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Foto: Winfried Berberich

Beobachtungen am Skywatcher 120/600


5/10
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Seit gut einem Jahr besitze ich nun diesen als "Farbwerfer" bezeichneten kurzen Fraunhofer Refraktor.
Ein Richfielder, also ein "Weitfeldbeobachter".So die offizielle Bezeichnung für solche Geräte. In den Astronomieforen wird weidlich darüber gestritten - Über Sinn und Unsinn solcher Geräte.

Machen wir es uns einfach: es ist ein Zweit- oder Drittgerät, keinesfalls ein Erstgerät oder gar Hauptgerät.
Dazu ist der Farbfehler dieses Skywatchers zu dominant. - Aber nicht in allen Bereichen, und genau dies macht dieses recht preiswerte Gerät als Zweitgerät interessant: Bis zu einer Vergrößerung von ca. 60-fach ist dieser Gerätetyp durchaus brauchbar. Besser als (fast) jedes Großfernglas, da mit austauschbaren Okularen versehbar und mit 120mm Öffnung groß genug auch für etwas lichtschwächere Galaxien macht es durchaus seinen Sinn, sich näher mit ihm zu beschäftigen.
Ich verwende dieses Gerät zweifach: als großen Sucher an meinem dicken Dobson, ausgestattet mit dem 31mm Nagler in 2" und 19x Vergrößerung.
Oder, mit dem 0-III Filter bestückt, für Nebel wie ngc7000 und Cirrus und andere. Hier spielt es seine uneingeschränkten Stärken aus: ein scharfes Bild zu billigstem Preis bei geringer Vergrößerung. Die kann man pushen bis ca. 60x, dann wird es für den einen unbefriedigend, für den anderen schon grässlich. Aber für alles dazwischen: genial, zudem es keine große und schwere Montierung benötigt.
Ich werde dieses Gerät niemals wieder hergeben (hm, vielleicht doch, gegen einen 150/750mm, ansich fast das gleiche, nur etwas größer...)

Nachtrag Juni 2011:
Nun habe ich den OAZ ausgetauscht, der Rack&Pinion Auszug, der sehr stark wackelte, wurde durch einen Baader Crayford ausgetauscht. Im Ergebnis bedeutet dies nun, daß ich bis fast 100x vergrößern kann und sich der Farbsaum dank weniger Verkippung auch hier noch in Grenzen hält. Praktisch auch die 1:10 Untersetzung.

(Verfasser: Winfried Berberich | Datum: 01. Oktober 2010 | Fehler melden)



Kommentare 

Am 30.10.2011 15:08:11 schrieb Winfried Berberich:

Nachsatz vom 30.10.2011

Zwischenzeitlich habe ich den OAZ gegen einen Baader Steeltrack in 2" ausgetauscht. Ich hatte es zuvor nicht geglaubt: er läßt sich nun bis auf fast 120x vergrößern, da der (bescheidene) Auszug nun weg ist und der neue nicht mehr verkippt. Eine Investition, die zwar teurer war als der Refraktor selbst, die sich aber gelohnt hat!

Beste Grüße
Winfried

Am 03.12.2011 19:18:06 schrieb rules40:

Man sollte, aufgrund des niedrigen Preises, den Sky nicht gleich vorverurteilen. Einige, meist selbsternannte, "Fachleute" und überzeugte Apojünger, würden sich über die optische Leistungsfähigkeit des 120/600 wundern. Da ich selber einen kleinen Apo (TS Triple Apo 80/480 und noch nen Sky ED 80/600)mein Eigen nennen darf, und auch den 120/600 habe, weiß ich halbwegs wovon ich rede. Mit meinem Hyperion 13mm stellt du keinen großen Unterschied zwischen dem 120 (plus 2" Gelbfilter) und dem 80/480 fest. Genau wie Winfried, möchte ich meinen Skywatcher 120/600 nicht mehr missen.
Gruss Alexander


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