Nebel im Weltraum: Arten, bekannte Nebel und wie du sie siehst

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Ein Nebel im Weltraum ist eine riesige Wolke aus Gas und Staub zwischen den Sternen, die selbst leuchtet, Sternlicht zurückwirft oder Licht verschluckt. Die meisten bekannten Nebel liegen in unserer eigenen Galaxie, oft Hunderte bis Tausende Lichtjahre entfernt.

⭐ Kurz gesagt: Es gibt fünf Sorten: Emissionsnebel, Reflexionsnebel, planetarische Nebel, Supernovaüberreste und Dunkelnebel.

Von Deutschland aus siehst du mit bloßem Auge vor allem den Orionnebel. Im Teleskop wirken Nebel grau statt bunt – die Farben der bekannten Fotos sammelt erst eine Kamera über lange Belichtungen.

Nebel im Weltraum: die „kosmischen Klippen“ im Carinanebel, aufgenommen vom James-Webb-Teleskop
Die „kosmischen Klippen“ im Carinanebel: Rand einer Gasblase, die junge, heiße Sterne ausgehöhlt haben (Infrarotaufnahme). Bild: NASA, ESA, CSA, STScI

Nebel im Weltraum: Definition und Herkunft des Begriffs

Früher nannte die Astronomie jedes verwaschene Fleckchen am Himmel „Nebel“. Dazu zählten auch Sternhaufen und Galaxien, die im Fernrohr der damaligen Zeit nur als Lichtschleier erschienen.

Charles Messier stellte 1774 einen Katalog solcher Objekte zusammen, damit Kometensucher sie nicht verwechselten. Viele Nebel tragen deshalb heute noch eine Messier-Nummer, etwa M 42 für den Orionnebel oder M 57 für den Ringnebel.

Erst größere Teleskope zeigten, dass manche „Nebel“ in Wahrheit ferne Galaxien sind. Echte Nebel sind nach heutigem Verständnis interstellare Wolken aus Gas und Staub, die vor allem aus Wasserstoff bestehen.

Tipp: Nebel sind unvorstellbar dünn. Ein Kubikzentimeter enthält oft nur einige hundert bis einige tausend Atome – weniger als das beste Vakuum, das man auf der Erde erzeugen kann. Groß werden sie nur, weil sie viele Lichtjahre messen.
Video zum Thema · 19 Sek.
Ringnebel durchs Okular

Kurzvideo: der Ringnebel M57 in 19 Sekunden.

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Arten von Nebeln im Überblick

Die Nebeltypen unterscheiden sich vor allem darin, woher ihr Licht kommt. Das entscheidet auch, wie sie auf Fotos aussehen und ob ein Filter beim Beobachten hilft.

NebeltypWoher das Licht kommtFarbe auf FotosBeispiel
EmissionsnebelGas wird von heißen jungen Sternen zum Leuchten angeregtrot bis rosaOrionnebel (M 42)
ReflexionsnebelStaub streut das Licht naher SterneblauPlejaden (M 45)
Planetarischer Nebelabgestoßene Gashülle eines sterbenden Sternsgrün-blau, rotRingnebel (M 57)
SupernovaüberrestStoßwelle einer Sternexplosionrot, blau, faserigKrebsnebel (M 1)
Dunkelnebelkalter Staub verschluckt Licht dahinterdunkle SilhouettePferdekopfnebel (B 33)

Emissionsnebel: Kinderstuben der Sterne

Emissionsnebel: Orionnebel M 42, Amateuraufnahme
Emissionsnebel: der Orionnebel (M 42). Foto: Sascha Weiss, Siegenburg 2020

In einem Emissionsnebel strahlen junge, sehr heiße Sterne so viel UV-Licht ab, dass der umgebende Wasserstoff selbst leuchtet. Das typische Rot auf Fotos stammt von der Wasserstofflinie H-alpha.

Emissionsnebel sind Sternentstehungsgebiete: Hier werden gerade neue Sterne geboren. Das bekannteste Beispiel ist der Orionnebel, rund 1.350 Lichtjahre entfernt und von Deutschland aus schon mit bloßem Auge zu sehen.

Auch der Adlernebel (M 16) gehört dazu. In ihm stehen die berühmten „Säulen der Schöpfung“, die das Hubble- und später das Webb-Teleskop fotografiert haben.

Reflexionsnebel: warum sie blau leuchten

Reflexionsnebel um die Plejaden M 45
Reflexionsnebel: der blaue Schleier um die Plejaden (M 45). Foto: cfaobam, CC BY 2.0 (via Flickr)

Ein Reflexionsnebel leuchtet nicht selbst. Feiner Staub streut das Licht benachbarter Sterne, ähnlich wie Nebel auf einer Straße das Scheinwerferlicht.

Blaues Licht wird dabei stärker gestreut als rotes. Deshalb erscheinen Reflexionsnebel auf Fotos fast immer blau – aus demselben Grund, aus dem unser Taghimmel blau ist.

Das Paradebeispiel ist der Schleier um die Plejaden. Mit dem Auge siehst du davon im Teleskop kaum etwas, auf einer Langzeitbelichtung dagegen deutlich.

Planetarische Nebel: das Ende sonnenähnlicher Sterne

Planetarischer Nebel: Eulennebel M 97 im Großen Wagen
Planetarischer Nebel: der Eulennebel (M 97) im Großen Wagen. Foto: Marc Van Norden, CC BY 2.0 (via Flickr)

Mit Planeten haben planetarische Nebel nichts zu tun. Der Name stammt von William Herschel, dem sie im Teleskop als kleine, runde Scheibchen wie ein Planet erschienen.

Tatsächlich stößt ein sterbender Stern seine äußeren Gasschichten ab, und der heiße Kern bringt sie zum Leuchten. Auch unsere Sonne wird in rund fünf Milliarden Jahren so enden.

Bekannte Beispiele sind der Ringnebel M 57 im Sternbild Leier und der Hantelnebel M 27 im Fuchs. Planetarische Nebel sind klein, aber hell und vertragen deshalb höhere Vergrößerungen.

Supernovaüberreste: Trümmer einer Sternexplosion

Supernovaüberrest: Quallennebel IC 443
Supernovaüberrest: der Quallennebel (IC 443) in den Zwillingen. Foto: Thomas Großschmidt, mit freundlicher Genehmigung

Explodiert ein massereicher Stern als Supernova, rast seine Hülle mit Tausenden Kilometern pro Sekunde ins All. Die Stoßwelle heizt das umgebende Gas auf und bringt es zum Leuchten.

Der Krebsnebel M 1 im Stier ist der Rest einer Supernova, die chinesische Astronomen im Jahr 1054 sahen. Der Cirrusnebel im Schwan ist ein viel älterer Überrest, dessen feine Fasern sich über rund drei Grad ziehen, also sechs Vollmondbreiten.

Dunkelnebel: Wolken, die Licht verschlucken

Dunkelnebel: Pferdekopfnebel B 33 im Orion
Dunkelnebel: der Pferdekopfnebel (Barnard 33) vor leuchtendem Gas. Foto: Ken Crawford, CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Ein Dunkelnebel ist eine kalte, dichte Wolke aus Staub und Molekülgas. Sichtbar wird er nur als Silhouette, wenn hinter ihm Sterne oder ein leuchtender Nebel stehen.

Der Pferdekopfnebel im Sternbild Orion zeichnet sich vor dem rot leuchtenden Gas dahinter ab. In solchen Wolken entstehen die Sterne von morgen, weil sich das kalte Gas dort zusammenziehen kann.

Einen großen Dunkelnebel siehst du im Sommer sogar ohne Hilfsmittel. Die dunkle Spalte im Band der Milchstraße zwischen Schwan und Schütze ist Staub, der das Licht der dahinterliegenden Sterne verschluckt.

Bekannte Nebel: Namen, Sternbild und beste Beobachtungszeit

Die Tabelle zeigt die bekanntesten Nebel, die du von Deutschland aus finden kannst, plus zwei berühmte Nebel des Südhimmels. „Beste Zeit“ meint die Monate, in denen der Nebel abends gut hoch steht.

NebelTypSternbildHellig­keitGerätBeste Zeit
Orionnebel (M 42)EmissionOrion3,7 magbloßes Auge, FernglasDez–März
Lagunen­nebel (M 8)EmissionSchütze6,0 magFernglas, TeleskopJuli–Aug.
Adlernebel (M 16)EmissionSchlange6,0 magTeleskop, Filter hilftJuli–Aug.
Nord­amerika­nebel (NGC 7000)EmissionSchwan4,0 magFernglas, dunkler HimmelJuli–Okt.
Ringnebel (M 57)Plane­tarischLeier8,8 magTeleskop ab 70 mmJuni–Sep.
Hantelnebel (M 27)Plane­tarischFuchs7,4 magFernglas, TeleskopJuli–Okt.
Katzen­augen­nebel (NGC 6543)Plane­tarischDrache8,1 magTeleskopMai–Okt.
Helixnebel (NGC 7293)Plane­tarischWasser­mann7,6 magTeleskop + OIII-FilterSep.–Okt.
Krebsnebel (M 1)Supernova­überrestStier8,4 magTeleskopDez–Feb.
Cirrusnebel (NGC 6960/6992)Supernova­überrestSchwan7,0 magTeleskop + OIII-FilterJuli–Okt.
Pferde­kopf­nebel (B 33)DunkelnebelOrion–Foto, großes TeleskopDez–Feb.
Plejaden­nebel (M 45)ReflexionStier–nur auf FotosOkt.–Feb.
Carinanebel (NGC 3372)EmissionKiel des Schiffs1,0 magnur Südhimmel–
Tarantel­nebel (30 Dor)EmissionSchwert­fisch8,0 magnur Südhimmel–

Die Helligkeit in Größenklassen (mag) gilt für den ganzen Nebel. Je größer die Fläche, desto dünner verteilt sich dieses Licht: Der Helixnebel ist mit 7,6 mag auf dem Papier heller als der Ringnebel, im Okular aber viel schwerer zu sehen.

Mehr Objekte jenseits der Nebel findest du in unserem Katalog der Deep-Sky-Objekte. Die Andromeda-Galaxie gehört nicht in diese Liste: Sie hieß früher „Andromedanebel“, ist aber eine eigene Galaxie.

Achtung, Tiefstand: Lagunen-, Adler- und Helixnebel stehen von Deutschland aus nie hoch über dem Südhorizont. Such dir für sie einen Platz mit freier Sicht nach Süden und ohne Stadtlicht in dieser Richtung.

Der größte Nebel im Universum: Tarantelnebel und die Definitionsfrage

Eine eindeutige Antwort gibt es nicht, weil „größter Nebel“ je nach Maßstab etwas anderes bedeutet: echte Ausdehnung in Lichtjahren oder scheinbare Größe am Himmel. Außerdem hat kein Nebel einen scharfen Rand.

In der Nachbarschaft der Milchstraße gilt der Tarantelnebel (30 Doradus) als das größte und aktivste Sternentstehungsgebiet. Er liegt in der Großen Magellanschen Wolke, rund 160.000 Lichtjahre entfernt, und misst je nach Abgrenzung mehrere hundert Lichtjahre.

Tarantelnebel 30 Doradus in der Großen Magellanschen Wolke, Kompositbild
Der Tarantelnebel (30 Doradus) in der Großen Magellanschen Wolke, zusammengesetzt aus Röntgen-, Optik- und Infrarotdaten. Bild: NASA/CXC/STScI/JPL-Caltech

Stünde der Tarantelnebel so nah wie der Orionnebel, würde er am Nachthimmel Schatten werfen. Noch größer ist NGC 604 in der Dreiecksgalaxie mit mehr als 1.300 Lichtjahren Durchmesser.

Am Himmel die größte Fläche bedeckt dagegen der Gum-Nebel, ein alter Supernovaüberrest von rund 36 Grad Ausdehnung. Er liegt am Südhimmel und ist so lichtschwach, dass man ihn nur auf Fotos sieht.

MaßstabGrößter NebelGröße
Nahes Universum (Sternentstehung)Tarantelnebel (30 Dor)mehrere hundert Lichtjahre
Bekannte Riesen in NachbargalaxienNGC 604 (Dreiecksgalaxie)über 1.300 Lichtjahre
Scheinbare Größe am HimmelGum-Nebel (Südhimmel)rund 36 Grad
Hellster großer Nebel am NordhimmelOrionnebel (M 42)rund 1 Grad, etwa 24 Lichtjahre

Warum Nebel im Teleskop grau aussehen

Die bunten Bilder aus dem Internet entstehen mit Kameras, die Licht über Minuten bis Stunden sammeln. Dein Auge kann Licht nicht aufsummieren, es sieht immer nur den Moment.

Bei wenig Licht übernehmen im Auge die Stäbchen, und die sind farbenblind. Deshalb erscheinen fast alle Nebel im Okular als grauer bis leicht grünlicher Schimmer. Nur sehr helle Nebel wie der Orionnebel zeigen in großen Teleskopen einen Hauch von Farbe.

Foto lange belichtet: bunt Blick ins Okular Auge bei Nacht: grau Die Kamera sammelt Licht, das Auge nicht
Warum dieselben Nebel auf Fotos bunt und im Teleskop grau wirken (eigene Grafik).

Enttäuschend ist das nur, wenn man Hubble-Bilder erwartet. Wer den Orionnebel zum ersten Mal selbst im Okular sieht, erlebt echtes, uraltes Licht – mit feinen Strukturen, die kein Foto so plastisch zeigt.

Tipp: Gib deinen Augen 20 bis 30 Minuten Dunkelanpassung und schau kein Handy ohne Rotlicht an. Blick knapp neben den Nebel („indirektes Sehen“): Der Rand der Netzhaut ist lichtempfindlicher als die Mitte.

Nebelfilter: UHC und OIII

Ein Nebelfilter lässt nur die Wellenlängen durch, in denen Emissions- und planetarische Nebel leuchten. Der Himmelshintergrund wird dunkler, der Nebel hebt sich besser ab – heller wird er nicht.

Der UHC-Filter ist der Allrounder für Einsteiger, der OIII-Filter ist enger und stark bei planetarischen Nebeln und dem Cirrusnebel. Am meisten bringen beide bei kleiner Vergrößerung, also großer Austrittspupille.

Aus einem Stadthimmel machen sie keinen Landhimmel. Wie dunkel dein Standort ist, bestimmt mehr als jedes Zubehör – mehr dazu in unserem Ratgeber zur Lichtverschmutzung und im Überblick über Teleskopfilter.

Häufiger Fehler: Bei Galaxien, Sternhaufen und Reflexionsnebeln bringt ein Nebelfilter nichts. Dort schluckt er nur Licht, und das Bild wird schlechter statt besser.

Filter für Gasnebel: Omegon Pro UHC-Filter 1,25"

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Günstiger UHC-Filter im 1,25-Zoll-Format: hebt Orion-, Lagunen- und Ringnebel sichtbar vom Himmelshintergrund ab. Für Galaxien nicht gedacht.

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Welches Instrument für Nebel?

Für Nebel zählt vor allem die Öffnung, also der Durchmesser von Linse oder Spiegel. Mehr Öffnung sammelt mehr Licht und zeigt schwache Ausläufer, die ein kleines Gerät verschluckt.

Ein 10×50-Fernglas zeigt Orion-, Lagunen- und Nordamerikanebel als helle Flecken. Für Ring-, Katzenaugen- und Krebsnebel brauchst du ein Teleskop, und ein Dobson mit 200 mm Öffnung bietet dafür das meiste Licht fürs Geld.

Viel Öffnung fürs Geld: Skywatcher Dobson N 200/1200 Skyliner Classic

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200 mm Spiegel auf einfacher Rockerbox-Montierung: zeigt Ringnebel, Hantelnebel und die Fasern des Cirrusnebels (mit OIII-Filter). Groß und schwer – vorher Lagerplatz prüfen.

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Nebel fotografieren: vom Handy bis zum Smart-Teleskop

Willst du die Farben sehen, brauchst du eine Kamera. Schon eine Systemkamera auf Stativ fängt den Orionnebel mit 10 bis 20 Sekunden Belichtung ein, für mehr Details braucht es eine Nachführung.

Einfacher geht es mit einem Smart-Teleskop. Es fotografiert, stapelt die Bilder automatisch und zeigt den Nebel nach wenigen Minuten farbig auf dem Handy; die Seestar-Modelle haben dazu einen Filter gegen Lichtverschmutzung eingebaut.

Die Grenzen solltest du kennen: 50 mm Öffnung liefern schöne Übersichtsbilder, aber keine Hubble-Details. Wer tiefer einsteigen will, findet den nächsten Schritt in der Deep-Sky-Astrofotografie.

Nebel in Farbe ohne Vorwissen: ZWO Seestar S50 Pro

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Tipp: Die ersten Nebel-Fotos gelingen am besten beim Orionnebel im Winter und beim Nordamerikanebel im Sommer. Beide sind groß, hell und stehen hoch, sodass schon wenige Minuten Belichtung reichen.

Nebel sind lichtschwach, deshalb zählt hier Öffnung mehr als Vergrößerung.
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Passend dazu: Das berühmteste Nebelfoto überhaupt zeigt die Säulen der Schöpfung im Adlernebel M16 – Hubble 1995, Webb 2022.

Häufige Fragen zu Nebeln im Weltraum

Wie heißt der Nebel im Weltraum?

Es gibt nicht den einen Nebel, sondern Tausende. Die bekanntesten Namen sind Orionnebel, Adlernebel mit den „Säulen der Schöpfung“, Ringnebel, Krebsnebel, Pferdekopfnebel und Carinanebel. Fachleute nennen sie meist nach Katalognummern wie M 42 oder NGC 7000.

Woraus besteht ein Nebel im All?

Zu rund 99 Prozent aus Gas, vor allem Wasserstoff und Helium, und zu etwa einem Prozent aus Staub. Der Staub besteht aus winzigen Körnchen aus Kohlenstoff und Silikaten.

Welche bekannten Nebel gibt es im Weltraum?

Am Nordhimmel sind Orionnebel, Lagunennebel, Nordamerikanebel, Ringnebel, Hantelnebel, Krebsnebel und Cirrusnebel die bekanntesten. Am Südhimmel kommen Carina- und Tarantelnebel dazu. Die Tabelle weiter oben nennt Sternbild und beste Beobachtungszeit.

Welcher ist der größte Nebel im Universum?

Unter den bekannten Sternentstehungsgebieten gehören der Tarantelnebel in der Großen Magellanschen Wolke und NGC 604 in der Dreiecksgalaxie zu den größten. Sie messen mehrere hundert bis über tausend Lichtjahre. Eine klare Nummer eins gibt es nicht, weil Nebel keinen scharfen Rand haben.

Kann man einen Nebel mit bloßem Auge sehen?

Ja. Der Orionnebel ist im Winter unter dem Gürtel des Orion als kleiner, verwaschener Fleck zu sehen. Unter sehr dunklem Himmel erkennt man auch den Lagunennebel im Schützen und den Nordamerikanebel im Schwan.

Warum sind Reflexionsnebel blau?

Der Staub im Nebel streut blaues Licht stärker als rotes. Deshalb erscheint das zurückgeworfene Sternlicht blau – so wie der Taghimmel der Erde.

Enthält ein planetarischer Nebel Planeten?

Nein. Der Name kommt daher, dass solche Nebel in alten Teleskopen wie kleine Planetenscheibchen aussahen. Tatsächlich ist es die abgestoßene Hülle eines sterbenden Sterns.

Ist die Andromeda-Galaxie ein Nebel?

Nein. Sie wurde früher „Andromedanebel“ genannt, ist aber eine eigene Galaxie mit Hunderten Milliarden Sternen, rund 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Mehr dazu auf unserer Seite zur Andromeda-Galaxie.

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