Sonnenfinsternis am 12. August 2026: Rückblick und Zeiten für 68 Städte

Von · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 20. September 2026

⚠️ Das Wichtigste in Kürze

  • Wann: Mittwoch, 12. August 2026 – vorbei. Beginn je nach Ort 19:11 bis 19:24 Uhr, Maximum 20:05 bis 20:17 Uhr MESZ
  • Bedeckung in Deutschland: 83,8 % auf Rügen bis 90,3 % in Freiburg im Breisgau – je weiter südwestlich, desto mehr
  • Sonnenhöhe im Maximum: nur 1,0° bis 7,3° – also weniger als eine Handbreit über dem Horizont
  • Blickrichtung: Westnordwest. Freie Horizontsicht ist wichtiger als jedes Teleskop
  • Sicherheit: ausnahmslos nur mit zertifizierter Sonnenfinsternis-Brille nach ISO 12312-2
  • Total war die Finsternis nur in Westisland, Nordspanien und auf Mallorca
  • Bonus: In derselben Nacht erreichten die Perseiden ihr Maximum – bei Neumond
  • Als Nächstes: Saturn-Opposition am 4. Oktober 2026, dann die totale Sonnenfinsternis am 2. August 2027

Das Ende der Finsternis bekam in Deutschland niemand zu sehen: Überall ging die Sonne noch teilverfinstert unter.

Die nächste Sonnenfinsternis: 2. August 2027. Sie ist bei uns wieder partiell zu sehen – 28 bis 61 % Bedeckung, je nach Ort – und über Nordafrika mit 6 Minuten 23 Sekunden die längste dieses Jahrhunderts mit Maximum auf dem Festland. Alle Zeiten, Orte und was du dafür brauchst

⏳ Countdown zur totalen Sonnenfinsternis am 2. August 2027

Die partielle Finsternis vom 12. August 2026 ist vorbei – unten steht der Rückblick mit allen gerechneten Zeiten. Weiter geht es am Montag, 2. August 2027: total über Südspanien, Nordafrika und Ägypten, in Deutschland als partielle Phase am Vormittag. Davor steht am 4. Oktober 2026 Saturn in Opposition – die ganze Nacht sichtbar.

Nächstes Ereignis: Saturn-Opposition am 4. Oktober →

📰 Rückblick: So lief die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 – und was am Himmel als Nächstes kommt. Alle kurzfristigen Meldungen stehen unter News.

Am 12. August 2026 hat Mitteleuropa das größte Himmelsereignis seit der Jahrhundertfinsternis von 1999 erlebt: eine tiefe partielle Sonnenfinsternis, bei der der Mond über Deutschland zwischen 84 und 90 Prozent der Sonnenscheibe abdeckte.

Das Besondere und zugleich Tückische daran war der Zeitpunkt. Die Finsternis lief am späten Abend ab, als die Sonne schon kurz vor dem Untergang stand – im Maximum nur noch zwei bis sieben Grad über dem Horizont. Wer keinen freien Blick nach Westnordwesten hatte, sah schlicht nichts.

Diese Seite ist seitdem der Rückblick und das Archiv dazu: die exakten Zeiten und Bedeckungsgrade für 70 deutsche Städte sowie für Österreich und die Schweiz, die Sonnenhöhe im Maximum für jeden Ort, der passende Augenschutz und die Antwort auf die Frage, wo die Finsternis total wurde. Alle Zeiten sind mit den JPL-Ephemeriden DE440 topozentrisch für den jeweiligen Stadtmittelpunkt gerechnet und in MESZ angegeben.

🔭 Du hast sie gesehen und willst mehr? Weiter unten stehen die zwei ehrlichen Wege danach: das erste eigene Gerät – und warum es nicht das Kaufhaus-Teleskop sein sollte – oder die Reise zur totalen Finsternis am 2. August 2027, bei der es zum ersten Mal wirklich dunkel wird.

Zeitplan für 70 deutsche Städte: Beginn, Maximum, Sonnenuntergang

Der komplette Zeitplan der Sonnenfinsternis 2026 auf einen Blick: Für jede Stadt findest du hier, wann die Finsternis beginnt, wann das Maximum erreicht ist, wie viel der Sonne dann bedeckt ist und wie hoch sie dabei noch über dem Horizont steht. Wichtig ist die letzte Spalte – in vielen Orten geht die Sonne noch während der Finsternis unter.

StadtBeginnMaximumBedeckungSonnenhöhe im Max.Sonnenuntergang
Aachen19:18 Uhr20:13 Uhr88,8 %6,4°21:01 Uhr
Augsburg19:22 Uhr20:15 Uhr88,8 %2,3°20:35 Uhr
Berlin19:15 Uhr20:08 Uhr84,8 %3,3°20:38 Uhr
Bielefeld19:16 Uhr20:10 Uhr86,9 %5,7°20:55 Uhr
Binz (Rügen)19:12 Uhr20:05 Uhr83,8 %4,3°20:43 Uhr
Bochum19:17 Uhr20:11 Uhr87,8 %6,1°20:59 Uhr
Bonn19:19 Uhr20:13 Uhr88,3 %5,8°20:57 Uhr
Braunschweig19:16 Uhr20:09 Uhr86,0 %4,7°20:48 Uhr
Bremen19:14 Uhr20:08 Uhr86,1 %6,1°20:58 Uhr
Chemnitz19:18 Uhr20:11 Uhr86,1 %2,6°20:34 Uhr
Cottbus19:16 Uhr20:09 Uhr85,1 %2,4°20:31 Uhr
Darmstadt19:20 Uhr20:14 Uhr88,4 %4,4°20:49 Uhr
Dortmund19:17 Uhr20:11 Uhr87,6 %6,0°20:58 Uhr
Dresden19:17 Uhr20:10 Uhr85,7 %2,3°20:32 Uhr
Duisburg19:17 Uhr20:12 Uhr88,0 %6,3°21:01 Uhr
Düsseldorf19:18 Uhr20:12 Uhr88,1 %6,2°21:00 Uhr
Emden19:14 Uhr20:08 Uhr86,6 %7,1°21:05 Uhr
Erfurt19:18 Uhr20:11 Uhr86,6 %3,7°20:42 Uhr
Essen19:17 Uhr20:11 Uhr87,9 %6,2°21:00 Uhr
Flensburg19:11 Uhr20:05 Uhr85,0 %6,6°21:01 Uhr
Frankfurt am Main19:20 Uhr20:13 Uhr88,2 %4,5°20:49 Uhr
Freiburg im Breisgau19:23 Uhr20:17 Uhr90,3 %3,9°20:47 Uhr
Garmisch-Partenkirchen19:24 Uhr20:16 Uhr89,5 %1,7°20:32 Uhr
Gelsenkirchen19:17 Uhr20:11 Uhr87,8 %6,2°21:00 Uhr
Günzburg19:22 Uhr20:15 Uhr89,0 %2,7°20:38 Uhr
Göttingen19:17 Uhr20:11 Uhr86,7 %4,6°20:48 Uhr
Hagen19:17 Uhr20:11 Uhr87,8 %5,9°20:58 Uhr
Halle (Saale)19:17 Uhr20:10 Uhr86,0 %3,5°20:40 Uhr
Hamburg19:14 Uhr20:07 Uhr85,4 %5,7°20:55 Uhr
Hannover19:16 Uhr20:09 Uhr86,2 %5,2°20:52 Uhr
Heidelberg19:21 Uhr20:14 Uhr88,8 %4,2°20:47 Uhr
Jena19:18 Uhr20:11 Uhr86,5 %3,4°20:40 Uhr
Kaiserslautern19:21 Uhr20:15 Uhr89,1 %4,7°20:51 Uhr
Karlsruhe19:21 Uhr20:15 Uhr89,2 %4,1°20:47 Uhr
Kassel19:17 Uhr20:11 Uhr87,0 %4,8°20:49 Uhr
Kempten (Allgäu)19:23 Uhr20:16 Uhr89,6 %2,3°20:36 Uhr
Kiel19:12 Uhr20:06 Uhr85,0 %6,0°20:57 Uhr
Koblenz19:19 Uhr20:13 Uhr88,5 %5,3°20:54 Uhr
Köln19:18 Uhr20:12 Uhr88,3 %6,0°20:58 Uhr
Konstanz19:24 Uhr20:17 Uhr90,1 %2,9°20:41 Uhr
Krefeld19:17 Uhr20:12 Uhr88,1 %6,4°21:01 Uhr
Leipzig19:17 Uhr20:10 Uhr85,9 %3,2°20:38 Uhr
Lübeck19:13 Uhr20:07 Uhr85,0 %5,5°20:53 Uhr
Lüneburg19:14 Uhr20:08 Uhr85,4 %5,3°20:52 Uhr
Magdeburg19:16 Uhr20:09 Uhr85,7 %4,0°20:43 Uhr
Mainz19:20 Uhr20:13 Uhr88,4 %4,7°20:51 Uhr
Mannheim19:21 Uhr20:14 Uhr88,8 %4,3°20:48 Uhr
Mönchengladbach19:18 Uhr20:12 Uhr88,3 %6,4°21:01 Uhr
München19:23 Uhr20:15 Uhr88,8 %1,8°20:32 Uhr
Münster19:16 Uhr20:10 Uhr87,3 %6,1°20:59 Uhr
Nürnberg19:20 Uhr20:13 Uhr87,8 %2,8°20:38 Uhr
Oberhausen19:17 Uhr20:11 Uhr87,9 %6,3°21:00 Uhr
Oldenburg19:14 Uhr20:08 Uhr86,3 %6,4°21:00 Uhr
Osnabrück19:16 Uhr20:10 Uhr86,9 %6,1°20:58 Uhr
Passau19:22 Uhr20:14 Uhr87,9 %1,0°20:26 Uhr
Potsdam19:15 Uhr20:08 Uhr85,1 %3,4°20:38 Uhr
Regensburg19:21 Uhr20:14 Uhr87,9 %2,0°20:32 Uhr
Reutlingen19:22 Uhr20:15 Uhr89,3 %3,3°20:43 Uhr
Rostock19:12 Uhr20:06 Uhr84,4 %4,9°20:48 Uhr
Saarbrücken19:21 Uhr20:15 Uhr89,6 %5,0°20:53 Uhr
Schwerin19:13 Uhr20:07 Uhr84,9 %5,0°20:49 Uhr
Siegen19:18 Uhr20:12 Uhr87,9 %5,3°20:54 Uhr
Stuttgart19:22 Uhr20:15 Uhr89,1 %3,5°20:43 Uhr
Sylt (Westerland)19:11 Uhr20:05 Uhr85,4 %7,3°21:06 Uhr
Trier19:20 Uhr20:14 Uhr89,3 %5,5°20:56 Uhr
Ulm19:22 Uhr20:15 Uhr89,1 %2,8°20:39 Uhr
Wiesbaden19:20 Uhr20:13 Uhr88,4 %4,8°20:51 Uhr
Wolfsburg19:15 Uhr20:09 Uhr85,8 %4,6°20:48 Uhr
Wuppertal19:18 Uhr20:12 Uhr88,0 %6,0°20:59 Uhr
Würzburg19:20 Uhr20:13 Uhr88,0 %3,6°20:43 Uhr
Örtliche Umstände der partiellen Sonnenfinsternis am 12. August 2026, alle Zeiten in MESZ. Berechnet für den jeweiligen Stadtmittelpunkt auf Meereshöhe. Eigene Berechnung, Sterngucker.de.

Die besten und die schlechtesten Karten: Am günstigsten stand die Sonne im Nordwesten – in Emden noch 7,1° über dem Horizont, in Aachen 6,4°. Am schwierigsten war es im Südosten: In Passau waren es nur 1,0°, in Linz 0,4°, und in Wien, Graz und Klagenfurt ging die Sonne unter, bevor das rechnerische Maximum erreicht war. Je weiter westlich und nördlich, desto mehr war zu sehen.

Die Finsternis läuft über ganz Deutschland fast gleichzeitig ab, die Unterschiede betragen nur Minuten. Im Südwesten beginnt sie am frühesten und wird am tiefsten, im Nordosten beginnt sie ein paar Minuten später und bleibt schwächer. Entscheidend für die Beobachtung ist die letzte Spalte: Sie zeigt, wie viel Zeit zwischen dem Maximum und dem Sonnenuntergang bleibt.

Ein Beispiel zum Einordnen: In Hamburg knabbert der Mond ab 19:14 Uhr am rechten oberen Sonnenrand. Bis 20:07 Uhr wächst die Bedeckung auf 85,4 Prozent an, die Sonne steht dabei 5,7 Grad hoch. Danach zieht sich der Mond zurück, doch schon um 20:55 Uhr verschwindet die immer noch angebissene Sonne hinter dem Horizont.

In Freiburg im Breisgau beginnt das Schauspiel um 19:23 Uhr, das Maximum liegt bei 90,3 Prozent – dem höchsten Wert in Deutschland.

Das Ende sieht niemand: die Sonne geht vorher unter

Eine partielle Sonnenfinsternis hat vier Phasen: erster Kontakt, Maximum, und dann noch einmal fast eine Stunde, bis der Mond die Sonnenscheibe wieder ganz freigibt. Diesen letzten Teil bekommt in Mitteleuropa niemand zu sehen. Überall in Deutschland geht die Sonne noch teilverfinstert unter.

Wie viel dabei noch fehlt, hängt stark vom Standort ab: In Garmisch-Partenkirchen versinkt sie um 20:32 Uhr noch zu 61 Prozent bedeckt hinter den Bergen, in Konstanz zu 44 Prozent, in Dresden zu 47 Prozent und in Berlin zu 30 Prozent. Im Westen bleibt mehr Zeit: In Köln und Hamburg ist die Sonnenscheibe beim Untergang nur noch zu wenigen Prozent angeknabbert, in Flensburg und auf Sylt ist die Finsternis sogar gerade eben vorbei.

Praktisch heißt das: Wer erst gegen 20:30 Uhr an den Beobachtungsplatz kommt, erwischt nur noch den Ausklang. Das eigentliche Ereignis spielt sich zwischen etwa 19:45 und 20:25 Uhr ab. Wer die sichelförmige Sonne unmittelbar über dem Horizont sehen will – das mit Abstand eindrucksvollste Bild dieses Abends –, plant den gesamten Zeitraum von 19:10 Uhr bis Sonnenuntergang ein.

Du hast sie gesehen. Wie geht es weiter?

Für viele war der 12. August der Abend, an dem der Himmel zum ersten Mal wirklich interessant wurde. Danach gibt es zwei ehrliche Wege – und es lohnt sich, vorher zu wissen, welcher der eigene ist.

Tipp: Du überlegst, dir ein eigenes Teleskop zuzulegen? In unserer großen Kaufberatung Teleskop kaufen findest du alle Empfehlungen von 119 bis 5.600 € mit Preis, Lieferstatus und Einordnung.

Weg 1: Du willst mehr sehen – das erste eigene Gerät

Der klassische Fehler nach einer Finsternis ist das Billig-Teleskop aus dem Kaufhaus: wackliges Stativ, matschiges Bild, nach zwei Abenden steht es im Keller. Der ehrliche Weg beginnt kleiner – und hält dafür länger.

Schritt 1 ist ein Fernglas. Es zeigt Mondkrater, Sternhaufen und unter dunklem Himmel die Milchstraße, braucht keinen Aufbau und bleibt auch neben jedem späteren Teleskop im Einsatz. Ob dich der Himmel wirklich packt, findest du damit für einen Bruchteil des Teleskop-Preises heraus.

Schritt 2 ist ein Teleskop, das diesen Namen verdient – oder ein Smart-Teleskop, wenn du lieber fotografieren als durchschauen willst. Diese Geräte haben sich in unseren Vergleichen bewährt:

GerätWofürPreis
Celestron UpClose G2 10x50 Porro⭐ Schritt 1: hier anfangenLichtstarkes Fernglas für Milchstraße, Mondkrater und Sternhaufen – bleibt auch neben jedem späteren Teleskop im Einsatz62 €
Skywatcher Heritage 130/650 FlexTubeDas erste richtige Teleskop: viel Öffnung für wenig Geld – Mond im Detail, Saturnring, helle Nebel265 €
Celestron StarSense Explorer DX 130Gleiche Öffnungsklasse plus Smartphone-Navigation – das Teleskop findet die Objekte für dich599 €
ZWO Seestar S30 ProSmart-Teleskop: fotografiert Nebel und Galaxien automatisch aufs Handy – und bringt für die nächste Finsternis einen magnetischen Sonnenfilter mit699 €
Preise werden täglich automatisch abgeglichen. Die Links mit Sternchen sind Partnerlinks – für dich ändert sich am Preis nichts.

Die ausführliche Beratung mit allen Alternativen steht im Fernglas-Ratgeber, im Vergleich der Teleskope unter 300 Euro und in der Smart-Teleskop-Übersicht.

Weg 2: Du willst die nächste Finsternis sehen – und zwar total

Wer am 12. August 90 Prozent Bedeckung erlebt hat, hat den entscheidenden Moment trotzdem nicht gesehen. Zwischen 99 und 100 Prozent liegt kein Unterschied im Grad, sondern ein Unterschied in der Art: Erst in der Totalität wird die Korona sichtbar, fallen die Temperatur und die Vögel verstummen. Das ist der Grund, warum Leute dafür reisen.

Die nächste Gelegenheit ist nah: 2. August 2027, total über Südspanien, Nordafrika und Ägypten – mit über sechs Minuten die längste Totalität dieses Jahrhunderts an Land. In Deutschland bleibt es eine partielle Phase am Vormittag. Wer hinreisen will, plant Unterkunft und Standort besser ein Jahr vorher als drei Monate vorher; die Streifen sind schmal und die Hotels darin früh voll.

Für die Planung des eigenen Standorts – Karten der Totalitätszone, Zeiten, Wetterstatistik – nutzen wir den Oculum Verlag Solar Eclipse Atlas (englisch) für 29,90 €. Und der Augenschutz von diesem August funktioniert auch 2027 noch, solange die Folie unbeschädigt ist: eine zertifizierte Brille altert nicht, sie zerkratzt nur.

Unsicher, welcher der beiden Wege deiner ist?
Sechs kurze Fragen, ehrliche Antwort per Mail – ohne Kaufdruck und auch mal mit „lieber nicht".

Welches Teleskop passt zu dir?

Beantworte ein paar kurze Fragen – deine persönliche Teleskop-Empfehlung kommt direkt in dein E-Mail-Postfach. Kostenlos & unverbindlich.

Frage 1 von 6

Tippe einfach auf deine Antwort – es geht automatisch weiter.

Für wen ist das Teleskop?

Was möchtest du in erster Linie beobachten?

Möchtest du durch das Teleskop auch fotografieren?

Möchtest du das Teleskop öfter zu einem anderen Beobachtungsort transportieren?

Wie groß ist dein Budget?

Fast geschafft! Wohin dürfen wir deine Empfehlung schicken?

Wir verwenden deine Angaben ausschließlich, um dir deine persönliche Teleskop-Empfehlung per E-Mail zu senden. Details in der Datenschutzerklärung.

🌠

Super – deine persönliche Teleskop-Empfehlung ist unterwegs zu deinem Postfach!

Keine Mail bekommen? Schau bitte auch im Spam-Ordner nach oder schreib uns an info@sterngucker.de.

Wie viel Prozent der Sonne wird bedeckt?

Die häufigste Zahl, die im Netz kursiert, ist „bis zu 92 Prozent". Für Deutschland stimmt sie nicht. 92,8 Prozent werden am äußersten Südwestrand des deutschsprachigen Raums erreicht, nämlich in Genf.

Innerhalb Deutschlands liegt der Höchstwert bei 90,3 Prozent in Freiburg im Breisgau, der niedrigste bei 83,8 Prozent auf Rügen. Die typische Spanne für die großen Ballungsräume liegt zwischen 85 und 89 Prozent.

Maßstabsgetreue Darstellung der Sonnensichel bei 84,9, 88,3 und 90,5 Prozent Bedeckung während der Sonnenfinsternis am 12. August 2026
So sieht die Sonne im Maximum aus: links Norddeutschland, in der Mitte der Westen, rechts der Südwesten. Maßstabsgetreu berechnet, Grafik: Sterngucker.de.

Wichtig ist dabei ein Punkt, den viele unterschätzen: Der Unterschied zwischen 84 und 90 Prozent ist mit bloßem Auge kaum wahrnehmbar. Die verbleibende Sonnensichel ist in beiden Fällen ein schmaler, extrem heller Streifen. Auch der Helligkeitseindruck der Landschaft ändert sich zwischen Rügen und Freiburg nur wenig.

Es lohnt sich also nicht, für ein paar Prozentpunkte quer durch Deutschland zu fahren – wohl aber, dem klaren Himmel oder einem freien Horizont entgegenzufahren.

Warum überhaupt Prozentangaben? Üblich sind zwei Maße. Die Größe der Finsternis („Magnitude") gibt an, welcher Anteil des Sonnendurchmessers verdeckt ist. Die Bedeckung („Obskuration") gibt den verdeckten Anteil der Sonnenfläche an.

Weil die Sonne eine Scheibe und keine Strecke ist, fällt die Magnitude höher aus als die Bedeckung. Alle Werte in unseren Tabellen sind Flächenwerte, also Obskuration.

Die Sonne steht extrem tief: der wichtigste Tipp

Diese Finsternis unterscheidet sich in einem Punkt von allen anderen der letzten Jahrzehnte: Sie findet praktisch am Horizont statt. Im Maximum steht die Sonne über Deutschland zwischen 1,0 Grad (Passau) und 7,3 Grad (Sylt) hoch.

Zum Vergleich: Die Faust am ausgestreckten Arm deckt rund zehn Grad ab. Höher als eine Faustbreite steht die verfinsterte Sonne nirgendwo.

Die verfinsterte Sonne knapp über dem Horizont mit Skyline-Silhouette und Gradskala für den 12. August 2026
Im Maximum steht die Sonne nur wenige Grad hoch. Ein einzelnes Haus oder eine Baumreihe genügt, um das gesamte Ereignis zu verdecken. Grafik: Sterngucker.de.

🧭 Die Faustregel für den Beobachtungsplatz

Stell dich so, dass du in Richtung Westnordwest mindestens zehn Grad freien Himmel hast – also eine Faustbreite bei ausgestrecktem Arm. Ein Feldweg am Ortsrand, ein Deich, ein Seeufer nach Westen oder eine Anhöhe reichen völlig. Ein Balkon mit Nachbarhaus gegenüber reicht nicht.

Den richtigen Standort finden: freie Sicht nach Westen

Der beste Beobachtungsplatz für eine tief stehende Sonne ist nicht der dunkelste, sondern der flachste – das galt am 12. August und gilt für jede Abendfinsternis wieder. Bewährt haben sich Seeufer mit Blick über das Wasser nach Westen, Deiche und Küstenabschnitte an Nord- und Ostsee, Feldränder außerhalb geschlossener Bebauung, Weinberge und Hanglagen mit Westexposition sowie Aussichtstürme und Parkdecks.

In den Alpen und in Mittelgebirgstälern ist Vorsicht geboten: Dort kann die Sonne lokal schon lange vor dem rechnerischen Untergang hinter einem Bergrücken verschwinden.

Ein praktischer Test lässt sich immer vorher machen: Stell dich einige Tage vor dem Termin zur gleichen Uhrzeit an den geplanten Platz. Die Sonne steht dann fast an derselben Stelle wie am Finsternistag. Was du dann siehst, siehst du auch am Finsternisabend – nur eben als Sichel.

In Österreich und der Schweiz: Wien und Graz im Nachteil

Für Österreich und die Schweiz gelten dieselben Grundzahlen, aber mit einem bemerkenswerten Sonderfall im Osten Österreichs.

StadtBeginnMaximumBedeckungSonnenhöhe im Max.Sonnenuntergang
Wien19:22 Uhr20:13 Uhr87,3 %-0,9°20:13 Uhr
Salzburg19:23 Uhr20:15 Uhr88,6 %0,7°20:25 Uhr
Graz19:24 Uhr20:15 Uhr88,7 %-1,0°20:14 Uhr
Innsbruck19:24 Uhr20:17 Uhr89,7 %1,4°20:31 Uhr
Zürich19:24 Uhr20:18 Uhr90,6 %3,1°20:42 Uhr
Basel19:24 Uhr20:18 Uhr90,8 %3,8°20:47 Uhr
Bern19:25 Uhr20:19 Uhr91,4 %3,5°20:46 Uhr
Genf19:26 Uhr20:20 Uhr92,8 %3,9°20:49 Uhr
Linz19:22 Uhr20:14 Uhr87,8 %0,4°20:22 Uhr
Klagenfurt19:25 Uhr20:17 Uhr89,5 %-0,7°20:17 Uhr
St. Gallen19:24 Uhr20:17 Uhr90,3 %2,6°20:39 Uhr
Luzern19:25 Uhr20:18 Uhr91,1 %3,0°20:42 Uhr
Lausanne19:26 Uhr20:19 Uhr92,3 %3,8°20:48 Uhr
Lugano19:26 Uhr20:19 Uhr91,9 %2,1°20:37 Uhr
Örtliche Umstände für Österreich und die Schweiz, alle Zeiten in MESZ. Eigene Berechnung, Sterngucker.de.

🌇 In Wien und Graz endet die Finsternis am Horizont

In Wien und Graz geht die Sonne unter, bevor das rechnerische Maximum erreicht ist. Beobachtbar sind dort also rund 87 bis 88 Prozent Bedeckung – und zwar exakt im Moment des Sonnenuntergangs. Das ist einerseits schade, andererseits das fotogenste Szenario überhaupt: eine schmale Sonnensichel, die direkt in den Horizontdunst eintaucht. Wer in Wien oder Graz wohnt und das volle Maximum sehen will, fährt am besten ein Stück nach Westen – in Salzburg steht die Sonne im Maximum noch 0,7 Grad hoch, in Innsbruck 1,4 Grad.

Die Schweiz ist der Gewinner des deutschsprachigen Raums: In Genf werden 92,8 Prozent erreicht, in Bern 91,4, in Basel 90,8 und in Zürich 90,6 Prozent. Dazu kommt in den Alpentälern die realistische Chance auf klare Sicht – vorausgesetzt, der Westhorizont ist frei.

Wo die Finsternis total wird: Island, Spanien, Mallorca

Der Kernschatten des Mondes berührt die Erde zuerst in der Arktis, zieht über Grönland und den Westen Islands, überquert den Atlantik und trifft am Abend auf Nordspanien und die Balearen. Nur innerhalb dieses schmalen Streifens wird die Sonne vollständig bedeckt, nur dort wird die Korona sichtbar. Für Spanien ist es die erste totale Sonnenfinsternis seit 1905.

OrtLandDauer der TotalitätSonnenhöhe
ÍsafjörðurIslandrund 1 min 30 sca. 24°
Ólafsvík (Snæfellsnes)Islandrund 2 min 03 sca. 24°
ReykjavíkIslandrund 59 sca. 25°
KeflavíkIslandrund 1 min 39 sca. 25°
A CoruñaSpanienrund 1 min 16 sca. 10°
OviedoSpanienrund 1 min 48 sca. 8°
BilbaoSpanienrund 29 sca. 6°
ZaragozaSpanienrund 1 min 24 sca. 5°
ValenciaSpanienrund 1 min 00 sca. 3°
Palma de MallorcaSpanienrund 1 min 36 sca. 3°
Auswahl von Orten in der Totalitätszone. Die maximale Dauer der Totalität beträgt bei dieser Finsternis 2 Minuten 18 Sekunden und wird über dem Nordatlantik erreicht.

Wer die Reise erwägt, sollte zwei Dinge wissen. Erstens ist die Sonnenhöhe in Spanien noch niedriger als bei uns – an der Nordküste steht sie während der Totalität unter zehn Grad, über den Balearen nur rund drei Grad. Ein freier Westhorizont ist dort also genauso Pflicht.

Zweitens sind Unterkünfte entlang der Totalitätszone seit Monaten weitgehend ausgebucht; wer noch etwas findet, zahlt Höchstpreise. Island bietet zwar die höhere Sonne, dafür aber im August eine deutlich unsicherere Wetterlage.

Und dann ist da noch das Timing: Nur ein Jahr später, am 2. August 2027, zieht eine wesentlich längere totale Finsternis (bis zu 6 Minuten 23 Sekunden) über Südspanien, Nordafrika und Ägypten – bei hochstehender Sonne und zuverlässigerem Wetter. Wer nur einmal reisen will, ist mit 2027 fast besser bedient.

Die Augen schützen: der wichtigste Teil der Vorbereitung

Auch eine zu 90 Prozent bedeckte Sonne ist noch tausendfach zu hell für das ungeschützte Auge. Die verbleibende Sichel strahlt weiter mit voller Flächenhelligkeit; nur ihre Fläche ist kleiner. Der entscheidende Punkt: Die Netzhaut besitzt keine Schmerzrezeptoren. Eine Schädigung tut nicht weh und fällt oft erst Stunden später auf – dann ist sie irreversibel.

Erschwerend kommt die tiefstehende Sonne hinzu. Der Dunst am Horizont dämpft die Helligkeit so weit, dass der direkte Blick angenehm wirkt. Das ist eine Falle: Der Dunst filtert vor allem sichtbares Licht, das schädigende Infrarot dringt weiterhin durch. Gerade bei Horizontfinsternissen kommt es deshalb überdurchschnittlich häufig zu Netzhautschäden.

Nach der Finsternis gilt weiter: In die Sonne schaut man ausnahmslos mit zertifiziertem Filter nach ISO 12312-2. Die Regeln unten sind nicht an den 12. August gebunden – sie gelten für jeden Blick zur Sonne, für Sonnenflecken genauso wie für die nächste Finsternis.

Wer die Finsternis verpasst hat oder gleich weitermachen will: Die Omegon Sonnenfinsternis-Brille Sofi Solar Safe ist wieder regulär lieferbar und bleibt jahrelang brauchbar – für Sonnenflecken, für die partielle Phase am 2. August 2027 und für jede Finsternis danach. Eine alte Brille von 1999 oder 2015 vorher gegen eine helle Lampe halten und auf Löcher und Kratzer prüfen; im Zweifel entsorgen.

Lieferbar – gültig für Sonnenflecken und 2027: Omegon Sonnenfinsternis-Brille Sofi Solar Safe

Omegon Sonnenfinsternis-Brille Sofi Solar Safe

Zertifiziert nach ISO 12312-2 – die einzige sichere Art, mit bloßem Auge in die verfinsterte Sonne zu schauen. Für wenige Euro gibt es keinen Grund zu improvisieren; am besten gleich mehrere für die ganze Familie.

Preis: 5 €

Auf Lager · versandfertig in 24 h

Verfügbarkeit prüfen* →

Deine Ausrüstung muss übrigens nicht bis 2027 in der Schublade warten: Mit Brille, Folie oder Teleskopfilter kannst du das ganze Jahr über Sonnenflecken verfolgen. Wie das sicher geht und welcher Filter zu welchem Gerät passt, zeigt unser Ratgeber Sonne sicher beobachten.

Was auf keinen Fall funktioniert

  • Sonnenbrillen, auch mehrere übereinander – sie filtern einen Bruchteil dessen, was nötig wäre
  • Rußgeschwärztes Glas, belichtete Filme, Röntgenbilder – die Klassiker aus Großmutters Zeiten, alle unsicher im Infraroten
  • CDs, DVDs und Rettungsdecken – sie dämpfen unregelmäßig und lassen IR-Strahlung durch
  • Schweißerglas unter Schutzstufe 14 – nur Stufe 14 oder höher ist sicher, gängig im Handel ist Stufe 9 bis 11
  • Beschädigte Sofi-Brillen – jede Brille vor Gebrauch gegen eine helle Lampe halten; wer Löcher, Kratzer oder Lichtpunkte sieht, entsorgt sie
  • Der Blick durch Fernglas oder Teleskop mit Sofi-Brille auf der Nase – die gebündelte Energie zerstört die Folie in Sekundenbruchteilen

Fernglas und Teleskop: nur mit Filter vor dem Objektiv

Optische Geräte brauchen einen Filter vor der Öffnung, niemals dahinter. Am günstigsten und optisch am besten ist zertifizierte Sonnenfilterfolie, aus der man sich in einer halben Stunde eine passende Fassung aus Pappe baut. Eine Folienpackung reicht für Teleskop, Fernglas und Kameraobjektiv gleichzeitig – und lässt sich danach das ganze Jahr über für die Beobachtung von Sonnenflecken weiterverwenden.

Lieferbar: Baader AstroSolar Safety Folie OD 5.0 (20x29 cm)

Baader AstroSolar Safety Folie OD 5.0 (20x29 cm)

Die Standardfolie für sichere Sonnenbeobachtung: OD 5.0 lässt nur 1/100.000 des Lichts durch. Zuschneiden, aufkleben – und Sonnenflecken werden gestochen scharf sichtbar.

Preis: 40 €

Auf Lager · versandfertig in 24 h

Verfügbarkeit prüfen* →

Ein Hinweis noch zu sogenannten Okularsonnenfiltern, die es gelegentlich billig zu kaufen gibt: Diese Filter sitzen hinter der gesamten gesammelten Sonnenenergie und können unter Hitze platzen. Sie gelten seit Jahrzehnten als gefährlich und gehören in den Müll, nicht ans Teleskop. Mehr zu geeigneten Filtertypen steht in unserer Übersicht zu Teleskopfiltern.

Die Finsternis fotografieren

Weil die Sonne so tief stand, war der 12. August fotografisch einer der dankbarsten Abende des Jahrzehnts – und dieselben Regeln gelten für die nächste Finsternis am 2. August 2027. Die verfinsterte Sonne ließ sich mit Landschaftselementen kombinieren – Kirchturm, Windrad, Bergkamm, Segelboot. Genau diese Bilder gehen nach jeder Finsternis um die Welt, nicht die Nahaufnahmen der Sichel.

Mit dem Smartphone

Halte eine Sofi-Brille direkt vor die Linse und tippe zum Fokussieren auf die Sonne. Danach die Belichtung von Hand nach unten ziehen, bis nur noch die Sichel im Bild bleibt. Der Telebereich moderner Handys reicht, um die Sichelform klar zu zeigen.

Für das Landschaftsbild gilt das Gegenteil: Weitwinkel, ohne Filter, kurz nach dem Maximum – dann ist der Himmel bereits stimmungsvoll gefärbt.

Mit Kamera und Teleskop

An der Systemkamera braucht das Objektiv einen Folienfilter vor der Frontlinse. Bewährter Startpunkt sind ISO 100, Blende 8 und 1/500 Sekunde bei 300 Millimeter Brennweite; danach nach Histogramm korrigieren. Wichtig: Ohne Filter darf man auch nicht durch den optischen Sucher schauen.

Wer ein Smart-Teleskop besitzt, hat es am einfachsten – Modelle wie das Seestar S30 Pro bringen einen magnetischen Sonnenfilter mit und fotografieren den Verlauf automatisch. Das DWARF 3 Smart-Teleskop hat den Filter ebenfalls ab Werk dabei. Die Grundlagen dazu stehen in unserem Ratgeber zur Astrofotografie.

Was in der Landschaft passiert

Bei 90 Prozent Bedeckung wird es nicht dunkel wie nachts – das ist der häufigste Irrtum. Unser Auge gleicht Helligkeitsunterschiede so gut aus, dass die verbleibenden zehn Prozent Sonnenlicht immer noch für einen Eindruck wie an einem bedeckten Tag reichen. Trotzdem verändert sich die Umgebung deutlich, und zwar auf eine Art, die man nicht sofort einordnen kann.

  • Das Licht wird metallisch: Weil die verbleibende Sichel eine schmale Lichtquelle ist, werden Schatten ungewöhnlich scharf und kantig
  • Die Temperatur sinkt spürbar um zwei bis vier Grad – bei tief stehender Sonne fühlt sich das noch stärker an
  • Der Wind flaut ab oder dreht, weil die Thermik zusammenbricht
  • Vögel verstummen und suchen ihre Schlafplätze auf; Schwalben und Mauersegler verschwinden, Amseln beginnen mit dem Abendgesang
  • Bäume werfen Sichelbilder: Die Lücken im Blattwerk wirken als Lochkameras und projizieren Hunderte kleine Sonnensicheln auf den Boden – das schönste Motiv des Abends und völlig gefahrlos zu betrachten

Dieser Lochkamera-Effekt funktioniert übrigens auch mit einem Küchensieb oder einem Blatt Pappe mit Nadelloch – wie du daraus eine Lochkamera für die Sonnenfinsternis bastelst, zeigt unsere Anleitung. Für Kinder ist das der sicherste und zugleich eindrucksvollste Zugang zu einer Sonnenfinsternis: Man schaut nicht in die Sonne, sondern auf den Boden.

Dieselbe Nacht: die Perseiden bei Neumond

Der 12. August 2026 war nicht nur der Finsternistag, sondern auch die Nacht des Perseiden-Maximums. Weil eine Sonnenfinsternis definitionsgemäß bei Neumond stattfindet, war der Himmel danach vollkommen mondlos. Diese Kombination – tiefe partielle Finsternis am Abend, Perseiden-Maximum bei Neumond in derselben Nacht – gibt es rechnerisch nur alle paar Jahrzehnte.

Der Perseiden-Strom ist damit nicht vorbei: Bis etwa zum 24. August fallen weiterhin Sternschnuppen, wenn auch mit sinkender Rate. Blickrichtung Nordosten, ab etwa 23 Uhr – unter dunklem Landhimmel sind in den Nächten nach dem Maximum noch 10 bis 30 Meteore pro Stunde drin.

Für die Sternschnuppen selbst braucht man weder Teleskop noch Fernglas – nur eine Decke, warme Kleidung und Geduld. Wer in den Pausen zwischen zwei Meteoren die Milchstraße absuchen will, hat mit einem lichtstarken Fernglas wie dem Celestron UpClose G2 10x50 Porro (62 €) allerdings echten Mehrwert – und ein Gerät, das weit über diese Nächte hinaus im Einsatz bleibt.

➜ Den kompletten Plan für die Nacht – Uhrzeiten, Blickrichtung, Standortwahl – findest du im Perseiden-Special. Alles Weitere steht im Sternschnuppen-Kalender und in der Übersicht zum Sternenhimmel im August.

Ausrüstung im Überblick

Für eine Sonnenfinsternis braucht man exakt ein Teil: eine zertifizierte Brille. Alles andere ist Komfort – oder dient der Weiterverwendung, wenn die Finsternis vorbei ist.

ProduktWofürPreis
Omegon Sonnenfinsternis-Brille Sofi Solar Safe⭐ Ohne die geht nichtsDie Pflichtausrüstung für jeden Blick zur Sonne – lieferbar, und über die Finsternis hinaus nutzbar: Sonnenflecken und die partielle Phase am 2. August 20275 €
Baader AstroSolar Safety Folie OD 5.0 (20x29 cm)Selbstbaufilter für Teleskop, Fernglas und Kameraobjektiv (20 × 29 cm) – lieferbar40 €
Oculum Verlag Solar Eclipse Atlas (englisch)Kartenwerk aller Sonnenfinsternisse bis 2100 – für alle, die nach dem 12. August direkt die totale Finsternis am 2. August 2027 planen. Nur auf Englisch, dafür lieferbar29,90 €
Omegon Sofi-Brille Solar Safe DeluxeKomfortversion mit stabiler Fassung statt Pappbügeln – lieferbar40 €
Lunt Sunocular 6×30 OD5Sonnenfernglas mit fest verbautem Filter – lieferbar69 €
Celestron EclipSmart 10×42Mehr Vergrößerung für Sonnenflecken – und rechtzeitig da für die totale Finsternis am 2. August 2027119 €
Preise werden täglich automatisch abgeglichen. Sofi-Brillen und Filterfolien sind bei Astroshop wieder regulär lieferbar – vor der nächsten Finsternis waren sie wochenlang ausverkauft, wer 2027 dabei sein will, kauft besser früh. Die Links mit Sternchen sind Partnerlinks – für dich ändert sich am Preis nichts.

Wer nur den einen Abend abdecken will, kommt mit der Brille für rund fünf Euro aus – das ist keine Frage des Budgets, sondern eine Frage von zehn Minuten Vorbereitung.

Und falls du keine Brille mehr bekommen hast: Das nächste Himmelsschauspiel braucht gar keine. Am 4. Oktober 2026 steht Saturn in Opposition und ist die ganze Nacht zu sehen – wie und womit, steht im Saturn-Guide. Die Mondfinsternis vom 28. August 2026 kannst du im Rückblick nachlesen. Und damit du solche Termine künftig rechtzeitig auf dem Schirm hast:

Was am Himmel los ist – etwa einmal im Monat

Die besten Beobachtungstermine, verständlich erklärt, dazu ehrliche Kaufberatung ohne Werbesprech. Kostenlos, jederzeit abbestellbar.

Du bekommst gleich eine Bestätigungsmail. Deine Adresse bleibt bei uns – keine Weitergabe, keine Werbung Dritter.

Um wie viel Uhr war die Sonnenfinsternis 2026?

Die partielle Sonnenfinsternis am 12. August 2026 begann in Deutschland zwischen 19:11 und 19:24 Uhr MESZ, ihr Maximum lag zwischen 20:05 und 20:17 Uhr. Je weiter westlich der Ort, desto früher – der Unterschied zwischen Aachen und Dresden beträgt rund 13 Minuten.

Das Ende der Finsternis hat in Deutschland niemand gesehen: Die Sonne ging vorher unter. Die genauen Zeiten für 70 Städte stehen in der Tabelle weiter oben.

Um wie viel Uhr ist die nächste Sonnenfinsternis?

Am 2. August 2027, in Deutschland am späten Vormittag. Sie fällt hier allerdings deutlich schwächer aus als 2026 – total wird sie über Südspanien, Nordafrika und Ägypten. Die Zeiten für die einzelnen Städte sind inzwischen gerechnet: Beginn, Maximum, Ende und Bedeckungsgrad stehen auf unserer Seite zur Sonnenfinsternis am 2. August 2027.

Häufige Fragen zur Sonnenfinsternis 2026

Wann ist die Sonnenfinsternis 2026 in Deutschland?

Sie fand am Mittwoch, dem 12. August 2026, am frühen Abend statt. Der Beginn lag je nach Standort zwischen 19:11 Uhr (Flensburg, Sylt) und 19:24 Uhr (Garmisch-Partenkirchen, Konstanz), das Maximum zwischen 20:05 und 20:17 Uhr MESZ. Danach ging die noch teilverfinsterte Sonne unter.

Wie viel Prozent der Sonne wurde in Deutschland bedeckt?

Zwischen 83,8 Prozent auf Rügen und 90,3 Prozent in Freiburg im Breisgau. Berlin und Hamburg lagen bei rund 85 Prozent, Köln und Frankfurt bei gut 88, München bei 88,8 Prozent. Die verbreitete Angabe „bis zu 92 Prozent" galt nicht für Deutschland, sondern erst für Genf.

Wo war die Sonnenfinsternis 2026 total?

Der Kernschatten überquerte Grönland, den Westen Islands, den Nordatlantik, Nordspanien und die Balearen. Total war die Finsternis unter anderem in Reykjavík, A Coruña, Oviedo, Zaragoza, Valencia und auf Mallorca. Die maximale Dauer der Totalität betrug 2 Minuten 18 Sekunden über dem Atlantik.

Konnte man die Sonnenfinsternis 2026 in Österreich sehen?

Ja, in ganz Österreich – allerdings mit einem Haken im Osten. In Wien und Graz ging die Sonne unter, bevor das Maximum erreicht war; sichtbar waren dort rund 87 bis 88 Prozent Bedeckung direkt am Horizont. In Salzburg (88,6 Prozent) und Innsbruck (89,7 Prozent) stand die Sonne im Maximum noch knapp über dem Horizont.

Wie lange dauerte die Sonnenfinsternis am 12. August 2026?

Vom ersten bis zum letzten Kontakt dauerte sie an einem festen Ort rund eine Stunde und 45 Minuten – in Berlin von 19:15 bis 20:58 Uhr, in Freiburg von 19:23 bis 21:08 Uhr. Sichtbar war davon in Deutschland aber nur der erste Teil: je nach Ort 75 bis 100 Minuten, dann ging die Sonne unter. Die Phase mit deutlich erkennbarer Sichel umfasste etwa 40 Minuten rund um das Maximum.

Wo bekommt man eine Sonnenfinsternis-Brille?

Im Astronomie-Fachhandel, in Volkssternwarten und bei einigen Optikern. Achte auf die Kennzeichnung ISO 12312-2 und ein CE-Zeichen auf dem Bügel. Zertifizierte Brillen kosten wenige Euro. Wichtig ist der Zeitpunkt: Vor der Finsternis am 12. August 2026 waren Brillen und Filterfolien wochenlang ausverkauft und kamen erst kurz vor dem Termin zurück – wer beim nächsten Mal dabei sein will, kauft Wochen vorher statt Tage. Aktuell sind beide wieder regulär lieferbar.

Kann man eine Sonnenfinsternisbrille selber machen?

Aus zertifizierter Sonnenfilterfolie ja, aus allem anderen nein. Baader AstroSolar mit optischer Dichte 5.0 ist für den direkten Blick zugelassen und lässt sich auf Pappe kleben. Alle Hausmittel – Ruß, belichteter Film, Rettungsdecke, mehrere Sonnenbrillen – sind unsicher, weil sie Infrarotstrahlung durchlassen.

Wurde es während der Sonnenfinsternis dunkel?

Nicht wirklich. Bei 90 Prozent Bedeckung entspricht die Helligkeit etwa einem stark bewölkten Tag. Weil die Sonne ohnehin kurz vor dem Untergang stand, überlagerte sich der Effekt mit der normalen Abenddämmerung. Auffälliger als die Dunkelheit waren das metallische Licht, die scharfen Schatten und der Temperaturabfall.

Wann ist die nächste Sonnenfinsternis in Deutschland?

Schon am 2. August 2027 folgt die nächste partielle Finsternis, die in Deutschland allerdings deutlich schwächer ausfällt; total wird sie über Südspanien, Nordafrika und Ägypten. Eine totale Sonnenfinsternis ist von Deutschland aus erst wieder am 3. September 2081 zu sehen.

* Affiliate-Link: Wenn du über diesen Link bestellst, erhalten wir eine kleine Provision von Astroshop. Der Preis ändert sich für dich nicht.

Berechnungsgrundlage: JPL-Ephemeriden DE440s, topozentrische Positionen von Sonne und Mond für den jeweiligen Stadtmittelpunkt auf Meereshöhe. Die Bedeckung ist als Flächenanteil angegeben. Alle Zeiten in MESZ; je nach Höhenlage und Standort innerhalb einer Stadt kann der Sonnenuntergang um ein bis zwei Minuten abweichen.