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Welches Equipment für meinen Start in die Astrofotografie ?

Moin Sterngucker,
ich möchte es nun selbst mit der Astrofotografie probieren. Vorhanden ist außer einer DSLR (Nikon D5100) und einem Hama-Stativ nichts. Zunächst wurde ich mich auf die DSLR als Lichtsammler reduzieren.
Was benötige ich nun (Stativ (sollte später evtl. auch als Träger eines Teleskopes geeignet sein), Nachführung, Steuerung, Software etc. ?
Vielen Dank, wenn sich jemand finden würde, der einem Laien mal alles genau erklärt ;-)
Gruss
Andre aus Bremen

Gefragt von: Andre | 10.10.2012 16:23:35

Hallo Andre,

die Ausrüstung ist für Astrofotografie etwas dürftig. Damit gehen einzig Strichspuraufnahmen. Dafür stellst du dein Stativ hin, schraubst die Kamera drauf, richtest gegen den Himmel und belichtest mal mindestens 30s oder besser noch länger.

Das gibt dann Bilder mit gebogenen Strichen darauf- entsprechend der Rotation der Erde.

Um Astrofotos mit punktförmigen Sternen zu erhalten musst du die Kamera entsprechend der Erdrotation nachführen. Dazu ist eine parallaktische Montierung mit Nachführung nötig und diese muss auch richtig aufgestellt (eingenordet) sein. Das geht dann auch mit den normalen Fotoobjektiven.

Die Kamera am Teleskop bringt natürlich mehr Details, erfordert aber je nach Teleskop einen noch höheren Aufwand- das geht dann schnell mal in ein paar tausend Euro. :(

Gruß
Stefan

Geschrieben von: Gast | 27.10.2012 21:23:00

So habe ich auch mal angefangen. Dann jedoch schnell im Keller eine Barndoor-Nachführung gebaut (2 Bretter, Scharnier, Gewindestange und ein bischen basten. Google Bildersuche nach "barndoor mount") Damit gelangen dann schon passable Milchstrassenaufnahmen und erste Nebel (M42)
Bald bin ich dann dazu übergegangen, die Barndoor zu motorisieren da das ständige nachregeln von Hand lästig ist und man dabei immer am Stativ wackelt. Von da an ging es immer weiter...
Bis heute habe ich nur selbstgebastelte Nachführungen im Einsatz - alles ander ist mir zu teuer und auch nicht genug "Fun".
Viele Grüße
Stephan

Geschrieben von: Gast2 | 28.10.2012 14:00:45

Hi

Bin selber nicht von Fach aber weiß, dass viele Astrofotografen ihre DSLR speziell für die Sternenfotografie umbauen lassen, da in diesen Geräten Filter verbaut sind, die bei Nachtfotografie vom Sternenhimmel sehr kontraproduktiv sind. Ob die DSLR dann noch normal eingesetzt werden kann? Nicht einmal dass weiß ich, sorry.

Geschrieben von: JanneckM | 01.09.2014 01:03:40

Hi Janneck,

in den Kameras ist normalerweise ein Sperrfilter eingebaut um die Rotempfindlichkeit des Sensors etwas abzuschwächen. Für Astrofotografie stört dieser Filter, da er uns das von Haus aus schwache h-alpha Licht zu stark schwächt. Deswegen baut man diesen aus (oder kauft eine so modifizierte Kamera).

Der Nachteil- für Tageslicht ist das Ding nun rotlastig. Das wird aber über den Weißabgleich wieder ausgeglichen.

Ein weiteres Problem- es fehlt die Glasstärke des Filters im Strahlengang- und damit funktioniert der Autofokus meist nicht mehr richtig. Abhilfe dafür- anstelle des entfernten Sperrfilters wird ein passendes Klarglas eingesetzt. Damit funktioniert der Autofokus wieder richtig und Staubpartikel liegen nicht direkt auf dem Chip sondern minimal davor, werden also nicht ganz so störend abgebildet.

Zu deinen Barndooraktivitäten- schreib doch mal einen Bericht dazu und stell ihn hier ein, dazu ein paar Bilder. könnte für manche Einsteiger ein guter Anreiz sein.

Gruß
Stefan

Geschrieben von: stefan-h | 01.09.2014 11:21:45

 

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