Von Alexander Merz · Veröffentlicht am · Angaben geprüft am 14. September 2026
Vollmondnamen sind überlieferte Bezeichnungen für den Vollmond jedes Kalendermonats – Wolfsmond im Januar, Wurmmond im März, Störmond im August, Erntemond im September. Sie beschreiben nicht den Mond selbst, sondern das, was in dem jeweiligen Monat in der Natur geschah.

Alle zwölf Vollmondnamen im Überblick
Die Namen wiederholen sich jedes Jahr. Welcher Name fällt, hängt allein vom Kalendermonat ab – nicht davon, wie hell oder groß der Mond gerade erscheint.
| Monat | Name | Woher der Name kommt | Nächster Termin |
|---|---|---|---|
| Januar | Wolfsmond | Die hungrigen Wölfe, die in kalten Januarnächten heulten | Termin & Uhrzeit |
| Februar | Schneemond | Der meist schneereichste Monat des Jahres | Termin & Uhrzeit |
| März | Wurmmond | Der Boden taut auf, die ersten Regenwürmer erscheinen | Termin & Uhrzeit |
| April | Rosa Mond | Der rosa blühende Wildphlox des Frühlings | Termin & Uhrzeit |
| Mai | Blumenmond | Die Blütenpracht des späten Frühlings | Termin & Uhrzeit |
| Juni | Erdbeermond | Die Zeit der Erdbeerernte | Termin & Uhrzeit |
| Juli | Donnermond | Die häufigen Sommergewitter | Termin & Uhrzeit |
| August | Störmond | Die Störe, die in den großen Seen Nordamerikas gefangen wurden | Termin & Uhrzeit |
| September | Erntemond | Der helle Mond nahe der Herbst-Tagundnachtgleiche | Termin & Uhrzeit |
| Oktober | Jägermond | Die Jagd, um Vorräte für den Winter anzulegen | Termin & Uhrzeit |
| November | Bibermond | Die Biber, die ihre Baue für den Winter fertigstellen | Termin & Uhrzeit |
| Dezember | Kalter Mond | Die langen, kalten Nächte des Dezembers | Termin & Uhrzeit |
Woher die Vollmondnamen stammen
Die heute gebräuchlichen Namen kommen nicht aus der Astronomie, sondern aus der Landwirtschaft. Verbreitet wurden sie ab den 1930er-Jahren durch nordamerikanische Bauernkalender, die Bezeichnungen indigener Völker und der Siedler sammelten.
Das erklärt auch, warum manche Namen in Mitteleuropa schief wirken. Störe gibt es in deutschen Seen praktisch keine, und die Erdbeerernte fällt hierzulande nicht zwingend in den Juni.
Der Erntemond ist der einzige, der wandern kann
Elf Namen hängen fest an ihrem Monat. Der Erntemond nicht: Er ist definiert als der Vollmond, der der Herbst-Tagundnachtgleiche am nächsten liegt – und die fällt auf den 22. oder 23. September.
Meistens ist das der September-Vollmond. Ungefähr alle drei Jahre rutscht der Erntemond aber in den Oktober, weil der Oktober-Vollmond dann näher am Termin liegt. In diesen Jahren wandert der Jägermond einen Monat weiter.
Hinter dem Namen steckt eine echte Beobachtung. Um die Tagundnachtgleiche geht der Mond an mehreren Abenden hintereinander fast zur selben Zeit auf – früher hieß das mehrere Abende Licht zum Einbringen der Ernte.
Rosa Mond, Blue Moon, Schwarzmond: die Sonderfälle
Der Rosa Mond ist nicht rosa
Das ist die häufigste Enttäuschung im April. Der Name stammt vom Moosphlox, einer rosa blühenden Wildblume, die in Nordamerika als eine der ersten aufblüht – nicht von der Farbe des Mondes.
Rot oder orange erscheint der Mond aus einem ganz anderen Grund: Steht er tief über dem Horizont, filtert die dickere Luftschicht das blaue Licht heraus. Das passiert bei jedem Vollmond, nicht nur im April.
Blue Moon: der zweite Vollmond im Monat
Ein Mondzyklus dauert 29,5 Tage, ein Kalendermonat meist 30 oder 31. Alle zwei bis drei Jahre passen dadurch zwei Vollmonde in denselben Monat – der zweite heißt Blue Moon.
Auch er ist nicht blau. Die Bezeichnung geht auf einen Lesefehler zurück: 1946 deutete ein Astronomie-Magazin die Regel eines Bauernkalenders falsch und machte aus dem dritten Vollmond einer Jahreszeit mit vier Vollmonden den zweiten eines Kalendermonats. Die falsche Fassung hat sich durchgesetzt.
Schwarzmond, Blutmond und Supermond
Diese drei werden oft in dieselbe Liste geworfen, gehören aber nicht dazu. Der Schwarzmond ist das Gegenstück zum Blue Moon: der zweite Neumond innerhalb eines Kalendermonats – und damit gar kein Vollmond.
Der Blutmond ist als Einziger ein echtes physikalisches Ereignis und kein Kalendername: eine totale Mondfinsternis, bei der die Erde den Mond in ihren Schatten taucht und ihn kupferrot färbt.
Und der Supermond beschreibt einen Vollmond nahe dem erdnächsten Punkt seiner Bahn. Er kann jeden Monatsnamen tragen – ein Supermond im November ist zugleich der Bibermond.
Wann sich das Hinschauen wirklich lohnt
Eine unbequeme Wahrheit vorweg: Der Vollmond ist der schlechteste Zeitpunkt, um den Mond durchs Teleskop anzusehen. Die Sonne steht dann steil über der Mondlandschaft, es gibt kaum Schatten, und alles wirkt flach und blendend hell.
Spannend wird es ein paar Tage davor oder danach. Entlang der Licht-Schatten-Grenze werfen Krater und Berge lange Schatten – dort siehst du die Mondoberfläche plötzlich dreidimensional.
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Häufige Fragen zu den Vollmondnamen
Was ist der Störmond?
Störmond ist der traditionelle Name für den Vollmond im August. Er geht darauf zurück, dass in den Großen Seen Nordamerikas in diesem Monat besonders viele Störe gefangen wurden. Mit dem Aussehen des Mondes hat der Name nichts zu tun.
Was bedeutet Wurmmond?
Der Wurmmond ist der Vollmond im März. Der Name beschreibt den Moment, in dem der Boden nach dem Winter auftaut und die ersten Regenwürmer an die Oberfläche kommen. Er markiert damit den Beginn der Vegetationszeit.
Warum heißt der April-Vollmond Rosa Mond?
Der Name stammt vom Moosphlox, einer rosa blühenden Wildblume, die in Nordamerika im April als eine der ersten blüht. Der Mond selbst erscheint dabei nicht rosa. Eine rötliche Färbung entsteht nur, wenn er tief über dem Horizont steht.
Wie oft gibt es einen Blue Moon?
Im Schnitt alle zwei bis drei Jahre. Weil ein Mondzyklus nur 29,5 Tage dauert, passen gelegentlich zwei Vollmonde in denselben Kalendermonat – der zweite heißt Blue Moon. Die genauen Termine findest du im Vollmondkalender.
Sind die Vollmondnamen offiziell?
Nein. Es gibt keine astronomische Institution, die sie festlegt, und keine verbindliche Liste. Die Namen sind Folklore aus alten Bauernkalendern – schön zu kennen, aber ohne jede Bedeutung für die Beobachtung.
Welchen Namen trägt der nächste Vollmond?
Der kommende Vollmond heißt „Erntemond“ – der helle Vollmond nahe der Herbst-Tagundnachtgleiche, bei dem früher bis in die Nacht geerntet wurde. Datum und Uhrzeit stehen im Mondkalender 2026.
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- Vollmondkalender – alle Termine mit Uhrzeit
- Mondkalender 2026 – alle Mondphasen des Jahres
- Supermond – wenn der Vollmond der Erde besonders nah steht
- Blutmond – die totale Mondfinsternis
- Mondoberfläche – Krater, Mare und was du wirklich siehst