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Deep Sky im Sternbild Skorpion - Offene Sternhaufen M6 und M7


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Das Sternbild Skorpion gehört zu jenen Sternbildern, die wegen ihrer Lage auf der Ekliptik von Mitteleuropa aus nur teilweise und nicht immer günstig sichtbar sind. Dennoch bieten einige seiner Deep Sky Objekte herrliche Beobachtungsmöglichkeiten schon mit kleinen Teleskopen. Viele der Kugelsternhaufen und offenen Sternhaufen werden wegen ihrer aufschlussreichen Strukturen zu intensiven Forschungen der Großteleskope herangezogen.

»Schmetterlingssternhaufen« Messier 6

Es wird vermutet, dass bereits der griechische Astronom Claudius Ptolemäus das Deep Sky Objekt M 6 auf der Ekliptik beobachtete und beschrieb. Jedoch sind die historischen Aufzeichnungen hierüber nicht sicher. Fest steht, dass der offene Sternhaufen M 6 mit seiner Schmetterlingsform von Jean-Philippe de Chéseaux um 1745 / 1746 im Sternbild Skorpion als nebliges Objekt mit dem Teleskop beobachtet und von Messier 19 Jahre später in seinen Messier-Katalog aufgenommen wurde.

Beobachter des südlichen Sternenhimmels können im Sternbild Skorpion die berühmte Schmetterlingsstruktur des offenen Sternhaufens gut erkennen. Beobachter in Mitteleuropa haben wegen der niedrigen Lage auf der Ekliptik weniger Glück. Im mittleren Teleskop sind viele heiße, blaue Typ B Sterne erkennbar. Der hellste Stern des Deep Sky Objektes M 6 ist ein Oranger Riese, zuzuordnen dem Typ Veränderlicher Sterne.

Südlichstes Messier-Objekt M 7

Während über M 6 und dessen Sichtbarkeit vor der Beobachtung mit dem Teleskop nur Mutmaßungen existieren, ist von M 7 definitiv bekannt, dass Claudius Ptolemäus den offenen Sternhaufen mit bloßem Auge im Sternbild »Skorpion« beobachtete.

Mitteleuropäische Beobachter haben auch bei diesem Deep Sky Objekt nur schwerlich Glück. Es ist das südlichste »neblige Objekt«, das Messier in seinen Katalog aufnahm. Dafür bekommen südliche Beobachter einen prächtigen Sternhaufen auf der Ekliptik zu sehen.

Seinem ersten Beobachter Ptolemäus verdankt der offene Sternhaufen M 7 den historischen Namen »Ptolemaeus-Sternhaufen«. Astronomen schätzen die ca. 80 Sterne nach ihrer chemischen Zusammensetzung als etwa so alt wie unsere Sonne ein. Während man von Mitteleuropa aus ein gutes Teleskop und beste Beobachtungsbedingungen für die Sichtung des tief auf der Ekliptik befindlichen Deep Sky Objektes braucht, kann man vom Süden aus das Objekt im »Sternbild Skorpion« schon mit bloßem Auge erkennen.

(Verfasser: Astronomie | Datum: 15. Juli 2014 | Fehler melden)



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