Von Alexander Merz · Aktualisiert am
Ein Lichtmikroskop ist ein optisches Gerät, das winzige Dinge mit zwei Linsensystemen – Objektiv und Okular – bis etwa 1000-fach vergrößert. Sein Aufbau besteht aus 13 Bauteilen, die sich in drei Gruppen teilen: Optik, Mechanik und Beleuchtung.
Die wichtigste Formel passt in eine Zeile: Gesamtvergrößerung = Objektiv × Okular, also zum Beispiel 40 × 10 = 400-fach.

Mikroskop-Aufbau beschriftet: alle 13 Teile im Überblick
Die Zeichnung zeigt ein klassisches Durchlicht-Mikroskop in der Seitenansicht, wie es in fast jedem Biologieraum steht. Durchlicht heißt: Das Licht kommt von unten und scheint durch das Präparat hindurch.
In der Tabelle steht zu jeder Nummer, was das Bauteil macht – jeweils in einem Satz. So kannst du lernen, ohne ein ganzes Kapitel zu lesen.
| Nr. | Bauteil | Funktion |
|---|---|---|
| 1 | Okular | Die Linse zum Hineinschauen, die das Zwischenbild wie eine Lupe noch einmal vergrößert (meist 10-fach). |
| 2 | Tubus | Das Rohr zwischen Okular und Objektiv, das den richtigen Abstand hält und Streulicht abschirmt. |
| 3 | Objektivrevolver | Die drehbare Scheibe, mit der du zwischen den Objektiven wechselst, bis es hörbar einrastet. |
| 4 | Objektive | Die Linsensysteme direkt über dem Präparat, die das erste, vergrößerte Bild erzeugen (z. B. 4-, 10-, 40-fach). |
| 5 | Objekttisch | Die Auflagefläche mit Loch in der Mitte, auf der der Objektträger liegt. |
| 6 | Kreuztisch mit Klemmen | Hält den Objektträger fest und verschiebt ihn mit zwei Drehknöpfen millimetergenau nach vorne, hinten, links und rechts. |
| 7 | Kondensor | Eine Linse unter dem Tisch, die das Licht der Lampe auf das Präparat bündelt. |
| 8 | Blende (Irisblende) | Regelt, wie weit sich das Lichtbündel öffnet, und damit Helligkeit, Kontrast und Schärfentiefe. |
| 9 | Leuchte | Die Lampe im Fuß (heute meist LED), die das Präparat von unten durchleuchtet. |
| 10 | Grobtrieb | Das große Rad, das Tisch oder Tubus schnell hoch- und runterfährt, um das Bild grob scharf zu stellen. |
| 11 | Feintrieb | Das kleine Rad für die Feinarbeit, mit dem du bei starker Vergrößerung exakt scharf stellst. |
| 12 | Stativarm | Der Bügel, der Optik und Tisch trägt – und an dem du das Mikroskop anfasst. |
| 13 | Fuß | Die schwere Basis, die das Mikroskop standfest macht und oft die Lampe enthält. |
Mikroskop beschriften: Arbeitsblatt zum Ausdrucken
Hier ist dieselbe Zeichnung, nur ohne Namen – zum Üben und Beschriften. Schreib auf jede Linie das passende Bauteil und vergleiche danach mit der Tabelle oben.
Am besten klappt das Lernen, wenn du zuerst die Teile entlang des Lichtwegs übst: Leuchte, Blende, Kondensor, Tisch, Objektiv, Tubus, Okular. Danach kommen die Teile zum Anfassen: Triebe, Arm und Fuß.
Die Bestandteile in drei Gruppen
Die 13 Teile lassen sich leichter merken, wenn du sie nach ihrer Aufgabe sortierst. Die Optik vergrößert, die Mechanik hält und bewegt, die Beleuchtung sorgt für Licht.
| Gruppe | Bauteile | Aufgabe |
|---|---|---|
| Optische Teile | Okular, Tubus, Objektivrevolver, Objektive | Bild erzeugen und vergrößern |
| Mechanische Teile | Objekttisch, Kreuztisch, Grobtrieb, Feintrieb, Stativarm, Fuß | Präparat halten, bewegen, scharf stellen |
| Beleuchtung | Leuchte, Kondensor, Blende | Präparat gleichmäßig durchleuchten |
Optische Teile: Okular, Tubus, Objektive
Das Objektiv macht die eigentliche Arbeit: Es sitzt nur wenige Millimeter über dem Präparat und erzeugt das erste vergrößerte Bild. Je stärker es vergrößert, desto länger ist es meist und desto näher kommt es dem Objektträger.
Auf jedem Objektiv steht eine Zahlenfolge wie „40/0,65 160/0,17“ – das bedeutet 40-fach, numerische Apertur 0,65, Tubuslänge 160 mm, Deckglasdicke 0,17 mm. Die Apertur (Lichtaufnahme) erklären wir weiter unten, sie entscheidet über die Details.
Das Okular ist nichts anderes als eine Lupe, durch die du das Bild des Objektivs betrachtest. Der Tubus hält beide auf dem richtigen Abstand, damit das Bild genau dort entsteht, wo das Okular hinschaut.

Mechanische Teile: Stativ, Tisch, Triebe
Die Mechanik sorgt dafür, dass das Bild ruhig steht und sich fein einstellen lässt. Bei 400-fach wird jede Erschütterung sichtbar, deshalb sind gute Mikroskope schwer und aus Metall.
Der Kreuztisch lohnt sich besonders ab etwa 200-fach: Dann ist das Bildfeld so klein, dass Schieben mit den Fingern ständig übers Ziel hinausschießt. Ein echtes Mikroskop ist übrigens mindestens rund 30 cm hoch, Spielzeuggeräte sind deutlich kleiner.
Beleuchtung: Lampe, Kondensor, Blende
Ein gutes Bild steht und fällt mit dem Licht: Der Kondensor bündelt es genau auf die Stelle, die das Objektiv gerade sieht. Einfache Geräte haben statt Kondensor nur eine Lochscheibe, die Mittelklasse einen Abbe-Kondensor (benannt nach Ernst Abbe) mit Irisblende.
Die Blende ist das am häufigsten unterschätzte Teil: Etwas zugezogen, wird das Bild kontrastreicher, ganz zu wird es dunkel und unscharf. Ungefärbte Zellen wie Mundschleimhaut siehst du oft erst, wenn du die Blende ein Stück schließt.
Wie funktioniert ein Mikroskop? Der Strahlengang
Ein Lichtmikroskop vergrößert in zwei Stufen hintereinander: erst das Objektiv, dann das Okular. Der Weg des Lichts durch das Gerät heißt Strahlengang.
Die Lampe leuchtet von unten, der Kondensor bündelt das Licht, und es durchdringt das hauchdünne Präparat. Deshalb müssen Präparate so dünn sein, dass Licht hindurchkommt – eine ganze Zwiebel funktioniert nicht, ein Häutchen davon schon.
Das Objektiv erzeugt im Tubus ein reelles Zwischenbild, das vergrößert und umgekehrt ist. Das Okular vergrößert dieses Bild wie eine Lupe noch einmal, und dein Auge sieht es scheinbar in etwa 25 cm Entfernung.
Mikroskop-Vergrößerung berechnen
Die Gesamtvergrößerung rechnest du so aus: Vergrößerung des Objektivs mal Vergrößerung des Okulars. Beide Zahlen stehen auf den Linsen eingraviert.
| Objektiv | Okular | Gesamt | Sinnvoll bis ca. | Was du siehst |
|---|---|---|---|---|
| 4-fach (NA 0,10) | 10-fach | 40-fach | 100-fach | Überblick: Zwiebelhaut-Zellreihen, Wasserflöhe, Pollen als Körnchen |
| 10-fach (NA 0,25) | 10-fach | 100-fach | 250-fach | Zellwände, Pantoffeltierchen mit Form, Algenfäden |
| 40-fach (NA 0,65) | 10-fach | 400-fach | 650-fach | ⭐ SchulalltagZellkerne (gefärbt), Blattgrünkörner in der Wasserpest |
| 100-fach Öl (NA 1,25) | 10-fach | 1000-fach | 1250-fach | Bakterien als Punkte und Stäbchen – nur mit Immersionsöl und Färbung |
Die 400-fach sind der Bereich, in dem Schulmikroskope am meisten zeigen. Das 100er-Objektiv braucht einen Tropfen Immersionsöl zwischen Linse und Deckglas und ist im Alltag eher etwas für Fortgeschrittene.
Beim Fernglas steht die Vergrößerung übrigens direkt vorne in der Kennzahl – dort ist sie eine einzige Zahl, wie du in unserem Artikel zur Fernglas-Vergrößerung nachlesen kannst.
Auflösung: warum mehr Vergrößerung nicht mehr zeigt
Entscheidend für Details ist nicht die Vergrößerung, sondern das Auflösungsvermögen – der kleinste Abstand, bei dem zwei Punkte noch getrennt erscheinen. Es hängt von der numerischen Apertur (NA) ab, also davon, wie weit geöffnet der Lichtkegel ist, den das Objektiv aufnimmt.
Licht hat eine Wellenlänge, und die setzt eine Grenze: Mehr als etwa 0,2 µm (Mikrometer, tausendstel Millimeter) löst kein Lichtmikroskop auf. Das schaffen nur die besten Öl-Objektive mit einer NA um 1,4.
Deshalb sind „1600-fach“ oder „2000-fach“ auf Einsteigergeräten ein Werbetrick: Ein stärkeres Okular bläst dasselbe Bild auf, ohne neue Details. Viren (15 bis 400 Nanometer) bleiben im Lichtmikroskop immer unsichtbar.
Mikroskop richtig bedienen: Schritt für Schritt
Viele Schulen verlangen vor dem ersten Einsatz einen „Mikroskopführerschein“ – diese zehn Schritte gehören hinein. Wenn du sie einmal verinnerlicht hast, findest du jedes Präparat in unter einer Minute.
- Tragen: Eine Hand am Stativarm, die andere unter dem Fuß.
- Aufstellen: Standfest auf den Tisch, Kabel so legen, dass niemand hängen bleibt, Lampe einschalten.
- Kleinstes Objektiv: Das 4er-Objektiv einschwenken, bis es einrastet.
- Präparat einlegen: Objektträger mit dem Deckglas nach oben auflegen, mit den Klemmen fixieren, das Objekt über das Loch schieben.
- Annähern von der Seite: Mit dem Grobtrieb den Abstand zwischen Objektiv und Präparat verkleinern – dabei von der Seite hinschauen, nicht durchs Okular.
- Scharf stellen: Jetzt durchs Okular schauen und mit dem Grobtrieb den Abstand langsam vergrößern, bis das Bild auftaucht. Den Grobtrieb nutzt du nur beim 4er-Objektiv.
- Licht einstellen: Helligkeit regeln und die Blende so weit schließen, dass das Bild kontrastreich, aber nicht dunkel wird.
- Nachschärfen: Mit dem Feintrieb die Details herausholen.
- Stärker vergrößern: Interessante Stelle genau in die Bildmitte schieben, nächstes Objektiv einschwenken, nur noch mit dem Feintrieb scharf stellen, Blende nachregeln.
- Aufräumen: Wieder das kleinste Objektiv einschwenken, Präparat herausnehmen, Licht aus, Staubschutzhülle drüber.
Welche Präparate sich für den Anfang eignen und wie du sie herstellst, zeigt unsere Anleitung Mikroskopieren für Einsteiger – von der Zwiebelhaut bis zum Heuaufguss.
Lichtmikroskop vs. Elektronenmikroskop
Wo das Licht an seine Grenze kommt, übernimmt das Elektronenmikroskop: Es arbeitet mit Elektronenstrahlen statt Licht und Magnetfeldern statt Glaslinsen. Die ersten Geräte bauten Ernst Ruska und Max Knoll 1931 in Berlin.
| Merkmal | Lichtmikroskop | Elektronenmikroskop |
|---|---|---|
| Strahlung | Sichtbares Licht | Elektronen |
| Linsen | Glaslinsen | Magnetische Spulen |
| Auflösung | ca. 0,2 µm | unter 1 Nanometer |
| Sinnvolle Vergrößerung | bis ca. 1000-fach | bis über 1.000.000-fach |
| Präparat | Lebend oder tot, dünn, in Wasser | Nur tot, getrocknet, im Vakuum |
| Bild | In Farbe, live | Schwarz-weiß (Farben nachträglich) |
| Sichtbar | Zellen, Zellkerne, Einzeller, Bakterien | Viren, Zellorganellen im Detail, Moleküle |
| Kosten | ab etwa 100 Euro | Hunderttausende Euro und mehr |
Für Schule und Hobby ist das Lichtmikroskop unschlagbar praktisch: Du siehst lebende Wesen in Bewegung und in Farbe. Das Elektronenmikroskop zeigt dagegen Strukturen, die für Licht schlicht zu klein sind.
Wer hat das Mikroskop erfunden?
Einen einzelnen Erfinder gibt es nicht: Das Mikroskop entstand um 1590 in den Niederlanden, wahrscheinlich in der Werkstatt der Brillenmacher Hans und Zacharias Janssen in Middelburg. Ganz sicher belegt ist diese Zuschreibung allerdings nicht.
| Jahr | Wer | Was |
|---|---|---|
| um 1590 | Hans und Zacharias Janssen | Erste Mikroskope aus zwei Linsen in einem Rohr (Zuschreibung unsicher) |
| 1665 | Robert Hooke | Buch „Micrographia“: sieht Kammern im Kork und nennt sie „cells“ – Zellen |
| 1670er | Antoni van Leeuwenhoek | Winzige Einzellinsen-Mikroskope bis etwa 270-fach; beschreibt als Erster Einzeller und Bakterien |
| 1870er | Ernst Abbe und Carl Zeiss | Abbe erklärt in Jena die Auflösungsgrenze und rechnet Objektive erstmals wissenschaftlich |
| 1931 | Ernst Ruska und Max Knoll | Erstes Elektronenmikroskop |
Erstaunlich ist van Leeuwenhoek: Mit einer einzigen, winzigen Glaskugel sah er mehr als die Zeitgenossen mit zwei Linsen. Die Linsen damaliger Zwei-Linsen-Mikroskope waren schlicht noch zu schlecht.
Mikroskop und Teleskop: gleiches Prinzip
Als Astronomie-Seite können wir es uns nicht verkneifen: Mikroskop und Teleskop sind optisch enge Verwandte. Beide bestehen aus einem Objektiv, das ein Zwischenbild erzeugt, und einem Okular, das dieses Bild wie eine Lupe vergrößert.
| Mikroskop | Teleskop | |
|---|---|---|
| Objekt | Winzig und nah | Riesig und weit weg |
| Objektiv | Sehr kurze Brennweite, wenige Millimeter | Lange Brennweite, oft 700 bis 1200 mm |
| Vergrößerung | Objektiv × Okular | Brennweite Objektiv ÷ Brennweite Okular |
| Grenze | Wellenlänge des Lichts (ca. 0,2 µm) | Öffnung des Objektivs und die Luftunruhe |
Wie das beim Teleskop im Detail aussieht, erklären wir in Teleskop: Aufbau und Funktionsweise. Wer den Mikroskop-Aufbau verstanden hat, versteht auch das Teleskop in fünf Minuten.
Welches Mikroskop für Schule und zu Hause?
Für Zuhause genügt ein Durchlicht-Mikroskop mit den Teilen aus unserer Zeichnung: Revolver mit drei Objektiven, Kreuztisch, Feintrieb und LED. Solche Geräte kosten ab etwa 150 Euro; für jüngere Kinder ist oft ein Stereomikroskop die bessere Wahl.
Die beiden Geräte unten stellen wir nach Datenblatt und Erfahrung aus Mikroskopie-Foren vor, selbst getestet haben wir sie nicht. Mehr Auswahl und Vergleiche findest du im Mikroskop-Ratgeber, speziell für junge Forscher im Artikel Mikroskop für Kinder und beim Stereomikroskop.
Alle Teile der Zeichnung: Omegon Mikroskop Nabla II Mono (bis 1000x)

Hat alles, was auf unserer Zeichnung steht: Objektivrevolver mit Objektiven bis 100-fach Öl, Kreuztisch mit Nonius-Skala (Ablesehilfe für Positionen), Abbe-Kondensor, Grob- und Feintrieb und LED. Mit einem Auge zu schauen ist bei langen Sitzungen anstrengender als ein Bino-Einblick.
Preis: 249,00 €
Mit beiden Augen: Omegon Mikroskop Binofield 40x–800x (LED)

Günstiger Einstieg mit Bino-Einblick, Revolver, Kreuztisch, Grob- und Feintrieb sowie einem Filterrad mit fünf Farben für mehr Kontrast. Echte Details zeigt es bis etwa 400- bis 650-fach, die 800-fach auf dem Karton sind Leervergrößerung.
Preis: 149 €
Auf Lager · versandfertig in 3-7 Tagen
Das Omegon Nabla III hat eine Beleuchtung nach August Köhler: Eine zusätzliche Leuchtfeldblende an der Lampe und ein höhenverstellbarer, zentrierbarer Kondensor sorgen dafür, dass das Bildfeld gleichmäßig hell ist und kein Streulicht den Kontrast frisst. Dazu kommen DIN-Achromate von 4- bis 100-fach Öl und ein Kondensor mit NA 1,25, der das Öl-Objektiv voll ausnutzt. Der Aufpreis lohnt sich für die Oberstufe, das Biologiestudium und alle, die Bakterien und gefärbte Zellen wirklich sauber sehen wollen – für die 5. Klasse ist er zu viel.
Für Fortgeschrittene: Omegon Mikroskop Nabla III Bino (Köhler)

Köhler-Beleuchtung, DIN-Achromate 4x bis 100x Öl und Kondensor NA 1,25: Laborstandard, mit dem auch Bakterien und feine Zellstrukturen sauber gelingen.
Preis: 489,00 €
Häufige Fragen zum Mikroskop-Aufbau
Wie ist ein Mikroskop aufgebaut?
Ein Lichtmikroskop besteht aus optischen Teilen (Okular, Tubus, Objektivrevolver, Objektive), mechanischen Teilen (Objekttisch, Kreuztisch, Grob- und Feintrieb, Stativarm, Fuß) und der Beleuchtung (Leuchte, Kondensor, Blende). Zusammen sind das 13 Teile, die du in unserer beschrifteten Zeichnung oben findest.
Was macht der Tubus beim Mikroskop?
Der Tubus verbindet Okular und Objektiv und hält sie auf dem richtigen Abstand. In ihm entsteht das Zwischenbild, das das Okular vergrößert. Außerdem schirmt er störendes Seitenlicht ab.
Wozu dient der Kondensor?
Der Kondensor sitzt unter dem Objekttisch und bündelt das Licht der Lampe auf das Präparat. Zusammen mit der Blende bestimmt er Helligkeit und Kontrast. Ohne Kondensor lohnen sich Vergrößerungen über 400-fach kaum.
Was ist der Unterschied zwischen Okular und Objektiv?
Das Objektiv sitzt nah am Präparat und erzeugt das erste, vergrößerte Bild. Das Okular ist die Linse am Auge und vergrößert dieses Bild wie eine Lupe noch einmal. Die Gesamtvergrößerung ist das Produkt aus beiden.
Wie berechnet man die Vergrößerung beim Mikroskop?
Du multiplizierst die Vergrößerung des Objektivs mit der des Okulars. Ein 10er-Objektiv mit einem 10er-Okular ergibt 100-fach, ein 40er-Objektiv 400-fach.
Wer hat das Mikroskop erfunden und wann?
Das erste Mikroskop entstand um 1590 in den Niederlanden, vermutlich bei Hans und Zacharias Janssen. Berühmt gemacht haben es Robert Hooke (1665) und Antoni van Leeuwenhoek (1670er-Jahre).
Kann man Viren mit dem Lichtmikroskop sehen?
Nein, Viren sind mit 15 bis 400 Nanometern zu klein. Die Grenze des Lichtmikroskops liegt bei etwa 0,2 Mikrometern, also 200 Nanometern – dafür braucht man ein Elektronenmikroskop. Bakterien sieht man dagegen bei 1000-fach mit Öl und Färbung.
Wie zeichne ich ein Mikroskop für den Unterricht?
Zeichne mit Bleistift in der Seitenansicht und beginne mit Fuß und Stativarm, dann folgen Tisch, Tubus und Optik. Die Beschriftungslinien ziehst du mit dem Lineal waagerecht nach außen, ohne dass sie sich kreuzen. Unser Übungsblatt oben kannst du als Vorlage nehmen.
Weiterlesen: Mikroskop kaufen: der Ratgeber · Mikroskopieren für Einsteiger · Mikroskop für Kinder · Teleskop: Aufbau und Funktionsweise
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