Der Sternenhimmel im Dezember 2026: Geminiden, Winterhimmel & Weihnachtsvollmond

Von · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 22. September 2026

Der Dezember 2026 bietet die längsten Nächte des Jahres – und füllt sie ordentlich: Die Geminiden, der stärkste Sternschnuppen-Strom überhaupt, erreichen ihr Maximum unter guten Mondbedingungen, der prächtige Winterhimmel mit Orion übernimmt die Bühne, und am Morgenhimmel sammeln sich Jupiter, Mars und Venus.

Dein Monats-Überblick – inklusive der Frage, welches Teleskop unter den Weihnachtsbaum passt und was du damit am ersten Abend anschaust.

Die Geminiden zählst du am besten mit bloßem Auge – ein Teleskop schränkt das Blickfeld nur ein. Für Saturn am frühen Abend und den Winterhimmel um Orion lohnt es sich dagegen wirklich. Was unter den Weihnachtsbaum passt, steht bei den Astronomie-Geschenken (für die Tage bis Heiligabend auch ein Astronomie-Adventskalender), welches Gerät dauerhaft trägt in der Kaufberatung für Planeten-Teleskope.

Das Wichtigste in Kürze

  • 13./14. Dezember: Geminiden-Maximum – bis zu 150 Meteore pro Stunde, und der schmale Mond geht schon am frühen Abend unter. Alle Details: Geminiden-Guide
  • 21. Dezember, gegen 21:50 Uhr: Wintersonnenwende – die längste Nacht des Jahres, danach werden die Tage wieder länger
  • 24. Dezember, 02:28 Uhr: Vollmond – der „Kalte Mond“ und zugleich der hellste Vollmond des Jahres, ausgerechnet an Heiligabend
  • Saturn am frühen Abend: Am 24. Dezember steht er um 18 Uhr rund 39° hoch im Süden – das erste Ziel für ein frisch ausgepacktes Teleskop
  • Winterhimmel in Vollpracht: Orion mit dem Orionnebel, Plejaden, Sirius – die schönsten Beobachtungsobjekte des Jahres
  • Morgenhimmel: Venus als Morgenstern, Jupiter und Mars werden von Woche zu Woche auffälliger – und Merkur verabschiedet sich in der ersten Dezemberwoche
  • Ausblick: Danach übernimmt der Sternenhimmel im Januar 2027 – mit den Quadrantiden und dem Aufmarsch von Jupiter und Mars

Himmelsereignisse im Dezember 2026: der Terminkalender

Alle Termine mit Uhrzeiten in MEZ, berechnet für die Mitte Deutschlands (51,2° N / 10,5° O). Für Orte weiter im Westen verschieben sich Auf- und Untergänge um bis zu 20 Minuten nach hinten, im Osten entsprechend nach vorn.

DatumEreignisWas du davon hast
1. Dezember, 07:08 UhrLetztes ViertelAb jetzt werden die Abende mondfrei – der Auftakt zu zwei dunklen Wochen
1.–7. DezemberLetztes Merkur-Fenster des JahresAm 1. Dezember steht Merkur bei Dämmerungsbeginn noch 7° hoch im Südosten und ist mit −0,5 mag hell; danach sinkt er täglich tiefer
5. Dezember, gegen 06:30 UhrSchmale Mondsichel bei VenusRund 7° Abstand, beide gut 15° hoch über dem Südosthorizont – das Fotomotiv des Monats
9. Dezember, 01:51 UhrNeumondDunkelste Nächte des Monats – perfektes Timing vier Tage vor den Geminiden
Nacht 13./14. DezemberGeminiden-MaximumBis zu 150 Meteore pro Stunde unter Idealbedingungen, der schmale Mond stört nicht mehr
17. Dezember, 06:42 UhrErstes ViertelHalbmond am Abendhimmel – die beste Zeit für Krater im Teleskop
17. Dezember, abendsMond bei SaturnGegen 21 Uhr rund 8° Abstand, beide gut 30° hoch im Süden
21. Dezember, gegen 21:50 UhrWintersonnenwendeDie längste Nacht des Jahres – gut 16 Stunden zwischen Sonnenunter- und -aufgang
21. Dezember, abendsMond bei UranusRund 6° Abstand hoch im Süden – der helle Mond macht Uranus allerdings zur Fernglas-Übung
22./23. DezemberUrsiden-MaximumDer übersehene Strom aus dem Kleinen Bären, rund 10 Meteore pro Stunde – in der langen Nacht trotzdem lohnend
24. Dezember, 02:28 UhrVollmond „Kalter Mond“Der hellste Vollmond des Jahres fällt auf Heiligabend – Deep-Sky ist an diesem Abend chancenlos, der Mond selbst dafür grandios
27. Dezember, morgensMond bei JupiterGegen 06:30 Uhr rund 7° Abstand, beide über 35° hoch – auffällig auch ohne Gebrauchtgerät
28. Dezember, morgensMond bei MarsRund 7° Abstand hoch im Südwesten – Mars ist inzwischen deutlich heller geworden
30. Dezember, 19:59 UhrLetztes ViertelDunkle Abende zum Jahreswechsel
Mondphasen und Planetenpositionen aus eigener Berechnung für 51,2° N / 10,5° O.

Wann wird es im Dezember richtig dunkel?

Der Dezember ist der Monat mit den längsten astronomisch dunklen Nächten des Jahres. Mitte Dezember geht die Sonne in der Mitte Deutschlands gegen 16:10 Uhr unter, und ab etwa 18:15 Uhr ist es vollständig dunkel – astronomische Dämmerung zu Ende, Sonne 18° unter dem Horizont.

Diese Dunkelheit hält bis rund 06:15 Uhr am Morgen: zwölf Stunden am Stück. Zum Vergleich: Im Juni sind es an vielen Orten in Deutschland null.

Praktisch heißt das: Du musst nicht bis Mitternacht aufbleiben. Wer um 18:30 Uhr mit dem Teleskop auf den Balkon geht, hat schon vollen Nachthimmel – das macht den Dezember zum familienfreundlichsten Beobachtungsmonat des Jahres.

Die Geminiden am 13./14. Dezember: die beste Sternschnuppennacht des Jahres

Die Geminiden sind der stärkste Meteorstrom des Jahres – stärker als die Perseiden im August. Das Maximum fällt 2026 auf die Nacht vom 13. auf den 14. Dezember, mit bis zu 150 Meteoren pro Stunde als theoretischem Idealwert (ZHR). Real sichtbar sind unter dunklem Landhimmel 60 bis 100.

Die Mondbedingungen sind gut: Neumond war am 9. Dezember, in der Maximumsnacht steht nur eine schmale zunehmende Sichel am Himmel, die schon am frühen Abend untergeht. Der Radiant bei den Zwillingssternen Castor und Pollux steht ab etwa 20 Uhr hoch genug – anders als im Sommer musst du nicht bis nach Mitternacht warten.

Ein Detail, das die Geminiden besonders macht: Ihr Mutterkörper ist kein Komet, sondern der Asteroid Phaethon. Ihre Meteore sind entsprechend langsam und hell – einzelne sind schon in der Dämmerung zu erwischen.

Was du dafür brauchst: kein Teleskop.

Für Sternschnuppen ist jedes Gerät hinderlich – es verkleinert das Blickfeld genau dann, wenn du möglichst viel Himmel auf einmal sehen willst. Was wirklich hilft: ein Liegestuhl oder eine Isomatte, warme Kleidung für mehrere Stunden bei Minusgraden und ein Platz weg von Straßenlaternen. Wer wissen will, wo es dunkel genug ist, findet die Einordnung unter Lichtverschmutzung und Bortle-Skala.

Alle Termine des Jahres stehen im Sternschnuppen-Kalender.

Die Ursiden um den 22. Dezember

Der zweite Dezember-Strom ist der unbekanntere: Die Ursiden sind vom 17. bis 26. Dezember aktiv, ihr Maximum liegt um den 22./23. Dezember bei rund 10 Meteoren pro Stunde. Ihr Radiant im Kleinen Bären ist von Mitteleuropa aus zirkumpolar, steht also die ganze Nacht über dem Horizont.

2026 stört der fast volle Mond kurz vor Heiligabend erheblich. Wer trotzdem hinausgeht, sucht sich eine Stelle, an der ein Haus oder Baum den Mond verdeckt.

Die Wintersonnenwende am 21. Dezember

Am 21. Dezember 2026 gegen 21:50 Uhr MEZ erreicht die Sonne ihren tiefsten Stand – das ist der astronomische Winteranfang und die längste Nacht des Jahres. In der Mitte Deutschlands liegen zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang rund 16 Stunden.

Danach dreht sich die Entwicklung, aber nicht symmetrisch: Die Abende werden schon ab Mitte Dezember wieder länger hell, während die spätesten Sonnenaufgänge erst Anfang Januar kommen. Grund ist die Zeitgleichung – die Erde läuft im Winter schneller um die Sonne.

Die Mondphasen im Dezember 2026

DatumMondphaseDas bedeutet für dich
1. Dezember, 07:08 UhrLetztes ViertelAbende werden mondfrei
9. Dezember, 01:51 UhrNeumondDunkelste Nächte – perfektes Timing kurz vor den Geminiden
17. Dezember, 06:42 UhrErstes ViertelHalbmond am Abend – die Schattengrenze zeigt Krater am plastischsten
24. Dezember, 02:28 UhrVollmond „Kalter Mond“⭐ Termin des MonatsDer hellste Supermond des Jahres fällt auf Heiligabend. Am Abend des 24. steht er schon hoch – sichtbar voll, obwohl der exakte Zeitpunkt in der Nacht davor lag.
30. Dezember, 19:59 UhrLetztes ViertelDunkle Abende zum Jahreswechsel

Alle Termine: Vollmondkalender · Mondkalender 2026

Die Planeten im Dezember 2026

Der Abendhimmel gehört Saturn und Uranus. Saturn steht bei Einbruch der Dunkelheit hoch im Süden und geht im Lauf des Monats immer früher unter – am 1. Dezember gegen 02:15 Uhr, an Silvester schon kurz nach Mitternacht. Mit 0,7 bis 0,8 mag und rund 18 Bogensekunden Scheibchendurchmesser ist er das dankbarste Teleskopziel des Monats.

Uranus steht nach seiner Opposition vom 26. November die ganze Nacht über dem Horizont und kulminiert vor Mitternacht im Stier. Mit 5,6 mag ist er unter dunklem Himmel gerade noch ohne Hilfsmittel zu erahnen, im Fernglas eindeutig. Neptun steht westlich von Saturn und geht gegen Mitternacht unter.

Der Morgenhimmel gehört den hellen Planeten. Venus glänzt mit −4,4 mag als Morgenstern und steht Anfang Dezember bei Beginn der bürgerlichen Dämmerung rund 24° hoch – ihre beste Morgenstellung dieses Jahres. Am 5. Dezember steht die schmale Mondsichel daneben.

Jupiter verändert im Lauf des Monats seine Rolle: Anfang Dezember geht er erst gegen 22:20 Uhr auf, an Silvester schon um 20:20 Uhr. Er beginnt seine Oppositionsschleife im Löwen, wird auf −2,3 mag heller und wächst auf fast 43 Bogensekunden – der Countdown zur Opposition am 11. Februar 2027 läuft.

Mars holt auf: Er steigt von 0,5 auf −0,1 mag und wächst im Teleskop von 8,0 auf 10,3 Bogensekunden. Seine Opposition folgt am 19. Februar 2027, acht Tage nach der von Jupiter – der Februar 2027 wird der beste Planetenmonat seit Jahren.

Merkur ist nur in der ersten Dezemberwoche zu erwischen. Am 1. Dezember steht er bei Dämmerungsbeginn noch 7° hoch und ist mit −0,5 mag hell genug; bis zum 10. Dezember sinkt er auf unter 3° und verschwindet für den Rest des Monats.

Was heute Abend über deinem Dach steht, zeigt die tagesaktuelle Übersicht Planeten heute sichtbar.

Die Sternbilder im Dezember: Wintersechseck und Orion

Aufsuchkarte: Der Gürtel des Orion zeigt nach links unten zu Sirius und nach rechts oben zu Aldebaran im Stier
Der Gürtel des Orion ist der Wegweiser des Winterhimmels: nach links unten verlängert trifft er Sirius, nach rechts oben Aldebaran und die Plejaden. Eigene Darstellung.

Mitte Dezember geht Orion gegen 17 Uhr auf und steht kurz vor Mitternacht am höchsten – zum ersten Mal im Jahr also zu einer Uhrzeit, zu der man ihn ohne Weckerstellen sehen kann. Sirius, der hellste Stern des Nachthimmels, folgt ihm gegen 20:50 Uhr über den Horizont.

Zusammen mit Rigel, Aldebaran, Capella, Pollux und Prokyon spannt Sirius das Wintersechseck auf – den schönsten Himmelsausschnitt des Jahres. Sechs Sterne der ersten Größenklasse in einem Bild gibt es sonst nie.

Wer Sirius bei geringer Höhe beobachtet, sieht ihn heftig in allen Farben flackern. Das ist keine Eigenschaft des Sterns, sondern Luftunruhe: Sein Licht durchquert dicht über dem Horizont besonders viel Atmosphäre. Weiter oben am Himmel hört der Effekt fast auf.

Die lohnenden Termine liegen oft Monate auseinander – und sind schnell vergessen. Damit dir keiner entgeht:

Wir erinnern dich an das nächste Himmelsereignis

Eine kurze Mail, rechtzeitig vorher – mit Uhrzeiten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich das Aufstehen lohnt.

Du bekommst gleich eine Bestätigungsmail. Deine Adresse bleibt bei uns – keine Weitergabe, keine Werbung Dritter.

Deep-Sky im Dezember: Der Winterhimmel ist da

  • Orionnebel (M42): Das Prunkstück des Winters – schon im Fernglas als leuchtender Nebel unter den drei Gürtelsternen des Orion sichtbar. Im Teleskop ab etwa 100 mm Öffnung zeigen sich die vier Trapezsterne in seinem Zentrum.
  • Plejaden (M45): Das Siebengestirn steht abends hoch – am 24. Dezember um 20 Uhr rund 55° über dem Horizont. Im Fernglas ein Funkeln aus dutzenden Sternen; für ein Teleskop ist der Haufen zu groß.
  • h und χ Persei: Der Doppelsternhaufen steht fast im Zenit – zwei offene Haufen nebeneinander im selben Gesichtsfeld, das schönste Fernglasobjekt des Winters.
  • Andromeda-Galaxie (M31): Am frühen Abend noch hoch im Westen. Sie ist sechsmal so breit wie der Vollmond – auch hier gewinnt das Fernglas gegen das Teleskop.
  • Wintersechseck: Sirius, Rigel, Aldebaran, Capella, Pollux und Prokyon rahmen den schönsten Himmelsausschnitt des Jahres.

Wichtig für die Planung: In der Woche um Heiligabend steht der volle Mond am Himmel und macht jedes lichtschwache Objekt unsichtbar. Die Deep-Sky-Nächte des Monats sind die vom 5. bis 15. Dezember. Eine Übersicht der lohnenden Ziele findest du unter Deep-Sky.

Ein Teleskop unter dem Weihnachtsbaum: was sich wirklich lohnt

Der Dezember ist der Monat, in dem die meisten Teleskope verschenkt werden – und der Monat, in dem die meisten Fehlkäufe passieren. Die drei häufigsten: ein Gerät mit riesiger Vergrößerungsangabe auf dem Karton, ein wackliges Stativ, das jede Berührung in ein Erdbeben verwandelt, und ein Kaufdatum am 22. Dezember.

Die ehrliche Reihenfolge ist umgekehrt: Öffnung und Montierung entscheiden, die Vergrößerung ist nachrangig – sie hängt am Okular und ließe sich jederzeit ändern. Und wer erst kurz vor Weihnachten bestellt, findet die beliebten Einsteigergeräte oft nicht mehr lieferbar; die Lieferzeit steht im Shop bei jedem Modell.

BudgetModellFür wen es passtPreis
bis 20 €Oculum Drehbare Himmelskarte 29 cmDas kleine Geschenk, das wirklich benutzt wird: Datum und Uhrzeit einstellen, hochhalten, Sternbilder finden. Ohne Akku, ohne Display, das die Dunkeladaption zerstört.19,90 €
bis 130 €Omegon AC 70/700 AZ-2Die Einsteiger-Linse ohne Fallstricke: Mond, Saturnringe und Jupitermonde ab dem ersten Abend, keine Justage nötig. Für den, der erst einmal hineinschnuppern will.119 €
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bis 500 €Skywatcher Dobson N 200/1200 Skyliner Classic200 mm Öffnung – das Maximum an Himmel fürs Budget. Für den, der sicher weiß, dass er dabeibleibt: groß, schwer, und dafür auf Jahre nicht auszureizen.479 €
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Die beste Wahl unterm Weihnachtsbaum: Skywatcher Heritage 130/650 FlexTube

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Kompakter Tisch-Dobson mit echtem Parabolspiegel. Faltbar, passt in den Rucksack: Mond, Planeten und die hellen Deep-Sky-Klassiker.

Preis: 265 €

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Warum genau dieses Gerät für den Dezemberhimmel: 130 mm Öffnung reichen für alles, was in diesem Monat oben steht – Saturns Ringe deutlich getrennt, Jupiters Wolkenbänder, die Trapezsterne im Orionnebel.

Die zusammenschiebbare Bauweise macht es leicht genug, dass es auch wirklich mit nach draußen genommen wird. Der häufigste Grund, warum Teleskope ungenutzt bleiben, ist ihr Gewicht.

Das kleine Geschenk mit dem längsten Nutzen: Kosmos Jahrbuch »Was tut sich am Himmel 2027«

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Der kompakte Jahresplaner für 2027: Monat für Monat alle Finsternisse, Planetenstellungen und Sternschnuppen-Nächte – inklusive der totalen Sonnenfinsternis am 2. August 2027. Passt in die Jackentasche und neben jedes Fernglas.

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Wer schon ein Teleskop hat, freut sich über etwas anderes: Das Kosmos-Jahrbuch listet Monat für Monat, was 2027 am Himmel passiert – und 2027 lohnt sich besonders, mit den Oppositionen von Jupiter und Mars im Februar und der totalen Sonnenfinsternis am 2. August. Soll es doch ein zweites, größeres Gerät sein, vergleicht der Ratgeber Teleskope für Fortgeschrittene die Bauarten für Planeten und Fotografie.

Wenn du noch vergleichen willst, statt dich hier festzulegen: Der Ratgeber für Einsteiger-Teleskope geht die Bauarten durch, die Kaufberatung für Kinder-Teleskope nennt die Altersgrenzen ehrlich, und unter Astronomie-Geschenke stehen die Ideen jenseits von Teleskopen – von Büchern bis zum Heimplanetarium.

Und wenn es doch das Teleskop sein soll, aber die Preisfrage offen ist: Was kostet ein Teleskop? ordnet alle Preisklassen ein – inklusive der Grenze, unterhalb derer man besser ein Fernglas kauft.

Das neue Teleskop einweihen: die ersten Ziele an Weihnachten

Ein Detail, das die meisten Geschenkelisten verschweigen: Am Abend des 24. Dezember 2026 steht der hellste Vollmond des Jahres am Himmel. Für Nebel und Galaxien ist das die schlechteste Nacht überhaupt – für ein frisch ausgepacktes Teleskop dagegen fast ideal, weil die drei besten Anfängerziele alle hell sind.

WannZielWas du siehst
ab 18:00 UhrSaturn, rund 39° hoch im SüdenDie Ringe sind ab 60 mm Öffnung zweifelsfrei da – der Moment, in dem die meisten das erste Mal „oh“ sagen
ab 19:00 UhrDer Vollmond im OstenBei Vollmond stehen die Krater ohne Schatten – dafür leuchten die Strahlenkränze um Tycho und Kopernikus. Am 17. und 30. Dezember zeigt der Halbmond die Krater plastischer
ab 20:00 UhrPlejaden, rund 55° hochZu groß für das Teleskop, perfekt für das mitgelieferte Sucherfernrohr oder ein Fernglas – dutzende Sterne auf einmal
ab 21:00 UhrOrion über dem SüdosthorizontDer Orionnebel ist auch bei Vollmond als milchiger Fleck zu erkennen – richtig gut wird er in den mondlosen Nächten Anfang Januar

Ein Rat, der mehr wert ist als jedes Zubehör: Stell das Teleskop eine halbe Stunde vor der ersten Beobachtung nach draußen. Bei zehn Grad Temperaturunterschied schliert die Luft im Tubus so stark, dass selbst ein gutes Gerät unscharf wirkt – und mancher gibt genau deshalb nach dem ersten Abend auf.

Was danach als Nächstes ansteht, steht im Überblick zur Erstausrüstung – und die Antwort ist meistens: ein zweites Okular, nicht ein zweites Teleskop.

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Häufige Fragen zum Dezember-Himmel

Wann sind die Geminiden 2026?

Das Maximum fällt auf die Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 2026 – mit bis zu 150 Meteoren pro Stunde als theoretischem Idealwert. Der Mond stört kaum, weil Neumond am 9. Dezember war. Beobachten kannst du ab etwa 20 Uhr, wenn der Radiant bei Castor und Pollux hoch genug steht. Alle Ströme des Jahres: Sternschnuppen-Kalender.

Wann ist die Wintersonnenwende 2026?

Am 21. Dezember 2026 gegen 21:50 Uhr MEZ – die längste Nacht des Jahres mit rund 16 Stunden zwischen Sonnenunter- und Sonnenaufgang in der Mitte Deutschlands.

Wann ist Vollmond im Dezember 2026?

Am 24. Dezember 2026 um 02:28 Uhr MEZ. Er trägt den Namen „Kalter Mond“ und ist zugleich der hellste Vollmond des ganzen Jahres – am Abend des 24. steht er für das Auge noch vollständig rund am Himmel.

Welche Planeten sieht man an Weihnachten 2026?

Am frühen Abend Saturn, der am 24. Dezember um 18 Uhr rund 39° hoch im Süden steht, dazu Uranus und Neptun als Fernglas- und Teleskopziele. Am Morgenhimmel leuchten Venus, Jupiter und Mars. Merkur ist zu dieser Zeit nicht sichtbar.

Welches Teleskop soll ich zu Weihnachten verschenken?

Für die meisten Einsteiger ist ein Spiegelteleskop mit rund 130 mm Öffnung die beste Wahl – groß genug für Saturnringe und den Orionnebel, klein genug, um wirklich mit nach draußen genommen zu werden. Wichtiger als die Vergrößerungsangabe auf dem Karton sind Öffnung und eine stabile Montierung. Die ausführliche Einordnung steht in der Kaufberatung für Einsteiger.

Welche Sternbilder sieht man im Dezember?

Der Winterhimmel übernimmt: Orion mit seinem Gürtel, Stier mit Aldebaran und den Plejaden, Fuhrmann mit Capella, Zwillinge mit Castor und Pollux, dazu Großer Hund mit Sirius. Am frühen Abend stehen im Westen noch die Herbstbilder Pegasus und Andromeda.

Wann wird es im Dezember dunkel genug zum Beobachten?

Mitte Dezember geht die Sonne gegen 16:10 Uhr unter, vollständig dunkel ist es ab etwa 18:15 Uhr. Die Dunkelheit hält bis gegen 06:15 Uhr – rund zwölf Stunden am Stück und damit die längsten Beobachtungsnächte des Jahres.

➡️ So geht es weiter: Der Sternenhimmel im Januar 2027 – mit den Quadrantiden und dem Aufmarsch von Jupiter und Mars.

⬅️ Der Monat davor: Der Sternenhimmel im November 2026 – mit der Uranus-Opposition, der Begegnung von Mars und Jupiter und den Leoniden.