Von Alexander Merz · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 22. September 2026
Die Vergrößerung eines Fernglases ist die erste Zahl seiner Kennzeichnung: Ein 10×50 vergrößert zehnfach, die zweite Zahl ist der Objektivdurchmesser in Millimetern.
Aus beiden Zahlen lässt sich ablesen, wie hell, wie ruhig und wofür ein Glas taugt – die Tabelle unten rechnet das für 17 gängige Größen vor.

Was die Zahlen auf dem Fernglas bedeuten: 10×50 einfach erklärt
Jedes Fernglas trägt zwei Zahlen, getrennt durch ein „x“ oder „ד. Die erste ist die Vergrößerung, die zweite der Objektivdurchmesser in Millimetern – also die Größe der vorderen Linsen, die das Licht einsammeln.
Alles andere, was im Datenblatt steht, lässt sich aus diesen beiden Zahlen ausrechnen: Austrittspupille, Dämmerungszahl und relative Helligkeit. Die Grafik zeigt die drei Rechenwege am Beispiel 10×50.
Vergrößerung: die erste Zahl
Ein 10-fach vergrößerndes Glas zeigt einen Vogel in 100 Metern so, als stündest du 10 Meter vor ihm. Der Preis dafür: Das Bildfeld schrumpft, und jedes Zittern deiner Hände wird ebenfalls zehnfach vergrößert.
Objektivdurchmesser: die zweite Zahl
Die Öffnung bestimmt, wie viel Licht das Fernglas einsammelt. Die Fläche wächst mit dem Quadrat: Ein 50-mm-Objektiv sammelt vier Mal so viel Licht wie ein 25er und rund 40 Prozent mehr als ein 42er.
Austrittspupille: Öffnung geteilt durch Vergrößerung
Die Austrittspupille ist der Durchmesser des Lichtbündels, das aus dem Okular kommt – beim 10×50 also 5 mm. Hältst du das Fernglas mit ausgestreckten Armen gegen den hellen Himmel, siehst du sie als kleines helles Scheibchen im Okular.
Für die Nacht ist sie die wichtigste Zahl: Ist das Bündel kleiner als deine Pupille, wird das Bild dunkler, als es sein müsste. Ist es größer, geht Licht am Auge vorbei.
Dämmerungszahl: die Kennzahl der Jäger
Die Dämmerungszahl ist die Wurzel aus Vergrößerung mal Objektivdurchmesser und beschreibt, wie gut du bei wenig Licht noch Details erkennst. Jagdgläser liegen meist bei 20 und darüber.
Sehfeld: Meter auf 1.000 Meter
Das Sehfeld sagt, wie breit der Ausschnitt ist, den du auf einmal siehst. Angegeben wird es in Grad oder als Meter auf 1.000 Meter Entfernung; 1 Grad entspricht 17,5 Metern.
Ein 10×50 mit 6,5° zeigt also rund 114 Meter Landschaft auf einen Kilometer. Zum Vergleich: Der Vollmond misst am Himmel ein halbes Grad.
Fernglas-Vergrößerung Tabelle: 17 Größen im Vergleich
In der Tabelle stehen die Größen, die du im Handel wirklich findest – vom Taschenglas bis zum Großfernglas für den Himmel. Austrittspupille und Dämmerungszahl sind nach den Formeln oben gerechnet, die Eignung ist unsere Einschätzung aus der Praxis.
| Kennzahl | Austrittspupille | Dämmerungszahl | Taugt für | Halten |
|---|---|---|---|---|
| 8×21 | 2,6 mm | 13,0 | Tag: Konzert, Wandern, Kinder | Hand |
| 8×25 | 3,1 mm | 14,1 | Tag: Reise, Theater, Wandern | Hand |
| 10×25 | 2,5 mm | 15,8 | Tag: Stadion, Reise – nachts zu dunkel | Hand, etwas unruhig |
| 8×30 | 3,75 mm | 15,5 | Tag, Wandern; Mond ja, Sterne kaum | Hand |
| 7×35 | 5,0 mm | 15,7 | Tag, leichte Dämmerung; erster Blick an den Himmel | Hand |
| 8×42 | 5,25 mm | 18,3 | Vögel, Natur, Dämmerung; Sterne gut | Hand |
| 10×42 | 4,2 mm | 20,5 | Vögel auf Distanz, Dämmerung; Sterne gut | Hand |
| 12×42 | 3,5 mm | 22,4 | Weite Distanzen am Tag, Mond | aufstützen |
| 7×50 | 7,1 mm | 18,7 | Schiff, Nacht; Milchstraße bei jungen Augen | Hand |
| 8×56 | 7,0 mm | 21,2 | Jagd, Ansitz in der Nacht; Milchstraße | Hand, aber schwer |
| 10×50 | 5,0 mm | 22,4 | ⭐ Unser Tipp für den NachthimmelSterne, Mond, Kometen – der Astro-Allrounder | Hand, Stativ bequemer |
| 12×50 | 4,2 mm | 24,5 | Sterne, Mond, Sternhaufen | aufstützen |
| 16×50 | 3,1 mm | 28,3 | Mond, helle Sternhaufen | Stativ |
| 20×50 | 2,5 mm | 31,6 | Mond; für schwache Objekte zu dunkel | Stativ |
| 15×70 | 4,7 mm | 32,4 | Sternhaufen, Galaxien, Kometen | aufstützen oder Stativ |
| 20×80 | 4,0 mm | 40,0 | Lichtschwache Nebel und Sternhaufen | Stativ |
| 25×100 | 4,0 mm | 50,0 | Deep Sky, Kugelsternhaufen, Mondkrater | schwere Montierung |
Die Tabelle liest du am besten von rechts nach links: Erst klären, ob du das Glas halten oder aufstellen willst, dann den Einsatz wählen. Erst danach lohnt der Blick auf die Kennzahlen.
Welche Vergrößerung ist beim Fernglas sinnvoll?
Sinnvoll ist die Vergrößerung, die du noch ruhig halten kannst – und das sind für die meisten Menschen 7- bis 10-fach. Was darüber liegt, zeigt aus der Hand nicht mehr, sondern weniger, weil das Bild tanzt.
Welche Größe innerhalb dieses Rahmens passt, hängt vom Einsatz ab. Die Übersicht fasst die klassischen Empfehlungen zusammen.
| Einsatz | Kennzahl | Warum |
|---|---|---|
| Sterne und Mond | 10×50, aufgestützt 15×70 | 5 mm Austrittspupille, genug Licht für Sternhaufen und Galaxien |
| Vogelbeobachtung | 8×42 oder 10×42 | Helles, ruhiges Bild, großes Sehfeld, unter 800 g |
| Jagd, Dämmerung | 8×56 oder 8×42 | 7 mm Austrittspupille für die letzten Minuten Licht |
| Wandern, Reise | 8×25 bis 8×32 | Leicht und klein, am Tag völlig ausreichend |
| Schiff, Segeln | 7×50 | Große Austrittspupille verzeiht Schaukeln, oft mit Kompass |
| Stadion, Theater | 8×21 bis 10×25 | Passt in die Jackentasche |
| Kinder | 6×21 bis 8×30 | Leicht, großes Sehfeld, kleine Hände |
Für die Vogelbeobachtung ist die Frage „8 oder 10“ eine Glaubensfrage, bei der beide Lager gute Argumente haben. Für den Himmel ist die Sache klarer – dazu gleich mehr.
8- oder 10-fache Vergrößerung: was der Unterschied ausmacht
Der Schritt von 8 auf 10 klingt klein, ist aber ein Viertel mehr Vergrößerung und ein Viertel mehr Zittern. Gleichzeitig schrumpft das Sehfeld: Ein typisches 8×42 zeigt rund 7,5°, ein 10×42 nur gut 6°.
| 8-fach | 10-fach | |
|---|---|---|
| Bildruhe aus der Hand | ruhiger | sichtbar unruhiger |
| Sehfeld (42er) | ca. 7–8° | ca. 6–6,5° |
| Details auf Distanz | weniger | mehr |
| Austrittspupille (42er) | 5,25 mm | 4,2 mm |
| Am Himmel | gut für Milchstraße und Übersicht | löst Sternhaufen besser auf |
Am Tag gewinnt meist das 8-fache Glas, weil es schneller findet und ruhiger bleibt – besonders bei Vögeln, die sich bewegen. Wer vor allem weit entfernte, ruhige Ziele beobachtet, nimmt 10-fach.
Nachts gewinnt 10×50: Die zusätzliche Vergrößerung dunkelt den Himmelshintergrund ab und macht schwache Sterne sichtbar, die im 8-fachen Glas im Grau untergehen. Ein vorhandenes 8×42 reicht für den Anfang aber völlig.
Die gängigen Größen: was 8×42, 10×50 und Co. bedeuten
8×21, 8×25 und 10×25: die Taschengläser
Kompaktgläser mit 21 oder 25 mm Öffnung wiegen oft unter 300 g und passen in jede Jacke. Nachts sammeln sie zu wenig Licht: Ein 10×25 hat nur 2,5 mm Austrittspupille und ein Viertel der Lichtmenge eines 10×50.
Für Mondkrater und die vier hellen Jupitermonde reicht es trotzdem. Zum Ausprobieren ist das Taschenglas also gut, als Astro-Fernglas nicht.
8×30: das leichte Allround-Glas
Ein 8×30 ist der Kompromiss aus Gewicht und Helligkeit für Wanderer, oft um 500 g. Am Himmel zeigt es den Mond und die Plejaden hübsch, für Galaxien fehlt die Öffnung.
8×42, 10×42 und 12×42: die Klasse der Naturbeobachter
Die 42-mm-Klasse ist der Standard für Vogelbeobachtung und Natur: hell genug für die Dämmerung, leicht genug für den ganzen Tag. Das 8×42 bringt 5,25 mm Austrittspupille, das 10×42 4,2 mm, das 12×42 nur noch 3,5 mm.
Beim 12×42 wird es aus der Hand bereits unruhig. Für den Himmel ist ein vorhandenes 8×42 oder 10×42 ein guter Start, einen Neukauf nur fürs Sternegucken würden wir in dieser Klasse nicht machen.
7×50 und 8×56: Marine- und Dämmerungsgläser
Beide haben rund 7 mm Austrittspupille – genau so groß wie die voll geöffnete Pupille eines jungen Menschen. Deshalb sind sie auf Schiffen und bei Jägern beliebt: Das Bild bleibt hell, auch wenn das Glas nicht ganz ruhig vor dem Auge sitzt.
Ab etwa 40 bis 50 Jahren öffnet sich die Pupille aber oft nur noch auf 5 mm. Dann geht ein Teil des Lichts am Auge vorbei, und ein 10×50 zeigt am Himmel mehr als das 7×50.
10×50: der Allrounder für den Nachthimmel
Das 10×50 ist das klassische Astro-Fernglas: 5 mm Austrittspupille, rund 6,5° Sehfeld und meist unter einem Kilogramm. Damit siehst du Mondkrater, Jupitermonde, die Andromedagalaxie und Dutzende Sternhaufen.
Am Tag funktioniert es ebenfalls, ist aber schwerer als ein 8×42. Wer ein Glas für beides sucht und nachts öfter rausgeht, liegt mit 10×50 richtig.
Preis-Tipp 10×50: Celestron UpClose G2 10x50 Porro

Günstiges 10×50 mit 6,8° Bildfeld, 5 mm Austrittspupille und 840 g – für den ersten Abend unter den Sternen reicht es völlig. Für Brillenträger ist der kurze Augenabstand von 12 mm allerdings knapp.
Preis: 62 €
Auf Lager · versandfertig in 24 h
20×50: viel Vergrößerung, wenig Licht
Ein 20×50 klingt nach mehr, zeigt nachts aber oft weniger: 2,5 mm Austrittspupille machen das Bild dunkel, und 20-fach hält niemand aus der Hand ruhig. Für den Mond auf dem Stativ geht es, für Sternhaufen ist ein 15×70 die bessere Wahl.
15×70, 20×80 und 25×100: Großferngläser für den Himmel
Ab 70 mm Öffnung beginnt die Klasse, die fast nur Himmelsbeobachter kaufen. Ein 15×70 sammelt doppelt so viel Licht wie ein 10×50 und lässt sich aufgestützt noch halten, ein 20×80 mit gut 2 kg nicht mehr.
Ein 25×100 wiegt meist 4 kg und mehr und braucht ein schweres Stativ oder eine Gabelmontierung. Dafür zeigt es Kugelsternhaufen und Galaxien, die im 10×50 nur Flecken sind.

Fernglas für Sterne und Mond: diese Werte zählen nachts
Am Nachthimmel geht es um zwei Dinge: genug Licht sammeln und das Bild ruhig halten. Vergrößerung allein hilft dabei wenig – die Öffnung und die Austrittspupille entscheiden.
Austrittspupille und Alter
Eine an die Dunkelheit gewöhnte Pupille öffnet sich bei Jugendlichen auf etwa 7 mm, mit 50 oft nur noch auf 5 mm. Das Ziel für ein Astro-Fernglas liegt deshalb bei 4 bis 5 mm – das passt für fast jedes Alter.
Unter aufgehelltem Stadthimmel öffnet sich die Pupille ohnehin nicht voll. Dort ist eine kleinere Austrittspupille sogar von Vorteil, weil der Himmelshintergrund dunkler wirkt.
Öffnung schlägt Vergrößerung
Schwache Sterne und Galaxien zeigen sich erst, wenn genug Licht zusammenkommt. Deshalb zeigt ein 15×70 mehr als ein 20×50, obwohl es weniger vergrößert.
Für den Mond ist es umgekehrt: Er ist so hell, dass jedes Fernglas genug Licht hat. Hier bringt Vergrößerung tatsächlich mehr Details – solange das Bild ruhig steht.
Welches konkrete Modell sich für den Himmel lohnt, vergleichen wir in unserer Kaufberatung zum Astronomie-Fernglas. Dort stehen auch Augenabstand, Gewicht und Prismenglas der einzelnen Gläser.
Faustregel: ab 10-fach aufs Stativ
Die bewährte Faustregel lautet: Bis 10-fach aus der Hand, ab 10-fach lohnt ein Stativ, ab 15-fach ist es Pflicht. Jede Hand zittert leicht, und das Fernglas vergrößert dieses Zittern genauso wie das Ziel.
Bis 10-fach und etwa ein Kilogramm Gewicht bleibt das Bild aus der Hand ruhig genug, um Jupitermonde zu trennen. Schon beim 10×50 zeigt ein Stativ aber spürbar mehr, weil Sterne zu Punkten werden statt zu kleinen Strichen.

| Vergrößerung | Halten | Praxis |
|---|---|---|
| bis 8-fach | aus der Hand | ruhiges Bild auch im Stehen |
| 10-fach | aus der Hand, Stativ lohnt | Ellbogen aufstützen hilft sofort |
| 12- bis 15-fach | aufstützen oder Stativ | aus der Hand nur kurz |
| ab 16-fach | Stativ Pflicht | sonst verschenkst du die Vergrößerung |
| ab 25-fach | schwere Montierung | Gewicht meist über 4 kg |
Für ein Fotostativ brauchst du nur einen Fernglas-Adapter für das 1/4-Zoll-Gewinde, das die meisten Astrogläser vorn zwischen den Tuben haben. Die billigste Alternative ist ein Liegestuhl: Rücklings liegend hältst du auch ein 15×70 minutenlang ruhig.
Wer ohne Stativ mehr Vergrößerung will, greift zu einem Fernglas mit Bildstabilisator, das das Zittern elektronisch ausgleicht.
1000-fache Vergrößerung im Fernglas: ein Werbemythos
Ein Fernglas mit 1000-facher Vergrößerung gibt es nicht, und es wäre auch nutzlos. Selbst große Teleskope arbeiten an unserem Himmel selten über 300-fach, weil die Luftunruhe feinere Details verwischt.
Als Faustregel gilt bei Teleskopen: maximal sinnvolle Vergrößerung ist etwa das Doppelte der Öffnung in Millimetern. Für 1000-fach bräuchtest du also 500 mm Öffnung – das ist eine Sternwarten-Kuppel, kein Fernglas.
Und 50-, 100- oder 200-fach?
50-fach gibt es bei Großferngläsern mit Wechselokularen, die auf einer Montierung stehen und so viel kosten wie ein gutes Teleskop. 100- und 200-fach sind Werte für Spektive und Teleskope – ein Fernglas mit solchen Angaben ist fast immer ein Billig-Zoom.
Zoom-Ferngläser wie „20–180×100“ haben am oberen Ende ein dunkles, unscharfes und winziges Bild. Für den Himmel taugen sie nicht: Sterne werden zu Flecken, und die Mechanik dejustiert sich schnell.
Unsere Ferngläser für den Nachthimmel nach Kennzahl
Diese Gläser nutzen wir auch in der Kaufberatung. Der Lieferstatus kommt täglich aus dem Shop, die Preise ebenfalls.
| Kennzahl | Modell | Warum dieses | Preis |
|---|---|---|---|
| 7×50 | Celestron Cometron 7x50 | 7 mm Austrittspupille, günstig und hell – ideal für junge Augen und die Milchstraße. ● Auf Lager · versandfertig in 24 h | 65 € |
| 10×50 | Celestron UpClose G2 10x50 Porro | Der günstige Allrounder: 6,8° Feld, 840 g, fürs erste Mal genau richtig. ● Auf Lager · versandfertig in 24 h | 62 € |
| 10×50 ED | Omegon Hunter 2.0 10x50 ED | ED-Glas für schärfere Sterne und weniger Farbsäume, Stativgewinde ab Werk. ● Auf Lager · versandfertig in 3-7 Tagen | 359 € |
| 15×70 | Omegon Nightstar 15x70 | ⭐ Unsere EmpfehlungDoppelt so viel Licht wie ein 50er, aufgestützt noch tragbar. ● Auf Lager · versandfertig in 24 h | 119 € |
| 20×80 | Omegon Nightstar 20x80 | 80 mm fürs Geld, aber gut 2 kg – nur mit Stativ sinnvoll. ● Auf Lager · versandfertig in 24 h | 149 € |
Unsere Empfehlung: Omegon Nightstar 15x70

Das klassische Astro-Fernglas: 70 mm Öffnung sammeln doppelt so viel Licht wie ein 50er, 4,7 mm Austrittspupille passen zu fast jedem Auge. Aufgestützt oder im Liegestuhl gut zu halten, auf dem Stativ noch besser.
Preis: 119 €
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Du bist unsicher zwischen 10×50 und 15×70? Dann entscheidet das Halten: Willst du spontan auf den Balkon, nimm 10×50; hast du ein Stativ oder einen Liegestuhl, zeigt das 15×70 mehr.
Wenn du mehr willst: das erste Teleskop
Ein Fernglas zeigt Sternhaufen und Milchstraße wunderbar, aber keine Saturnringe und keine Wolkenbänder auf Jupiter. Der Skywatcher Heritage 130/650 hat 130 mm Öffnung und vergrößert mit dem passenden Okular über 100-fach.
Der Aufpreis lohnt sich, wenn dich Planeten und Mondkrater im Detail reizen; für Milchstraße und Kometen bleibt das Fernglas die bessere Wahl. Die meisten Beobachter behalten deshalb beides.
Wie du ein Teleskop auswählst, ohne in die üblichen Fallen zu tappen, liest du in unserem Ratgeber Teleskop für Einsteiger. Das Fernglas bleibt dabei die ideale Ergänzung, nicht der Ersatz.
Häufige Fragen zur Fernglas-Vergrößerung
Was bedeuten die Zahlen 7×50, 8×30 oder 10×42?
Die erste Zahl ist immer die Vergrößerung, die zweite der Objektivdurchmesser in Millimetern. Ein 7×50 vergrößert also 7-fach mit 50-mm-Objektiven, ein 8×30 8-fach mit 30 mm, ein 10×42 10-fach mit 42 mm.
Welche Vergrößerung hat ein normales Fernglas?
Die meisten Ferngläser vergrößern 7- bis 10-fach. Das ist der Bereich, den man aus der Hand noch ruhig halten kann; stärkere Gläser brauchen eine Auflage oder ein Stativ.
Was ist die stärkste sinnvolle Vergrößerung für ein Fernglas?
Aus der Hand etwa 10- bis 12-fach, aufgestützt 15-fach. Auf dem Stativ sind 20- bis 25-fach üblich, Großferngläser mit Wechselokularen kommen auf 40- bis 50-fach. Alles darüber ist Teleskop-Terrain.
Ist ein 10×50 oder ein 8×42 besser für Sterne?
Für Sterne ist das 10×50 besser: mehr Licht und mehr Vergrößerung, die den Himmelshintergrund abdunkelt. Ein 8×42 ist das bessere Tagesglas und am Himmel trotzdem ein guter Anfang.
Welche Vergrößerung brauche ich für den Mond?
Schon 7- bis 10-fach zeigt Krater, Maria und die Schattenkante zwischen Tag und Nacht. Mit 15- bis 20-fach auf dem Stativ werden einzelne Kraterwände deutlich; die schönsten Details zeigt der Mond ein paar Tage vor oder nach Halbmond.
Wie rechne ich das Sehfeld von Metern in Grad um?
Teile die Meterangabe auf 1.000 Meter durch 17,5. 114 m auf 1.000 m entsprechen also rund 6,5°, 131 m etwa 7,5°.
Weiterlesen: Astronomie-Fernglas kaufen · Teleskop oder Fernglas? · Teleskop für Einsteiger
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