Von Alexander Merz · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 24. Oktober 2026
Die Perseiden sind der bekannteste Meteorstrom des Jahres: Staub des Kometen 109P/Swift-Tuttle, der jedes Jahr zwischen Mitte Juli und dem 24. August als Sternschnuppen verglüht.
Das nächste Maximum ist am 13. August 2027 vormittags, beobachten lässt es sich in der Nacht vom 12. auf den 13. August 2027. Der Haken ist der Mond, die Lösung: Er geht rechtzeitig unter.

⏳ Countdown zur Perseiden-Nacht 2027
Der Countdown zeigt auf den Abend des 12. August 2027 – die beste Perseiden-Nacht des Jahres beginnt dann, richtig dunkel wird es nach Monduntergang um 1:31 Uhr.
Zeiten und Mondlage ↓Perseiden 2027: Maximum, Mond und Zeitfenster
Aktiv sind die Perseiden jedes Jahr ungefähr vom 17. Juli bis 24. August, die Musik spielt aber in einer guten Woche rund um das Maximum. 2027 fällt es nach dem Kalender der Internationalen Meteor-Organisation (IMO) auf den 13. August zwischen 8 und 10 Uhr Weltzeit – in Deutschland also bei Tageslicht.
| Maximum | 13. August 2027 vormittags, etwa 10 bis 12 Uhr MESZ (bei Tageslicht) |
| Beste Nacht | 12. auf 13. August 2027, zweite Nachthälfte |
| Beste Stunden | 1:31 bis 3:39 Uhr – nach Monduntergang, vor der Dämmerung |
| Mond | 83 % beleuchtet, Untergang 1:31 Uhr; Vollmond am 17. August |
| Dunkelheit | 23:11 bis 3:39 Uhr (astronomische Nacht) |
| Radiant | Sternbild Perseus im Nordosten; um 1 Uhr 40°, um 3 Uhr 54° hoch |
| Aktivität | 17. Juli bis 24. August; ZHR laut IMO 110+ |
| Erwartung | unter dunklem Himmel 40 bis 60 Meteore pro Stunde |
| Ursprung | Staubspur des Kometen 109P/Swift-Tuttle |
Zeiten für die Mitte Deutschlands (51° N, 10° O), Sommerzeit. Maximum, Aktivitätszeitraum und ZHR nach dem Meteor Shower Calendar 2027 der IMO (Knoten bei einer Sonnenlänge von 140,0 bis 140,1°); Mond-, Radianten- und Dämmerungszeiten selbst berechnet (Skyfield, JPL-Ephemeriden DE421).
Eine Besonderheit nennt die IMO für 2027: Die Erde streift einen Teil des Stroms, den Jupiter näher an die Erdbahn gezogen hat. Das könnte die Aktivität um 10 bis 20 Prozent anheben.
Dazu kommen berechnete Begegnungen mit älteren Staubspuren, eine davon am 13. August gegen 1:46 Uhr MESZ – mitten im dunklen Fenster. Solche Vorhersagen sind unsicher, ein Grund mehr, ab Monduntergang draußen zu sein.
Wann sieht man die Perseiden am besten? Die zweite Nachthälfte
Bei Sternschnuppen entscheidet selten die Zahl der Meteore, sondern wie dunkel dein Himmel ist. Ein zu 83 Prozent beleuchteter Mond schluckt die schwachen Meteore – und die schwachen sind die Mehrheit.
2027 trifft es sich trotzdem gut: Der Mond geht um 1:31 Uhr unter, und die Raten steigen in dieser Nacht auf das Maximum am Vormittag zu. Gleichzeitig klettert der Radiant immer höher.
Um 1 Uhr steht er 40 Grad über dem Horizont, um 3 Uhr schon 54 Grad. Je höher der Radiant, desto mehr Meteore – unter dem Horizont liegende Bahnen fallen weg.
Grundsätzlich gilt für die Perseiden jedes Jahr: nach Mitternacht bis zur Morgendämmerung sind die Raten am höchsten. Abends steht der Radiant noch tief im Norden, gegen Morgen dreht die Erde uns frontal in den Staubstrom.
Welche Nacht 2027 gewinnt, entscheidet der Mond. Nur in der Nacht vom 12. auf den 13. August treffen ein früher Monduntergang und die Nähe zum Maximum zusammen.
| Nacht | Mond | Dunkles Fenster | Einschätzung |
|---|---|---|---|
| 11./12. August | 77 %, Untergang 0:36 Uhr | 0:36 bis 3:36 Uhr | Längstes Fenster, aber gut einen Tag vor dem Maximum – spürbar weniger Meteore |
| 12./13. August | 83 %, Untergang 1:31 Uhr | 1:31 bis 3:39 Uhr | ⭐ Beste NachtGut zwei dunkle Stunden kurz vor dem Maximum |
| 13./14. August | 90 %, Untergang 2:36 Uhr | 2:36 bis 3:42 Uhr | Kurz nach dem Maximum, aber nur rund eine dunkle Stunde |
Zeiten für 51° N, 10° O in Sommerzeit; Ende des Fensters = Beginn der astronomischen Morgendämmerung.
Himmelsrichtung: Aus welcher Richtung kommen die Perseiden?
Die Perseiden kommen scheinbar aus dem Nordosten, genauer aus dem Sternbild Perseus, das dem Strom seinen Namen gibt. Dieser Punkt heißt Radiant – von dort aus zeigen alle Spuren weg, wie Schneeflocken bei der Fahrt durchs Schneegestöber.
In Deutschland geht der Perseus nie unter, er steht im August die ganze Nacht über dem Horizont. Abends liegt er tief im Nordnordosten, bis zur Morgendämmerung steigt er hoch in den Nordosten.
| Uhrzeit | Richtung | Höhe |
|---|---|---|
| 22 Uhr | Nordnordost | 24° |
| 0 Uhr | Nordost | 34° |
| 1:30 Uhr (Monduntergang) | Nordost | 44° |
| 3 Uhr | Nordost | 54° |
Hinschauen solltest du trotzdem nicht auf den Radianten. Dort erscheinen die Spuren verkürzt, 40 bis 90 Grad daneben werden sie am längsten.
2027 gilt deshalb: nach 1:31 Uhr steil nach oben oder in Richtung Osten und Süden, wo der Himmel dunkel ist. Vor Monduntergang dreh dem Mond im Südwesten den Rücken zu.
Wie viele Sternschnuppen du wirklich siehst
Die oft genannten 100 Meteore pro Stunde sind ein Laborwert. Die IMO setzt die Zenitrate (ZHR) für 2027 mit 110+ an – sie gilt für einen Radianten im Zenit und einen perfekt dunklen Himmel, den in Deutschland fast niemand hat.
Realistisch sind 2027 unter einem dunklen Landhimmel 40 bis 60 Meteore pro Stunde im besten Fenster. Am Stadtrand bleiben davon 10 bis 20 übrig, in der Innenstadt eine Handvoll.
Das klingt ernüchternd, ist es aber nicht: Auch 15 Sternschnuppen in einer Stunde bedeuten alle vier Minuten eine – und die hellen Perseiden sieht man auch aus der Stadt.
Was sind die Perseiden?
Jedes Jahr im August kreuzt die Erde die Staubspur des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Er wurde 1862 von Lewis Swift und Horace Tuttle unabhängig voneinander entdeckt, braucht rund 133 Jahre für einen Sonnenumlauf und war zuletzt 1992 in Sonnennähe.
Seine meist sandkorngroßen Trümmerteilchen treffen mit rund 59 km/s – über 200.000 km/h – auf die Atmosphäre und verglühen in etwa 80 Kilometern Höhe als helle, schnelle Leuchtspuren. Perspektivisch scheinen alle Bahnen aus dem Sternbild Perseus zu kommen, daher der Name.
Typisch für Perseiden sind kurze, helle Spuren, von denen manche ein sekundenlanges Nachleuchten hinterlassen. Besonders helle Exemplare – Feuerkugeln oder Boliden – sind bei diesem Strom keine Seltenheit.
Im Volksmund heißen die Perseiden „Tränen des Laurentius“, nach dem Gedenktag des Heiligen am 10. August. Und zur Begriffskunde: Solange es leuchtet, ist es ein Meteor; nur was den Erdboden erreicht, wird zum Meteoriten – bei den winzigen Perseiden-Teilchen passiert das praktisch nie.
So beobachtest du richtig
- Dunklen Standort suchen: Je weniger Lichtverschmutzung, desto mehr Meteore – der Unterschied zwischen Stadt und Land ist Faktor drei bis fünf.
- Nach Mitternacht ist Primetime: Dann steht der Radiant im Perseus hoch, und die Erde dreht sich „frontal“ in den Teilchenstrom. 2027 zählt vor allem die Zeit nach Monduntergang um 1:31 Uhr.
- Liegen statt stehen: Isomatte oder Liegestuhl, Blick halbhoch bis senkrecht nach oben – mit dem Kopf im Nacken hält man keine zwei Stunden durch.
- Kein Teleskop nötig: Sternschnuppen sind Weitwinkel-Ereignisse. Das bloße Auge ist das perfekte Instrument.
- Dunkeladaption schützen: 20–30 Minuten ohne helles Licht, Handy in die Tasche (oder Nachtmodus mit Rotfilter). Jeder Blick aufs Display kostet dich Minuten an Empfindlichkeit.
- Warm einpacken: Wer zwei Stunden bewegungslos liegt, friert auch im August bei 15 Grad – Decke, Isomatte, warme Jacke, Thermoskanne.
- Geduld: Meteore kommen in Schüben. Eine Stunde einplanen, nicht nach zehn Minuten aufgeben.
Wo sieht man die Perseiden? Überall in Deutschland
Die Perseiden sieht man auf der ganzen Nordhalbkugel, also auch von jedem Ort in Deutschland. Ein Nord-Süd-Gefälle gibt es kaum: Im Norden endet die Nacht etwas früher, dafür geht der Mond dort eher unter.
| Stadt | Monduntergang | Dunkel bis | Fenster |
|---|---|---|---|
| Hamburg | 1:12 Uhr | 3:10 Uhr | rund 2 Stunden |
| Berlin | 1:06 Uhr | 3:09 Uhr | rund 2 Stunden |
| Köln | 1:44 Uhr | 3:51 Uhr | gut 2 Stunden |
| München | 1:43 Uhr | 3:56 Uhr | gut 2 Stunden |
Viel wichtiger als die Stadt ist der Standort: Jede Straßenlaterne kostet dich mehr Meteore als der Mond. Ideal ist ein Platz mit freiem Blick nach oben, weit weg von Ortschaften.
Die dunkelsten Orte Deutschlands sind die ausgewiesenen Sternenparks, etwa in der Rhön, im Westhavelland oder in der Eifel. Schon ein Feldweg 20 Minuten außerhalb der Stadt bringt aber einen großen Teil des Gewinns.
Auch viele Sternwarten laden in den Perseiden-Nächten zu öffentlichen Beobachtungsabenden ein. Ideal, wenn du Gleichgesinnte oder Einsteiger-Tipps suchst.
Perseiden fotografieren: Einstellungen für 2027
Für Perseiden-Fotos brauchst du eine Kamera mit manuellem Modus, ein Weitwinkelobjektiv und ein stabiles Stativ. Der Trick ist nicht die eine perfekte Aufnahme, sondern Hunderte Bilder am Stück – auf ein paar davon landet ein Meteor.
| Einstellung | Startwert | Warum |
|---|---|---|
| Brennweite | 14 bis 24 mm (Vollformat) | Großes Bildfeld fängt mehr Meteore |
| Blende | offen, f/1,8 bis f/2,8 | Nur helle, schnelle Meteore hinterlassen sonst eine Spur |
| ISO | 1600 bis 3200 | Nach Monduntergang ruhig höher, mit Mond eher 800 |
| Belichtung | 10 bis 20 Sekunden | Länger zieht Sterne zu Strichen und hellt den Himmel auf |
| Intervall | Serie ohne Pause | Jede Lücke zwischen zwei Bildern kann den Meteor kosten |
| Fokus | manuell, per Live-View auf hellen Stern | Der Autofokus findet nachts nichts |
| Format | RAW | Schwache Spuren lassen sich später herausholen |
Richte die Kamera 40 bis 90 Grad neben den Perseus, 2027 nach Monduntergang am besten nach Osten oder steil nach oben. Direkt am Radianten sind die Spuren kurz, weiter weg werden sie lang und fotogen.
Rechne ehrlich mit wenigen Treffern: Auf hundert Bildern sind oft nur eine Handvoll Meteore, dafür viele Satelliten und Flugzeuge. Flugzeuge verraten sich durch eine gestrichelte Spur von den Blinklichtern, Satelliten ziehen über mehrere Bilder hinweg.
Die Grundlagen zu Blende, ISO und der 500er-Regel erklärt unser Ratgeber Sterne fotografieren: die richtigen Einstellungen. Wer die Milchstraße mit aufs Bild holen will, findet die Anleitung unter Milchstraße fotografieren.
Mit dem Handy klappt es nur eingeschränkt: Der Nachtmodus erwischt allenfalls sehr helle Feuerkugeln. Mehr dazu unter Astrofotografie mit dem Smartphone.
Smart-Teleskope eignen sich nicht für Meteore, ihr Bildfeld ist zu klein. Dafür fotografieren sie in derselben Nacht nebenbei Deep-Sky-Objekte, siehe Smart-Teleskop-Vergleich.
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🌠 Praktisch für Sternschnuppen-Nächte
Für die Perseiden selbst brauchst du nichts außer Geduld und einem dunklen Platz. Diese drei Dinge machen die Nacht trotzdem besser – und sie sind über den 13. August hinaus nützlich, bis zu den Geminiden im Dezember.
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Perseiden mit Kindern: Sternschnuppen für die ganze Familie
Die Perseiden sind das familienfreundlichste Himmelsereignis des Jahres: Sommerferien in vielen Bundesländern, laue Nächte, kein Gerät nötig. 2027 ist die beste Nacht die von Donnerstag, 12., auf Freitag, 13. August.
Ehrlich gesagt: Am Abend stört 2027 der helle Mond, die schwachen Meteore gehen unter. Wer mit Kindern um 22:30 Uhr eine halbe Stunde draußen ist, sieht trotzdem einige helle Exemplare – und genau die bleiben in Erinnerung.
Für die große Show nach Monduntergang lohnt sich ein Wecker gegen 1:15 Uhr. Isomatte, Schlafsack, Kakao und eine kleine Aufgabe („Wer zählt zehn zuerst?“) machen die Nacht kindertauglich; die drehbare Sternkarte aus dem Kasten oben zeigt Perseus und das Himmels-W der Kassiopeia.
💡 Geschenk für einen Sternschnuppen-Fan gesucht? Unsere Astronomie-Geschenke-Liste hat Ideen für jedes Budget – ein Teleskop braucht es für Sternschnuppen ausdrücklich nicht, für alles andere am Himmel schon eher.
Rund um die Perseiden: Nachbarströme und Rückblick
Parallel zu den Perseiden laufen jedes Jahr die Kappa-Cygniden mit ihrem Maximum um den 17. August. Ihre Rate ist mit rund drei Meteoren pro Stunde klein, dafür sind sie mit 23 km/s deutlich langsamer (Perseiden: 59 km/s) – 2027 überstrahlt sie allerdings der Vollmond am 17. August.
Alle weiteren Ströme mit Datum, Rate und Mondphase stehen im Sternschnuppen-Kalender. Der stärkste Strom des Jahres sind übrigens die Geminiden im Dezember – nur ist es dann kälter.
Rückblick: die Perseiden 2026
2026 hatten die Perseiden ihr Maximum in der Nacht vom 12. auf den 13. August – bei Neumond, also ohne jedes störende Mondlicht. Am selben Abend gab es über Deutschland außerdem eine tiefe partielle Sonnenfinsternis.
So gute Bedingungen gibt es 2027 nicht: Der Mond ist zu 83 % beleuchtet. Wer 2027 Perseiden sehen will, plant von vornherein die zweite Nachthälfte ein.
Häufige Fragen zu den Perseiden 2027
Wann genau ist das Maximum der Perseiden 2027?
Am Vormittag des 13. August 2027, etwa zwischen 10 und 12 Uhr MESZ – also bei Tageslicht. So gibt es der Kalender der Internationalen Meteor-Organisation (IMO) an: 8 bis 10 Uhr Weltzeit, Sonnenlänge 140,0 bis 140,1 Grad. Beobachten lässt sich deshalb die Nacht davor, in der die Raten bereits auf den Höhepunkt zusteuern.
Stört der Mond 2027?
Bis 1:31 Uhr ja, danach nicht mehr. Er ist zu 83 Prozent beleuchtet, geht aber vor der besten Zeit unter. Damit ist 2027 deutlich günstiger als Jahre, in denen der Vollmond die ganze Nacht am Himmel steht.
Welche Nacht ist besser: 11./12. oder 12./13. August?
Die Nacht vom 12. auf den 13. Der Strom ist zwar mehrere Tage aktiv, aber nur dort fallen die Nähe zum Maximum, ein früher Monduntergang und ein hoch stehender Radiant zusammen. Die Nacht davor ist die zweitbeste Wahl, in der Nacht danach bleibt nach Monduntergang um 2:36 Uhr nur rund eine dunkle Stunde.
Wo muss ich hinschauen?
Nicht zum Radianten. Such dir die dunkelste Stelle deines Himmels, meist steil nach oben, und lass den Blick weit. Die Meteore erscheinen überall, ihre Spuren zeigen nur vom Perseus weg.
In welchem Sternbild liegt der Radiant der Perseiden?
Im Perseus, zwischen Kassiopeia und dem Sternbild Fuhrmann. In der Nacht des Maximums steht er im Nordosten und klettert bis 3 Uhr auf gut 50 Grad Höhe.
Kann man die Perseiden auch in der Stadt sehen?
Ja, aber nur die hellsten. Statt 40 bis 60 Meteoren pro Stunde unter dunklem Landhimmel bleiben in der Innenstadt eine Handvoll. Ein Park ohne Laternen oder ein Feldweg am Stadtrand bringt schnell deutlich mehr.
Welche Kameraeinstellungen brauche ich für Perseiden-Fotos?
Weitwinkel, offene Blende, ISO 1600 bis 3200 und 10 bis 20 Sekunden Belichtung, als Serie ohne Pause. Fokussiere manuell auf einen hellen Stern und fotografiere in RAW.
Brauche ich ein Teleskop oder ein Fernglas?
Nein. Beide zeigen einen zu kleinen Ausschnitt, um Meteore zu erwischen. Das beste Instrument für Sternschnuppen ist das bloße Auge – und eine Liege.
Kann ich die Perseiden auch schon im Juli sehen?
Ja, vereinzelt ab etwa dem 17. Juli – dann kreuzt die Erde die Randbereiche der Staubspur. Die Raten bleiben aber niedrig; richtig los geht es erst in den Augustnächten mit steilem Anstieg zum Maximum.
Was ist der Unterschied zwischen Meteor, Meteorit und Sternschnuppe?
Sternschnuppe und Meteor bezeichnen dasselbe: die Leuchtspur eines verglühenden Teilchens. Ein Meteorit ist der seltene Fall, dass ein Brocken den Erdboden erreicht – bei den Perseiden kommt das praktisch nicht vor. „Meteoritenschauer“ ist also streng genommen falsch.
Was war mit den Perseiden 2026?
Die hatten ihr Maximum am 12./13. August 2026 bei Neumond – die bestmögliche Konstellation, am selben Abend kam eine partielle Sonnenfinsternis dazu. Der Rückblick steht weiter oben auf dieser Seite.
Was wünsche ich mir denn?
Das bleibt dein Geheimnis – aber nach Monduntergang darfst du 2027 großzügig sein.
Fazit
Die Perseiden 2027 verlangen etwas Planung: Die beste Zeit ist die Nacht vom 12. auf den 13. August zwischen 1:31 und 3:39 Uhr, nach Monduntergang und kurz vor dem Maximum. Mehr als einen dunklen Platz, eine Decke und einen Wecker brauchst du dafür nicht.
Und wenn dich die Nacht gepackt hat: Der ehrliche Weg zum eigenen Gerät beginnt mit einem Fernglas wie dem aus dem Kasten oben – erst danach lohnt ein Teleskop. Welche Einsteigergeräte ihr Geld wert sind, zeigt der Vergleich der Teleskope unter 300 Euro; wer lieber fotografiert, schaut in die Smart-Teleskop-Übersicht, und die Grundlagen stehen im Fernglas-Ratgeber.
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