Neumond 2026: Alle Termine – und warum er die beste Nacht zum Sterngucken ist

Von · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 14. September 2026

Der nächste Neumond ist am Samstag, 10. Oktober 2026 um 17:50 Uhr. Dunkel genug für Deep-Sky sind die Nächte vom 06.10. bis 14.10.

Bei Neumond steht der Mond zwischen Erde und Sonne – seine beleuchtete Seite zeigt von uns weg, die Nachtseite zu uns. Deshalb ist der Mond in dieser Phase am Himmel unsichtbar. Für Sterngucker ist das kein Verlust, sondern ein Geschenk: Die Neumond-Nächte sind die dunkelsten und besten Beobachtungsnächte des ganzen Monats.

Was passiert bei Neumond?

Der Mond umkreist die Erde in rund 29,5 Tagen (synodischer Monat). Einmal pro Umlauf steht er von der Erde aus gesehen in derselben Richtung wie die Sonne. Astronomen nennen das Konjunktion.

Da die Sonne dann nur die erdabgewandte Seite des Mondes beleuchtet, sehen wir – nichts. Der Mond geht ungefähr mit der Sonne auf und unter und steht tagsüber unsichtbar am Himmel.

Nur wenn die Geometrie perfekt stimmt und der Neumond exakt vor der Sonnenscheibe vorbeizieht, erleben wir eine Sonnenfinsternis. So geschah es am 12. August 2026, die nächste Gelegenheit folgt am 2. August 2027 – alle Details im Ratgeber zur Sonnenfinsternis 2027.

Neumond im Oktober, November und Dezember 2026

MonatNeumonddunkle Nächte
Oktober 2026Sa., 10.10., 17:50 Uhr MESZ06.10.–14.10.
November 2026Mo., 09.11., 08:02 Uhr MEZ04.11.–13.11.
Dezember 2026Mi., 09.12., 01:51 Uhr MEZ04.12.–13.12.

Der Oktober-Neumond ist der lohnendste der drei: Die Andromeda-Galaxie steht abends hoch, und die Nächte sind schon lang, aber selten frostig.

Alle Neumond-Termine 2026, 2027 und 2028

Die Spalte dunkle Nächte ist der eigentliche Wert dieser Tabelle: Sie nennt die Nächte, in denen der Mond zu weniger als 20 Prozent beleuchtet ist.

Das ist das Zeitfenster, in dem sich Galaxien, Nebel und die Milchstraße lohnen – nicht nur die eine Neumond-Nacht selbst. In der Praxis sind das sieben bis neun Nächte pro Monat.

Neumond 2026

NeumondWochentagUhrzeitdunkle Nächte
18. Januar 2026Sonntag20:51 Uhr14.01.–22.01.
17. Februar 2026Dienstag13:01 Uhr13.02.–20.02.
19. März 2026Donnerstag02:23 Uhr14.03.–22.03.
17. April 2026Freitag13:51 Uhr13.04.–20.04.
16. Mai 2026Samstag22:01 Uhr13.05.–19.05.
15. Juni 2026Montag04:54 Uhr11.06.–18.06.
14. Juli 2026Dienstag11:43 Uhr10.07.–17.07.
12. August 2026Mittwoch19:36 Uhr09.08.–16.08.
11. September 2026Freitag05:26 Uhr07.09.–14.09.
10. Oktober 2026Samstag17:50 Uhr06.10.–14.10.
9. November 2026Montag08:02 Uhr04.11.–13.11.
9. Dezember 2026Mittwoch01:51 Uhr04.12.–13.12.

Neumond 2027

NeumondWochentagUhrzeitdunkle Nächte
7. Januar 2027Donnerstag21:24 Uhr03.01.–11.01.
6. Februar 2027Samstag16:56 Uhr01.02.–10.02.
8. März 2027Montag10:29 Uhr03.03.–11.03.
7. April 2027Mittwoch01:51 Uhr02.04.–10.04.
6. Mai 2027Donnerstag12:58 Uhr02.05.–09.05.
4. Juni 2027Freitag21:40 Uhr31.05.–07.06.
4. Juli 2027Sonntag05:02 Uhr30.06.–07.07.
2. August 2027Montag12:05 Uhr29.07.–05.08.
31. August 2027Dienstag19:41 Uhr28.08.–03.09.
30. September 2027Donnerstag04:36 Uhr26.09.–03.10.
29. Oktober 2027Freitag15:36 Uhr25.10.–02.11.
28. November 2027Sonntag04:24 Uhr23.11.–01.12.
27. Dezember 2027Montag21:12 Uhr23.12.–31.12.

Neumond 2028

NeumondWochentagUhrzeitdunkle Nächte
26. Januar 2028Mittwoch16:12 Uhr21.01.–30.01.
25. Februar 2028Freitag11:37 Uhr20.02.–29.02.
26. März 2028Sonntag06:31 Uhr21.03.–29.03.
24. April 2028Montag21:46 Uhr20.04.–28.04.
24. Mai 2028Mittwoch10:16 Uhr19.05.–27.05.
22. Juni 2028Donnerstag20:27 Uhr18.06.–25.06.
22. Juli 2028Samstag05:01 Uhr18.07.–25.07.
20. August 2028Sonntag12:43 Uhr16.08.–23.08.
18. September 2028Montag20:23 Uhr15.09.–21.09.
18. Oktober 2028Mittwoch04:56 Uhr14.10.–21.10.
16. November 2028Donnerstag14:18 Uhr12.11.–19.11.
16. Dezember 2028Samstag03:06 Uhr12.12.–19.12.

Zeiten für Deutschland, Österreich und die Schweiz (Mitteleuropäische Zeit bzw. Sommerzeit), berechnet aus den Ephemeriden. Die Uhrzeit ist der Moment der exakten Konjunktion – für die Beobachtung zählt die ganze Nacht davor und danach.

Zeiten für Deutschland (Berlin), Quelle: astronomische Berechnung. Den kompletten Überblick über alle Phasen findest du im Mondkalender 2026.

Warum Neumond die beste Zeit für Deep-Sky ist

Ohne Mondlicht erreicht der Himmel seine maximale Dunkelheit. Galaxien, Nebel und Sternhaufen, die bei Vollmond im aufgehellten Himmel ertrinken, zeigen jetzt ihre volle Pracht. Erfahrene Beobachter planen ihre Deep-Sky-Nächte deshalb konsequent um den Neumond herum – idealerweise in den etwa fünf Nächten davor und danach.

Drei Tipps für deine Neumond-Nacht: Suche dir einen dunklen Standort abseits der Lichtverschmutzung, gib deinen Augen 20 bis 30 Minuten Zeit zur Dunkeladaption und nimm dir gezielt lichtschwache Objekte vor. Welches Teleskop Galaxien wirklich zeigt, erklärt unser Ratgeber Teleskop für Galaxien.

Was sich in einer Neumond-Nacht lohnt

Bei Neumond zeigt sich, was der Mond sonst überstrahlt. Die Milchstraße ist im Sommer die auffälligste Erscheinung – unter dunklem Himmel eine strukturierte Wolke, keine blasse Aufhellung.

Im Frühjahr stehen die Galaxien günstig: der Virgo-Haufen, die Bode-Galaxie im Großen Bären, die Andromedagalaxie im Herbst. Sie brauchen einen dunklen Himmel dringender als Öffnung.

Im Winter lohnen die Nebel: Orionnebel, Plejaden, der Doppelsternhaufen h und χ Persei. Vieles davon zeigt schon ein Fernglas.

Faustregel: Für Galaxien und Nebel bringt dir eine Fahrt aus der Stadt heraus mehr als jedes größere Teleskop. Der dunkle Himmel ist der entscheidende Faktor, die Neumond-Nächte sind das Zeitfenster dafür.

Was in einer Neumond-Nacht wirklich hilft

An der Dunkeladaption scheitern die meisten Neumond-Nächte. Ein einziger Blick auf ein helles Display setzt die 20 bis 30 Minuten Gewöhnung wieder auf null, rotes Licht tut das nicht. Eine Omegon LED-Stirnlampe (rot/weiß) für 14,90 € ist deshalb das billigste Ausrüstungsteil mit dem größten Effekt.

Zur Orientierung genügt die Oculum Drehbare Himmelskarte 29 cm für 19,90 €. Und ein Fernglas, das du vielleicht ohnehin im Schrank hast, zeigt in einer mondlosen Nacht schon die Plejaden und den Doppelsternhaufen h + Chi Persei. Neu kaufen musst du dafür nichts.

Erst wenn du gezielt Galaxien und Nebel suchst, entscheidet die Öffnung: Sie sammelt das Licht, das ein dunkler Himmel überhaupt erst durchlässt. Bei Neumond bringt jeder Zentimeter Öffnung mehr als bei jeder anderen Mondphase – deshalb ist das die Nacht, in der sich ein größeres Gerät auszahlt.

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Wenn du noch gar kein Teleskop hast, fang nicht beim größten an: Der Einsteiger-Ratgeber erklärt, warum Öffnung und eine ruhige Montierung mehr zählen als jede Vergrößerungsangabe auf der Verpackung.

Wann sieht man die junge Mondsichel wieder?

Etwa 24 bis 48 Stunden nach Neumond taucht die hauchdünne junge Mondsichel am Abendhimmel tief im Westen auf – ein beliebtes Fotomotiv und für viele Kulturen der Beginn des neuen Monats. Ab dann wächst der Mond von Abend zu Abend: Es beginnt die Phase des zunehmenden Mondes.

Häufige Fragen

Wann ist Neumond im Oktober 2026?

Am Samstag, 10. Oktober 2026, um 17:50 Uhr MESZ. Dunkel genug für Galaxien und Nebel sind die Nächte vom 6. bis 14. Oktober.

Kann man den Neumond sehen?

Nein – bei Neumond ist die uns zugewandte Seite unbeleuchtet, und der Mond steht tagsüber nahe der Sonne am Himmel. Sichtbar wird er nur bei einer Sonnenfinsternis als dunkle Scheibe vor der Sonne.

Wie oft ist Neumond?

Alle 29,5 Tage – einmal pro synodischem Monat. 2026 gibt es zwölf Neumonde.

Was ist ein Schwarzmond (Black Moon)?

Ein inoffizieller Begriff für den zweiten Neumond innerhalb eines Kalendermonats – das Gegenstück zum Blue Moon bei Vollmonden.

Warum gibt es nicht bei jedem Neumond eine Sonnenfinsternis?

Die Mondbahn ist um etwa 5 Grad gegen die Erdbahn geneigt. Meist zieht der Neumond deshalb ober- oder unterhalb der Sonne vorbei – nur wenn er genau die Schnittlinie beider Bahnen trifft, kommt es zur Finsternis.

🌙 Passend dazu: Der Sternenhimmel im September 2026 – die Venus-Bedeckung am 14. September, die Neptun-Opposition und der Erntemond.