Von Alexander Merz · Aktualisiert am
Ein Mikroskop ist ein optisches Gerät, das winzige Objekte über Linsen etwa 10- bis 1000-fach vergrößert – vom Insektenbein bis zur einzelnen Zelle.
Ein brauchbares Einsteigergerät kostet ab etwa 100 bis 150 Euro. Beim Kauf zählen Optik und Mechanik, nicht die Zahl auf dem Karton.

🔬 Alle Mikroskop-Ratgeber auf einen Blick
Was ist ein Mikroskop – und wie funktioniert es?
Das klassische Gerät für zu Hause ist das Lichtmikroskop: Es arbeitet mit sichtbarem Licht und zwei Linsensystemen. Das Objektiv – die Linse direkt über der Probe – erzeugt ein vergrößertes Zwischenbild, das Okular – die Linse am Auge – vergrößert dieses Bild noch einmal wie eine Lupe.
Die Gesamtvergrößerung ist deshalb einfach Objektivvergrößerung mal Okularvergrößerung. Ein 40er-Objektiv mit 10er-Okular ergibt 400-fach.
Elektronenmikroskope, die Viren und Moleküle zeigen, kosten dagegen so viel wie ein Haus und stehen in Forschungslaboren. Für Hobby, Schule und Familie geht es immer um Lichtmikroskope – in drei Bauarten.
Welche Art Mikroskop brauchst du?
Die wichtigste Frage vor dem Kauf lautet nicht „wie stark?“, sondern „was willst du anschauen?“. Davon hängt ab, ob du ein Durchlicht-, ein Stereo- oder ein Digitalmikroskop brauchst.
| Bauart | Sinnvolle Vergrößerung | Ideal für | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Durchlichtmikroskop | 40- bis 400-fach, mit Öl 1000-fach | Zellen, Einzeller, Algen, Blut, Pollen, Bakterien (mit Öl) | Proben müssen hauchdünn sein; Bild steht auf dem Kopf |
| Stereomikroskop | 10- bis 40-fach, Zoom bis etwa 80-fach | Insekten, Steine, Münzen, Blüten, Elektronik – ohne Präparation | Keine Zellen, keine Details von Einzellern |
| Digital-/USB-Mikroskop | real etwa 20- bis 200-fach | Oberflächen gemeinsam am Bildschirm, Fotos, Lötstellen | Meist ca. 2 MP echte Auflösung, wackelige Standfüße |
Durchlichtmikroskop: das Lichtmikroskop für Zellen
Beim Durchlichtmikroskop scheint die Lampe von unten durch die Probe. Das funktioniert nur mit dünnen, lichtdurchlässigen Objekten wie einem Zwiebelhäutchen oder einem Tropfen Tümpelwasser auf dem Objektträger.
Wer Pantoffeltierchen jagen oder Zellkerne sehen will, kommt daran nicht vorbei. Wie du die ersten Präparate herstellst, erklärt unser Ratgeber Mikroskopieren für Einsteiger. In Mikroskopie-Foren ist diese Bauart die klare Empfehlung für Erwachsene, weil die Einzeller-Jagd das beliebteste Hobby ist.
Stereomikroskop: 3D-Blick ohne Präparat
Ein Stereomikroskop beleuchtet von oben und zeigt mit zwei getrennten Strahlengängen ein räumliches, seitenrichtiges Bild. Du legst einfach hin, was du gefunden hast, und siehst es sofort.
Für jüngere Kinder ist das oft die bessere erste Wahl, wie wir im Ratgeber Mikroskop für Kinder zeigen. Viele Familien landen später bei beidem: Stereo für Fundstücke, Durchlicht fürs Tümpelwasser.
Stereo mit Auf- und Durchlicht: Omegon Stereomikroskop StereoView 20x–80x (Auf- und Durchlicht)

Zwei Okularpaare für 20- und 80-fach, Licht von oben und unten in drei Stufen, Betrieb am Netz oder mit Batterie. Ideal für Insekten, Steine und Blüten – Zellen zeigt es bauartbedingt nicht.
Preis: 259,00 €
Digitales Mikroskop: Kamera statt Okular
USB- und Handmikroskope sind im Kern Auflicht-Lupenkameras mit etwa 20- bis 200-facher echter Vergrößerung. Angaben wie „1000-fach“ beziehen sich meist auf die Darstellung am großen Monitor.
Für Münzen, Briefmarken und Platinen sind sie praktisch, für Zellen nicht. Wie du ein ordentliches Modell findest oder dein Lichtmikroskop mit Okularkamera oder Handy nachrüstest, steht im Ratgeber digitales Mikroskop. Das Handy durchs Okular liefert oft bessere Bilder als ein billiges USB-Gerät.
Mikroskop kaufen: Worauf du achten musst
Ob ein Mikroskop gut ist, erkennst du an wenigen Ausstattungsmerkmalen. Fehlt eines davon, wird das Mikroskopieren schnell zur Geduldsprobe. Die Liste gilt für Durchlichtmikroskope, also die Geräte für Zellen und Einzeller.
| Merkmal | Worauf achten | Warum |
|---|---|---|
| Objektive | Achromate 4×, 10×, 40× mit aufgedruckter NA | Scharfes Bild ohne starke Farbsäume |
| Feintrieb | Getrennter Grob- und Feintrieb | Ab 400-fach sonst kaum scharfzustellen |
| Kondensor | Mit Irisblende, ideal höhenverstellbar | Kontrast bei ungefärbten Proben |
| Kreuztisch | Probe per Drehknopf verschiebbar | Über 200-fach findest du sonst nichts wieder |
| Beleuchtung | LED, stufenlos dimmbar | Weniger Licht bringt mehr Kontrast |
| Einblick | Mono, Bino oder Trino | Bino ermüdet weniger, Trino für Kamera |
| Okular | 10-fach, höchstens 12,5-fach | Stärkere Okulare vergrößern nur Unschärfe |
| Stativ | Metall, mindestens etwa 30 cm hoch | Stabil und schwingungsarm |
Objektive: Achromate mit aufgedruckter NA
Achromate sind Objektive aus mehreren Linsen, die Farbfehler korrigieren – Spielzeuggeräte nutzen dagegen oft Einzellinsen mit bunten Säumen. Auf einem guten Objektiv stehen Zahlen wie „40/0,65 160/0,17“: Vergrößerung, numerische Apertur, Tubuslänge in Millimetern und Deckglasdicke.
Die numerische Apertur (NA) beschreibt, wie viel Licht das Objektiv einfängt, und damit, wie feine Details es überhaupt trennen kann. Steht keine NA auf dem Objektiv, ist das ein deutliches Warnzeichen.
Mechanik: Feintrieb, Kreuztisch, Metallstativ
Bei 400-fach ist die Schärfentiefe hauchdünn, schon ein Bruchteil einer Umdrehung am Grobtrieb schießt übers Ziel hinaus. Ohne Feintrieb raten erfahrene Mikroskopiker vom Kauf ab.
Ein Kreuztisch hält den Objektträger fest und verschiebt ihn per Drehknopf in zwei Richtungen. Bis etwa 200-fach geht Schieben per Hand, darüber verlierst du ein flitzendes Pantoffeltierchen sonst sofort aus dem Bild.
Licht: Kondensor, Irisblende, dimmbare LED
Der Kondensor ist eine Sammellinse unter dem Tisch, die das Licht auf die Probe bündelt. Mit seiner Irisblende regelst du den Kontrast: Ungefärbte Zellen werden erst sichtbar, wenn du die Blende ein Stück schließt.
Eine stufenlos dimmbare LED ist für Einsteiger am bequemsten. Manche Puristen schwören auf Spiegel und externe Lampe, bei alten Gebrauchtgeräten ist ein Spiegel deshalb kein K.-o.-Kriterium.
Binokular-Mikroskop: mit beiden Augen schauen
Ein Binokular-Mikroskop hat zwei Okulare, du schaust also entspannt mit beiden Augen. Bei Sitzungen über eine halbe Stunde ist das ein echter Komfortgewinn. Ein Trinokular hat zusätzlich einen dritten Anschluss für eine Kamera.
Der Nachteil: Bino kostet mehr, und Augenabstand und Dioptrie müssen einmal eingestellt werden. Manche Einsteiger brauchen ein paar Abende, bis beide Bilder zu einem verschmelzen.

Günstiges Bino: Omegon Mikroskop Binofield 40x–800x (LED)

Eines der günstigsten echten Bino-Mikroskope: Kreuztisch, Grob- und Feintrieb und ein Filterrad mit fünf Farben. Die 800-fach auf dem Datenblatt sind mit einem 40er-Objektiv Leervergrößerung – scharf und sinnvoll arbeitest du bis etwa 400-fach.
Preis: 149 €
Auf Lager · versandfertig in 3-7 Tagen
Die Wahrheit über die Vergrößerung
Welche Vergrößerung sollte ein Mikroskop haben? Für Zellen und Einzeller reichen 40- bis 400-fach, für Bakterien brauchst du 1000-fach mit Ölimmersion. Mehr bringt kein Lichtmikroskop.
Die Faustregel der Mikroskopie lautet: Sinnvoll ist das 500- bis 1000-Fache der numerischen Apertur des Objektivs. Alles darüber heißt Leervergrößerung – das Bild wird größer, zeigt aber keine neuen Details, nur mehr Unschärfe.
| Objektiv | Typische NA | Sinnvolle Maximalvergrößerung | Was du siehst |
|---|---|---|---|
| 4× | 0,10 | ca. 100-fach | Überblick: Wasserflöhe, Pollen als Körnchen, Zellreihen der Zwiebelhaut |
| 10× | 0,25 | ca. 250-fach | Zellwände, Pantoffeltierchen mit Form, Algenfäden, Bärtierchen |
| 40× | 0,65 | ca. 650-fach | Gefärbte Zellkerne, Chloroplasten, Plasmaströmung, einzelne Hefezellen |
| 100× Öl | 1,25 | ca. 1250-fach | Bakterien als Punkte und Stäbchen – nur mit Immersionsöl und Färbung |
Daraus folgt: Echte 1000-fach gibt es nur mit einem 100er-Ölobjektiv, bei dem ein Tropfen Immersionsöl zwischen Objektiv und Deckglas kommt. Das ist aufwendig und wird selbst von Fortgeschrittenen eher selten genutzt.
Wie viel kostet ein Mikroskop? Preisklassen im Überblick
Die Preise reichen von 30 Euro bis weit in den vierstelligen Bereich. Die entscheidende Schwelle liegt bei etwa 100 bis 150 Euro: Darunter fehlen fast immer Feintrieb, Kreuztisch oder brauchbare Objektive.
| Preisklasse | Beispiel | Was du bekommst | Preis |
|---|---|---|---|
| Spielzeug, unter 50 Euro | Omegon MonoView Mikroskopier-Set 1200x | Zum Reinschnuppern für Kinder; einfache Optik, „1200-fach“ ist Leervergrößerung | 29,90 € |
| Einstieg, ca. 100–150 Euro | Omegon Mikroskop VisioStar 40x–400x (LED) | Auf- und Durchlicht bis 400-fach, fünf Dauerpräparate dabei | 99 € |
| Einstieg, ca. 100–150 Euro | Omegon Mikroskop Nabla I Mono (bis 400x) | ⭐ Unsere EmpfehlungBis 400-fach, Kreuztisch, Grob- und Feintrieb – ehrlich begrenzt auf den scharfen Bereich | 149 € |
| Einstieg Bino, ca. 150 Euro | Omegon Mikroskop Binofield 40x–800x (LED) | Mit beiden Augen schauen, Kreuztisch, Filterrad | 149 € |
| Solide, ca. 200–300 Euro | Omegon Mikroskop Nabla II Mono (bis 1000x) | Bis 1000-fach mit Öl, Abbe-Kondensor, Kreuztisch mit Nonius-Skala | 249,00 € |
| Arbeitsmikroskop, ca. 500 Euro | Omegon Mikroskop Nabla III Bino (Köhler) | Bino, DIN-Achromate bis 100× Öl, Köhler-Beleuchtung, koaxialer Kreuztisch | 489,00 € |
Was ist ein gutes Mikroskop für Einsteiger?
Unsere Einschätzung beruht auf Datenblättern und Erfahrungen aus Mikroskopie-Foren, selbst getestet haben wir die Geräte nicht. Für die meisten Einsteiger passt ein Mono-Gerät bis 400-fach mit Feintrieb und Kreuztisch.
Unsere Empfehlung: Omegon Mikroskop Nabla I Mono (bis 400x)

Aktuelles Einsteigermodell bis 400-fach mit Kreuztisch sowie Grob- und Feintrieb. Es verspricht keine Fantasie-Vergrößerung, sondern deckt genau den Bereich ab, in dem Zellen, Pollen und Einzeller scharf zu sehen sind. Für Bakterien fehlt das Ölobjektiv.
Preis: 149 €
Auf Lager · versandfertig in 24 h
Wer weiß, dass er dranbleibt, und später auch Bakterien anschauen möchte, fährt mit einem Gerät mit Abbe-Kondensor und 100er-Ölobjektiv besser. Ein Abbe-Kondensor ist ein zweilinsiger Kondensor, der genug Licht für hohe Vergrößerungen liefert.
Solide Mittelklasse: Omegon Mikroskop Nabla II Mono (bis 1000x)

Bis 1000-fach mit Ölimmersion, Abbe-Kondensor, LED und ein Kreuztisch mit Nonius-Skala, an der du Fundstellen wiederfindest. Nur ein Okular – bei langen Sitzungen ermüdender als Bino.
Preis: 249,00 €
Für Fortgeschrittene: das Omegon Nabla III Bino
Das Nabla III ist das erste Gerät in dieser Liste, das man ein echtes Arbeitsmikroskop nennen kann. Es hat DIN-Achromate bis zum 100er-Ölobjektiv, einen Abbe-Kondensor mit NA 1,25 und Köhler-Beleuchtung – damit richtest du das Licht so ein, dass das Bild gleichmäßig hell und kontrastreich wird. Dazu kommen Bino-Einblick und ein großer koaxialer Kreuztisch.
Der Aufpreis lohnt sich, wenn du regelmäßig und stundenweise mikroskopierst oder Bakterien und feine Zellstrukturen sehen willst. Für gelegentliche Zwiebelhaut-Abende reicht ein Einsteigergerät völlig.
Für Fortgeschrittene: Omegon Mikroskop Nabla III Bino (Köhler)

Binokulares Arbeitsmikroskop mit Köhler-Beleuchtung, DIN-Achromaten 4/10/40/100 Öl, Abbe-Kondensor NA 1,25, koaxialem Kreuztisch und Filterrad. Die nächste Stufe für alle, die aus dem Hobby mehr machen wollen.
Preis: 489,00 €
Spielzeug erkennen: die Warnzeichen
Viele günstige Sets sehen aus wie echte Mikroskope und kommen im Koffer mit viel Zubehör. Nach wenigen Abenden landen sie oft im Schrank, weil bei höherer Vergrößerung nur noch ein dunkler Brei zu sehen ist.
- mit 1200-fach oder mehr geworben wird, aber kein 100er-Ölobjektiv dabei ist,
- auf den Objektiven keine NA und nicht „Achromat“ steht,
- es keinen Feintrieb und keinen Kreuztisch gibt,
- das Stativ aus Kunststoff und deutlich unter 30 cm hoch ist,
- Okulare mit 16-fach, 20-fach oder mehr beiliegen,
- der Preis inklusive Koffer und Chemie-Set unter 50 Euro liegt.
Für ein sechsjähriges Kind, das ein paar Wochen reinschnuppern soll, kann so ein Set trotzdem reichen. Ehrlicher ist aber meist ein einfaches Stereomikroskop, das ohne Präparation sofort Erfolgserlebnisse liefert.
Bresser, Zeiss, Leica: Welche Marken gibt es?
Mikroskop-Marken teilen sich grob in zwei Welten. Zeiss, Leica und Olympus (heute Evident) bauen Labor- und Forschungsgeräte, die neu mehrere Tausend Euro kosten.
| Marke | Einordnung | Für Hobby sinnvoll? |
|---|---|---|
| Zeiss | Labor und Forschung, neu sehr teuer | Gebraucht ja – ältere Hufeisenstative sind begehrt |
| Leica / Leitz | Labor und Medizin, neu sehr teuer | Gebraucht ja, alte Leitz-Geräte gelten als robust |
| Olympus / Evident | Labor und Klinik | Gebraucht ja, Ersatzteile gut zu finden |
| Bresser | Hobby, Schule, Kinder – breites Sortiment | Ja, von Kinderset bis Arbeitsmikroskop |
| Omegon | Hobby und Einstieg, Eigenmarke von Astroshop | Ja, klar gestaffelte Einsteigerreihen |
| National Geographic | Kinder und Einsteiger | Für Kinder; Vergrößerungsangaben kritisch lesen |
Bresser, Omegon und National Geographic sind die typischen Hobbymarken. Innerhalb einer Marke schwankt die Qualität stark, schau deshalb immer auf die Ausstattung statt aufs Logo.
Neu oder gebraucht: Lohnen sich gebrauchte Mikroskope?
Ja, und zwar mehr als bei fast jedem anderen Hobbygerät. Ein gebrauchtes Markenmikroskop von Zeiss, Leitz oder Olympus ist eine echte Alternative zum neuen Einsteigergerät, denn die Optik solcher Laborgeräte altert kaum.
Gefragt sind vor allem klassische Hufeisenstative mit DIN-Objektiven, bei denen die Tubuslänge 160 mm beträgt. Weil das ein alter Standard ist, passen Objektive und Okulare vieler Hersteller und lassen sich leicht ergänzen.
- Objektive gegen Licht halten: Schleier, Pilz oder abgelöste Kittschichten (Delamination, bei alten Optiken bekannt) machen sie unbrauchbar.
- Grob- und Feintrieb durchdrehen: Sie müssen gleichmäßig laufen und dürfen nicht von selbst absinken.
- Vollständigkeit prüfen: Kondensor, Irisblende, Kreuztisch und Beleuchtung.
- Nicht-Standard-Gewinde und Sonder-Tubuslängen meiden, dann findest du Ersatz.
- Am besten vor Ort ansehen oder bei Händlern kaufen, die Rückgabe anbieten.
Der Nachteil: Du brauchst etwas Wissen oder eine erfahrene Begleitung, sonst kaufst du ein Gerät mit fehlenden Teilen. Wer sich darauf nicht einlassen will, ist mit einem neuen Einsteigermikroskop mit Garantie entspannter unterwegs.
Mikroskop-Zubehör, das du wirklich brauchst
Viele Sets enthalten Zubehör, das du nie benutzt, während Grundlagen fehlen. Drei Dinge brauchst du wirklich: fertige Präparate, Objektträger mit Deckgläsern und ein kleines Präparierbesteck.
| Zubehör | Wofür | Beispiel | Preis |
|---|---|---|---|
| Dauerpräparate | Sofort scharfe Bilder, ideal zum Üben | Omegon Dauerpräparate-Set, 40 Stück (Holzbox) | 69,00 € |
| Objektträger + Deckgläser | Für eigene Präparate aus Zwiebel, Wasser, Pollen | Bresser Objektträger- und Deckgläser-Paket | 15,90 € |
| Präparierbesteck | Pinzette, Nadel und Skalpell zum Präparieren | Omegon Mikroskopier-Besteck, 7-teilig | 29,90 € |
| Experimentierset | Färbemittel und Kleinteile für erste Versuche | Omegon Mikroskopie-Experimentierset | 19,90 € |
| Okularkamera | Bilder am PC, wenn du Fotos machen willst | Bresser MikrOkular Full HD Okularkamera | 67,90 € |
Erfolgserlebnis ab Tag 1: Omegon Dauerpräparate-Set, 40 Stück (Holzbox)

40 fertige Dauerpräparate in einer Holzbox: Damit übst du Scharfstellen und Blende einstellen, bevor du eigene Präparate machst. Besonders für Kinder ein guter Start, weil sofort etwas zu sehen ist.
Preis: 69,00 €
Einzelne Okulare kannst du später nachkaufen: Mikroskop-Okulare haben meist 23,2 mm Steckmaß und passen nicht in Teleskope, deren Okulare wir im Ratgeber Teleskop-Okulare erklären. Welche Präparate sich zum Start eignen, steht im Ratgeber Mikroskopieren.
Mikroskop-Erfahrungen: Was Einsteiger oft frustriert
In Mikroskopie-Foren tauchen immer wieder dieselben Anfängerprobleme auf. Die meisten liegen an der Bedienung, nicht am Gerät.
| Problem | Häufige Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Nichts zu finden | Mit hoher Vergrößerung begonnen | Immer mit dem 4er-Objektiv starten, dann hochschalten |
| Deckglas zerbrochen | Grobtrieb beim 40er-Objektiv | Von der Seite annähern, bei 400-fach nur noch Feintrieb |
| Zellen unsichtbar | Zu viel Licht, Blende ganz offen | Irisblende schließen, LED dimmen |
| Nur Farbbrei | Präparat zu dick | Hauchdünn abziehen, z. B. das Zwiebel-Innenhäutchen |
| Bild dunkel und matschig | Leervergrößerung mit starkem Okular | 10er-Okular nutzen, Vergrößerung zurückdrehen |
Die komplette Einstell-Routine Schritt für Schritt erklären wir im Ratgeber zum Mikroskopieren. Mit etwas Übung sitzt sie nach wenigen Abenden.
Häufige Fragen zum Mikroskop-Kauf
Wie viel kostet ein gutes Mikroskop?
Ein brauchbares Einsteiger-Durchlichtmikroskop mit Feintrieb und Kreuztisch kostet etwa 100 bis 150 Euro. Solide Geräte mit Ölobjektiv liegen bei 200 bis 300 Euro, ein binokulares Arbeitsmikroskop um 500 Euro. Gebrauchte Markengeräte können eine günstige Alternative sein.
Kann man Viren unter dem Mikroskop sehen?
Nein, nicht mit einem Lichtmikroskop. Viren sind etwa 15 bis 400 Nanometer groß, die Auflösungsgrenze des Lichtmikroskops liegt bei rund 0,2 Mikrometern. Dafür braucht es ein Elektronenmikroskop.
Welche Vergrößerung braucht man für Bakterien?
Bakterien sind etwa 0,3 bis 1 Mikrometer groß und damit nahe an der Grenze des Lichtmikroskops. Realistisch siehst du sie erst bei 1000-fach mit einem 100er-Ölobjektiv, am besten gefärbt. Bei 400-fach erscheinen sie höchstens als winzige Pünktchen.
Ist ein Mikroskop mit 1000-facher Vergrößerung sinnvoll?
Nur, wenn ein echtes 100er-Ölobjektiv mit einer NA um 1,25 und ein Abbe-Kondensor dabei sind. Bei günstigen Geräten entstehen 1000-fach oft durch ein starkes Okular – das ist Leervergrößerung. Für Zellen und Einzeller reichen 400-fach völlig.
Welches Mikroskop ist das richtige für Kinder?
Für Kinder bis etwa acht Jahre ist ein Stereomikroskop mit 20-fach meist die bessere Wahl, weil es ohne Präparation funktioniert. Ab etwa zehn Jahren lohnt sich ein Durchlichtmikroskop bis 400-fach. Details stehen in unserem Ratgeber zum Kindermikroskop.
Wer hat das Mikroskop erfunden?
Als Erfinder des zusammengesetzten Mikroskops gelten die niederländischen Brillenmacher Hans und Zacharias Janssen um 1590. Berühmt wurde Antoni van Leeuwenhoek, der ab den 1670er-Jahren mit selbstgebauten Einlinsen-Mikroskopen als Erster Bakterien und Einzeller beschrieb.
Mono oder Bino – was ist besser?
Bino ist bequemer, weil du mit beiden Augen schaust und weniger ermüdest. Es kostet aber mehr und muss auf Augenabstand und Dioptrie eingestellt werden. Für gelegentliches Mikroskopieren reicht Mono, wer viele Stunden am Gerät sitzt, sollte Bino wählen.
Weiterlesen: Mikroskop für Kinder · Mikroskopieren für Einsteiger · Stereomikroskop · Digitales Mikroskop
Links mit Sternchen (*) sind Affiliate-Links. Wenn du darüber kaufst, erhalten wir eine kleine Provision – für dich ändert sich am Preis nichts.