Die berühmtesten Teleskope der Welt: Von Hubble bis ELT

bekannte teleskope
Bild: NASA

Von · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 14. September 2026

Als bekannte Teleskope gelten die großen Forschungsinstrumente, die den Blick der Menschheit ins All bestimmen: im Orbit vor allem Hubble und das James-Webb-Teleskop, am Boden Riesen wie das Very Large Telescope in Chile, das Gran Telescopio Canarias auf La Palma und die Keck-Teleskope auf Hawaii. Diese Übersicht ordnet sie nach Standort, Öffnung und Besonderheit.

Von der Chile-Wüste bis in den Erdorbit: Die berühmtesten Teleskope der Welt sind Wunderwerke der Technik – mit Spiegeln so groß wie Schwimmbecken und Preisschildern in Milliardenhöhe. Hier ist die Übersicht der wichtigsten Augen der Menschheit.

Die Weltraumteleskope

Hubble (seit 1990, 2,4-m-Spiegel): der Klassiker, dem wir das Alter des Universums und unzählige Bild-Ikonen verdanken. James Webb (JWST) (seit 2022, 6,5-m-Segmentspiegel): der Infrarot-Riese am Lagrangepunkt L2, der die ersten Galaxien des Universums aufspürt. Dazu Spezialisten wie TESS (Exoplaneten-Jäger) und der 2020 verglühte Infrarot-Pionier Spitzer.

Die Riesen am Boden

TeleskopStandortÖffnungBesonderheit
Very Large Telescope (VLT)Paranal, Chile4 × 8,2 mVier Teleskope, die zusammengeschaltet werden können
Gran Telescopio CanariasLa Palma, Spanien10,4 mGrößtes Einzelteleskop (optisch) der Welt
Keck I & IIMauna Kea, Hawaiije 10 mPioniere der Segmentspiegel-Technik
Large Binocular TelescopeArizona, USA2 × 8,4 mRiesen-Fernglas mit zwei Spiegeln auf einer Montierung
ALMAAtacama, Chile66 RadioantennenBlickt ins kalte Universum: Sternentstehung, Planetenscheiben
Extremely Large Telescope (ELT)Cerro Armazones, Chile39 mIm Bau – wird alles bisherige in den Schatten stellen

Radioteleskope: Die unsichtbare Seite des Himmels

Nicht alles Licht ist sichtbar: Radioteleskope wie das 100-m-Teleskop in Effelsberg (Eifel – eines der größten beweglichen der Welt!) oder das ALMA-Array empfangen Radiowellen von Pulsaren, Galaxienkernen und kaltem Gas. Der erste direkte „Blick“ auf ein Schwarzes Loch 2019 gelang einem weltumspannenden Verbund von Radioteleskopen.

Was Profi-Teleskope mit deinem gemeinsam haben

Erstaunlich viel: Auch das VLT ist im Kern ein Spiegelteleskop wie ein Dobson im Wohnzimmer – nur mit adaptiver Optik gegen das Luftflimmern und Instrumenten statt Okular. Das Grundprinzip erklärt unser Artikel Teleskop-Aufbau & Funktionsweise.

Der entscheidende Unterschied ist nicht die Technik, sondern der Standort: Das VLT steht in gut 2.600 Metern Höhe über der Atacama, weil dort die Luft ruhig und der Himmel dunkel ist. Genau das ist auch bei dir die wichtigste Stellschraube – und sie kostet nichts außer einer Autofahrt aus der Stadt hinaus.

Was du zu Hause davon siehst

Eine Erwartung sei gleich gedämpft: Die farbigen Nebelbilder von Hubble und JWST zeigt kein Amateurteleskop im Okular. Sie entstehen aus stundenlangen Belichtungen in mehreren Wellenlängen, teils weit außerhalb des sichtbaren Lichts.

Was dagegen schon ein kleines Gerät zeigt, ist die Sorte Anblick, für die diese Seite überhaupt existiert: die Saturnringe als Ring, die vier großen Jupitermonde, Krater am Mondterminator und die hellen Sternhaufen. Dafür brauchst du keine Milliarde.

Ein kompakter Einstieg wie das Skywatcher Heritage 130/650 FlexTube für 265 € deckt all das ab. Wer erst einmal ohne Kauf beginnen will, kommt mit einem Celestron UpClose G2 10x50 Porro für 62 € weiter, als die meisten erwarten – Jupitermonde und Plejaden gehen damit bereits.

Welche Bauform zu welchem Ziel passt, ist im Einsteiger-Ratgeber aufgeschlüsselt; die Grundsatzfrage klärt Teleskop oder Fernglas.

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Häufige Fragen

Was ist das größte Teleskop der Welt?

Optisch: das Gran Telescopio Canarias mit 10,4 m. Das im Bau befindliche Extremely Large Telescope (39 m) wird ab Ende der 2020er alles übertreffen.

Warum stehen die großen Teleskope in Chile?

Die Atacama-Wüste bietet über 300 klare Nächte pro Jahr, extrem trockene Luft und kaum Lichtverschmutzung – die besten Beobachtungsbedingungen der Erde.

Was kostet ein Profi-Teleskop?

Das JWST kostete rund 10 Milliarden US-Dollar, das ELT über eine Milliarde Euro. Bodenteleskope der 8-m-Klasse liegen im hohen dreistelligen Millionenbereich.

Kann man Sternwarten besuchen?

Ja – viele Volkssternwarten in Deutschland bieten öffentliche Beobachtungsabende, und selbst Profi-Observatorien wie das VLT haben Besucherprogramme.