Wie groß ist die Erde? Durchmesser, Umfang & Vergleiche

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Bild: NASA

Von · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 5. Oktober 2026

Kurz gesagt: Die Erde hat einen mittleren Durchmesser von 12.742 km (am Äquator 12.756 km, von Pol zu Pol 12.714 km). Der Erdumfang beträgt am Äquator 40.075 km, über die Pole gemessen 40.008 km. In die Sonne würde sie rund 1,3 Millionen Mal hineinpassen.

Größenvergleiche wie diese sind meist Schulstoff – und die nächste Frage lautet fast immer, ob man das auch selbst sehen kann. Jupiter und Saturn zeigen schon kleine Geräte als Scheibchen mit Monden; welche davon für Kinder taugen und welche nur Frust machen, steht in der Kaufberatung für Kinderteleskope.

Mehr dazu im Überblick: Astronomie-Wissen.

Die Erde in Zahlen

Der Erddurchmesser beträgt im Mittel 12.742 km: Äquatordurchmesser 12.756 km, Poldurchmesser 12.714 km – die Erde ist keine perfekte Kugel, sondern durch ihre Rotation leicht abgeplattet. Der Umfang von gut 40.000 km ist kein Zufall: Der Meter wurde 1795 als zehnmillionster Teil der Strecke Nordpol–Äquator definiert. Oberfläche: 510 Millionen km², davon 71 Prozent Ozean.

Steckbrief: die Größe der Erde auf einen Blick

GrößeWert
Mittlerer Radius6.371 km
Radius am Äquator / an den Polen6.378 km / 6.357 km
Mittlerer Durchmesser12.742 km
Umfang am Äquator40.075 km
Umfang über die Pole (Meridian)40.008 km
Abplattungrund 1 : 298
Oberfläche510,1 Mio. km² (29 % Land, 71 % Wasser)
Volumen1,083 Billionen km³
Masse5,97 × 1024 kg (knapp 6 Trilliarden Tonnen)
Mittlere Dichte5,51 g/cm³
Eine Drehung (Sterntag)23 Std. 56 Min. 4 s
Geschwindigkeit auf der Bahn um die Sonne29,8 km/s

Die Dichte verrät übrigens etwas über das Innere: Mit 5,51 Gramm pro Kubikzentimeter ist die Erde der dichteste Planet im Sonnensystem. Das liegt an ihrem großen Kern aus Eisen und Nickel.

Erdumfang: Warum es zwei verschiedene Werte gibt

Suchst du nach dem Erdumfang, findest du meist 40.075 km – manchmal aber auch 40.008 km. Beide Zahlen stimmen. Die erste gilt für eine Runde entlang des Äquators, die zweite für eine Runde über Nord- und Südpol.

Der Grund ist die Abplattung, also die leichte Stauchung der Erde an den Polen. Weil sich die Erde dreht, drückt die Fliehkraft am Äquator etwas Masse nach außen. Der Äquatorradius ist deshalb gut 21 km größer als der Polradius.

Auf den Umfang übertragen macht das 67 km Unterschied. Das klingt viel, ist aber nur ein Sechshundertstel. Aus dem All betrachtet sähe die Erde für dein Auge trotzdem perfekt rund aus.

Eine schöne Folge der Abplattung: Der Mount Everest ist mit 8.849 m zwar der höchste Berg über dem Meeresspiegel. Am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt ist aber der Gipfel des Chimborazo in Ecuador. Er sitzt fast auf dem Äquator, also auf der „Beule“ der Erde, und liegt so rund 2 km weiter draußen als der Everest.

Die Erde im Sonnensystem-Vergleich

VergleichFaktor
Sonne / Erde (Durchmesser)109x
Jupiter / Erde11,2x
Erde / Mond3,7x
Erde / Mars1,9x
Erdumfang / Auto (100 km/h, nonstop)ca. 17 Tage

Unter den Gesteinsplaneten ist die Erde der größte – gegen die Gasriesen bleibt sie ein Zwerg: Schon der Große Rote Fleck, ein Wirbelsturm auf Jupiter, ist breiter als die ganze Erde. Wie schon Eratosthenes um 240 v. Chr. den Erdumfang allein mit Schattenstäben auf wenige Prozent genau bestimmte, gehört zu den elegantesten Experimenten der Wissenschaftsgeschichte.

Wie oft passt die Erde in die Sonne?

Rund 1,3 Millionen Mal. So viele Erdkugeln bräuchte man laut NASA, um das Volumen der Sonne zu füllen. Das folgt direkt aus dem Durchmesser: Die Sonne ist 109-mal so breit wie die Erde, und beim Volumen zählt diese Zahl hoch drei.

Zum Vergleich: In Jupiter passen etwa 1.000 Erden, in die Erde wiederum knapp 50 Monde. Der Mond hat nur rund 2 Prozent des Erdvolumens. Wie gewaltig die Sonne im Detail ist, erfährst du auf unserer Seite Wie groß ist die Sonne?.

Ein anschauliches Bild: Wäre die Sonne ein Fußball, dann wäre die Erde kaum größer als ein Pfefferkorn. Und dieses Pfefferkorn läge gut 20 Meter vom Ball entfernt.

Wie Eratosthenes den Erdumfang maß

Um 240 v. Chr. arbeitete der Gelehrte Eratosthenes in der Bibliothek von Alexandria. Er wusste: Im südlichen Syene, dem heutigen Assuan, steht die Sonne zur Sommersonnenwende mittags genau senkrecht. Ein Stab wirft dort keinen Schatten.

In Alexandria dagegen fiel zur selben Zeit ein kurzer Schatten. Daraus ergab sich ein Winkel von 7,2 Grad – genau ein Fünfzigstel eines Vollkreises. Die Strecke zwischen beiden Städten schätzte er auf 5.000 Stadien, ein antikes Längenmaß.

Also musste der ganze Erdumfang das Fünfzigfache sein: 250.000 Stadien. Wie lang ein Stadion genau war, ist umstritten. Mit rund 167 Metern kämen gut 41.750 km heraus – nur etwa 4 Prozent über dem heutigen Wert.

Warum erscheint uns die Erde flach?

Reine Größenfrage: Bei 6.371 km Radius krümmt sich die Oberfläche pro Kilometer nur um etwa 8 Zentimeter – zu wenig für unser Auge. Sichtbar wird die Kugelgestalt am Meer (Schiffe verschwinden rumpfzuerst), bei Mondfinsternissen (der Erdschatten auf dem Mond ist immer rund) und natürlich aus dem Orbit der ISS.

Häufige Fragen

Wie groß ist der Durchmesser der Erde?

Der Erddurchmesser beträgt 12.742 km im Mittel; am Äquator 12.756 km, von Pol zu Pol 12.714 km – die Rotation plattet die Erde leicht ab.

Wie lange bräuchte man zu Fuß um die Erde?

Bei 40.075 km Umfang und 30 km pro Tag rund 3,7 Jahre – nonstop und trockenen Fußes.

Ist die Erde der größte Gesteinsplanet?

Ja. Venus ist fast gleich groß (95 %), Mars nur halb so groß, Merkur sogar kleiner als der Jupitermond Ganymed.

Woher kennt man die Größe der Erde so genau?

Heute per Satellitengeodäsie auf Zentimeter genau – erstmals aber schon in der Antike: Eratosthenes bestimmte den Umfang um 240 v. Chr. verblüffend präzise.

Wie groß ist die Erde im Vergleich zu anderen Himmelskörpern?

Die Erde ist 3,7-mal so breit wie der Mond und fast doppelt so breit wie der Mars. Jupiter ist dagegen 11-mal so breit, die Sonne 109-mal. Unter den vier Gesteinsplaneten ist sie die größte.

Ist die Erde rund oder flach?

Die Erde ist rund – genauer gesagt ein leicht abgeplattetes Rotationsellipsoid, also eine an den Polen minimal gestauchte Kugel. Belege gibt es viele: der stets runde Erdschatten bei Mondfinsternissen, Schiffe, die hinter dem Horizont verschwinden, und Fotos aus dem All. Schon Eratosthenes nutzte die Kugelform vor über 2.200 Jahren für seine Messung.

Wie schnell dreht sich die Erde am Äquator?

Mit rund 1.670 km/h. In Deutschland sind es je nach Breitengrad etwa 1.000 bis 1.100 km/h, an den Polen praktisch null. Eine Umdrehung gegenüber den Sternen dauert 23 Stunden und 56 Minuten. Um die Sonne rast die Erde sogar mit knapp 30 km pro Sekunde – spüren kannst du davon nichts, weil sich alles gleichmäßig mitbewegt.

Wie schwer ist die Erde?

Rund 5,97 × 1024 Kilogramm, also knapp 6 Trilliarden Tonnen. Den größten Teil davon macht der Kern aus Eisen und Nickel aus, der die Erde zum dichtesten Planeten im Sonnensystem macht.