Von Alexander Merz · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 16. September 2026
⭐ Unsere Empfehlung in einem Satz: Für die meisten Einsteiger der 8-Zoll-Dobson Omegon Dobson Advanced X N 203/1200 (499 €), bei kleinem Budget und wenig Platz der Tisch-Dobson Skywatcher Heritage 130/650 FlexTube (265 €). Alle drei Empfehlungen mit Begründung ↓
Die kurze Antwort nach Budget: Bis 150 Euro bekommst du ein einfaches Linsenteleskop für Mond und helle Planeten. Bis 200 Euro einen kompakten Tisch-Dobson, mit dem auch erste Deep-Sky-Objekte sichtbar werden. Bis 300 Euro liegt der beste Kompromiss aus Öffnung, Preis und Platzbedarf. Bis 500 Euro gibt es 200 mm Öffnung – ab hier siehst du Galaxien als mehr als nur Flecken. Welche Dobsons sich in diesen Klassen bewährt haben, steht im Skywatcher-Dobson-Test. Unter 100 Euro empfehlen wir kein Teleskop: Dort steht Plastikoptik mit erfundenen Vergrößerungsangaben, und der Abend, an dem das Kind nichts erkennt, ist der Abend, an dem das Hobby endet.
Zuerst sollte noch mal auf den persönlichen Erwartungshorizont eingegangen werden. Wie im Artikel beschrieben, lassen sich auch von einem guten Teleskop für Anfänger keine Bilder erwarten, wie sie in vielen Magazinen oder Dokumentationen zu sehen sind. Wenn aber die Begeisterung aus der Kenntnis über Dimensionen, Entfernungen, Geschwindigkeiten und Bedeutung des Gesehenen herrührt, werden dich die Bilder eines guten Einsteigerteleskops wahrlich faszinieren.
Dennoch sind mittlereweile sehr eindrucksvolle Bilder, auch in Farbe, und ohne selbst aufwendige Fotobearbeitung durchzuführen, möglich. Die Lösuung sind die neuartigen Smart Teleskope, die den astrofotgrafischen Prozess sofort und selbstständig übernehmen.
Zum besseren Verständnis der Argumentation für den einen oder anderen Teleskoptyp sei an dieser Stelle auf den Artikel über Grundlagen zu Teleskopen und Optik verwiesen (Teleskop-Ratgeber).
Unsere 3 Teleskop-Empfehlungen für Einsteiger 2026
Der 8-Zoll-Dobson ist seit Jahren die meistempfohlene Wahl in unserer Community: 203 mm Öffnung liefern beeindruckende Deep-Sky-Beobachtungen, die simple Dobson-Montierung ist in Minuten aufgebaut und nahezu unkaputtbar. Unsere Wahl in dieser Klasse ist die Astroshop-Hausmarke Omegon – gleiche Öffnung und Brennweite wie der Skywatcher-Klassiker. ● Auf Lager · versandfertig in 3-7 Tagen
- Mehr Teleskop fürs Geld gibt es aktuell nicht
- 203-mm-Öffnung: Nebel und Galaxien statt nur Mond
- Aufbau in Minuten, praktisch wartungsfrei
- Alternative in derselben Klasse: Skywatcher Dobson N 200/1200 Skyliner Classic (479 €)
- Alle Omegon-Modelle einzeln geprüft: Omegon-Teleskope im Check
Der günstigste Einstieg, der nicht enttäuscht: 70-mm-Linsenteleskop auf einer einfachen azimutalen Montierung, in fünf Minuten aufgebaut und in der Regel sofort lieferbar. ● Auf Lager · versandfertig in 24 h
- Mondkrater, Jupitermonde und Saturnring sind sicher drin
- Wartungsfrei: keine Justage, kein Auskühlen
- Leicht genug für Kinder und den Balkon
Wenn dich vor allem Astrofotos reizen und du keine Lust auf Einarbeitung hast: Das Seestar S50 Pro richtet sich vollautomatisch aus und fotografiert Nebel und Galaxien in 4K auf Knopfdruck per App. ● Lieferzeit: versandfertig in 3-5 Wochen
- 50 mm Öffnung: knapp dreimal so viel Licht wie das S30 Pro
- Fertige Astrofotos in Minuten aufs Handy, bis zu 9 h Akku
- Günstigere Alternativen mit gleicher App: Seestar S30 Pro (699 €) und DWARF 3 (529 €)
Preise werden täglich automatisch mit dem Shop abgeglichen – Details und Alternativen findest du weiter unten im Ratgeber.
Du willst ein Teleskop kaufen? Hier der Quickcheck.
Einsteiger-Teleskope im Vergleich
| Modell | Typ | Öffnung | Ideal für | Preis |
|---|---|---|---|---|
| Skywatcher Heritage 130/650 FlexTube | Tisch-Dobson | 130 mm | kleines Budget, wenig Platz | 265 € |
| Omegon N 150/750 EQ-3 | Newton, parallaktisch | 150 mm | Allrounder, erste Fotoversuche | 299 € |
| Omegon Dobson Advanced X N 203/1200 | Dobson | 203 mm | ⭐ Unsere Empfehlungbester Allround-Einstieg, Deep-Sky ● Auf Lager · versandfertig in 3-7 Tagen | 499 € |
| Skywatcher Dobson N 200/1200 Skyliner Classic | Dobson | 200 mm | der Skywatcher-Klassiker in derselben Klasse ● Auf Lager · versandfertig in 3-7 Tagen | 479 € |
| DWARF 3 | Smart-Teleskop | 35 mm | Astrofotos per App, ultraportabel | 529 € |
| Skywatcher Dobson N 254/1200 Pyrex Skyliner Classic | Dobson | 254 mm | „mehr sehen“, noch transportabel | 695 € |
| ZWO Seestar S30 Pro | Smart-Teleskop | 30 mm | vollautomatische Astrofotografie | 699 € |
| GSO Dobson N 300/1500 Deluxe | Dobson | 300 mm | maximale Öffnung fürs Geld | 899 € |
Wofür sich welches Gerät eignet
Kein Teleskop kann alles gleich gut. Diese Tabelle sagt dir für jedes Modell oben, wofür es taugt und wofür nicht – berechnet aus Öffnung, Brennweite, Bauart und Montierung, bei jedem Gerät nach denselben Regeln.
| Modell | Preis | Planeten | Deep-Sky | Einsteiger |
|---|---|---|---|---|
| GSO 300/1500 Deluxe · 300 mm | 899 € | sehr gut | sehr gut | ungeeignet |
| Skywatcher 254/1200 Pyrex Skyliner Classic · 254 mm | 695 € | sehr gut | sehr gut | bedingt |
| Omegon Advanced X 203/1200 · 203 mm | 499 € | sehr gut | sehr gut | gut |
| Skywatcher 200/1200 Skyliner Classic · 200 mm | 479 € | sehr gut | sehr gut | gut |
| Omegon 150/750 EQ-3 · 150 mm | 299 € | sehr gut | gut | ungeeignet |
| Skywatcher Heritage 130/650 FlexTube · 130 mm | 265 € | gut | gut | sehr gut |
| DWARF 3 · 35 mm | 529 € | ungeeignet | ungeeignet | sehr gut |
| ZWO Seestar S30 Pro · 30 mm | 699 € | ungeeignet | ungeeignet | sehr gut |
Die Einstufung berechnen wir aus Öffnung, Brennweite, Bauart und Montierung – nach festen Regeln, für jedes Gerät gleich.
Preise werden täglich automatisch mit dem Shop abgeglichen; Produktnamen führen direkt zum Angebot. Unsicher, welcher Typ passt? Unser Teleskop-Finder führt dich in 2 Minuten zum passenden Gerät.
Was ist ein gutes Teleskop für Anfänger und Einsteiger?
Um auf diese Frage eine befriedigende Antwort zu erhalten, muss man sich klarmachen, was das Beobachtungsziel sein soll.
| Budget | Teleskop-Empfehlung* | Preis |
|---|---|---|
| bis 150 € | Omegon AC 70/700 AZ-2 | 119 € |
| bis 200 € | Skywatcher Heritage 100P (N 100/400) | 179 € |
| bis 300 € | Skywatcher Heritage 130/650 FlexTube | ⭐ Preis-Leistungs-Tipp265 € |
| bis 500 € | Omegon Advanced 130/650 EQ-320 | 399 € |
| bis 1.000 € | Skywatcher Dobson N 254/1200 Pyrex Skyliner Classic | 695 € |
| bis 1.500 € | Skywatcher Dobson N 305/1500 Skyliner FlexTube | 1.299 € |
Was willst du beobachten?
Jeder Teleskoptyp hat Stärken und Schwächen, aus denen sich das bevorzugte Beobachtungsgebiet ableiten lässt. Grundsätzlich lassen sich für Beobachtungen mit einem Einsteigerteleskop drei Bereiche unterscheiden:
Wenn man die Frage nach dem favorisierten Beobachtungsbereich nicht sofort mit “Planeten” beantwortet, ist man sicher mit einem Deep-Sky- oder Allroundteleskop am besten beraten. Warum ist dem so?

Equipment: Celestron Next Star 6 SE* mit ASI 120 MC
Die möglichen Beobachtungsobjekte, die selbst mit einem guten Planetenteleskop (Refraktor) beobachtet werden können, sind recht überschaubar im Vergleich zu der Fülle von Deep Sky-Objekten, die einem erst ab einer gewissen Öffnung und damit einem guten Lichtsammelvermögen zugänglich sind. Entscheidend ist, dass sich bei einem begrenzten Budget mit Spiegelteleskopen (Reflektoren) größere Öffnungen realisieren lassen als mit einem Linsenteleskop (Refraktor).

Teleskop oder Fernglas: Was ist der bessere Anfang?
Bevor du dich für ein Modell entscheidest, lohnt eine ehrliche Zwischenfrage: Muss es überhaupt ein Teleskop sein? Für viele Einsteiger ist ein Fernglas der bessere erste Schritt.
Ein 10×50 – zehnfache Vergrößerung, 50 Millimeter Öffnung – zeigt dir die großen Mondkrater, die vier hellen Jupitermonde als Lichtpunkte, die Plejaden und die Andromedagalaxie als blassen Fleck. Es steht in dreißig Sekunden am Auge statt in zwanzig Minuten auf dem Stativ.
Die Grenze ist genauso klar: Planeten bleiben im Fernglas kleine Scheibchen, die Ringe des Saturn lassen sich nicht vom Planeten trennen. Wer genau das sehen will, braucht ein Teleskop.
Bei der Auswahl hilft eine Zahl, die selten erklärt wird: die Austrittspupille. Sie ist Öffnung geteilt durch Vergrößerung, beim 10×50 also 5 Millimeter.
Das passt zur Pupille eines erwachsenen Auges bei Dunkelheit. Deutlich größere Werte verschenken Licht, weil dein Auge den Lichtkegel gar nicht mehr vollständig aufnimmt – deshalb ist ein 20×80 nicht automatisch das bessere Astro-Fernglas.
Den ausführlichen Vergleich mit Rechenbeispiel haben wir in einem eigenen Artikel: Teleskop oder Fernglas? Welche Größen sich lohnen, steht in der Kaufberatung für Astronomie-Ferngläser.
Der ehrliche erste Schritt: Celestron Cometron 7x50

Der Astronomie-Klassiker unter den günstigen Ferngläsern: 7×50 mit großer Austrittspupille für helle Mond- und Milchstraßenbilder aus der Hand – ideal als erster Schritt vor dem Teleskop.
Preis: 65 €
Auf Lager · versandfertig in 24 h
Was du wirklich siehst – und was nicht
Bevor du weiterliest: Stell hier ein, welches Gerät dich interessiert, und schau dir an, wie groß Jupiter, Saturn oder die Andromedagalaxie im Okular tatsächlich erscheinen – maßstäblich gerechnet, nicht fotografiert.
Objekt
- Vergrößerung
- –
- Wahres Gesichtsfeld
- –
- Austrittspupille
- –
- Grenzgröße
- –
- Auflösung (Dawes)
- –
Maßstäblich gezeichnet: Der Kreis ist das Okularbild, die Objekte erscheinen in der Größe, die sich aus Vergrößerung und Gesichtsfeld ergibt. Farben und Helligkeit sind vereinfacht – der Nebel bleibt im Okular grau, die Galaxie ein schwacher Schimmer.
Dieses Gerät liefert dieses Bild
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Der häufigste Grund, warum ein Teleskop nach drei Abenden im Keller verschwindet, ist kein technischer, sondern ein Erwartungsfehler.
Die Bilder, die du von Hubble und dem James-Webb-Teleskop kennst, sind stundenlange Belichtungen, oft in Falschfarben. Sie zeigen nicht, was im Okular ankommt.
Das zeigt ein Einsteigerteleskop wirklich: Mondkrater in großer Zahl und mit Schattenwurf, die Phasen der Venus, die Ringe des Saturn als deutlich abgesetztes Gebilde, die Wolkenbänder des Jupiter und seine vier großen Monde, dazu Doppelsterne, helle Sternhaufen und den Orionnebel.
Das zeigt es nicht: farbige Nebel und die Spiralarme von Galaxien. Deep-Sky-Objekte erscheinen visuell als graue Nebelflecken.
Das liegt an deinem Auge, nicht am Gerät: Bei schwachem Licht arbeiten nur die farbenblinden Stäbchen der Netzhaut. Farbe sieht auch ein 300-Millimeter-Dobson nicht.
Die bekanntesten Teleskope im Überblick
Es folgt eine kurze Zusammenfassung der bedeutendsten Vor- und Nachteile der wichtigsten Teleskoptypen. Für mehr Details und deren Herleitung aus der Optik wird auf den Grundlagenartikel zu Teleskopen verwiesen.
| Linsenteleskop (Refraktor) | |
| Vorteile | Nachteile |
|
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| Spiegelteleskop (Reflektor) | |
| Vorteile | Nachteile |
|
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| Katadioptrische Teleskope (Linsen-Spiegel-Teleskope) | |
| Vorteile | Nachteile |
|
|
Kurz: worauf es beim ersten Teleskop ankommt
Drei Dinge entscheiden, ob das erste Teleskop Freude macht: Öffnung vor Vergrößerung (der Durchmesser von Linse oder Spiegel bestimmt, was du überhaupt siehst), eine stabile Montierung (ein wackelndes Bild verdirbt jede gute Optik) und Zubehör erst später (das mitgelieferte reicht für den Anfang, der Großteil des Budgets gehört in die Optik). Nachführmotor und GoTo-System sind für den Einstieg nicht nötig. Alle Kaufkriterien, Bauarten und Preisklassen im Detail erklärt unsere Kaufberatung Teleskop kaufen.
Ist es sinnvoll, ein Teleskopset zu kaufen?
Fast alle Komplettreleskope werden mit Zubehör geliefert. Wie oben bereits erwähnt, ist die Grundausstattung eines namhaften Teleskopsets für den Anfang völlig ausreichend und sollte, wenn überhaupt, nur um ganz spezielles Zubehör wie zum Beispiel einen Sonnen– oder Mondfilter ergänzt werden. Wer später tiefer in die Astronomie einsteigen möchte, kann durch gezielte Zukäufe sein Astronomieerlebnis verbessern.
Dringend abzuraten ist jedoch von Kaufhausteleskopen von No-Name-Herstellern, die ein vielteiliges Zubehörset mitliefern. Qualität und Verarbeitung der Teile sind fast immer ungenügend für eine ernsthafte astronomische Beobachtung.
Teleskop für Einsteiger: die häufigsten Fehler!
Es gibt eine Reihe von Stolpersteinen, welche die ersten astronomischen Beobachtungserlebnisse nachhaltig verderben können.
- Überzogener Erwartungshorizont
- Falsche Priorität
Man legt mehr Wert auf maximale Vergrößerung als auf maximale Öffnung (siehe Teleskop-Ratgeber) - Budget ist nicht auf die beste Optik konzentriert
- Zubehör im Steckmaß 0,96 Zoll (24,5 mm) statt 1,25 Zoll – dafür gibt es kaum brauchbare Okulare, und die mitgelieferten taugen selten etwas
Was kostet ein Teleskop?
Ein brauchbares Teleskop für Einsteiger kostet 250 bis 350 Euro. Darunter beginnt der Bereich, in dem die Optik zwar Bilder zeigt, die wacklige Montierung aber jeden Blick verdirbt. Nach oben ist die Grenze offen – aber ab etwa 500 Euro kaufst du bereits deutlich mehr, als der Einstieg braucht.
Was du in welcher Preisklasse bekommst, im Überblick:
| Preisklasse | Was du bekommst | Beispiel |
|---|---|---|
| unter 150 € | Spielzeug-Optik mit wackligem Stativ. Mond geht, alles andere frustriert – der häufigste Fehlkauf | — |
| 150–250 € | Kleine Tisch-Dobsons. Mondkrater und Jupitermonde sind drin, für Details an Planeten fehlt die Öffnung | Skywatcher Heritage 130/650 |
| 250–350 € | ⭐ Unsere Empfehlung für den Einstieg150 mm Öffnung: Saturnringe klar getrennt, Wolkenbänder auf Jupiter, erste Galaxien und Nebel | Skywatcher Heritage 150/750 FlexTube |
| 350–600 € | Ausgewachsener 8-Zoll-Dobson. Mehr Öffnung heißt mehr Licht – der größte Sprung, den man fürs Geld machen kann | Skywatcher Dobson 200/1200 |
| ab 700 € | Nachführung, GoTo oder Fotofähigkeit. Sinnvoll, wenn du fotografieren willst – nicht, um besser zu sehen | Skywatcher Explorer 150/750 PDS mit EQM-35 GoTo |
Die Links mit Sternchen sind Partnerlinks. Aktuelle Preise: Heritage 130/650 265 €, Heritage 150/750 345 €, Dobson 200/1200 479 €.
Was kostet ein gutes Teleskop?
Rund 300 bis 500 Euro. In dieser Spanne bekommst du 150 bis 200 mm Öffnung auf einer stabilen Dobson-Montierung – die Kombination, die Einsteiger jahrelang trägt und die auch erfahrene Beobachter noch benutzen. Teurer wird es erst, wenn Fotografie dazukommt.
Wie viel kostet ein Teleskop für Kinder?
80 bis 200 Euro. Hier zählt Robustheit mehr als Öffnung – Details dazu in unserer Kaufberatung für Kinderteleskope.
Wie viel kostet ein Teleskop für Einsteiger?
Der genaue Preis hängt von Teleskoptyp, Montierung und Zubehör ab – die Spanne oben zeigt, was in welcher Klasse realistisch ist.
Brauchbare Einsteiger-Teleskope beginnen bei rund 250 bis 300 Euro – typischerweise kompakte Tisch-Dobsons wie das Heritage FlexTube aus unserer Vergleichstabelle. Ein ausgewachsener 8-Zoll-Dobson (also ein Spiegelteleskop) liegt bei knapp 500 Euro. Wer eher in Richtung Refraktor tendiert, sollte rund 800 Euro für das Teleskop einplanen.
Wer bis zu 1.000 Euro ausgeben will, bekommt dafür einen 10-Zoll-Dobson, ein GoTo-Teleskop oder ein Smart-Teleskop. Welche Geräte sich in dieser Klasse lohnen, steht im Ratgeber Bestes Teleskop bis 1.000 Euro.
Die besten Beobachtungstermine, verständlich erklärt, dazu ehrliche Kaufberatung ohne Werbesprech. Kostenlos, jederzeit abbestellbar.
Du bekommst gleich eine Bestätigungsmail. Deine Adresse bleibt bei uns – keine Weitergabe, keine Werbung Dritter.
Hobby-Teleskop für Erwachsene: beobachten von Zuhause aus
Die meisten, die ein Teleskop für Einsteiger suchen, sind Erwachsene, die sich den alten Traum vom eigenen Sternenteleskop erfüllen – gesucht wird ein richtiges Fernrohr für das neue Hobby, kein Spielzeug. Alle Empfehlungen auf dieser Seite richten sich deshalb an Erwachsene und Jugendliche. Für den Nachwuchs gibt es unsere eigene Kaufberatung für Kinderteleskope.
Beobachten kannst du direkt von Zuhause aus: Für den Einstieg reichen Balkon, Terrasse oder der Garten hinter dem Haus völlig aus. Mond, Planeten und helle Doppelsterne sind so hell, dass du sie trotz Straßenbeleuchtung sogar mitten aus der Stadt beobachten kannst – genau die Objekte, mit denen das Hobby Astronomie für fast alle beginnt.
Erst für lichtschwache Deep-Sky-Objekte wie Galaxien und Nebel lohnt sich die Fahrt an einen dunkleren Ort. Überleg dir deshalb vor dem Kauf, wo dein Teleskop stehen wird: Für den festen Platz im Garten darf es ein großer Dobson sein, für Balkon oder Kofferraum passt ein kompakter Tisch-Dobson oder ein kurzer Refraktor besser.
Teleskop-Testsieger: Was sagt die Stiftung Warentest?
Kurz und ehrlich: Einen Teleskop-Test der Stiftung Warentest gibt es nicht – astronomische Teleskope hat sie bislang nie getestet (Stand: August 2026). Die „Testsieger“, die Vergleichsportale küren, beruhen fast immer auf Datenblättern und Shop-Rezensionen, nicht auf Nächten am Okular.
Unsere Empfehlungen kommen stattdessen aus der Praxis: aus eigenen Beobachtungen und dem, was sich in der Astronomie-Community seit Jahren als Einsteiger-Standard bewährt hat – allen voran der 8-Zoll-Dobson und der kompakte Heritage FlexTube aus der Vergleichstabelle oben.
Empfehlung für Anfängerteleskope
Wenn man dem Flussdiagramm zur Teleskopauswahl folgt, wird man vor die Wahl des Beobachtungsschwerpunkts gestellt.
Spiegelteleskope
Wer sich für ein Einsteigerteleskop zur Beobachtung von Deep-Sky-Objekten oder zur Allroundbeobachtung entscheidet, dem sei ein Spiegelteleskop empfohlen.
Sie bieten das beste Preis-Leistung-Verhältnis für den Einsteigerbereich.
Dobson-Teleskop
Wer sein Budget in die maximale Optik seines Teleskops investieren möchte, ist bei einem Dobson-Teleskop genau richtig. Hier geht fast dein ganzes Budget in den optischen Tubus. Dadurch bekommst du für dein Geld eine große Öffnung, einen parabolisch geschliffenen Spiegel und hochqualitative Komponenten (Okularauszug).
Die Montierung ist einfach, simpel und robust gehalten (Rockerbox). Wenn du zu einem späteren Zeitpunkt mehr Komfort in der Montierung wollen, kannst du deinen optischen Tubus behalten. Du musst lediglich die gewünschte ausreichend stabile Montierung und die zum Tubus passenden Rohrschellen kaufen. Das mitgelieferte Zubehör ist für den Anfang ausreichend und kann später sinnvoll erweitert werden.
| Dobson-Empfehlung | Öffnung | Stärke | Preis |
|---|---|---|---|
| Omegon Dobson Advanced X N 203/1200 | 203 mm | unsere Wahl: das meiste Teleskop fürs Geld, Astroshop-Hausmarke ● Auf Lager · versandfertig in 3-7 Tagen | 499 € |
| Skywatcher Dobson N 200/1200 Skyliner Classic | 200 mm | der Skywatcher-Klassiker, gleiche Klasse ● Auf Lager · versandfertig in 3-7 Tagen | 479 € |
| Skywatcher Dobson N 254/1200 Pyrex Skyliner Classic | 254 mm | mehr Öffnung, noch transportabel | 695 € |
| GSO Dobson N 300/1500 Deluxe | 300 mm | maximale Öffnung für Deep-Sky | 899 € |
Newton-Reflektor
Wer mehr Wert auf eine komfortable Montierung legt, muss entweder etwas mehr investieren oder kleine Abstriche bei der Optik machen. Ein Spiegelteleskop auf einer parallaktischen Montierung stellt ein sehr gutes Allroundteleskop für Einsteiger dar. Gute Lichtsammeleigenschaften werden hier mit der bequemeren parallaktischen Montierung kombiniert. Das mitgelieferte Zubehör ist für den Anfang ausreichend und kann später sinnvoll erweitert werden.
| Newton-Empfehlung | Öffnung | Stärke | Preis |
|---|---|---|---|
| Omegon Advanced 130/650 EQ-320 | 130 mm | kompakt und lichtstark | 399 € |
| Skywatcher N 150/750 Explorer 150P EQ3-2 | 150 mm | bewährte Mechanik, gute Optik | 590 € |
| Skywatcher N 200/1000 Explorer 200P EQ5 | 200 mm | viel Öffnung, später fototauglich (EQ5) | 824 € |
Linsenteleskope
Wer sich von Beginn an auf optimale Planeten- und Mondbeobachtung festlegt, ist mit einem Refraktor oder Maksutow am besten beraten. Lichtstarke Refraktoren benötigen große Linsen. Um den Farbfehler durch chromatische Aberration zu verringern, müssen verschiedene Linsengläser miteinander verkittet werden (Apochromat, Achromat). Dies macht lichtstarke, apochromatische Refraktoren zu sehr guten, aber auch sehr teuren Teleskopen. Je nach Budget müssen bei der Optik Abstriche gemacht werden. Refraktoren sind so gut wie ausschließlich auf Stativmontierungen verbaut, sodass auch im Bereich der Montierung ein Teil des Budgets investiert werden muss. Für gute Einsteigerteleskope muss daher mehr investiert werden als für Spiegelteleskope.
| Refraktor-Empfehlung | Öffnung | Stärke | Preis |
|---|---|---|---|
| Omegon AC 70/700 AZ-2 | 70 mm | schlanker Einstieg für Mond und Planeten | 119 € |
| Bresser AC 102/1000 Messier Hexafoc EXOS-2 | 102 mm | scharfe Planetenbilder auf stabiler Montierung | 778 € |
| Bresser AR 152L/1200 Messier Hexafoc EXOS-2 | 152 mm | das große klassische Fernrohr | 1.287 € |
Die Frage lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten. Jeder Teleskop-Typ hat Vor- und Nachteile wie hier im Beitrag erläutert wurde.
Grundsätzlich sollte man sich entscheiden, ob man mehr Interesse an Planeten- oder Deep-Sky Beobachtung hat. Natürlich gibt es auch sehr gute Allround-Teleskope, aber natürlich auch zu einem deutlich höheren Preis. Eine Entscheidungshilfe mit Erklärungen zu den Grundlagen findest du hier.
Abhängig vom gewählten Teleskop-Typ beginnen wertige Teleskope für Einsteiger ab rund 250 Euro. Dobsen-Teleskope bieten im Anfängerbereich die größte optische Leistung für das gezahlte Geld und eignen sich besonders zur Deep-Sky Beobachtung.
In der Regel kann bei wertigen Teleskopen mit dem inkludierten Zubehör sofort und ohne Probleme mit der Beobachtung begonnen werden. Für den Anfang reicht das Zubehör völlig aus.
Möchte man sein Beobachtungsergebnis weiter steigern, kann man im Nachgang sinnvolles Zubehör wie Filter und Okulare zukaufen.
Desweiteren gibt es noch allgemeine Tipps, die für Anfänger interessant sein können.
Smart-Teleskope: Der bequeme Weg zu ersten Astrofotos
Seit einigen Jahren gibt es eine Geräteklasse, die den Einstieg radikal vereinfacht: Smart-Teleskope. Kamera, Montierung, Nachführung und Bildverarbeitung stecken in einem Gehäuse – aufstellen, App öffnen, Objekt antippen, und das Gerät fotografiert vollautomatisch Nebel, Galaxien und Sternhaufen. Für die klassische visuelle Beobachtung (selbst durchs Okular schauen) bleiben Dobson & Co. die richtige Wahl; wer aber vor allem Bilder möchte, bekommt hier die schnellsten Erfolgserlebnisse.
Diese Smart-Teleskope empfehlen wir Einsteigern
- DWARFLAB DWARF 3 (529 €): Ultraleicht (unter 1,5 kg), wetterfest, mit eingebautem Filterrad – das vielseitigste Gerät der Budget-Klasse und perfekt für unterwegs.
- ZWO Seestar S50 Pro (999 €): Der Nachfolger des Bestsellers Seestar S50 mit 50-mm-Quadruplet-Apo, 4K-Sensor und Weitwinkelkamera – unsere erste Wahl, wenn das Budget reicht. Details im Seestar-S50-Pro-Check, der direkte Vergleich in Seestar S50 Pro vs. S30 Pro.
- ZWO Seestar S30 Pro (699 €): Die kleinere Schwester mit Vierlinsen-Apo-Optik und Dual-Kamera – dieselbe App, weiteres Bildfeld, 200 € günstiger.
- Für Ambitionierte: Vaonis Vespera Pro II (2.990 €) oder das Unistellar eVscope 2 – Letzteres haben wir ausführlich getestet: zum eVscope-2-Test.
Einen ausführlichen Überblick über Technik, Stärken und Grenzen dieser Geräteklasse findest du in unserem Ratgeber Smart-Teleskope für Beginner.
Unsere Smart-Empfehlung: ZWO Seestar S50 Pro

Der direkte Nachfolger des Seestar S50: apochromatische Quadruplet-Optik 50/260, zwei Kameras und ein integrierter Doppelband-Filter, der auch aus der Stadt heraus Nebel zeigt.
Preis: 999 €
Lieferzeit: versandfertig in 3-5 Wochen
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