliches Problem habe.
Viele Grüße
MARK-39

Geschrieben von: MARK-39 | 29.08.2014 19:52:30

Hi Mark-39,

je schneller eine Optik desto kleiner der Spielraum für den Fokus- du musst also den Fokus sehr exakt treffen um wirklich eine scharfe Abbildung zu erhalten.

Das es mit der Kombination Plössl-Barlow scheinbar einfacher ist hat auch seinen Grund. Die ED haben ja ein größeres Eigengesichtsfeld und bilden daher zum Rand hin bei einer f/4 Optik nicht mehr scharf ab- Dein Auge erkennt das und du versuchst den Fokus zu finden- aber die Fokuslage ist dann auf der Achse nicht identisch zum Bildfeldrand hin- versuch dich mal nur auf die Bildmitte zu konzentrieren.

Und je höher die Vergrößerung desto schwieriger wird es auch den Fokus exakt zu erwischen.

Gruß
Stefan

Geschrieben von: stefan-h | 29.08.2014 23:21:09

Hallo Stephan,
ja, das deckt sich mit meinem subjektiven Eindruck. Entweder wars in der Bildmitte unscharf oder am Rand, beides gleichzeitig konnte ich nicht fokussieren.
Danke für Deine Erläuterung!
Viele Grüße
MARK-39

Geschrieben von: MARK-39 | 30.08.2014 09:39:11

Hi

Ich shoppe online und nutze regelmäßig mein Widerrufsrecht. Würde ich in der Situation dann machen. Hat man im Übrigen nicht beim Kauf in Ladenlokalen.

Geschrieben von: JanneckM | 09.09.2014 23:40:41

Hallo, ganz kurz. Ich habe die HR Planetarys und ein 8mm NED. Die Planetarys sind gut, das NED ist jedoch besser, heller (etwas bessere Transmission) und zeigt auch etwas mehr Details.
Es handelt sich hier wirklich nur um Nuancen. Man muß schon seht genau und lange schaun, bis man den Unterschied erkennt. Meine Optik: 6" Refraktor f8.
Ansonsten sind auch die TSSWM´s recht brauchbar und im Sinne des Wortes preiswert.

Gruß
Steini

Geschrieben von: Steini | 30.11.2014 13:51:06

 

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