Perseiden 2026: Sternschnuppen-Nacht am 12./13. August – bei Neumond!

Von · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 14. September 2026

⭐ Das Wichtigste in Kürze

  • Maximum 2026: Nacht vom 12. auf den 13. August – vorbei. Der Strom ist um den 24. August ausgelaufen
  • Nächstes Maximum: Nacht vom 12. auf den 13. August 2027 – der Mond (83 %) stört bis etwa 1:30 Uhr, danach bleiben gute Morgenstunden
  • Wie viele? Unter dunklem Landhimmel 50 bis 70 Meteore pro Stunde (ZHR 100)
  • Ausrüstung: keine! Bloßes Auge, Liegestuhl, warme Decke – dunkler Standort ist alles
  • Als Nächstes am Himmel: die Saturn-Opposition am 4. Oktober und die Geminiden am 13./14. Dezember

⏳ Strom 2026 vorbei – Countdown zur Perseiden-Nacht 2027

Das Maximum in der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026 ist vorbei, und der Strom ist um den 24. August ausgelaufen. Der Countdown zeigt auf das nächste Maximum: Nacht vom 12. auf den 13. August 2027. Davor lohnt als erster Strom wieder die Orioniden-Nacht am 21./22. Oktober 2026.

Was jetzt am Himmel läuft ↓

In der Nacht vom 12. auf den 13. August 2026 hatten die Perseiden ihr Maximum – bei Neumond, also ohne jedes störende Mondlicht, und am selben Abend gab es über Deutschland auch noch eine tiefe partielle Sonnenfinsternis.

Vorbei ist der Strom inzwischen: Die Perseiden 2026 sind um den 24. August ausgelaufen. Auf dieser Seite steht, wie die Maximumsnacht gelaufen ist, wie du Sternschnuppen richtig beobachtest und fotografierst – welche Ströme jetzt kommen und wann das nächste Perseiden-Maximum ansteht.

Wann genau? Maximum, beste Nächte und Uhrzeiten

Aktiv sind die Perseiden ungefähr vom 17. Juli bis 24. August – aber die Musik spielt in einer guten Woche rund um das Maximum. Wichtig zu wissen: Die Rate steigt in jeder Nacht zum Morgen hin an, weil sich unsere Erdseite dann „frontal“ in den Teilchenstrom dreht und der Radiant im Perseus höher steigt. Die beste Zeit ist also nicht der frühe Abend, sondern zwischen Mitternacht und der Morgendämmerung.

NachtBedingungenEinschätzung
8./9. bis 10./11. AugustansteigendSchon lohnend – die Raten wachsen von Nacht zu Nacht spürbar
11./12. Augustsehr gutGeneralprobe mit bereits hohen Raten in der zweiten Nachthälfte
12./13. AugustMaximum + NeumondDie Nacht der Nächte – beste Stunden zwischen 2 Uhr und Morgendämmerung
13./14. Augustsehr gutFast genauso stark wie die Maximumsnacht – perfekte zweite Chance bei Wolken
ab 15./16. AugustabklingendRaten halbieren sich etwa von Nacht zu Nacht

Zur Einordnung der Zahlen: Der oft zitierte Wert von bis zu 100 Meteoren pro Stunde ist der theoretische Idealwert (Radiant im Zenit, perfekt dunkler Himmel). Realistisch sind 2026 unter dunklem Landhimmel dank Neumond etwa 50 bis 70 sichtbare Sternschnuppen pro Stunde in den besten Morgenstunden – am Stadtrand eher 20 bis 27. Das ist immer noch im Schnitt eine Sternschnuppe pro Minute. Was der August sonst noch am Himmel bietet, liest du in der Übersicht Sternenhimmel im August.

Was sind die Perseiden?

Jedes Jahr im August kreuzt die Erde die Staubspur des Kometen 109P/Swift-Tuttle, der 1862 von Lewis Swift und Horace Tuttle unabhängig voneinander entdeckt wurde und rund 133 Jahre für einen Sonnenumlauf braucht (nächste Wiederkehr: 2126). Seine millimeterkleinen Trümmerteilchen treffen mit rund 60 km/s – über 200.000 km/h – auf die Atmosphäre und verglühen als helle, schnelle Leuchtspuren. Perspektivisch scheinen alle Bahnen aus dem Sternbild Perseus zu kommen (dem „Radianten“) – daher der Name.

Typisch für Perseiden: kurze, helle Spuren, von denen manche ein sekundenlanges Nachleuchten hinterlassen. Besonders helle Exemplare – Feuerkugeln oder Boliden – sind bei diesem Strom keine Seltenheit. Im Volksmund heißen die Perseiden übrigens „Tränen des Laurentius“, nach dem Gedenktag des Heiligen am 10. August. Und zur Begriffskunde: Solange es leuchtet, ist es ein Meteor; nur was den Erdboden erreicht, wird zum Meteoriten – bei den staubkorngroßen Perseiden passiert das praktisch nie. Wie du einen echten Meteoriten erkennst und was er wert ist, steht in unserem großen Meteoriten-Ratgeber.

Nach den Perseiden: was jetzt am Himmel läuft

Ein Meteorstrom ist kein Schalter, der nach dem Maximum umgelegt wird: Die Perseiden sind über gut zehn Tage flach abgefallen und um den 24. August ausgelaufen. Wer die Nacht verpasst hat, wartet jetzt auf den nächsten Strom – das sind die Termine der Reihe nach:

TerminRealistisch pro StundeWas das bedeutet
1. September 2026ca. 6Alpha-Aurigiden. Schwach – der Mond ist zu 85 % beleuchtet und steht fast die ganze Nacht am Himmel.
9. September 2026ca. 5September-Perseiden. Wenige Meteore, dafür ein nahezu mondfreier Himmel.
21./22. Oktober 2026ca. 20Orioniden. Der erste Strom, für den sich das Aufbleiben wieder lohnt – dunkles Fenster zwischen 3 und halb 6 Uhr morgens.
13./14. Dezember 2026bis 150Geminiden. Der stärkste Strom des Jahres, das Maximum weitgehend ohne Mondlicht.
12./13. August 2027bis 100Perseiden 2027. Der Mond ist zu 83 % beleuchtet und geht gegen 1:30 Uhr unter – es zählt die zweite Nachthälfte.

Die beste Zeit ist bei fast jedem Strom dieselbe: ab etwa 23 Uhr, richtig gut nach Mitternacht. Bei den Perseiden lag das am Radianten im Perseus, der erst im Lauf der Nacht hoch genug steigt – je höher der Radiant steht, desto mehr Meteore landen überhaupt in deinem Blickfeld.

Auch die Kappa-Cygniden, die parallel zu den Perseiden liefen, sind seit dem 25. August vorbei. Ihre Rate war mit rund drei Meteoren pro Stunde ohnehin klein, dafür waren sie mit 25 km/s deutlich langsamer als die Perseiden (59 km/s) – gemächlich ziehende, oft sehr helle Feuerkugeln.

Perseiden 2027: der nächste Termin

Alle Details zu den Perseiden 2027 – Maximum, Mondlage und das beste Zeitfenster stehen auf der eigenen Seite.

Das nächste Maximum fällt auf die Nacht vom 12. auf den 13. August 2027. Die Bedingungen sind schlechter als 2026: Der Mond ist zu 83 % beleuchtet und geht erst gegen 1:30 Uhr unter. Die Stunden davor sind aufgehellt, die Zeit zwischen Monduntergang und Morgendämmerung dafür umso wertvoller – wer 2027 Perseiden sehen will, plant von vornherein die zweite Nachthälfte ein.

Alle weiteren Ströme mit Datum, Rate und Mondphase stehen im Sternschnuppen-Kalender. Der nächste große Termin am Himmel ist aber kein Meteorstrom, sondern die Saturn-Opposition am 4. Oktober 2026 – der Planet steht dann die ganze Nacht über dem Horizont, mit wieder deutlich geöffneten Ringen. Der nächste starke Strom sind die Geminiden am 13./14. Dezember.

So beobachtest du richtig

  • Dunklen Standort suchen: Je weniger Lichtverschmutzung, desto mehr Meteore – der Unterschied zwischen Stadt und Land ist Faktor drei bis fünf.
  • Nach Mitternacht ist Primetime: Dann steht der Radiant im Perseus hoch, und die Erde dreht sich „frontal“ in den Teilchenstrom.
  • Kein Teleskop nötig: Sternschnuppen sind Weitwinkel-Ereignisse. Bloßes Auge, bequem liegen, Blick halbhoch bis senkrecht nach oben – direkt über dir erwischst du die meisten.
  • Dunkeladaption schützen: 20–30 Minuten ohne helles Licht, Handy in die Tasche (oder Nachtmodus mit Rotfilter). Jeder Blick aufs Display kostet dich Minuten an Empfindlichkeit.
  • Warm einpacken: Auch im August wird es nachts im Liegen empfindlich kalt – Decke, Isomatte, warme Jacke, Thermoskanne.
  • Geduld: Meteore kommen in Schüben. Eine Stunde einplanen, nicht nach zehn Minuten aufgeben.

Die besten Beobachtungsorte

Grundregel: raus aus der Stadt, freier Blick nach Nordosten und oben, kein direktes Licht im Gesichtsfeld – ein Feld, eine Anhöhe, ein See-Ufer. Die dunkelsten Himmel Deutschlands bieten die zertifizierten Sternenparks, etwa Westhavelland (Brandenburg), die Rhön oder der Nationalpark Eifel. Auch viele Sternwarten veranstalten in den Perseiden-Nächten öffentliche Beobachtungsabende – ideal, wenn du Gleichgesinnte oder Einsteiger-Tipps suchst. Und wenn du in der Stadt festsitzt: Ein dunkler Park oder Innenhof zeigt bei Neumond immerhin die hellen Exemplare.

Tipp: Du überlegst, dir ein eigenes Teleskop zuzulegen? In unserer großen Kaufberatung Teleskop kaufen findest du alle Empfehlungen von 119 bis 5.600 € mit Preis, Lieferstatus und Einordnung.

Ein Wort zum Wetter: Ob die Nacht klar wird, entscheidet sich erst kurzfristig – vergleiche am 11. und 12. August mehrere Vorhersagen und halte einen zweiten Standort in 30–60 Minuten Fahrdistanz bereit. Im Hochsommer lohnt oft die Fahrt Richtung Berge oder Küste, wo sich lokale Bewölkung schneller auflöst. Und falls es am 12. August komplett zuzieht: Die Nacht danach ist fast gleichwertig.

Perseiden fotografieren

Kamera aufs Stativ, Weitwinkelobjektiv, ISO 1600–3200, Blende offen, 15–25 Sekunden Belichtung in Serie – irgendwann fliegt eine Sternschnuppe durchs Bild. Richte das Bildfeld nicht direkt auf den Radianten, sondern 30–60° daneben: Dort erscheinen die Spuren am längsten. Wie du Kamera und Nachthimmel in den Griff bekommst, erklärt unser Astrofotografie-Ratgeber; auch mit dem Handy ist einiges möglich – siehe Astrofotografie mit dem Smartphone. Smart-Teleskope eignen sich übrigens nicht für Meteore (zu kleines Bildfeld) – dafür fotografieren sie in derselben Nacht nebenbei Deep-Sky-Objekte, siehe Smart-Teleskop-Vergleich.

🌠 Praktisch für Sternschnuppen-Nächte

Für die Perseiden selbst brauchst du nichts außer Geduld und einem dunklen Platz. Diese drei Dinge machen die Nacht trotzdem besser – und sie sind über den 12. August hinaus nützlich, bis zur Saturn-Opposition am 4. Oktober und den Geminiden im Dezember.

  • Drehbare Sternkarte Oculum
    Drehbare Sternkarte (Oculum) (19,90 €) – zum Orientieren: Wo steht Perseus, wo Kassiopeia? Die Scheibe zeigt dir für jede Nacht und jede Uhrzeit den Himmel, den du gerade über dir hast – ohne Akku, ohne Display, das dich blendet.
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    Celestron UpClose G2 10x50 Porro (62 €) – fürs Sternschnuppen-Zählen ausdrücklich nicht nötig, im Gegenteil: ein Fernglas verkleinert das Blickfeld. Aber zwischen zwei Meteoren zeigt es dir Milchstraßen-Wolken und Sternhaufen, und im Herbst holt es dir die Saturnringe und die Mondkrater heran. Es bleibt dein Einstiegsgerät weit über diese Nacht hinaus.
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  • Skywatcher Heritage 130/650 FlexTube Tischdobson
    Skywatcher Heritage 130/650 FlexTube (265 €) – der Abend danach. Wenn dich eine Sternschnuppen-Nacht angefixt hat, ist der häufigste Fehler, sofort das größte Gerät zu kaufen. Dieser Tischdobson ist seit Jahren die ehrlichste erste Wahl: genug Öffnung für Mondkrater, Jupitermonde und die hellen Nebel, klein genug, dass er nicht im Keller verstaubt. Am 4. Oktober zeigt er dir Saturn samt Ringen im Detail.
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Sechs kurze Fragen, ehrliche Antwort per Mail. Für Sternschnuppen brauchst du keins – für alles danach schon.

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Perseiden mit Kindern: Sternschnuppen für die ganze Familie

Die Perseiden sind das familienfreundlichste Himmelsereignis des Jahres: Sommerferien in den meisten Bundesländern, laue Nächte, kein Gerät nötig. Zwei Dinge machen den Abend kindertauglich: Erwartungen managen – am frühen Abend fallen deutlich weniger Sternschnuppen als nach Mitternacht; wer um 22:30 Uhr eine halbe Stunde durchhält, sieht bei dunklem Himmel trotzdem einige helle Exemplare, und genau die bleiben in Erinnerung. Und Komfort: Isomatte, Schlafsack, Kakao, dazu eine kleine Aufgabe („Wer zählt zehn zuerst?“). Die Nacht vom 12. auf den 13. August 2026 ist eine Mittwochnacht – für Schulkinder in den Ferien kein Problem. Wer Sternbilder nebenbei erklären will, nimmt die drehbare Sternkarte aus dem Kasten oben mit – Perseus und die markante „Himmels-W“-Kassiopeia darüber sind schnell gefunden.

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Häufige Fragen zu den Perseiden 2026

Wann genau sehe ich die meisten Sternschnuppen?

Das war 2026 die Nacht vom 12. auf den 13. August, am besten zwischen 2 Uhr und der Morgendämmerung. Auch die Nächte davor und danach lohnten sich – die Perseiden sind kein Ein-Nacht-Ereignis, die Nacht vom 13. auf den 14. August war fast genauso stark. Das nächste Maximum ist die Nacht vom 12. auf den 13. August 2027.

Wie viele Sternschnuppen sehe ich wirklich?

Die berühmten „bis zu 100 pro Stunde“ sind ein Idealwert. Realistisch: unter dunklem Landhimmel 2026 etwa 50–60 pro Stunde in den besten Morgenstunden, am Stadtrand 20–30, mitten in der Stadt nur die hellsten. Dank Neumond sind die Chancen 2026 so gut wie selten.

Wo muss ich hinschauen?

Nirgendwo genau hin – Meteore erscheinen am ganzen Himmel. Der Radiant liegt im Nordosten (Perseus, unterhalb der Kassiopeia), aber die längsten Spuren siehst du, wenn du etwas daneben oder senkrecht nach oben schaust.

Brauche ich ein Fernglas oder Teleskop?

Nein – im Gegenteil: Jede Optik verkleinert dein Blickfeld und du verpasst Meteore. Das bloße Auge ist das perfekte Instrument. Ein Fernglas wie das Celestron UpClose G2 10x50 Porro lohnt sich höchstens nebenbei für Milchstraße und Sternhaufen, ein Teleskop für Saturn in derselben Nacht.

Was ist der Unterschied zwischen Meteor, Meteorit und Sternschnuppe?

Sternschnuppe und Meteor bezeichnen dasselbe: die Leuchtspur eines verglühenden Teilchens. Ein Meteorit ist der seltene Fall, dass ein Brocken den Erdboden erreicht – bei den staubfeinen Perseiden kommt das praktisch nicht vor. „Meteoritenschauer“ ist also streng genommen falsch.

Kann ich die Perseiden auch schon im Juli sehen?

Ja, vereinzelt ab etwa dem 17. Juli – dann kreuzt die Erde die Randbereiche der Staubspur. Die Raten bleiben aber niedrig; richtig los geht es erst in den Augustnächten ab dem 8./9. August, mit steilem Anstieg zum Maximum.

Was wünsche ich mir denn?

Das bleibt dein Geheimnis – aber bei rund einer Sternschnuppe pro Minute darfst du 2026 großzügig sein.

Fazit

Die Perseiden 2026 waren die beste Sternschnuppen-Gelegenheit seit Jahren: Maximum in der Nacht vom 12. auf den 13. August, Neumond, Sommerferien – und am selben Abend eine partielle Sonnenfinsternis als Vorprogramm. Für den nächsten Strom brauchst du nicht mehr: einen dunklen Platz, eine Decke und Geduld bis in die Morgenstunden. Der Himmel liefert den Rest.

Und wenn dich die Nacht gepackt hat: Der ehrliche Weg zum eigenen Gerät beginnt mit einem Fernglas wie dem aus dem Kasten oben – erst danach lohnt ein Teleskop. Welche Einsteigergeräte ihr Geld wert sind, zeigt der Vergleich der Teleskope unter 300 Euro; wer lieber fotografiert, schaut in die Smart-Teleskop-Übersicht, und die Grundlagen stehen im Fernglas-Ratgeber.

🪐 Das nächste Himmelsschauspiel steht schon fest: Am 4. Oktober 2026 steht Saturn in Opposition – die ganze Nacht sichtbar, 0,33 mag hell, die Ringe wieder 9,2° geöffnet. Schon mit einem kleinen Teleskop ein anderer Anblick als alles davor: Saturn beobachten. Die Mondfinsternis vom 28. August 2026 findest du im Rückblick.

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