Von Alexander Merz · Aktualisiert am
Das Celestron Origin Mark II ist ein Smart-Teleskop für den festen Platz im Garten: 152 mm RASA-Optik bei f/2,2, Sony-IMX678-Kamera und GoTo-Gabelmontierung, zusammen 18,9 kg. Es kostet 5.499 € und ist das lichtstärkste Smart-Teleskop, das man heute kaufen kann.
⭐ Kurz gesagt: Der Origin zeigt kleine, schwache Galaxien und Nebel schneller und detailreicher als jedes andere Smart-Teleskop. Dafür zahlst du mit Gewicht, einem schmalen Bildfeld und einem Preis, der ein Mehrfaches der Einsteigerklasse beträgt. Er lohnt sich für alle, die ihn im Garten stehen lassen können – wer tragen, reisen oder erst einsteigen will, fährt mit dem DWARFLAB Draco oder dem Seestar S50 Pro besser.
Das lichtstärkste Smart-Teleskop: Celestron Origin Mark II Smart Telescope

152 mm RASA-Optik bei f/2,2, neue Kamera mit Sony IMX678, Autofokus, Tauheizung und Filterschublade für 1,25″- und 2″-Filter. Das Gerät für den festen Beobachtungsplatz – nicht für den Rucksack.
Preis: 5.499 €
Bestellbar
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Was ist das Celestron Origin?
Celestron nennt den Origin ein „Intelligent Home Observatory“ – eine Heimsternwarte in drei Teilen. Er gehört damit in die Klasse der Gartensternwarte, nicht zu den Reisegeräten wie Seestar oder DWARF. Du stellst ihn einmal auf, das Handy übernimmt den Rest: Sterne erkennen, Ziel anfahren, fokussieren, belichten, stapeln.
Herzstück ist ein RASA, ein Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph – ein Spiegelteleskop, das nur zum Fotografieren gebaut ist. Das Licht fällt durch eine Korrekturplatte, trifft hinten auf den Hauptspiegel und wird nach vorn gebündelt, wo die Kamera direkt im Brennpunkt sitzt.
Der Trick ist die kurze Brennweite von 335 mm bei 152 mm Öffnung, das ergibt das Öffnungsverhältnis f/2,2. Je kleiner diese Zahl, desto schneller sammelt eine Optik Licht auf dem Sensor. Wie radikal das ist, zeigt unser Artikel zum großen Bruder, dem Celestron RASA 8.
Celestron Origin Mark II: Daten und Lieferumfang
Alle Angaben stammen aus dem Celestron-Datenblatt und der Astroshop-Listung (Stand 30.09.2026). Den Preis führen wir täglich automatisch nach.
| Merkmal | Celestron Origin Mark II |
|---|---|
| Optik | RASA (Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph), 152 mm / 335 mm, f/2,2 |
| Abschattung | 77 mm (50,7 % des Durchmessers) durch die Kamera |
| Kamera | Sony IMX678, Farbe, 3856 × 2180 Pixel (8,3 MP), 2,0 µm Pixel |
| Bildfeld / Bildmaßstab | 1,32° × 0,75° / 1,23″ pro Pixel |
| Montierung | azimutale GoTo-Gabel (einarmig), EQ-Betrieb mit optionaler Polhöhenwiege |
| Ausstattung | Autofokus, Tauheizung an der Frontlinse, Filterschublade für 1,25″ und 2″, zwei Lüfter (Optik und Elektronik) |
| Steuerung | Raspberry Pi 4 im Gerät, WLAN, Ethernet, App „Celestron Origin“ (iOS/Android) |
| Akku | LiFePO4, 97,9 Wh, fest verbaut, „6+ Stunden“ laut Celestron |
| Gewicht | Tubus 4,8 kg · Montierung 7,7 kg · Stativ 6,4 kg = 18,9 kg |
| Lieferumfang | Tubus mit Kamera, Montierung mit Akku, Stahlstativ, Taukappe, Netzteil |
| Nicht dabei | Sonnenfilter, Nebelfilter, Polhöhenwiege, Transporttaschen |
| Preis / Lieferung | 5.499 € · ● Bestellbar |
Die Kamera sitzt nicht gekühlt im Gerät – die beiden Lüfter kühlen Optik und Elektronik, nicht den Sensor. Gekühlt ist unter den Smart-Teleskopen in unserem Vergleich nur der DWARF Draco; ungekühlte Sensoren rauschen in warmen Sommernächten stärker.
Mark II vs. Mark I: Was ist neu?
Der Unterschied zwischen Mark I und Mark II („Mark 2“) steckt allein in der Kamera. Optik, Montierung, Stativ, Akku und Gewicht sind laut Celestron identisch. Das Mark II ist seit Ende 2025 im Handel.
| Merkmal | Origin (Mark I) | Origin Mark II |
|---|---|---|
| Sensor | Sony IMX178 | Sony IMX678 (Starvis 2) |
| Auflösung | 3096 × 2080 (6,4 MP) | 3856 × 2180 (8,3 MP) |
| Pixelgröße | 2,4 µm | 2,0 µm |
| Bildmaßstab | 1,48″ pro Pixel | 1,23″ pro Pixel |
| Bildfeld | 1,27° × 0,85° | 1,32° × 0,75° (16:9) |
| Optik, Montierung, Akku, Gewicht | unverändert: 152 mm f/2,2, 97,9 Wh, 18,9 kg | |
Das Plus ist spürbar, aber kein Quantensprung. Mehr Pixel, feinerer Maßstab und ein moderner Sensor; Ein Umsteiger auf Cloudy Nights berichtet von deutlich besseren Sternen und Farben. Auf Reddit nennen dagegen zwei Mark-I-Besitzer die alte Kamera den Schwachpunkt – einer findet auch die neue nur „kaum besser“.
Was du mit dem Origin wirklich siehst
Wie viel Licht ein Teleskop von einem Objekt einsammelt, hängt an der Fläche seiner Öffnung – abzüglich dessen, was in der Mitte abgeschattet wird. Beim Origin bleiben von 152 mm netto so viel Fläche wie bei einer freien 131-mm-Öffnung.
Pro Pixel landet beim Origin rund doppelt so viel Licht wie beim Seestar S50 Pro – obwohl jedes Pixel nur gut ein Viertel so viel Himmelsfläche abbildet (1,23″ statt 2,30″). Heißt: mehr Detail und trotzdem weniger Rauschen in derselben Zeit.
In der Praxis steht schon nach wenigen Minuten ein erkennbares Bild auf dem Handy, wie Astroshop, Intercon Spacetec und BBC Sky at Night übereinstimmend berichten. Ein Besitzer auf Cloudy Nights zeigt unter dunklem Himmel in zwei Stunden Belichtung Galaxien schwächer als 19. Größe im Coma-Haufen – das ist Fachsprache für „extrem lichtschwach“ und für ein Smart-Teleskop ungewöhnlich.
Die Kehrseite: das schmale Bildfeld
Mit 1,32° × 0,75° hat der Origin das kleinste Bildfeld der Premium-Klasse. Der Mond (gut 0,5°) passt knapp hinein, die Andromeda-Galaxie (rund 3° lang) oder der Nordamerikanebel nur als Mosaik.
Den Mosaikmodus hat Celestron erst per Update nachgereicht (Firmware 1.5 mit aktueller App); im Besitzer-Thread auf Cloudy Nights wurde er lange vermisst. Ein Mosaik verteilt deine Belichtungszeit auf mehrere Felder – große Nebel kosten also entsprechend mehr Nächte.
Planeten: die ehrliche Schwäche
Für Planeten ist der Origin nicht gebaut. Entscheidend ist der Bildmaßstab: Mit 1,23″ pro Pixel wird Jupiter zur Opposition nur rund 35 bis 40 Pixel groß – knapp doppelt so groß wie im Seestar S50 Pro, aber kleiner als im DWARF Draco.
Ein klassisches Teleskop mit Planetenkamera zeigt Jupiter mit 100 bis 200 Pixeln und kostet einen Bruchteil. Den Mond nimmt der Origin gut auf, Planeten allenfalls als Beifang. Wer vor allem Saturns Ringe und Jupiters Bänder will, schaut sich die Celestron-Teleskope mit langer Brennweite an.
Gewicht, Aufbau und Transport
18,9 kg verteilen sich auf drei Teile: 4,8 kg Tubus, 7,7 kg Montierung, 6,4 kg Stativ. Einzeln ist jedes Teil tragbar, zusammen ist es fast siebenmal so schwer wie ein Seestar S50 Pro.
Ins Flugzeug kommt der Origin nicht, ins Auto schon. Für den Kofferraum gibt es Transporttaschen von Celestron für Tubus, Montierung und Stativ. Wer ihn aber jeden Abend aus dem Keller holen muss, wird ihn erfahrungsgemäß bald seltener benutzen.
EQ-Betrieb: Polhöhenwiege und Autoguider
Im azimutalen Betrieb dreht sich das Bildfeld während der Aufnahme – das ist Physik, nicht Mangel, und betrifft jedes Smart-Teleskop auf einer Alt-Az-Montierung. Die Folge sind unscharfe Bildränder, die beim Stapeln abgeschnitten werden, und bei manchen Objekten ringförmige Muster im Hintergrund.
Seit dem App-Update vom Juni 2025 kann der Origin äquatorial arbeiten, also nachgeführt wie eine parallaktische Montierung. Dafür brauchst du eine Polhöhenwiege (Wedge), die die Montierung zur Himmelsachse neigt; für lange Belichtungen zusätzlich den StarSense Autoguider.
Zubehör für den Celestron Origin
Was du brauchst, hängt vom Ziel ab – nötig ist zum Start nichts davon. Die Preise ändern sich; wo wir sie nennen, sind es unverbindliche Preisempfehlungen von Baader (Celestron-Vertrieb in Deutschland).
| Zubehör | Wofür | Lohnt sich für |
|---|---|---|
| Nebelfilter (Dualband, z. B. Celestron oder Drittanbieter) | Emissionsnebel aus lichtverschmutztem Himmel | Fast alle – der Filter ist laut Lieferliste nicht dabei. |
| Zweite Filterschublade (Drittanbieter, 1,25″ oder 2″) | Filter wechseln, ohne neu einzuschrauben | Wer oft zwischen Galaxien und Nebeln wechselt |
| Polhöhenwiege NexStar Evo/SE | EQ-Betrieb ohne Bildfelddrehung | Fotografen, die Rohdaten selbst bearbeiten (UVP 529 €) |
| StarSense Autoguider V2 | Belichtungen deutlich über einer Minute | Nur zusammen mit der Wiege (UVP 939 €) |
| Origin-Zubehörset (Wiege + Autoguider + Kleinteile) | Kompletter EQ-Umbau | Spart laut Baader 139 € (UVP 1.399 €) |
| Transporttaschen | Tubus, Montierung, Stativ schützen | Wer den Origin im Auto transportiert |
| USB-WLAN-Stick | Stabilere Verbindung | Wenn das Handy weiter als ein paar Meter entfernt ist |
Mit einem Standardfilter zeigen helle Sterne bei f/2,2 Halos – leuchtende Ringe um den Stern. Das ist das häufigste Thema in beiden Foren; wie stark es ausfällt, hängt vom Filter ab, ganz los wird man sie laut einer deutschen Besitzerin auch mit Nebelfilter nicht.
Celestron Origin im Test: was Tests und Besitzer berichten
Wir hatten keinen Origin selbst im Einsatz. Diese Einordnung beruht auf vier Praxistests (BBC Sky at Night zum Mark II, Astroshop, Intercon Spacetec und ein Cloudy-Nights-Nutzertest zum Mark I) und auf über 400 Forenbeiträgen, die wir gelesen und nach Besitzern ausgezählt haben.
| Quelle | Was wir gelesen haben | Nachweisliche Besitzer |
|---|---|---|
| forum.astronomie.de | 7 Threads, rund 60 Beiträge (2024–2026) | 2 Besitzer, 1 Leihgerät |
| Cloudy Nights | Stichprobe aus dem 222-Seiten-Besitzerthread (5 Seiten), 2 Problem-Threads, 1 Nutzertest – rund 100 Beiträge | nicht sauber auszählbar (viele Besitzer, Mark I und II gemischt) |
| 23 Threads mit 263 Kommentaren (07/2024–08/2026) | 13 Besitzer |
Von den 13 Reddit-Besitzern sind sechs rundum begeistert – einfache Bedienung, starke Bilder auch aus der Stadt. Zwei halten die alte Mark-I-Kamera für den Schwachpunkt, einer ist von der Bildfelddrehung enttäuscht, einer bietet seinen nach rund fünf Einsätzen zum Verkauf an, drei äußern sich neutral.
Quellen-Bias: Der Cloudy-Nights-Thread ist ein Besitzer-Thread, in dem Bildbeiträge überwiegen und auch Händler mitschreiben; Reddit ist gegenüber teuren Smart-Teleskopen eher skeptisch. Wiederkehrende Hardware-Defekte fanden wir in keiner Quelle – die Probleme betreffen Software, WLAN und Bildbearbeitung. Kein Forenwert auf dieser Seite ist eine Bewertung im Sinne eines Rezensionsportals.
Origin, Draco, Vespera Pro II oder Seestar S50 Pro?
Der Origin hat in der Oberklasse keinen direkten Gegner – die anderen Premium-Geräte setzen auf Mobilität oder Preis. Hier die vier Kandidaten, zwischen denen sich Käufer in dieser Klasse entscheiden.
| Merkmal | Celestron Origin Mark II | DWARFLAB Draco | Vaonis Vespera Pro II | Seestar S50 Pro |
|---|---|---|---|---|
| Preis | 5.499 € | 1.499 € | 2.990 € | 999 € |
| Öffnung (netto) | 152 mm (≈ 131 mm) | 90 mm (≈ 80 mm) | 50 mm | 50 mm |
| Öffnungsverhältnis | f/2,2 | f/3,8 | f/4,9 | f/5,2 |
| Bildfeld | 1,32° × 0,75° | 1,65° × 1,24° | 1,65° × 1,65° | 2,45° × 1,38° |
| Bildmaßstab | 1,23″/Pixel | 1,46″/Pixel (gebinnt) | 1,68″/Pixel | 2,30″/Pixel |
| Gekühlter Sensor | nein | ja | nein | nein |
| Gewicht | 18,9 kg | 5,5 kg | 5 kg | 2,8 kg |
| Akku | 6+ h | 5 h | 11 h | 9 h |
| Sonnenfilter dabei | nein | ja | nein | ja |
| Lieferung | ● Bestellbar | ● Derzeit nicht lieferbar (lieferbar ab 05.11.2026) | ● Auf Lager · versandfertig in 24 h | ● Bestellbar |
| Produkt | Origin Mark II | DWARFLAB Draco | Vespera Pro II | Seestar S50 Pro |
Die Links mit Sternchen sind Partnerlinks. Technische Daten: Herstellerangaben, geprüft am 30.09.2026; Nettoöffnung und Bildmaßstab von uns nachgerechnet.
Der Draco ist der einzige, der dem Origin bei schwachen Objekten nahekommt – mit gut einem Drittel der Lichtsammelfläche, aber gekühltem Sensor und langen Belichtungen. Die Vespera Pro II ist das Reisegerät mit dem besten Akku, das S50 Pro der Einstieg, mit dem niemand etwas falsch macht.
💡 Die ehrliche günstigere Alternative: DWARFLAB Draco
Der Draco kostet 1.499 €, wiegt 5,5 kg und bringt als Einziger einen gekühlten Sensor und Einzelbelichtungen bis 300 Sekunden mit. Er sammelt deutlich weniger Licht als der Origin, zeigt dafür das größere Bildfeld und passt in jeden Kofferraum.
Der Haken: Er wird erst ab November ausgeliefert, und unabhängige Tests gibt es noch nicht. Wer nicht warten will oder den Origin nicht fest aufstellen kann, schaut sich den Draco im Detail an.
Für wen sich der Origin lohnt – und für wen nicht
Kurz: Der Origin lohnt sich, wenn er stehen bleiben darf. Alles andere ist eine Frage von Budget und Geduld.
| Deine Situation | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| Fester Platz im Garten oder auf der Terrasse, Galaxien und kleine Nebel als Ziel | Celestron Origin Mark II | ⭐ Genau dafür gebautDie meiste Lichtsammelfläche und der feinste Bildmaßstab aller Smart-Teleskope. |
| Premium-Qualität, aber tragbar und deutlich günstiger | DWARFLAB Draco | Gekühlter Sensor, 5,5 kg – erste Tests abwarten |
| Reisen, Berge, Urlaub am Meer | Vaonis Vespera Pro II | 5 kg mit Stativ, 11 Stunden Akku, Mosaikmodus |
| Erstes Smart-Teleskop | Seestar S50 Pro | Ausgereift, 2,8 kg, großes Bildfeld – der sichere Einstieg |
| Du willst selbst durchs Okular schauen oder vor allem Planeten | kein Smart-Teleskop | Ein klassisches Teleskop aus unserem Ratgeber Profi-Teleskop |
Die Links mit Sternchen sind Partnerlinks.
Wer Astrofotografie als Handwerk lernen will, kann den Preis auch anders ausgeben: Montierung, Kamera und Optik einzeln, mit mehr Flexibilität und mehr Arbeit. Der Origin ist die Abkürzung – er nimmt dir das Zusammenstellen, Einrichten und Stapeln ab.
Häufige Fragen zum Celestron Origin
Was kostet der Celestron Origin Mark II?
Bei Astroshop 5.499 € (täglich automatisch aktualisiert). Der Vorgänger Mark I ist dort noch für 4.599 € gelistet; Polhöhenwiege, Autoguider und Filter kommen gegebenenfalls dazu.
Was ist der Unterschied zwischen Origin Mark I und Mark II?
Nur die Kamera: Sony IMX678 mit 8,3 MP und 2,0-µm-Pixeln statt IMX178 mit 6,4 MP und 2,4-µm-Pixeln. Optik, Montierung, Akku und Gewicht sind gleich. Mark-I-Besitzer können die neue Kamera als „Origin 678C“ nachrüsten.
Wie schwer ist der Celestron Origin?
18,9 kg: 4,8 kg Tubus, 7,7 kg Montierung und 6,4 kg Stativ. Die drei Teile lassen sich einzeln tragen, der Aufbau dauert rund zehn Minuten.
Kann man mit dem Origin Planeten fotografieren?
Nur eingeschränkt. Mit 1,23″ pro Pixel wird Jupiter rund 35 bis 40 Pixel groß – mehr als im Seestar S50 Pro, aber weit weg von einem klassischen Teleskop mit Planetenkamera. Der Mond gelingt gut.
Kann man durch den Origin durchschauen?
Nein. Die Kamera sitzt dort, wo bei anderen Teleskopen das Okular wäre. Das Bild siehst du auf Handy, Tablet oder Bildschirm.
Hat der Origin einen Mosaikmodus?
Ja, seit Firmware 1.5 in Verbindung mit der aktuellen App. Damit lassen sich Objekte wie die Andromeda-Galaxie, die nicht ins 1,32° × 0,75° große Bildfeld passen, aus mehreren Feldern zusammensetzen.
Brauche ich die Polhöhenwiege?
Für den Einstieg nicht. Sinnvoll ist sie, wenn du Rohdaten selbst bearbeitest und die Bildfelddrehung und Ringmuster des Alt-Az-Betriebs loswerden willst. Passend ist die Polhöhenwiege NexStar Evo/SE, nicht die Heavy-Duty-Variante.
Wie lange hält der Akku?
Celestron nennt „6+ Stunden“ für den fest verbauten 97,9-Wh-Akku. Bei Frost sinkt die Laufzeit deutlich – BBC Sky at Night kam auf rund drei Stunden. Für lange Winternächte hilft ein 12-V-Netzteil.
Origin oder DWARF Draco?
Der Origin sammelt mehr Licht und hat den feineren Bildmaßstab, wiegt aber mehr als das Dreifache. Der Draco ist günstiger, tragbar und gekühlt, aber noch ungetestet. Mit festem Platz im Garten: Origin; sonst eher Draco.
Fazit: die Gartensternwarte auf Knopfdruck
Der Celestron Origin Mark II ist das stärkste Smart-Teleskop, das man kaufen kann – bei kleinen, schwachen Objekten spielt er in einer eigenen Liga. Das Mark II behebt die größte Kritik am Vorgänger, die Kamera, ohne das Grundkonzept zu ändern.
Kaufen solltest du ihn nur mit festem Platz. Wer tragen muss, nimmt den Draco oder eine Vespera, wer einsteigt, das Seestar S50 Pro. Alle Geräte im Überblick zeigt unser Smart-Teleskop-Ratgeber.
Passt der Origin zu dir?
- ✔ Ja, wenn er im Garten oder auf der Terrasse stehen bleiben kann.
- ✔ Ja, wenn du Galaxien und kleine Nebel in bester Smart-Teleskop-Qualität willst, ohne eine Ausrüstung selbst zusammenzubauen.
- ✘ Nein, wenn du reisen oder tragen musst: Der DWARFLAB Draco (1.499 €) ist die leichtere Premium-Wahl.
- ✘ Nein, wenn du vor allem Planeten sehen oder selbst durchs Okular schauen willst.
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