Von Alexander Merz · Veröffentlicht am · Angaben geprüft am 14. September 2026

Kaum ein Teleskop ist in der Einsteiger-Astrofotografie so beliebt wie die William Optics RedCat 51. Sie ist der Inbegriff des „Grab-and-Go”-Astrografen: auspacken, Kamera dran, losbelichten. Auch AstroBackyard setzt sie regelmäßig als Empfehlung ein.
Dieser Test erklärt dir ehrlich, warum sie so gut ist – und warum sie trotzdem nicht für jeden das richtige erste Teleskop ist. Denn ein reiner Astrograf ist ein Werkzeug für einen einzigen Zweck.
William Optics RedCat 51: die wichtigsten Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Bauart | Petzval-Apo (4 Linsen, flaches Feld integriert) |
| Öffnung / Brennweite | 51 mm / 250 mm (f/4,9) |
| Bildkreis | Vollformat (bis 44 mm) |
| Fokussierer | WIFD – interner, digital/elektronisch, autofokus-tauglich |
| Gewicht | ca. 1,6 kg |
| Besonderheit | Bahtinov-Maske im Objektivdeckel integriert |
| Preis (Astroshop) | 1.190 € |
Für wen lohnt sich die RedCat 51?
Die RedCat ist ein Weitfeld-Astrograf für die Fotografie großer Objekte: Andromedagalaxie, Nordamerikanebel, Plejaden, weite Milchstraßenregionen. Mit 250 mm bildet sie große Himmelsausschnitte ab.
Sie ist kein visuelles Teleskop. Es gibt keinen sinnvollen Weg, „mal eben durchzuschauen” – sie ist von Grund auf für den Kamerasensor gebaut.
Ihr großer Vorteil gegenüber günstigeren Refraktoren: das eingebaute flache Bildfeld. Du sparst dir Kauf, Abstimmung und Backfokus-Gefummel eines separaten Flatteners – ein echter Komfortgewinn für Einsteiger.
RedCat 51 oder EvoStar 80ED – was ist besser?
Das ist die häufigste Frage. Beide sind Einsteiger-Lieblinge, aber sie lösen unterschiedliche Aufgaben.
| Kriterium | RedCat 51 | EvoStar 80ED |
|---|---|---|
| Flaches Feld | ✅ eingebaut | ⚠️ Flattener nötig (~150 €) |
| Öffnung | 51 mm | 80 mm (mehr Details) |
| Visuell nutzbar | nein | ja (mit Zubehör) |
| Gewicht | 1,6 kg | 3 kg |
| Preis | 1.190 € | 795 € |
| Kaufen | RedCat 51 | EvoStar 80ED |
Was du zusätzlich brauchst
Auch die RedCat macht nicht allein Fotos. Du brauchst weiterhin eine nachführende Montierung und eine Kamera (DSLR/DSLM oder Astrokamera). Guiding ist bei 250 mm für kurze Belichtungen oft noch verzichtbar – ein großer Pluspunkt der kurzen Brennweite.
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Häufige Fragen zur William Optics RedCat 51
Braucht die RedCat 51 einen Flattener?
Nein. Durch die Petzval-Bauart mit vier Linsen ist das Bildfeld bereits eben. Ein separater Flattener entfällt – das ist einer ihrer Hauptvorteile.
Kann man mit der RedCat 51 visuell beobachten?
Praktisch nicht. Sie ist ein reiner Astrograf für die Kamera. Wer auch durchschauen will, sollte einen anderen Refraktor wählen.
Welche Kamera passt an die RedCat 51?
Jede spiegellose Kamera, DSLR oder dedizierte Astrokamera bis Vollformat. Der Bildkreis deckt auch große Sensoren ab.
RedCat 51 oder ein Smart-Teleskop?
Smart-Teleskop, wenn du ohne Zubehör und Bildbearbeitung sofort Ergebnisse willst. RedCat 51, wenn du mit eigener Kamera die volle Kontrolle und höhere Bildqualität anstrebst.
Was bedeutet WIFD?
„William Optics Internal Focuser” – ein interner, elektronischer Fokussierer, der sich fein und wiederholgenau einstellen und für Autofokus automatisieren lässt.