Von Alexander Merz · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 22. September 2026
⚡ Die schnelle Antwort: Mars ist unser äußerer Nachbarplanet – der „Rote Planet” mit halbem Erddurchmesser, Vulkanriesen und Eiskappen. Aktuell (Sommer 2026) steht Mars am Morgenhimmel und nähert sich der Erde: Am 19. Februar 2027 erreicht er seine Opposition und wird dann monatelang das auffälligste rote Objekt am Nachthimmel. Für Raumsonden öffnen sich solche Nähe-Phasen als Startfenster – wie lange man zum Mars fliegt, lesen kannst du im eigenen Artikel.
Viele Ähnlichkeiten mit der Erde und seine Rotfärbung machen den Mars für Astronomen wie Utopisten gleichermaßen attraktiv. Unser Nachbarplanet ist der äußerste der inneren Planetengruppe und nach Merkur der zweitkleinste aller 8 anerkannten Planeten des Sonnensystems.
Mars im Steckbrief: alle Daten auf einen Blick
Mars ist der vierte Planet der Sonne und der äußerste der vier Gesteinsplaneten. Er ist etwa halb so groß wie die Erde, besitzt aber genauso viel Landfläche – weil ihm die Ozeane fehlen. Die folgende Tabelle fasst alle Kennzahlen des Roten Planeten zusammen.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Position im Sonnensystem | 4. Planet, äußerster der Gesteinsplaneten |
| Typ | Gesteinsplanet (wie Merkur, Venus und Erde) |
| Durchmesser | 6.792 km am Äquator – gut die Hälfte des Erddurchmessers |
| Masse | 6,417 · 1023 kg = 0,107 Erdmassen |
| Schwerkraft | 3,72 m/s² – rund 38 % der Erdanziehung |
| Entfernung zur Sonne | 206,6 bis 249,2 Mio. km (im Mittel 227,9 Mio. km = 1,52 AE) |
| Umlaufzeit | 687 Erdtage = 1,88 Jahre |
| Tageslänge (Sol) | 24 Stunden 37 Minuten – fast wie auf der Erde |
| Achsneigung | 25,2° – daher echte Jahreszeiten, nur doppelt so lang |
| Temperatur | im Mittel −63 °C; Extreme von −143 °C in der Polarnacht bis +20 °C am Äquatormittag |
| Atmosphäre | 95 % Kohlendioxid, 2,8 % Stickstoff, 2 % Argon – Druck nur 6 Millibar (0,6 % der Erde) |
| Monde | 2 – Phobos und Deimos, beide winzig und unregelmäßig geformt |
| Höchster Berg | Olympus Mons, rund 22 km hoch – der größte Vulkan des Sonnensystems |
| Größte Schlucht | Valles Marineris, rund 4.000 km lang und bis 7 km tief |
| Magnetfeld | kein globales Feld – nur magnetisierte Krustenreste aus der Frühzeit |
| Nächste Opposition | 19. Februar 2027 im Sternbild Löwe, Helligkeit −1,2 mag, Scheibchen 13,8″ |
| Entdeckung | seit der Antike bekannt – schon Babylonier und Ägypter verfolgten seine Bahn |
Namensgebung
Seinen Namen verdankt der Planet seinem orange-blutroten Erscheinungsbild am Himmel. Als Namenspate diente der römische Kriegsgott Mars. Er steht für das Schicksal des Krieges und der Streitbarkeit. Die zwei Monde des Roten Planeten erhielten die Namen »Phobos« (Furcht) und »Deimos« (Schrecken). Die gesamte Planetenoberfläche und ebenso die Marsatmosphäre sind von Rost aus Eisen(III)-oxid durchsetzt, woher der zweite Name »Roter Planet« für diesen Planeten des Sonnensystems stammt.

(Fotograf: James Bates. Equipment: Celestron Nexstar 8SE*, ZWO ADC, ASI224MC)
Eigenschaften
Mars ist nur halb so groß wie die Erde und bewegt sich 1,5-mal entfernter um die Sonne als die Erde. Das Marsjahr dauert ca. 1,9 Erdenjahre, ein Marstag (Sol) hat 24 Stunden und 40 Minuten. Die Ellipse des Mars veränderte sich in den letzten 1,35 Millionen Jahren. Damals bewegte er sich weniger exzentrisch als die Erde (0,002), während er heute mit einem Wert um 0,0935 deutlich von der Kreisbahn der übrigen Planeten des Sonnensystems abweicht. Berechnungen zeigen, dass die Bahnen von Mars und Erde sich innerhalb der letzten 35.000 Jahre annäherten und sich ihre Abstände in 25.000 Jahren weiter verringern werden.
Diskussion über den »Roten Planeten« und habitable Zonen
Habitabel bewegt sich ein Planet, wenn er seinem Zentralgestirn nicht zu nahe kommt. Denn Wasser würde dort verdampfen. Umläuft er die Sonne in zu großem Abstand, gibt es dort nur Eis. Der Begriff »habitable Zone« ist alt und geht davon aus, dass Leben sich – wenn überhaupt – nur in Formen entwickeln kann, die unserer biologischen ähneln. Demnach ist Leben auf dem Mars nicht möglich. Die Umlaufbahn dieses Planeten des Sonnensystems liegt gering, jedoch außerhalb der so definierten »Lebenszone«.
Zahlreiche Raumfahrtmissionen enttäuschen Astronomen und Utopisten immer von Neuem. Die Gebilde, die aus der Ferne künstlich oder gar wie menschliche Gesichter wirkten, erwiesen sich bei vergangenen Missionen als Launen der Natur, erosiertes Gestein. Als nächste Marsmission ist die Landung von »Curiosity«, einem NASA-Rover, auf Marsboden geplant. Vielleicht definieren wir schon bald unsere Vorstellungen von den Planeten des Sonnensystems neu.
Marsforschung
Kein anderer Planet des Sonnensystems ist unserer Erde so nah und so ähnlich wie der Mars. Er wird hell von der Sonne bestrahlt, so dass ihn schon die Menschen im Altertum kannten. Die erdgebundene Marsforschung »fütterte« die Fantasie von Literaten und Astronomen durch vermeintlich menschenähnliche Erscheinungen, gebäudeartige Formationen oder gar entdeckte künstlich angelegte Straßen und Wege. So wundert es nicht, dass die direkte Marsforschung weltweit fieberhaft voran getrieben wurde.
Was die Alten schon wussten
Schon gegen Ende des 16. Jahrhunderts waren die Planetenpositionen genau vermessen, die Rotation dieses Planeten des Sonnensystems mit etwas mehr als einem Erdentag (24,5 Stunden) bestimmt und seine Polkappen entdeckt. Karten vom Mars gibt es seit 1820. Spekulationen über einen zumindest ehemals bewohnten Planeten löste die Entdeckung von »Canali« durch Giovanni Schiaparelli aus.
Zweifel und Glaube über die Herkunft der Gräben und weiterer optischen Entdeckungen fochten gegeneinander. Die Frage, ob die Erde der einzige bewohnte Planet des Sonnensystems sei, wurde zur Forschungsmission. Kühne Visionäre gingen noch weiter: Der Mars sei nah, unserem »Blauen Planeten« ähnlich und vielleicht von Menschen bewohnbar. Genaueren Aufschluss über den Sinn oder Unsinn solcher Ideen sollte die unbemannte Marsforschung geben.
Unser roter Nachbar im Raumzeitfahrtalter
Anflüge zu diesem nahen und felsigen Planeten des Sonnensystems schienen wesentlich leichter als beispielsweise zu Merkur oder Venus. Die Umgebungsbedingungen kamen einem Kreisen im Orbit und gar einer heilen Landung auf der Oberfläche sehr entgegen. Dennoch gibt es noch immer kein Gestein vom Mars, das auf dem Weg über Sonden zur Erde gelangte. Einzig Marsmeteoriten dienen bisher zur Marsforschung in unseren wissenschaftlichen Labors.
Die Wissenschaft ließ sich die Reisen zu gerade diesem Planeten des Sonnensystems eine Menge kosten. Über dreißig Missionen zum Mars missglückten – teils wegen »höherer Gewalt« (plötzlich veränderte, unvorhersehbare Vor-Ort-Bedingungen), teils wegen technischer Mängel der Konstruktionen. Dafür entzauberten die bisher acht gelungenen Anflüge das Mysterium des »Roten Planeten« durch detaillierte Marsforschung.
Neben tausenden Fotografien entpuppten sich rätselhafte Strukturen als Schächte vulkanischen Ursprungs, die Rillen- und Grabenstrukturen der Oberfläche als Erosionserscheinungen, der vermeintlich »habitable« Planet des Sonnensystems als lebensfeindlich. Die Missionen um und auf dem Mars zeigten, dass belächelte Visionen dennoch nicht unberechtigt sind. Einst trug unser roter Nachbar Wasser und eine Atmosphäre. Aktuell fand die Marsforschung dort noch Restwasser in Eisform und Salzlager aus ehemaligen Grundwasserablagerungen.
Auch interessant: Wie lange fliegt man zum Mars?
Klein und nah: Marsmond Phobos
Die Entdeckung des Mondes um unseren nächstgelegenen Gesteinsplaneten des Sonnensystems war eine Sensation. Auch die physikalischen Eigenschaften dieses Mondes sind ungewöhnlich. So geht er im Westen auf und im Osten unter, zweimal pro »Marstag«. Aufgrund seiner gebundenen Rotation sind auf Phobos außerdem dreimal pro Tag Neu-, Halb- und Voll-»Phobos«. Einige der Erkenntnisse weisen darauf hin, dass er den Mars in astronomischer Zeitrechnung nicht mehr lange begleitet.
Wie zahlreiche Objekte des Asteroidengürtels im Sonnensystem ist die Dichte dieses Marsmondes sehr gering. Er wirkt wie ein zusammengehaltener Trümmerhaufen. Wahrscheinlich entstand Phobos nicht zusammen mit dem Mars, sondern wurde von diesem vor langer Zeit eingefangen. Der kleine Mond befindet sich in kritischem Planetenabstand innerhalb der »Roche-Grenze« und nähert sich mit 1,8 Meter pro 100 Jahren immer weiter an. Spätestens in 50 Millionen Jahren wird Phobos von den Gezeitenkräften des Mars zerrissen werden und nach derzeitigem Stand astronomischer Erkenntnisse entweder auf die Marsoberfläche stürzen oder als Staubring den Roten Planeten umgeben.
Der dunkle Marsmond Deimos
Ebenfalls in gebundener Rotation begleitet der kleinere Marsmond Deimos seinen Planeten des Sonnensystems. Obwohl er noch kleiner als Phobos und außerdem sehr dunkel ist, wurde er zeitgleich mit seinem größeren »Verwandten« entdeckt. Sowohl zum Mond Phobos als auch zu Deimos sind mehrere Marsmissionen geplant bzw. schon in den Startvorbereitungen, um genauere Erkenntnisse über die Beschaffenheit der Monde zu gewinnen.
Ein Mensch auf dem Mars würde Deimos nicht größer als ein trübes Pünktchen am Nachthimmel über dem Planeten des Sonnensystems sehen. Während Phobos verkehrt herum und regelrecht rasant den Mars umrundet, geht Deimos »korrekt« im Osten auf und im Westen unter – jedoch nur alle 2,5 Marstage, während derer es jeweils zwei Neu-, Halb- und Voll»Deimos« gibt. Auch von diesem kleinen Mond gilt bereits als sichere Erkenntnis, dass er keine gemeinsame Entstehungsgeschichte mit dem Planeten hat.
Mars beobachten: So findest du den Roten Planeten
Mars ist der einzige Planet, dessen feste Oberfläche wir vom Erdboden aus direkt sehen können – Merkur und Venus sind zu nah an der Sonne beziehungsweise von Wolken verhüllt, die Gasriesen haben gar keine. Genau das macht die Beobachtung reizvoll und zugleich anspruchsvoll: Das Marsscheibchen ist klein, und es lohnt sich nur in einem schmalen Zeitfenster rund um die Opposition.
Wo Mars gerade steht
Seit seiner Konjunktion mit der Sonne am 9. Januar 2026 hat sich Mars langsam vom Sonnenlicht freigearbeitet. Im Sommer und Herbst 2026 steht er am Morgenhimmel und ist mit rund 1,5 mag ein unauffälliges, leicht rötliches Sternchen – im Teleskop kaum größer als ein Punkt. Das ändert sich ab dem Winter: Mit jeder Woche rückt die Erde näher heran, das Scheibchen wächst, und ab etwa Dezember 2026 beginnt die eigentliche Beobachtungssaison. Die aktuelle Position findest du jederzeit in unserer Übersicht Welche Planeten sind heute sichtbar?
Die Opposition am 19. Februar 2027 – der beste Termin
Alle rund 26 Monate überholt die Erde den Mars auf der Innenbahn. Dann steht der Planet der Sonne genau gegenüber, geht bei Sonnenuntergang auf, ist die ganze Nacht sichtbar und erreicht seine größte Helligkeit. Der nächste Termin ist der 19. Februar 2027 um 16:44 Uhr MEZ, Mars steht dann im Sternbild Löwe – für Mitteleuropa günstig, weil der Löwe im Februar hoch am Himmel kulminiert.
Eine Einschränkung gehört dazu: Es ist eine Aphel-Opposition. Mars steht dabei nahe seinem sonnenfernsten Bahnpunkt, und die Erde kommt ihm nur bis auf 101,4 Mio. km (0,678 AE) nahe. Das Scheibchen bleibt mit 13,8 Bogensekunden deutlich kleiner als bei den spektakulären Perihel-Oppositionen – zum Vergleich: Im September 2035 werden es 24,5 Bogensekunden sein, fast das Doppelte. Mit −1,2 mag ist Mars trotzdem heller als jeder Stern außer Sirius und ein auffälliges orangerotes Licht am Winterhimmel.
Übrigens: Im Durchschnitt ist nicht Mars und auch nicht Venus der Erde am nächsten, sondern Merkur. Nachgerechnet über 150 Jahre im Artikel Welcher Planet ist der Sonne am nächsten?
Rund um die Opposition kehrt Mars seine Bewegungsrichtung scheinbar um: Die rückläufige Phase dauert vom 10. Januar bis zum 1. April 2027. In diesen Wochen zieht er eine Schleife zwischen die Sterne des Löwen – ein Effekt, der antike Astronomen jahrhundertelang beschäftigt hat und den man mit bloßem Auge über mehrere Wochen mitverfolgen kann.
Was du bei welcher Öffnung siehst
Mars verlangt Vergrößerung und ruhige Luft. Als Faustregel gilt: sinnvolle Vergrößerung bis etwa das Zweifache der Öffnung in Millimetern, und lieber eine halbe Stunde warten, bis das Teleskop ausgekühlt ist.
| Öffnung | Was rund um die Opposition erkennbar ist |
|---|---|
| Fernglas 10×50 | nur ein heller orangefarbener Punkt – aber die Farbe ist eindeutig |
| 70–80 mm Refraktor | ein winziges Scheibchen, gelegentlich ein Hauch der hellen Polkappe |
| 130 mm Reflektor | Polkappe klar, dazu die größte dunkle Struktur – Syrtis Major |
| 127 mm Maksutov | kontrastreiches Bild, mehrere dunkle Albedo-Gebiete bei ruhiger Luft |
| ab 200 mm Dobson | feine Oberflächenstrukturen, Wolkenschleier am Rand, bei Staubstürmen deren Verschwinden |
Ein Tipp aus der Praxis: Ein Orange- oder Rotfilter hebt die dunklen Albedo-Gebiete deutlich hervor, ein Blaufilter macht umgekehrt Wolken und Dunst sichtbar. Beide kosten wenig und sind der günstigste Detailgewinn, den es für Marsbeobachtung gibt. Wie du die passende Vergrößerung wählst, steht ausführlich in unserem Leitfaden Mars beobachten mit dem Teleskop.
Phobos und Deimos im Teleskop
Die beiden Marsmonde sind eine echte Herausforderung. Phobos erreicht rund 11,3 mag, Deimos etwa 12,4 mag – beide wären für ein 150-mm-Teleskop hell genug, verschwinden aber im Blendlicht des tausendfach helleren Planeten. Wer es versuchen will, braucht mindestens 250 mm Öffnung, hohe Vergrößerung und einen Trick: Mars mit einem Okularstab oder dem Feldrand abdecken, sodass nur der umgebende Himmel im Blickfeld bleibt. Die größte Elongation erreichen die Monde nur wenige Bogensekunden neben dem Planeten.
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Zur Opposition am 19. Februar 2027 zeigt Mars Polkappe und dunkle Flecken – mit der richtigen Öffnung.
Sechs kurze Fragen, ehrliche Antwort per Mail.
Häufige Fragen zu Mars
Wann ist die nächste Mars-Opposition?
Am 19. Februar 2027 um 16:44 Uhr MEZ, im Sternbild Löwe. Weil sie in Sonnenferne stattfindet, bleibt das Marsscheibchen mit 13,8 Bogensekunden kleiner als bei den „großen“ Oppositionen – mit −1,2 mag ist Mars trotzdem das auffälligste rote Objekt am Winterhimmel.
Warum ist Mars rot?
Der Oberflächenstaub enthält Eisen(III)-oxid, also schlicht Rost. Feiner Staub trägt die Farbe bis in die Atmosphäre, weshalb selbst der Marshimmel tagsüber butterscotch-orange erscheint. Schon mit bloßem Auge ist der rötliche Ton am Himmel gut zu erkennen.
Kann man Mars mit einem Einsteiger-Teleskop sehen?
Ja – als kleines rötliches Scheibchen. Rund um die Opposition zeigen Teleskope ab etwa 130 mm Öffnung bei ruhiger Luft auch die weiße Polkappe und dunkle Oberflächenstrukturen wie Syrtis Major. Außerhalb der Oppositionsmonate bleibt Mars dagegen ein enttäuschend kleiner Punkt.
Wie groß ist Mars im Vergleich zur Erde?
Sein Durchmesser beträgt 6.792 km, gut die Hälfte der Erde. Weil das Volumen mit der dritten Potenz wächst, passt Mars aber nur knapp sieben Mal in die Erde. Seine Landfläche entspricht trotzdem ungefähr der aller Kontinente zusammen – Mars hat schlicht keine Ozeane.
Wie lange dauert ein Tag auf dem Mars?
24 Stunden und 37 Minuten. Dieser „Sol“ ist der Erde so ähnlich, dass Missionsteams zeitweise im Marsrhythmus arbeiten und ihr Arbeitstag jeden Tag 37 Minuten später beginnt.
Wie lange ist ein Jahr auf dem Mars?
687 Erdtage, also 1,88 Jahre. Weil die Achse mit 25,2° fast so stark geneigt ist wie die der Erde, gibt es echte Jahreszeiten – nur eben doppelt so lange.
Wie lange dauert ein Flug zum Mars?
Je nach Bahnwahl und Startfenster zwischen sechs und neun Monaten. Die Details, warum die Reisezeit so stark schwankt und welche Startfenster sich alle 26 Monate öffnen, haben wir in einem eigenen Artikel zusammengestellt: Wie lange fliegt man zum Mars?
Gibt es Wasser auf dem Mars?
Ja, aber gefroren. Die Polkappen bestehen aus Wasser- und Trockeneis, und Radarmessungen zeigen ausgedehnte Eisschichten auch unter mittleren Breiten. Flüssiges Wasser kann an der Oberfläche wegen des Drucks von nur 6 Millibar nicht bestehen – es würde sofort verdampfen.
Warum hat Mars seine Atmosphäre verloren?
Weil ihm ein globales Magnetfeld fehlt. Ohne diesen Schutzschild trägt der Sonnenwind die obersten Atmosphärenschichten kontinuierlich davon – nach Messungen der MAVEN-Sonde rund 100 Gramm pro Sekunde. Über Milliarden Jahre summiert sich das zu dem dünnen Rest, den wir heute messen.
Wie viele Monde hat Mars?
Zwei: Phobos (22 km) und Deimos (12 km). Beide sind unregelmäßig geformt und vermutlich eingefangene Asteroiden. Phobos umkreist Mars so eng, dass er in etwa 50 Millionen Jahren zerrissen wird und einen kurzlebigen Ring bilden dürfte.
Weiterlesen
- Wie lange fliegt man zum Mars? Reisezeit und Startfenster
- Mars beobachten mit dem Teleskop – der ausführliche Leitfaden
- Die Planeten des Sonnensystems im Überblick
- Merksatz Planeten: die Reihenfolge im Kopf behalten
- Welche Planeten sind heute sichtbar?
- Teleskop für Einsteiger: die aktuellen Empfehlungen
- Welches Teleskop für Planeten? Maksutov, Dobson und ehrliche Erwartungen
🔴 Warum Mars seine Luft verlor: Ohne globales Magnetfeld trägt der Sonnenwind die Marsatmosphäre seit Milliarden Jahren Stück für Stück davon – nach MAVEN-Messungen rund 100 Gramm pro Sekunde.
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