Von Alexander Merz · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 24. Oktober 2026
Das Sternbild Perseus ist ein Sternbild des Nordhimmels mitten in der Milchstraße, zwischen Cassiopeia und dem Fuhrmann. Hellster Stern ist Mirfak (1,8 mag), berühmtester ist Algol, der „Teufelsstern“, der alle 2 Tage und 21 Stunden für einige Stunden deutlich schwächer wird.

Perseus auf einen Blick: der Steckbrief
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Name | Perseus (Genitiv Persei, Kürzel Per) |
| Fläche | 615 Quadratgrad, Rang 24 von 88 |
| Hellster Stern | Mirfak (α Persei), 1,8 mag, rund 590 Lichtjahre |
| Bekanntester Stern | Algol (β Persei), 2,1 bis 3,4 mag, rund 90 Lichtjahre |
| Beste Zeit | Oktober bis Februar, abends |
| In Deutschland | ganzjährig über dem Horizont, Mirfak geht nie unter |
| Highlights | h und χ Persei, Alpha-Persei-Haufen, M 34, M 76 |
| Meteorstrom | Perseiden, Maximum um den 12./13. August |
| Nachbarn | Cassiopeia, Giraffe, Fuhrmann, Stier, Widder, Dreieck, Andromeda |
Sternbild Perseus finden: vom Himmels-W zur Capella
Am einfachsten findest du Perseus über zwei helle Wegweiser: das Himmels-W der Cassiopeia und die gelbliche Capella im Fuhrmann. Perseus liegt genau dazwischen, als geschwungene Sternenkette, die aus der Milchstraße herabhängt.
- Schritt 1: Such im Nordosten das W der Cassiopeia. An Herbstabenden steht es hoch, im Winter fast über dir.
- Schritt 2: Folge der Milchstraße vom W nach links unten Richtung Capella, dem hellsten Stern in dieser Himmelsgegend (0,1 mag).
- Schritt 3: Etwa auf halbem Weg stößt du auf Mirfak, einen hellen Stern in einem auffälligen Sternengrüppchen. Von dort biegt eine Kette nach unten zu Algol ab.
Die Abstände helfen beim Schätzen: Mirfak und Algol trennen rund 9°, etwa eine Handbreite bei ausgestrecktem Arm. Von Mirfak bis Capella sind es 19°, vom Stern Segin im W bis Mirfak 18°.
Algol – der „Teufelsstern“ im Perseus
Algol (β Persei) ist der bekannteste Veränderliche am ganzen Himmel und der Grund, warum viele Menschen überhaupt vom Perseus gehört haben. Normalerweise leuchtet er mit 2,1 mag, fast so hell wie der Polarstern.
Alle 2 Tage, 20 Stunden und 49 Minuten sinkt er aber auf 3,4 mag – er wird also gut dreimal schwächer. Der ganze Vorgang dauert rund zehn Stunden: etwa fünf Stunden hinab, fünf wieder hinauf.
Warum Algol seine Helligkeit ändert
Algol ist kein einzelner Stern, sondern ein enges Sternsystem. Um einen hellen, bläulichen Hauptstern kreist in nur knapp drei Tagen ein größerer, aber viel lichtschwächerer orangefarbener Begleiter.
Schiebt sich dieser Begleiter von uns aus gesehen vor den Hauptstern, verdeckt er einen großen Teil seines Lichts. Astronomen nennen so ein System einen Bedeckungsveränderlichen, und Algol ist der Namensgeber einer ganzen Klasse, der Algol-Sterne.
Dass die Bedeckung dahintersteckt, vermutete 1783 der junge Engländer John Goodricke, der auch die Periode bestimmte. Heute weiß man, dass noch ein dritter Stern das Paar umkreist, einmal in etwa 1,9 Jahren.
Algol-Minimum mit bloßem Auge verfolgen
Du brauchst für Algol kein Instrument, sondern nur Vergleichssterne. Du schätzt seine Helligkeit ab, indem du ihn mit Sternen vergleichst, deren Helligkeit sich nicht ändert.
| Vergleichsstern | Helligkeit | Wann nützlich |
|---|---|---|
| Mirfak (α Per) | 1,8 mag | immer etwas heller als Algol |
| Alamak (γ And) | 2,1 mag | gleich hell wie Algol außerhalb des Minimums |
| ε Persei, ζ Persei | 2,9 mag | Algol ist auf dem Weg nach unten oder oben |
| δ Persei | 3,0 mag | Algol nähert sich dem Minimum |
| ν Persei, κ Persei | 3,8 mag | bleiben auch im Minimum schwächer als Algol |
So gehst du vor: Beginne zwei bis drei Stunden vor dem vorhergesagten Minimum und vergleiche Algol alle 20 bis 30 Minuten mit den Sternen der Tabelle. Notiere jedes Mal die Uhrzeit und ob er heller, gleich hell oder schwächer als der jeweilige Vergleichsstern wirkt.
Nächste Algol-Minima bis März 2028
Die Zeiten unten haben wir selbst gerechnet, für die Mitte Deutschlands, und nur Minima aufgenommen, die zwischen 19 und 3 Uhr liegen und bei denen Algol mindestens 25° hoch steht. Grundlage sind zwei veröffentlichte Algol-Ephemeriden (Sky & Telescope 2004 und der Rechner Insula Astra), deren Mittelwert wir angeben. Ab April 2027 haben wir die Reihe mit einer Periode von 2,867328 Tagen fortgeschrieben, angeschlossen an die Zeiten bis März, und zusätzlich verlangt, dass die Sonne mindestens 6° unter dem Horizont steht – sonst lägen Sommer-Minima in der hellen Dämmerung.
| Datum | Minimum (ca.) | Höhe von Algol |
|---|---|---|
| Fr, 23.10.2026 | 19:50 Uhr MESZ | 27° |
| Sa, 07.11.2026 | 03:00 Uhr MEZ | 62° |
| Mo, 09.11.2026 | 23:50 Uhr MEZ | 79° |
| Do, 12.11.2026 | 20:40 Uhr MEZ | 54° |
| Mo, 30.11.2026 | 01:30 Uhr MEZ | 62° |
| Mi, 02.12.2026 | 22:20 Uhr MEZ | 79° |
| Sa, 05.12.2026 | 19:10 Uhr MEZ | 54° |
| Mi, 23.12.2026 | 00:00 Uhr MEZ | 61° |
| Fr, 25.12.2026 | 20:50 Uhr MEZ | 79° |
| Di, 12.01.2027 | 01:50 Uhr MEZ | 33° |
| Do, 14.01.2027 | 22:40 Uhr MEZ | 60° |
| So, 17.01.2027 | 19:30 Uhr MEZ | 80° |
| Do, 04.02.2027 | 00:20 Uhr MEZ | 32° |
| Sa, 06.02.2027 | 21:10 Uhr MEZ | 60° |
| Fr, 26.02.2027 | 23:00 Uhr MEZ | 32° |
| Mo, 01.03.2027 | 19:50 Uhr MEZ | 59° |
| So, 21.03.2027 | 21:30 Uhr MEZ | 31° |
| Di, 13.04.2027 | 21:00 Uhr MESZ | 32° |
| Mo, 26.07.2027 | 02:20 Uhr MESZ | 31° |
| Mi, 18.08.2027 | 00:50 Uhr MESZ | 31° |
| Di, 07.09.2027 | 02:30 Uhr MESZ | 59° |
| Do, 09.09.2027 | 23:20 Uhr MESZ | 31° |
| Do, 30.09.2027 | 01:00 Uhr MESZ | 59° |
| Sa, 02.10.2027 | 21:50 Uhr MESZ | 32° |
| Mi, 20.10.2027 | 02:50 Uhr MESZ | 80° |
| Fr, 22.10.2027 | 23:30 Uhr MESZ | 59° |
| Mo, 25.10.2027 | 20:20 Uhr MESZ | 32° |
| Fr, 12.11.2027 | 00:20 Uhr MEZ | 80° |
| So, 14.11.2027 | 21:10 Uhr MEZ | 60° |
| Do, 02.12.2027 | 02:00 Uhr MEZ | 56° |
| Sa, 04.12.2027 | 22:50 Uhr MEZ | 80° |
| Di, 07.12.2027 | 19:40 Uhr MEZ | 60° |
| Sa, 25.12.2027 | 00:30 Uhr MEZ | 55° |
| Mo, 27.12.2027 | 21:20 Uhr MEZ | 80° |
| Fr, 14.01.2028 | 02:10 Uhr MEZ | 28° |
| So, 16.01.2028 | 23:00 Uhr MEZ | 55° |
| Mi, 19.01.2028 | 19:50 Uhr MEZ | 80° |
| So, 06.02.2028 | 00:50 Uhr MEZ | 28° |
| Di, 08.02.2028 | 21:40 Uhr MEZ | 55° |
| Mo, 28.02.2028 | 23:20 Uhr MEZ | 28° |
| Do, 02.03.2028 | 20:10 Uhr MEZ | 54° |
| Mi, 22.03.2028 | 21:50 Uhr MEZ | 28° |
Rechne mit etwa ± 30 Minuten Unsicherheit: Die beiden Ephemeriden liegen 34 Minuten auseinander, weil sich Algols Periode leicht ändert. Da das Minimum sich über Stunden erstreckt, stört das fürs Auge nicht; für minutengenaue Zeiten ist der Rechner von Sky & Telescope die Referenz.
Doppelstern im Perseus: Kreuzworträtsel-Lösungen
Die Frage nach dem „Doppelstern im Perseus“ mit fünf Buchstaben hat fast immer eine Antwort: ALGOL. Er ist ein Doppelstern im Wortsinn, weil zwei Sterne einander umkreisen und bedecken.
| Rätselfrage | Lösung | Buchstaben |
|---|---|---|
| Doppelstern im Perseus | ALGOL | 5 |
| Stern im Perseus (5) | ALGOL, seltener MIRAM oder MISAM | 5 |
| Stern im Perseus (4) | ATIK | 4 |
| Hellster Stern im Perseus | MIRFAK (auch MARFAK) | 6 |
| Teufelsstern | ALGOL | 5 |
| Stern im Perseus (6) | MIRFAK, MENKIB | 6 |
| Meteorstrom aus dem Perseus | PERSEIDEN | 9 |
| Mutter des Perseus | DANAE | 5 |
Miram ist η Persei, Misam κ Persei, Atik ο Persei und Menkib ξ Persei. Passt ALGOL nicht ins Raster, lohnt ein Blick auf diese vier.
Mirfak und der Alpha-Persei-Haufen
Mirfak (α Persei) ist mit 1,8 mag der hellste Stern im Perseus, ein gelblich-weißer Überriese in rund 590 Lichtjahren Entfernung. Der Name kommt aus dem Arabischen und bedeutet „Ellenbogen“.
Rund um Mirfak liegt ein Schwarm heller Sterne, der Alpha-Persei-Haufen (Melotte 20). Er ist etwa 3° groß, also sechs Vollmondbreiten, und besteht aus jungen, bläulichen Sternen, die gemeinsam durch den Raum ziehen.
Doppelsternhaufen h und χ Persei
Zwischen Perseus und Cassiopeia liegt das schönste Fernglas-Ziel des Herbsthimmels: zwei offene Sternhaufen dicht nebeneinander, h Persei (NGC 869) und χ Persei (NGC 884). Ihre Zentren trennen nur knapp ein halbes Grad.
Unter dunklem Himmel siehst du beide schon mit bloßem Auge als nebligen Fleck in der Milchstraße, etwa 7° vom Stern Segin im Himmels-W entfernt. Die Haufen stehen rund 7.500 Lichtjahre weit weg und sind mit etwa 14 Millionen Jahren sehr jung.
Fernglas oder Teleskop für den Doppelhaufen?
Hier gewinnt das Fernglas: Beide Haufen passen zusammen ins Gesichtsfeld, samt der Sternenkette, die sie verbindet. Schon ein 10×50 zeigt Dutzende Einzelsterne, darunter ein paar rötliche Riesen.
Für h und χ Persei die richtige Wahl: Nikon Action 10x50 CF

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Ein Teleskop mit niedriger Vergrößerung zeigt jeden Haufen einzeln mit Hunderten Sternen. Beide gleichzeitig bekommst du nur mit einem Okular für große Felder hin, etwa bei 20- bis 30-facher Vergrößerung.
Wann sich ein Teleskop im Perseus lohnt
Für drei Ziele im Perseus reicht kein Fernglas: die Doppelsterne ε, ζ und η Persei sowie den Kleinen Hantelnebel M 76. Epsilon Persei trennt schon ein 60-mm-Teleskop, η Persei zeigt einen schönen Farbkontrast aus Orange und Blau.
Für Doppelsterne und M 34: Skywatcher Heritage 130/650 FlexTube

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Der Skywatcher Dobson N 200/1200 Skyliner Classic (479 €) hat mit 200 mm fast die doppelte Lichtsammelfläche des 130ers. Das macht M 76 vom schwachen Fleckchen zur erkennbaren Hantelform und zeigt in h und χ Persei deutlich mehr schwache Sterne. Der Aufpreis lohnt sich, wenn du Nebel und Galaxien suchst und das größere Gerät transportieren kannst.
M 34 und weitere Deep-Sky-Objekte im Perseus
Neben dem Doppelhaufen hat der Perseus eine Handvoll lohnender Ziele. Die Milchstraße zieht mitten hindurch, wirkt hier aber schwächer als im Sommer, weil Dunkelwolken viel Licht schlucken.
| Objekt | Art | Helligkeit | Instrument |
|---|---|---|---|
| M 34 (NGC 1039) | offener Sternhaufen, 1.400 Lj | 5,2 mag | Fernglas, kleines Teleskop |
| h und χ Persei | Doppelsternhaufen, 7.500 Lj | 5,3 / 6,1 mag | bloßes Auge, Fernglas |
| Melotte 20 | Alpha-Persei-Haufen, ~600 Lj | 1,2 mag | bloßes Auge, Fernglas |
| M 76 (NGC 650) | planetarischer Nebel, Kleiner Hantelnebel | 10,1 mag | Teleskop ab 130 mm |
| NGC 1499 | Kalifornien-Nebel, Emissionsnebel | sehr flächenschwach | Fotografie, H-beta-Filter |
| NGC 1275 | Zentralgalaxie des Perseus-Galaxienhaufens | 11,9 mag | großes Teleskop |
M 34 liegt gut 5° westlich von Algol, auf dem Weg zur Andromeda. Im Fernglas erscheint er als kleiner, lockerer Schwarm von rund einem Dutzend Sternen, im Teleskop bei niedriger Vergrößerung zählst du deutlich mehr.
Den Kalifornien-Nebel findest du fast nur auf Fotos, weil sein Licht sich über eine große Fläche verteilt. Und der Perseus-Galaxienhaufen rund 240 Millionen Lichtjahre hinter den Sternen des Sternbilds ist etwas für große Teleskope und Astrofotografie.
Perseiden: der Radiant im Sternbild Perseus
Aus dem Perseus scheinen jedes Jahr im August die Perseiden zu kommen, der bekannteste Sternschnuppenstrom des Jahres. Ihr Radiant, der gedachte Ausgangspunkt der Leuchtspuren, liegt rund 7° neben dem Doppelhaufen h und χ Persei.
Das Maximum fällt auf den 12./13. August. Wann und wie du 2027 am besten schaust, steht auf unserer Seite zu den Perseiden 2027, alle anderen Ströme im Sternschnuppen-Kalender.
Sichtbarkeit Monat für Monat
Perseus steht so weit im Norden, dass er in Deutschland nie ganz untergeht. Mirfak bleibt auch an Sommerabenden rund 11° über dem Nordhorizont, Algol streift ihn bei 2°.
Die Tabelle zeigt Höhe und Himmelsrichtung um 22 Uhr Ortszeit (MEZ bzw. MESZ) für die Mitte Deutschlands, jeweils zur Monatsmitte, selbst gerechnet. Die hervorgehobenen Monate sind die besten.
| Monat | Mirfak um 22 Uhr | Algol um 22 Uhr | Mirfak kulminiert | Einschätzung |
|---|---|---|---|---|
| September | 28° NO | 24° NO | 05:06 Uhr | tief |
| Oktober | 43° ONO | 40° ONO | 03:07 Uhr | gut |
| November | 70° O | 69° OSO | 00:06 Uhr | gut |
| Dezember | 88° SO | 80° S | 22:08 Uhr | ideal – fast im Zenit |
| Januar | 72° W | 66° W | 20:06 Uhr | gut |
| Februar | 53° WNW | 46° WNW | 18:04 Uhr | gut |
| März | 38° NW | 30° WNW | 16:14 Uhr | tief |
| April | 31° NW | 22° NW | 15:12 Uhr | tief |
| Mai | 19° NNW | 10° NNW | 13:14 Uhr | sehr tief über dem Nordhorizont |
| Juni | 12° NNW | 3° N | 11:08 Uhr | sehr tief über dem Nordhorizont |
| Juli | 12° N | 3° NNO | 09:10 Uhr | sehr tief über dem Nordhorizont |
| August | 17° NNO | 11° NO | 07:08 Uhr | sehr tief über dem Nordhorizont |
Im Dezember steht Mirfak um 22 Uhr fast im Zenit, bis 88° hoch. Zwischen Hamburg und München unterscheiden sich die Höhen um höchstens etwa 3°, am Gesamtbild ändert das wenig.
Die hellsten Sterne im Perseus
| Stern | Name | Helligkeit | Entfernung |
|---|---|---|---|
| α Persei | Mirfak | 1,8 mag | ~590 Lj |
| β Persei | Algol | 2,1–3,4 mag | ~90 Lj |
| ζ Persei | – | 2,9 mag | ~1.000 Lj |
| ε Persei | – | 2,9 mag | ~540 Lj |
| γ Persei | – | 2,9 mag | ~260 Lj |
| δ Persei | – | 3,0 mag | ~530 Lj |
| ρ Persei | Gorgonea Tertia | 3,2–4,1 mag | ~330 Lj |
| η Persei | Miram | 3,8 mag | ~1.000 Lj |
| κ Persei | Misam | 3,8 mag | ~110 Lj |
| ο Persei | Atik | 3,8 mag | ~1.100 Lj |
| ξ Persei | Menkib | 4,0 mag | ~1.300 Lj |
Auffällig ist die große Spanne der Entfernungen: Die Sterne der Figur stehen zwischen 90 und über 1.000 Lichtjahren hintereinander. Nur von der Erde aus gesehen bilden sie eine zusammenhängende Gestalt.
Mythologie: Perseus, Medusa und Andromeda
Perseus ist in der griechischen Sage der Sohn des Zeus und der Danaë. Sein berühmtestes Abenteuer: Er schlug der Gorgone Medusa, deren Blick jeden zu Stein erstarren ließ, den Kopf ab und sah ihr dabei nur über das Spiegelbild seines Schildes ins Gesicht.
Auf dem Rückweg rettete er Andromeda, die an einen Felsen gekettet einem Meeresungeheuer geopfert werden sollte. Andromeda, ihre Eltern Kepheus und Cassiopeia, das Ungeheuer (Walfisch) und das Flügelpferd Pegasus stehen heute alle in der Nachbarschaft am Himmel.

Algol stellt in der Figur das Haupt der Medusa dar, das Perseus in der Hand hält. Der Name stammt vom arabischen „ra’s al-ghūl“, Kopf des Dämonen, und später wurde daraus der Beiname „Teufelsstern“.
Perseus gehört zu den 48 klassischen Sternbildern, die Ptolemäus im 2. Jahrhundert beschrieb. Ein Tierkreis-Sternbild ist er nicht, die Sonne zieht nie durch ihn hindurch.
Südlich von Perseus liegt das Sternbild Stier, dessen Plejaden rund 19° südöstlich von Algol stehen – knapp zwei Fäuste bei ausgestrecktem Arm.
Häufige Fragen zum Sternbild Perseus
Welcher Stern im Sternbild Perseus hat 5 Buchstaben?
Gesucht ist fast immer ALGOL, der berühmte Bedeckungsveränderliche. Seltenere Lösungen mit fünf Buchstaben sind MIRAM (η Persei) und MISAM (κ Persei).
Wie heißt der hellste Stern im Perseus?
Der hellste Stern ist Mirfak (α Persei) mit 1,8 mag, auch Marfak geschrieben. Algol ist nur außerhalb seiner Minima der zweithellste.
Welche Bedeutung hat das Sternbild Perseus?
Es zeigt den griechischen Helden Perseus, der die Medusa besiegte und Andromeda rettete. Algol markiert das abgeschlagene Medusenhaupt in seiner Hand.
Wie heißt Perseus auf Deutsch?
Das Sternbild trägt auch im Deutschen den Namen Perseus. Eine eingedeutschte Form gibt es nicht, nur die lateinische Genitivform „Persei“ in Sternnamen wie β Persei.
Ist Perseus ein Sternzeichen?
Nein, Perseus gehört nicht zum Tierkreis. Die Sonne kommt auf ihrer jährlichen Bahn nie durch dieses Sternbild.
Kann man Perseus das ganze Jahr sehen?
In Deutschland ja, denn Mirfak ist zirkumpolar und geht nie unter. Im Frühsommer steht das Sternbild abends aber so tief im Norden, dass es im Dunst kaum auffällt.
Wann ist das nächste Algol-Minimum?
Die abendlichen Minima bis März 2028 findest du in unserer Tabelle weiter oben. Algol wird alle 2 Tage und 21 Stunden schwächer, das Minimum verschiebt sich dadurch jedes Mal um rund drei Stunden nach vorn.
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