Mikroskop-Aufbau: Beschriftung, Funktion und Vergrößerung einfach erklärt

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Ein Lichtmikroskop ist ein optisches Gerät, das winzige Dinge mit zwei Linsensystemen – Objektiv und Okular – bis etwa 1000-fach vergrößert. Sein Aufbau besteht aus 13 Bauteilen, die sich in drei Gruppen teilen: Optik, Mechanik und Beleuchtung.

Die wichtigste Formel passt in eine Zeile: Gesamtvergrößerung = Objektiv × Okular, also zum Beispiel 40 × 10 = 400-fach.

⭐ Kurz gesagt: Die Lampe schickt Licht von unten durch den Kondensor und das dünne Präparat, das Objektiv erzeugt ein vergrößertes Zwischenbild, das Okular vergrößert es wie eine Lupe. Für die Schule reichen die 13 Teile aus unserer Zeichnung samt Tabelle – das Übungsblatt darunter darfst du ausdrucken. Mehr als 1000-fach bringt kein Lichtmikroskop echte Details; Angaben wie „1200-fach“ auf dem Karton sind Leervergrößerung.
Aufbau eines Lichtmikroskops mit Beschriftung von Okular, Tubus, Objektiven, Objekttisch, Kondensor und Grob- und Feintrieb
Grafik: sterngucker.de, Produktfotos: Astroshop

Mikroskop-Aufbau beschriftet: alle 13 Teile im Überblick

Die Zeichnung zeigt ein klassisches Durchlicht-Mikroskop in der Seitenansicht, wie es in fast jedem Biologieraum steht. Durchlicht heißt: Das Licht kommt von unten und scheint durch das Präparat hindurch.

Aufbau eines Lichtmikroskops 1 Okular 2 Tubus 3 Objektiv- revolver 4 Objektive 5 Objekttisch 6 Kreuztisch, Klemmen 7 Kondensor 8 Blende 9 Leuchte 10 Grobtrieb 11 Feintrieb 12 Stativarm 13 Fuß
Beschriftete Zeichnung eines Lichtmikroskops: Die Nummern entsprechen der Tabelle darunter. Moderne Geräte haben oft einen schrägen Einblick, die Teile sind dieselben. Grafik: sterngucker.de

In der Tabelle steht zu jeder Nummer, was das Bauteil macht – jeweils in einem Satz. So kannst du lernen, ohne ein ganzes Kapitel zu lesen.

Nr.BauteilFunktion
1OkularDie Linse zum Hineinschauen, die das Zwischenbild wie eine Lupe noch einmal vergrößert (meist 10-fach).
2TubusDas Rohr zwischen Okular und Objektiv, das den richtigen Abstand hält und Streulicht abschirmt.
3ObjektivrevolverDie drehbare Scheibe, mit der du zwischen den Objektiven wechselst, bis es hörbar einrastet.
4ObjektiveDie Linsensysteme direkt über dem Präparat, die das erste, vergrößerte Bild erzeugen (z. B. 4-, 10-, 40-fach).
5ObjekttischDie Auflagefläche mit Loch in der Mitte, auf der der Objektträger liegt.
6Kreuztisch mit KlemmenHält den Objektträger fest und verschiebt ihn mit zwei Drehknöpfen millimetergenau nach vorne, hinten, links und rechts.
7KondensorEine Linse unter dem Tisch, die das Licht der Lampe auf das Präparat bündelt.
8Blende (Irisblende)Regelt, wie weit sich das Lichtbündel öffnet, und damit Helligkeit, Kontrast und Schärfentiefe.
9LeuchteDie Lampe im Fuß (heute meist LED), die das Präparat von unten durchleuchtet.
10GrobtriebDas große Rad, das Tisch oder Tubus schnell hoch- und runterfährt, um das Bild grob scharf zu stellen.
11FeintriebDas kleine Rad für die Feinarbeit, mit dem du bei starker Vergrößerung exakt scharf stellst.
12StativarmDer Bügel, der Optik und Tisch trägt – und an dem du das Mikroskop anfasst.
13FußDie schwere Basis, die das Mikroskop standfest macht und oft die Lampe enthält.
Bauteile eines Lichtmikroskops und ihre Funktion. Bei vielen Geräten sitzen Grob- und Feintrieb als zwei Räder auf einer Achse.
Tipp: Manche Schulbücher nennen den Stativarm einfach „Stativ“ und zählen Objektklemmen und Kreuztisch getrennt. Frag im Zweifel nach, welche Begriffe deine Lehrkraft in der Klassenarbeit sehen will.

Mikroskop beschriften: Arbeitsblatt zum Ausdrucken

Hier ist dieselbe Zeichnung, nur ohne Namen – zum Üben und Beschriften. Schreib auf jede Linie das passende Bauteil und vergleiche danach mit der Tabelle oben.

Übung: Beschrifte das Mikroskop 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13
Übungsblatt „Mikroskop beschriften“: Die Lösung steht in der Tabelle oben. Für Unterricht und Hausaufgaben darfst du die Grafik ausdrucken und kopieren. Grafik: sterngucker.de

Am besten klappt das Lernen, wenn du zuerst die Teile entlang des Lichtwegs übst: Leuchte, Blende, Kondensor, Tisch, Objektiv, Tubus, Okular. Danach kommen die Teile zum Anfassen: Triebe, Arm und Fuß.

Für Lehrkräfte: Das Blatt eignet sich für die 5. bis 7. Klasse als Einstieg oder Test. Weiteres kostenloses Material für den Unterricht, etwa ein maßstabsgetreues Modell zum Selberbauen, findest du bei unserem Sonnensystem-Bastelbogen.

Die Bestandteile in drei Gruppen

Die 13 Teile lassen sich leichter merken, wenn du sie nach ihrer Aufgabe sortierst. Die Optik vergrößert, die Mechanik hält und bewegt, die Beleuchtung sorgt für Licht.

GruppeBauteileAufgabe
Optische TeileOkular, Tubus, Objektivrevolver, ObjektiveBild erzeugen und vergrößern
Mechanische TeileObjekttisch, Kreuztisch, Grobtrieb, Feintrieb, Stativarm, FußPräparat halten, bewegen, scharf stellen
BeleuchtungLeuchte, Kondensor, BlendePräparat gleichmäßig durchleuchten

Optische Teile: Okular, Tubus, Objektive

Das Objektiv macht die eigentliche Arbeit: Es sitzt nur wenige Millimeter über dem Präparat und erzeugt das erste vergrößerte Bild. Je stärker es vergrößert, desto länger ist es meist und desto näher kommt es dem Objektträger.

Auf jedem Objektiv steht eine Zahlenfolge wie „40/0,65 160/0,17“ – das bedeutet 40-fach, numerische Apertur 0,65, Tubuslänge 160 mm, Deckglasdicke 0,17 mm. Die Apertur (Lichtaufnahme) erklären wir weiter unten, sie entscheidet über die Details.

Das Okular ist nichts anderes als eine Lupe, durch die du das Bild des Objektivs betrachtest. Der Tubus hält beide auf dem richtigen Abstand, damit das Bild genau dort entsteht, wo das Okular hinschaut.

Lichtmikroskop Omegon Nabla II mit Objektivrevolver, Kreuztisch, Kondensor und Grob- und Feintrieb
Echtes Gerät zum Vergleich mit der Zeichnung: schräger Einblick, Revolver mit mehreren Objektiven, Kreuztisch und Triebknöpfe seitlich am Arm. Bild: Astroshop

Mechanische Teile: Stativ, Tisch, Triebe

Die Mechanik sorgt dafür, dass das Bild ruhig steht und sich fein einstellen lässt. Bei 400-fach wird jede Erschütterung sichtbar, deshalb sind gute Mikroskope schwer und aus Metall.

Der Kreuztisch lohnt sich besonders ab etwa 200-fach: Dann ist das Bildfeld so klein, dass Schieben mit den Fingern ständig übers Ziel hinausschießt. Ein echtes Mikroskop ist übrigens mindestens rund 30 cm hoch, Spielzeuggeräte sind deutlich kleiner.

Beleuchtung: Lampe, Kondensor, Blende

Ein gutes Bild steht und fällt mit dem Licht: Der Kondensor bündelt es genau auf die Stelle, die das Objektiv gerade sieht. Einfache Geräte haben statt Kondensor nur eine Lochscheibe, die Mittelklasse einen Abbe-Kondensor (benannt nach Ernst Abbe) mit Irisblende.

Die Blende ist das am häufigsten unterschätzte Teil: Etwas zugezogen, wird das Bild kontrastreicher, ganz zu wird es dunkel und unscharf. Ungefärbte Zellen wie Mundschleimhaut siehst du oft erst, wenn du die Blende ein Stück schließt.

⚠️ Achtung bei alten Spiegel-Mikroskopen: Ältere Schulgeräte haben statt einer Lampe einen Spiegel. Richte ihn niemals auf die Sonne – das gebündelte Sonnenlicht kann dein Auge dauerhaft schädigen. Nimm eine Schreibtischlampe oder helles Tageslicht vom Himmel.

Wie funktioniert ein Mikroskop? Der Strahlengang

Ein Lichtmikroskop vergrößert in zwei Stufen hintereinander: erst das Objektiv, dann das Okular. Der Weg des Lichts durch das Gerät heißt Strahlengang.

Tubus Auge sieht das vergrößerte Bild Okular (z. B. 10×) Lupe für das Zwischenbild Zwischenbild vergrößert und umgekehrt Objektiv (z. B. 40×) erzeugt das Zwischenbild Präparat dünn, auf dem Objektträger Kondensor + Blende bündelt Licht aufs Präparat Lampe (LED) Licht von unten = Durchlicht
Vereinfachter Strahlengang: Das Objektiv erzeugt im Tubus ein vergrößertes, umgekehrtes Zwischenbild, das Okular vergrößert es wie eine Lupe. Grafik: sterngucker.de

Die Lampe leuchtet von unten, der Kondensor bündelt das Licht, und es durchdringt das hauchdünne Präparat. Deshalb müssen Präparate so dünn sein, dass Licht hindurchkommt – eine ganze Zwiebel funktioniert nicht, ein Häutchen davon schon.

Das Objektiv erzeugt im Tubus ein reelles Zwischenbild, das vergrößert und umgekehrt ist. Das Okular vergrößert dieses Bild wie eine Lupe noch einmal, und dein Auge sieht es scheinbar in etwa 25 cm Entfernung.

Merke für die Klassenarbeit: Das Bild im Mikroskop steht auf dem Kopf und ist seitenverkehrt. Schiebst du den Objektträger nach links, wandert das Bild nach rechts – daran gewöhnst du dich nach ein paar Minuten.

Mikroskop-Vergrößerung berechnen

Die Gesamtvergrößerung rechnest du so aus: Vergrößerung des Objektivs mal Vergrößerung des Okulars. Beide Zahlen stehen auf den Linsen eingraviert.

ObjektivOkularGesamtSinnvoll bis ca.Was du siehst
4-fach (NA 0,10)10-fach40-fach100-fachÜberblick: Zwiebelhaut-Zellreihen, Wasserflöhe, Pollen als Körnchen
10-fach (NA 0,25)10-fach100-fach250-fachZellwände, Pantoffeltierchen mit Form, Algenfäden
40-fach (NA 0,65)10-fach400-fach650-fach⭐ SchulalltagZellkerne (gefärbt), Blattgrünkörner in der Wasserpest
100-fach Öl (NA 1,25)10-fach1000-fach1250-fachBakterien als Punkte und Stäbchen – nur mit Immersionsöl und Färbung
„Sinnvoll bis“ nach der Faustregel 1000 × numerische Apertur (NA). Typische Werte, die Angaben auf deinem Objektiv können abweichen.

Die 400-fach sind der Bereich, in dem Schulmikroskope am meisten zeigen. Das 100er-Objektiv braucht einen Tropfen Immersionsöl zwischen Linse und Deckglas und ist im Alltag eher etwas für Fortgeschrittene.

Beim Fernglas steht die Vergrößerung übrigens direkt vorne in der Kennzahl – dort ist sie eine einzige Zahl, wie du in unserem Artikel zur Fernglas-Vergrößerung nachlesen kannst.

Auflösung: warum mehr Vergrößerung nicht mehr zeigt

Entscheidend für Details ist nicht die Vergrößerung, sondern das Auflösungsvermögen – der kleinste Abstand, bei dem zwei Punkte noch getrennt erscheinen. Es hängt von der numerischen Apertur (NA) ab, also davon, wie weit geöffnet der Lichtkegel ist, den das Objektiv aufnimmt.

Licht hat eine Wellenlänge, und die setzt eine Grenze: Mehr als etwa 0,2 µm (Mikrometer, tausendstel Millimeter) löst kein Lichtmikroskop auf. Das schaffen nur die besten Öl-Objektive mit einer NA um 1,4.

⭐ Faustregel: Sinnvoll ist eine Gesamtvergrößerung von 500- bis 1000-mal der NA des Objektivs. Ein 40er mit NA 0,65 verträgt also höchstens rund 650-fach. Alles darüber macht das Bild nur größer und unschärfer – das nennt man Leervergrößerung.

Deshalb sind „1600-fach“ oder „2000-fach“ auf Einsteigergeräten ein Werbetrick: Ein stärkeres Okular bläst dasselbe Bild auf, ohne neue Details. Viren (15 bis 400 Nanometer) bleiben im Lichtmikroskop immer unsichtbar.

Mikroskop richtig bedienen: Schritt für Schritt

Viele Schulen verlangen vor dem ersten Einsatz einen „Mikroskopführerschein“ – diese zehn Schritte gehören hinein. Wenn du sie einmal verinnerlicht hast, findest du jedes Präparat in unter einer Minute.

  1. Tragen: Eine Hand am Stativarm, die andere unter dem Fuß.
  2. Aufstellen: Standfest auf den Tisch, Kabel so legen, dass niemand hängen bleibt, Lampe einschalten.
  3. Kleinstes Objektiv: Das 4er-Objektiv einschwenken, bis es einrastet.
  4. Präparat einlegen: Objektträger mit dem Deckglas nach oben auflegen, mit den Klemmen fixieren, das Objekt über das Loch schieben.
  5. Annähern von der Seite: Mit dem Grobtrieb den Abstand zwischen Objektiv und Präparat verkleinern – dabei von der Seite hinschauen, nicht durchs Okular.
  6. Scharf stellen: Jetzt durchs Okular schauen und mit dem Grobtrieb den Abstand langsam vergrößern, bis das Bild auftaucht. Den Grobtrieb nutzt du nur beim 4er-Objektiv.
  7. Licht einstellen: Helligkeit regeln und die Blende so weit schließen, dass das Bild kontrastreich, aber nicht dunkel wird.
  8. Nachschärfen: Mit dem Feintrieb die Details herausholen.
  9. Stärker vergrößern: Interessante Stelle genau in die Bildmitte schieben, nächstes Objektiv einschwenken, nur noch mit dem Feintrieb scharf stellen, Blende nachregeln.
  10. Aufräumen: Wieder das kleinste Objektiv einschwenken, Präparat herausnehmen, Licht aus, Staubschutzhülle drüber.
⚠️ Häufigster Fehler: Beim 40er-Objektiv mit dem Grobtrieb drehen. Das Objektiv ist dann nur einen halben Millimeter über dem Glas und zerdrückt Deckglas und Präparat im Handumdrehen – im schlimmsten Fall zerkratzt die Frontlinse.

Welche Präparate sich für den Anfang eignen und wie du sie herstellst, zeigt unsere Anleitung Mikroskopieren für Einsteigervon der Zwiebelhaut bis zum Heuaufguss.

Lichtmikroskop vs. Elektronenmikroskop

Wo das Licht an seine Grenze kommt, übernimmt das Elektronenmikroskop: Es arbeitet mit Elektronenstrahlen statt Licht und Magnetfeldern statt Glaslinsen. Die ersten Geräte bauten Ernst Ruska und Max Knoll 1931 in Berlin.

MerkmalLichtmikroskopElektronenmikroskop
StrahlungSichtbares LichtElektronen
LinsenGlaslinsenMagnetische Spulen
Auflösungca. 0,2 µmunter 1 Nanometer
Sinnvolle Vergrößerungbis ca. 1000-fachbis über 1.000.000-fach
PräparatLebend oder tot, dünn, in WasserNur tot, getrocknet, im Vakuum
BildIn Farbe, liveSchwarz-weiß (Farben nachträglich)
SichtbarZellen, Zellkerne, Einzeller, BakterienViren, Zellorganellen im Detail, Moleküle
Kostenab etwa 100 EuroHunderttausende Euro und mehr

Für Schule und Hobby ist das Lichtmikroskop unschlagbar praktisch: Du siehst lebende Wesen in Bewegung und in Farbe. Das Elektronenmikroskop zeigt dagegen Strukturen, die für Licht schlicht zu klein sind.

Wer hat das Mikroskop erfunden?

Einen einzelnen Erfinder gibt es nicht: Das Mikroskop entstand um 1590 in den Niederlanden, wahrscheinlich in der Werkstatt der Brillenmacher Hans und Zacharias Janssen in Middelburg. Ganz sicher belegt ist diese Zuschreibung allerdings nicht.

JahrWerWas
um 1590Hans und Zacharias JanssenErste Mikroskope aus zwei Linsen in einem Rohr (Zuschreibung unsicher)
1665Robert HookeBuch „Micrographia“: sieht Kammern im Kork und nennt sie „cells“ – Zellen
1670erAntoni van LeeuwenhoekWinzige Einzellinsen-Mikroskope bis etwa 270-fach; beschreibt als Erster Einzeller und Bakterien
1870erErnst Abbe und Carl ZeissAbbe erklärt in Jena die Auflösungsgrenze und rechnet Objektive erstmals wissenschaftlich
1931Ernst Ruska und Max KnollErstes Elektronenmikroskop

Erstaunlich ist van Leeuwenhoek: Mit einer einzigen, winzigen Glaskugel sah er mehr als die Zeitgenossen mit zwei Linsen. Die Linsen damaliger Zwei-Linsen-Mikroskope waren schlicht noch zu schlecht.

Mikroskop und Teleskop: gleiches Prinzip

Als Astronomie-Seite können wir es uns nicht verkneifen: Mikroskop und Teleskop sind optisch enge Verwandte. Beide bestehen aus einem Objektiv, das ein Zwischenbild erzeugt, und einem Okular, das dieses Bild wie eine Lupe vergrößert.

MikroskopTeleskop
ObjektWinzig und nahRiesig und weit weg
ObjektivSehr kurze Brennweite, wenige MillimeterLange Brennweite, oft 700 bis 1200 mm
VergrößerungObjektiv × OkularBrennweite Objektiv ÷ Brennweite Okular
GrenzeWellenlänge des Lichts (ca. 0,2 µm)Öffnung des Objektivs und die Luftunruhe

Wie das beim Teleskop im Detail aussieht, erklären wir in Teleskop: Aufbau und Funktionsweise. Wer den Mikroskop-Aufbau verstanden hat, versteht auch das Teleskop in fünf Minuten.

Welches Mikroskop für Schule und zu Hause?

Für Zuhause genügt ein Durchlicht-Mikroskop mit den Teilen aus unserer Zeichnung: Revolver mit drei Objektiven, Kreuztisch, Feintrieb und LED. Solche Geräte kosten ab etwa 150 Euro; für jüngere Kinder ist oft ein Stereomikroskop die bessere Wahl.

Die beiden Geräte unten stellen wir nach Datenblatt und Erfahrung aus Mikroskopie-Foren vor, selbst getestet haben wir sie nicht. Mehr Auswahl und Vergleiche findest du im Mikroskop-Ratgeber, speziell für junge Forscher im Artikel Mikroskop für Kinder und beim Stereomikroskop.

Alle Teile der Zeichnung: Omegon Mikroskop Nabla II Mono (bis 1000x)

Omegon Mikroskop Nabla II Mono (bis 1000x)

Hat alles, was auf unserer Zeichnung steht: Objektivrevolver mit Objektiven bis 100-fach Öl, Kreuztisch mit Nonius-Skala (Ablesehilfe für Positionen), Abbe-Kondensor, Grob- und Feintrieb und LED. Mit einem Auge zu schauen ist bei langen Sitzungen anstrengender als ein Bino-Einblick.

Preis: 249,00 €

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Mit beiden Augen: Omegon Mikroskop Binofield 40x–800x (LED)

Omegon Mikroskop Binofield 40x–800x (LED)

Günstiger Einstieg mit Bino-Einblick, Revolver, Kreuztisch, Grob- und Feintrieb sowie einem Filterrad mit fünf Farben für mehr Kontrast. Echte Details zeigt es bis etwa 400- bis 650-fach, die 800-fach auf dem Karton sind Leervergrößerung.

Preis: 149 €

Auf Lager · versandfertig in 3-7 Tagen

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Für Fortgeschrittene: Köhler-Beleuchtung
Das Omegon Nabla III hat eine Beleuchtung nach August Köhler: Eine zusätzliche Leuchtfeldblende an der Lampe und ein höhenverstellbarer, zentrierbarer Kondensor sorgen dafür, dass das Bildfeld gleichmäßig hell ist und kein Streulicht den Kontrast frisst. Dazu kommen DIN-Achromate von 4- bis 100-fach Öl und ein Kondensor mit NA 1,25, der das Öl-Objektiv voll ausnutzt. Der Aufpreis lohnt sich für die Oberstufe, das Biologiestudium und alle, die Bakterien und gefärbte Zellen wirklich sauber sehen wollen – für die 5. Klasse ist er zu viel.

Für Fortgeschrittene: Omegon Mikroskop Nabla III Bino (Köhler)

Omegon Mikroskop Nabla III Bino (Köhler)

Köhler-Beleuchtung, DIN-Achromate 4x bis 100x Öl und Kondensor NA 1,25: Laborstandard, mit dem auch Bakterien und feine Zellstrukturen sauber gelingen.

Preis: 489,00 €

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Häufige Fragen zum Mikroskop-Aufbau

Wie ist ein Mikroskop aufgebaut?

Ein Lichtmikroskop besteht aus optischen Teilen (Okular, Tubus, Objektivrevolver, Objektive), mechanischen Teilen (Objekttisch, Kreuztisch, Grob- und Feintrieb, Stativarm, Fuß) und der Beleuchtung (Leuchte, Kondensor, Blende). Zusammen sind das 13 Teile, die du in unserer beschrifteten Zeichnung oben findest.

Was macht der Tubus beim Mikroskop?

Der Tubus verbindet Okular und Objektiv und hält sie auf dem richtigen Abstand. In ihm entsteht das Zwischenbild, das das Okular vergrößert. Außerdem schirmt er störendes Seitenlicht ab.

Wozu dient der Kondensor?

Der Kondensor sitzt unter dem Objekttisch und bündelt das Licht der Lampe auf das Präparat. Zusammen mit der Blende bestimmt er Helligkeit und Kontrast. Ohne Kondensor lohnen sich Vergrößerungen über 400-fach kaum.

Was ist der Unterschied zwischen Okular und Objektiv?

Das Objektiv sitzt nah am Präparat und erzeugt das erste, vergrößerte Bild. Das Okular ist die Linse am Auge und vergrößert dieses Bild wie eine Lupe noch einmal. Die Gesamtvergrößerung ist das Produkt aus beiden.

Wie berechnet man die Vergrößerung beim Mikroskop?

Du multiplizierst die Vergrößerung des Objektivs mit der des Okulars. Ein 10er-Objektiv mit einem 10er-Okular ergibt 100-fach, ein 40er-Objektiv 400-fach.

Wer hat das Mikroskop erfunden und wann?

Das erste Mikroskop entstand um 1590 in den Niederlanden, vermutlich bei Hans und Zacharias Janssen. Berühmt gemacht haben es Robert Hooke (1665) und Antoni van Leeuwenhoek (1670er-Jahre).

Kann man Viren mit dem Lichtmikroskop sehen?

Nein, Viren sind mit 15 bis 400 Nanometern zu klein. Die Grenze des Lichtmikroskops liegt bei etwa 0,2 Mikrometern, also 200 Nanometern – dafür braucht man ein Elektronenmikroskop. Bakterien sieht man dagegen bei 1000-fach mit Öl und Färbung.

Wie zeichne ich ein Mikroskop für den Unterricht?

Zeichne mit Bleistift in der Seitenansicht und beginne mit Fuß und Stativarm, dann folgen Tisch, Tubus und Optik. Die Beschriftungslinien ziehst du mit dem Lineal waagerecht nach außen, ohne dass sie sich kreuzen. Unser Übungsblatt oben kannst du als Vorlage nehmen.

Weiterlesen: Mikroskop kaufen: der Ratgeber · Mikroskopieren für Einsteiger · Mikroskop für Kinder · Teleskop: Aufbau und Funktionsweise

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