Asteroid – Erklärung und spannende Fakten

Von · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 24. September 2026

Ein Asteroid ist ein Himmelskörper, der größer ist als ein Meteoroid und kleiner als ein Zwergplanet; er bewegt sich auf einer keplerschen Umlaufbahn um die Sonne. Über 1,5 Millionen Kleinplaneten sind inzwischen katalogisiert, der Großteil davon im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter.

Kurz gesagt: Ein Asteroid ist ein Gesteins- oder Metallbrocken, der die Sonne umkreist. Er ist größer als ein Meteoroid (über 1 m), aber zu klein, um durch seine Schwerkraft kugelrund zu werden. Die Größen reichen von wenigen Metern bis gut 500 km (Vesta); über 1,5 Millionen Kleinplaneten sind bekannt, die meisten im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter.
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Künstlerische Darstellung eines Asteroids1

Woher kommt das Wort Asteroid? Der Silbenname aus dem Griechischen »astēr« (Stern) und »eides« (ähnlich) beschreibt mit dem Begriff Asteroid Kleinkörper natürlichen Ursprungs im Weltraum. Sie sind größer als Sternenstaub, doch zu klein für eigene, nennenswerte Gravitationskräfte.

Was ist ein Asteroid?

Ein Asteroid ist ein astronomischer Himmelskörper, der größer ist als Meteoroiden (bis etwa 1 Meter), aber kleiner als ein Zwergplanet, der durch seine eigene Schwerkraft annähernd kugelrund ist. Sie bewegen sich auf keplerschen Umlaufbahnen um die Sonne.

Ein Großteil der bekannten Asteroiden (über 1 Million) befindet sich im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Asteroiden außerhalb der Neptun-Bahn werden als  transneptunische Objekte (TNO) bezeichnet. Der Begriff Kleinplanet fasst sowohl die klassischen Asteroiden sowie die TNO zusammen. 

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Asteroid Gaspra zeigt eine unregelmäßige Form1

Wie sieht ein Asteroid aus?

Eine feste Größengrenze nach oben gibt es nicht: Asteroiden reichen von etwa einem Meter bis zu gut 500 Kilometern. Die allermeisten besitzen aber nicht genug Masse, um durch ihre eigene Schwerkraft eine Kugelform anzunehmen. Asteroiden haben eine unregelmäßige Form vergleichbar mit einer Kartoffel.

Wie ist ein Asteroid aufgebaut?

Früher war man der festen Überzeugung, dass Asteroiden kompakte, monolithische Gesteinshimmelskörper sind. Neuere Forschungen zu Einschlagskratern und Asteroiden-Missionen legen den Schluss nahe, dass Asteroiden eher gravitativ zusammengehaltene “Schutthaufen” mit Gesteinsmaterial unterschiedlicher Größe darstellen.

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Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter2

Was ist der Asteroidengürtel?

Der Asteroidengürtel ist ein Sammlungsbereich von Asteroiden unterschiedlichster Größe zwischen Mars und Jupiter. Im Asteroidengürtel wurden bis jetzt weit über eine Million Asteroiden identifiziert. Zusammen bringen sie nur rund 3 % der Masse unseres Mondes auf die Waage.

Die Theorie zur Entstehung geht davon aus, dass das Gesteinsmaterial des Asteroidengürtels aus der Entstehungszeit des Sonnensystems stammt. Aufgrund der Gravitationskräfte des Planeten Jupiters konnte sich aus diesem Material kein Planet formen.

Historische Erforschung

In die Diskussionen um Planetenstatus und Klassifizierung von Zwergplaneten mussten auch kleinere Objekte einbezogen werden. Kleinplaneten – Planetoiden – mit einer »keplerschen Umlaufbahn« (vergleichbar der des Mondes um die Erde) werden als Asteroiden klassifiziert. 

Die historische Astronomie suchte lange Zeit nach einem Planeten, den niemand zwischen Mars und Jupiter sichten konnte. Erste Entdeckungen im abgesuchten Bereich mussten erklärt werden. Also entstand die Hypothese, der gesuchte Planet sei bei einem Asteroiden- oder Meteoritenaufprall geborsten und zu Millionen von Kleinkörpern zerfallen. Diese hätten durch die Gravitation der Nachbarplaneten eine verhältnismäßig stabile Umlaufbahn eingenommen.

Moderne Berechnungen haben jene These nahezu widerlegt. Die Gesamtmasse aller Objekte des Asteroidengürtels würde nicht einmal für einen ganzen Erdmond ausreichen.

Wahrscheinlicher ist die Annahme, dass der Gürtel zur gleichen Zeit wie unser Sonnensystem entstand. Jupiters gewaltige Einwirkungen verhinderten, dass die Bruchstücke zu einem eigenen Planeten zusammenwuchsen.

Unterschiede Asteroid zu anderen Himmelskörpern

Besonders im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter schätzen die Astronomen Millionen von Asteroiden. In Listen eingetragen wurden bisher weit über eine Million Objekte. Die größten von ihnen messen wenige 100 Kilometer Durchmesser. 

Typisch für Asteroiden ist ihre Form als klüftige, höchstenfalls skurrile Felsformation. Um sich zu einer Kugel zu formen, fehlt ihnen die eigene Gravitationskraft. Dennoch werden immer wieder kleine Brocken entdeckt, die von noch kleineren Splittern wie von Monden umkreist werden. 

Der wichtigste Unterschied zu Zwergplaneten und Planeten ist die fehlende Kugelform. Viele Asteroiden haben zudem stark exzentrische, also langgestreckte Umlaufbahnen. Das macht manche zu »Bahnkreuzern« – und im schlimmsten Fall zu Meteoriten mit katastrophalen Aufprallfolgen. 

Die Science-Fiction-Literatur greift ihre potenzielle Gefährlichkeit für spektakuläre Szenarienfilme auf. Tatsächlich suchen Astronomen besonders akribisch nach erdnahen Asteroiden, um eine eventuelle Gefahr für die Erde rechtzeitig zu erkennen.

Asteroiden unterscheiden sich von Meteoroiden primär durch ihre höhere Größe.

Die Unterscheidung zwischen Kometen und Asteroiden fällt nicht immer leicht. Im Allgemeinen besitzt ein Komet eine wesentliche Wassereis-Komponente, die in Sonnennähe zur Koma- und Schweifbildung führt. Ein Asteroid bildet in Sonnennähe keinen Schweif aus, da sein Wassereis-Anteil zu gering ist.

Man vermutet allerdings, dass Kometen, die nach unzähligen Sonnenumrundungen ihr ganzes Wassereis verloren haben, als Gesteinskern ihre Bahn fortsetzen. Diese “ausgebrannten” Kometenkerne werden durchaus als Asteroiden klassifiziert.

Bekannte Asteroiden und spannende Fakten

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Die vier größten Asteroiden3

Ceres

  • Ceres ist der größte Asteroid im Sonnensystem und hat einen Durchmesser von etwa 590 Meilen (940 Kilometer).
  • Es wurde 1801 entdeckt und wurde später als Zwergplanet klassifiziert.
  • Ceres hat auffällig helle Flecken im Krater Occator. Daneben ragt Ahuna Mons auf, ein rund 4.000 m hoher Kryovulkan (ein Vulkan, der Eis statt Lava fördert).
  • Es wird vermutet, dass Ceres eine eisige Kruste hat, unter der sich ein Ozean aus flüssigem Wasser befinden könnte.

Eros

  • Eros ist einer der größten bekannten erdnahen Asteroiden und hat einen Durchmesser von etwa 16 Kilometern.
  • Es wurde 1898 entdeckt und später von der Raumsonde NEAR Shoemaker untersucht.
  • NEAR Shoemaker landete 2001 auf der Oberfläche von Eros und entdeckte, dass es eine ungewöhnliche, langgestreckte Form hat.
  • Es wird vermutet, dass Eros aus einem porösen Material besteht und eine Vielzahl von Einschlagskratern auf seiner Oberfläche aufweist.

Vesta

  • Vesta ist der zweitgrößte Asteroid im Sonnensystem und hat einen Durchmesser von etwa 326 Meilen (525 Kilometer).
  • Es wurde 1807 entdeckt und später von der Raumsonde Dawn untersucht.
  • Dawn zeigte eine vielfältige Oberfläche, beherrscht vom rund 500 km großen Einschlagbecken Rheasilvia auf der Südhalbkugel. Geologisch aktiv ist Vesta heute nicht mehr.
  • Vesta war kurz nach ihrer Entstehung geologisch aktiv. Die Schweremessungen von Dawn sprechen für einen Eisenkern von grob 220 km Durchmesser, umgeben von Mantel und Kruste – wie bei einem kleinen Planeten.

Bennu

  • Bennu ist ein erdnaher Asteroid mit einem Durchmesser von etwa 500 Metern.
  • Es wurde 1999 entdeckt und von der NASA-Raumsonde OSIRIS-REx aus nächster Nähe untersucht.
  • OSIRIS-REx setzte am 20. Oktober 2020 kurz auf Bennu auf und sammelte rund 120 Gramm Material. Die Kapsel mit den Proben landete am 24. September 2023 in Utah (USA).
  • Bennu hat eine ungewöhnliche, felsige Oberfläche mit vielen Einschlagskratern und möglicherweise organischen Molekülen.

Asteroidenbahnen und Gruppen von Asteroiden

Nicht nur ihre schrundige Form und ihre Winzigkeit unterscheidet die »Unberechenbaren« von den Planeten des Sonnensystems.

Asteroiden bewegen sich gelegentlich derart exzentrisch, dass sie die Umlaufbahnen anderer Planeten kreuzen. Gäbe es nicht den Gasriesen Jupiter, dann käme es häufig zu Kollisionen, auch mit der Erde. Seine Gravitation jedoch stabilisiert die meisten Objektbahnen, sodass die meisten Asteroiden ähnlich »ruhige« Bahnen haben wie Planeten.

Von innen nach außen: Asteroidenbahnen nach Sonnenabstand

Ganz in Sonnennähe, noch innerhalb der Merkurbahn, werden Vulkanoiden vermutet. Bewiesen ist ihre Existenz bisher nicht. Erforscht ist eine »innere« Asteroidengruppe zwischen den Planeten des Sonnensystems Merkur und Venus.

Jupiter sei Dank: Asteroidengürtel in stabilen Bahnen

Zwischen den bekannten Planeten des Sonnensystems fand die »Himmelspolizey« (gegründet 1800) einen Gürtel von Asteroiden. Da alle Objekte sich auf den Linien bewegen, die für den gesuchten weiteren Planeten vorausgesagt waren, vermutete man damals, es könne sich hier um die Überreste einer Kollision handeln. Nach chemischer Zusammensetzung, Resonanzverhältnissen und Erdabstand enthält dieser »Hauptgürtel« eine innere, mittlere und »äußere« Zone.

Dort geht die Klassifizierung weiter: Außerhalb der inneren Planeten des Sonnensystems, von Jupiter stabilisiert, werden nach Exzentrizität oder ungewöhnlichen Bahnelementen weitere 6 Gruppen von Asteroiden unterschieden. Auf Jupiters anderer Bahnseite, in Richtung Neptun, bewegen sich »Zentauren«, die vermutlich aus dem Kuipergürtel durch Schwerkraftstörungen in die Nähe des Gasriesen gerieten.

Die äußersten Asteroiden, »Transneptunische Objekte«, werden ebenfalls oder stattdessen als KBOs (Kuipergürtel-Objekte) angesehen. Andere Asteroiden teilen sich die Umlaufbahn eines Planeten und laufen ihm um 60 Grad voraus oder hinterher. Solche »Trojaner« kennt man vor allem von Jupiter (über 10.000), außerdem von Neptun, Mars, Uranus und der Erde. 

Einen ersten Weg, der Kollisionsgefahr zu begegnen, hat die NASA-Sonde DART 2022 erfolgreich getestet (mehr dazu unten). Auf den Planeten des Sonnensystems wurden bisher deutlich die Folgen von Aufschlägen beobachtet und analysiert.

Sollten die genannten Suchprogramme einen Asteroiden auf Kollisionskurs entdecken, dann ist ein Worst-Case-Scenario wie im Film »Armageddon« hoffentlich überflüssig.

Wann kommt der nächste Asteroid auf die Erde?

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Asteroid tritt in Atmosphäre ein (künstlerische Darstellung)4

Asteroiden sind besonders in Erdnähe ein pausenloses Forschungsobjekt, um möglicherweise drohende Kollisionen frühzeitig zu erkennen. Wegen ihrer stark exzentrischen Umlaufbahnen werden auch die Asteroiden des Haupt- und des Kuipergürtels näher untersucht und akribisch beobachtet. Dabei finden die Wissenschaftler Näheres über ihre Herkunft, Zusammensetzung oder gravitative Wechselwirkungen heraus. 

Die erdnahen Asteroiden teilt man nach ihrer Bahn in vier Gruppen ein: Atira- (auch »Apohele«), Aten-, Apollo- und Amor-Asteroiden. Atiras bleiben ganz innerhalb der Erdbahn, Amors ganz außerhalb.

Für uns am wichtigsten sind die Aten- und Apollo-Asteroiden, die »Erdbahnkreuzer«: Ihre Bahnen schneiden die der Erde. Deshalb werden sie besonders genau verfolgt. Über 40.000 erdnahe Asteroiden sind inzwischen bekannt.

Neben älteren Suchprogrammen wie LINEAR, NEAT und LONEOS sind das heute vor allem Catalina Sky Survey, Pan-STARRS und ATLAS. Sie erfassen systematisch jeden in Frage kommenden Asteroiden, um eine drohende Kollision frühzeitig zu erkennen.

Asteroid 2010RF12 trifft 2095 auf die Erde

Im Gegensatz zu den Dinosauriern, die nicht wussten, dass etwas auf sie zukommt, können wir heute mit Teleskopen den Himmel nach verdächtigen Objekten absuchen, die eine Gefahr darstellen könnten.

Die Europäischen Weltraumbehörde ESA pflegt eine spezielle Risikoliste für erdnahe Asteroiden, die Neos (“Near Earth Objects”) genannt werden. Im September 2026 stehen dort mehr als 2.000 Asteroiden.

Der Asteroid “2010RF12” hat laut der NASA-Risikoliste Sentry die höchste Einschlagwahrscheinlichkeit aller bekannten Objekte. Forscher gehen davon aus, dass der Brocken mit einer Wahrscheinlichkeit von rund eins zu zehn am 5. September 2095 mit etwa 44.000 km/h auf die Erde treffen könnte. Auf der ESA-Liste wird er derzeit nicht geführt. Glücklicherweise wären aufgrund seiner geringen Größe von nur ca. 7m die Auswirkungen sehr gering.

Aktuelle Beobachtungen an Asteroid 2024 YR4

Am 31. Januar 2025 veröffentlichte die NASA ein neues Foto, das den Asteroiden 2024 YR4 zeigt. Aufgenommen wurde es am 27. Januar 2025 mit dem 2,4-Meter-Teleskop der Magdalena Ridge am New Mexico Institute of Technology. Die Aufnahme verdeutlicht, wie intensiv Astronomen weltweit nach erdnahen Objekten suchen, um potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen.

Asteroidenabwehr AIDA und DART

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DART-Mission (Schema)5

Das Asteroid Impact & Deflection Assessment (AIDA, „Asteroiden Einschlag & Ablenkungs Bewertung“) ist eine gemeinsame Mission der NASA und ESA zur Erforschung möglicher Wege einen Asteroiden-Einschlag auf der Erde zu verhindern. 

Bei dieser Mission soll die Theorie geprüft werden ob sich die Flugbahn eines Asteroiden durch Impakt einer Raumsonde (DART-Sonde) ändern lässt und so eine Kollision mit der Erde verhindert werden könnte.

Der erste Teil ist geglückt: Am 26. September 2022 schlug DART auf Dimorphos ein, dem kleinen Mond des Asteroiden Didymos. Seine Umlaufzeit verkürzte sich dadurch um 32 Minuten – weit mehr als erhofft. Die ESA-Sonde Hera, gestartet im Oktober 2024, soll im November 2026 dort ankommen und die Folgen des Einschlags genau vermessen.

Gefahr eines Asteroiden-Einschlag auf der Erde?

Asteroiden stellen eine Gefahr für die Erde dar. Besonders Erdbahnkreuzer mit stark exzentrischen Bahnen können der Erde jederzeit Gefährlich werden.

Aus diesem Grund gibt es eine ganze Reihe von professionellen und amateur-gestützten Suchprogrammen (heute vor allem Catalina Sky Survey, Pan-STARRS und ATLAS, früher auch LINEAR, NEAT und LONEOS), die systematisch versuchen, alle Asteroiden zu katalogisieren und Vorhersagen über ihre Bahnen zu machen.

Problematisch am Auffinden von Asteroiden ist, dass sie im Gegensatz zu Kometen keinen Schweif in Sonnennähe bilden und teilweise je nach Zusammensetzung ein dunkle Oberfläche haben. Wird ein Asteroid auf Kollisionskurs spät entdeckt, wird ein Einschlag nicht zu verhindern sein.

Das Zerstörungsausmaß hängt dann in erster Linie von der Masse und Geschwindigkeit des Asteroiden ab und reicht von lokaler Zerstörung bis zur planetaren Katastrophe.

Asteroiden selbst beobachten: So gelingt der Einstieg

Asteroiden sind auch für Amateure erreichbar: Der hellste, Vesta, erreicht bei günstiger Opposition etwa +5 bis +6 mag und ist dann unter dunklem Himmel sogar mit bloßem Auge erahnbar – im Fernglas ist er ein einfaches Ziel. Auch Ceres, Pallas und Iris sind mit Fernglas oder kleinem Teleskop auffindbar.

Asteroiden verraten sich dabei nicht durch ihr Aussehen, sondern durch ihre Bewegung: Sie bleiben in jedem Gerät punktförmig, ganz gleich wie groß die Öffnung ist. Wer dieselbe Himmelsregion in zwei aufeinanderfolgenden Nächten skizziert oder fotografiert, entlarvt den „wandernden Stern“.

Womit du sie findest

Und genau deshalb ist Vergrößerung hier das falsche Kaufargument. Was zählt, ist Lichtstärke und ein Bildfeld, in dem du das Sternmuster wiedererkennst – also ein Fernglas. Das Celestron UpClose G2 10x50 Porro für 62 € reicht für Vesta und Ceres vollkommen aus.

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Ein Teleskop lohnt sich erst, wenn du auch die schwächeren Kleinplaneten mitnehmen willst: Ab etwa +9 bis +10 mag wird es im Fernglas eng, und dann bringt Öffnung wirklich etwas. Ein kompakter Einstieg wie das Skywatcher Heritage 130/650 FlexTube für 265 € deckt diesen Bereich ab – welche Öffnung wofür taugt, steht im Einsteiger-Ratgeber. Welche Geräte sich in der Praxis bewährt haben, zeigt unser Teleskop-Test.

Wenn schon ein Fernglas im Haus ist, kauf für den Anfang nichts. Bei einem punktförmigen Objekt bringt ein dunkler Standort mehr als jedes zusätzliche Zentimeter Öffnung.

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Tipp: Aktuelle Aufsuchkarten liefern Apps wie Stellarium oder SkySafari. Für die fotografische Jagd auf Asteroiden eignet sich die Astrofotografie mit Nachführung – oder ein Smart-Teleskop, das Ziele automatisch anfährt.

Häufige Fragen

Kann man Asteroiden mit bloßem Auge sehen?

Nur Vesta bei günstiger Opposition unter sehr dunklem Himmel. Mit einem Fernglas sind dagegen mehrere Asteroiden gut erreichbar.

Woran erkennt man einen Asteroiden am Himmel?

Nicht am Aussehen – er bleibt ein Lichtpunkt. Erst der Vergleich über mehrere Nächte zeigt seine Bewegung vor dem Sternenhintergrund.

Wie viele Asteroiden gibt es?

Über 1,5 Millionen Kleinplaneten sind katalogisiert (Stand 2026), die meisten im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Die Dunkelziffer liegt weit höher.

Was ist der Unterschied zwischen Asteroid, Meteorit und Komet?

Ein Asteroid kreist im All um die Sonne. Erst wenn ein Bruchstück die Erdatmosphäre durchquert und den Boden erreicht, nennt man es Meteorit. Ein Komet dagegen enthält viel Eis und bildet in Sonnennähe eine Hülle (Koma) und einen Schweif, ein Asteroid nicht. Solche Brocken kann man übrigens besitzen – worauf es beim Meteoriten kaufen ankommt, steht in unserem Ratgeber.

Wie groß war der Asteroid, der die Dinosaurier auslöschte?

Vor rund 66 Millionen Jahren traf ein Asteroid von 10 bis 15 km Durchmesser die mexikanische Halbinsel Yucatán. Bis zu 75 Prozent aller Tierarten starben in der Folge aus. Wie man so etwas heute verhindern will, steht im Abschnitt Asteroidenabwehr AIDA und DART.

Wann trifft der nächste Asteroid die Erde?

Ein unentdeckter Brocken kann die Erde jederzeit treffen. Die höchste bekannte Einschlagwahrscheinlichkeit hat derzeit 2010 RF12 (rund 7 m Durchmesser) für das Jahr 2095. Warum die Gefahr trotzdem als gering gilt, erklärt der Abschnitt Asteroid 2010RF12.

Wie groß ist ein Asteroid?

Die Spannweite ist riesig: Die kleinsten bekannten Asteroiden messen nur etwa einen Meter, darunter spricht man von Meteoroiden. Der größte klassische Asteroid ist Vesta mit rund 525 km. Ceres ist mit etwa 940 km noch größer, zählt seit 2006 aber als Zwergplanet.

Schlägt 2029 der Asteroid Apophis auf der Erde ein?

Nein. Apophis, ein etwa 450 m langer Brocken, fliegt am 13. April 2029 in rund 32.000 km Höhe an der Erde vorbei – näher als geostationäre Satelliten. Ein Einschlag ist laut NASA für mindestens 100 Jahre ausgeschlossen. Mit rund 3,1 mag wird er dann sogar mit bloßem Auge sichtbar sein, auch von Europa aus.

Quellen

  1. NASA, Galileo Gaspra Mosaic, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons, entnommen 08.02.2020
  2. Mdf at English Wikipedia, InnerSolarSystem-en, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons, entnommen 08.02.2020
  3. Ceres and Vesta images: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA Pallas and images: ESO Images compiled by PlanetUser using Photoshop, and by kwamikagami using GIMP, The Four Largest Asteroids, CC BY 4.0, entnommen 08.02.2020
  4. Pixabay, https://pixabay.com/de/illustrations/armageddon-apokalypse-erde-asteroid-2104385/, entnommen 08.02.2020
  5. NASA, Schematic-of-the-DART-mission-shows-the-impact-on-the-moonlet-of-asteroid-(65803)-Didymos-fr, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons, entnommen 08.02.2020