Askar N160: Daten, Besitzerberichte und für wen sich der f/3,4-Newton lohnt

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Der Askar N160 ist ein Newton-Astrograf mit 160 mm Öffnung und Carbon-Tubus: 576 mm Brennweite bei f/3,6, mit dem beiliegenden Korrektor 544 mm bei f/3,4, ausgelegt für Kameras bis APS-C.

⭐ Kurz gesagt: Der N160 lohnt sich für Astrofotografen, die schon einmal einen Newton justiert haben und für rund 1.162 € maximal Licht pro Nacht wollen. Wer zum ersten Mal Deep-Sky fotografiert, ist mit einem Refraktor besser bedient: Der N160 verzeiht keine Fehler beim Backfokus und bei der Kollimation.
Askar N160 Newton-Astrograph 160/576 mit Carbon-Tubus, roten Rohrschellen und Zahnstangen-Okularauszug
Der Askar N160 mit Rohrschellen, Tragegriff und Vixen-Schiene – so wird er geliefert. Herstellerfoto, freigestellt; am Himmel kommen Kamera, Filter und Guiding dazu. Foto: Askar / Astroshop.

Askar ist die Marke des chinesischen Herstellers Sharpstar, der N160 kam im Juli 2026 auf den Markt. Er spielt in derselben Liga wie andere schnelle Teleskope aus unserem Überblick Astrofotografie.

Askar N160: technische Daten im Überblick

Die Händlerseiten widersprechen sich bei mehreren Werten. Die Tabelle folgt dem Datenblatt und dem Handbuch von Sharpstar; wo Shops abweichen, steht es darunter.

MerkmalWert
BauartNewton mit parabolischem Hauptspiegel, Borosilikatglas
Öffnung160 mm
Brennweite nativ576 mm (f/3,6)
Mit Korrektor544 mm (f/3,4), Korrektor 0,95× im Lieferumfang
Bildkreis28 mm (APS-C)
Fangspiegel61 mm kleine Achse – rund 38 % Obstruktion
Okularauszug2″-Zahnstange, zwei Geschwindigkeiten (1:10), drehbar, EAF-tauglich
Backfokus55 mm ab M48-Gewinde des Korrektors
TubusCarbon, Ø 193 mm, Länge 467 mm
Gewicht3,97 kg Tubus, 5,2 kg mit Schellen, Griff, Schiene und Korrektor
Preis1.162 €
⚠️ Vorsicht bei Shop-Angaben: „f/3,8“ steht nur in einer Händler-URL und ist ein Tippfehler. Manche Shops versprechen Vollformat – Sharpstar selbst nennt nur APS-C. Und „5,2 kg Tubusgewicht“ ist in Wahrheit das Gesamtgewicht mit Zubehör.

Die Obstruktion haben wir selbst gerechnet, weil sie in keiner Quelle steht. 38 % im Durchmesser sind für einen schnellen Foto-Newton normal: Der große Fangspiegel ist nötig, damit der Bildkreis bis in die Ecken ausgeleuchtet wird. Visuell wäre das ein Nachteil, fotografisch kostet es nur rund 15 % Licht.

Was f/3,4 bringt: weniger Nächte für dasselbe Bild

Das Öffnungsverhältnis bestimmt, wie schnell sich flächige Objekte wie Nebel und Galaxien im Bild aufbauen. Die nötige Belichtungszeit wächst mit dem Quadrat der Blendenzahl.

Belichtungszeit für dasselbe Signal f/3,4 (N160) 1 Stunde f/5 ≈ 2,2 Stunden f/7 (typ. Apo) ≈ 4,2 h Gleiche Kamera, flächiges Objekt. Faustregel: Zeit ∝ (Blendenzahl)²
Was eine Stunde am N160 an Signal sammelt, braucht ein f/7-Refraktor mit derselben Kamera gut vier Stunden.

Mit einer typischen APS-C-Kamera (3,76 µm Pixel) zeigt der N160 ein Feld von etwa 2,5 ° × 1,7 ° bei 1,4 Bogensekunden pro Pixel. Das passt für Andromeda als Ganzes, den Nordamerikanebel oder die Plejaden mit Umgebung.

Für kleine Galaxien ist die Brennweite zu kurz. Der N160 ist ein Weitfeld-Gerät mit viel Licht, kein Galaxienjäger – dafür braucht es eher 1.000 mm und mehr, wie in unserem Ratgeber zur Deep-Sky-Astrofotografie erklärt.

Askar N160 Erfahrungen: was die ersten Besitzer berichten

Wir haben den N160 nicht selbst getestet. Stattdessen haben wir alle auffindbaren Berichte echter Besitzer in deutschen und englischen Foren gesammelt und ausgezählt.

QuelleUmfangBesitzer
Cloudy Nights3 Threads, ca. 60 Beiträge2
Reddit3 Beiträge, 28 Kommentare1
forum.astronomie.de4 Threads, nur Händler-Ankündigungen0
astrotreff.dekein Thread0

Zeitraum: 22. Juni bis 29. September 2026. Gezählt hat nur, wer eigene Bilder oder Messungen mit dem Gerät zeigt. Drei Besitzer sind wenig – das ist eine erste Tendenz, keine Statistik.

BefundNennungenEinordnung
Kollimation hält bzw. passt ab Werk3 von 3✅ Stärke
Mechanik und Auszug ohne Spiel2 von 3✅ Stärke
Backfokus heikel (Ecken, Koma, Verkippung)3 von 3⚠️ Hauptproblem
Spiegel ab Werk zu fest geklemmt2 von 3⚠️ lösbar
Lange Auskühlzeit2 von 3⚠️ einplanen
Weiche Sterne, Gerät zurückgegeben1 von 3🔴 Einzelfall

Zwei Besitzer behalten ihr Gerät und sind zufrieden, sobald alles eingestellt ist. Einer hat seinen N160 zurückgeschickt, weil die Sterne trotz geprüfter Kollimation aufgebläht blieben. Ob das ein Montagsgerät war oder ein Serienproblem, lässt sich aus einem Fall nicht ablesen.

Tipp: Weil die Serienstreuung noch unklar ist, kauf bei einem Händler mit unkompliziertem Rückgaberecht – und teste das Gerät in den ersten Nächten gezielt auf runde Sterne in allen vier Ecken.

Die Knackpunkte: Backfokus, Spiegelklemmen, Auskühlen

Backfokus auf den Zehntelmillimeter

Bei f/3,4 ist der Toleranzbereich winzig. Schon 0,2 mm Abweichung von den 55 mm zeigen sich als längliche Sterne in den Ecken. Ein Besitzer musste je nach Filter andere Distanzringe einsetzen und am Ende einen Kompromiss wählen.

Lieferumfang Askar N160: Distanz-Shims 0,1 / 0,2 / 0,3 mm zum Feinjustieren des Backfokus
Askar legt Shims in 0,1, 0,2 und 0,3 mm bei – ein deutlicher Hinweis, wie genau der Abstand stimmen muss. Grafik: Askar / Astroshop.

Rechne Filterdicke mit ein: Ein Filter im Strahlengang verlängert den optischen Weg um rund ein Drittel seiner Glasdicke. Wer Filter oft wechselt, plant am besten ein Filterrad mit festem Abstand ein.

Spiegelklemmen ab Werk zu fest

Zwei von drei Besitzern sahen anfangs dreieckige oder ausgefranste Sterne. Ursache waren zu fest angezogene Klemmen am Hauptspiegel, die das Glas leicht verspannen. Nach vorsichtigem Lösen war das Problem behoben.

Auskühlzeit von bis zu zwei Stunden

Der Hauptspiegel braucht Zeit, bis er Außentemperatur hat. Ein Besitzer berichtet von über zwei Stunden, bevor die Sterne ruhig wurden. Stell das Teleskop also früh raus – oder nutze die erste Stunde für Flats und Einnorden.

Kollimation mit Laser und Cheshire

Die gute Nachricht: Die Justage hält bei allen drei Besitzern auch beim Schwenken. Prüfen musst du sie trotzdem, denn bei f/3,4 fällt jeder Versatz sofort auf. Ein Justierlaser wie der Bresser Justier-Laser 1,25″ und eine Cheshire-Hülse gehören zur Grundausstattung.

⚠️ Kein Einsteigergerät: Ein Besitzer nennt den N160 für Newton-Neulinge einen Sprung ins kalte Wasser. Wer noch nie einen Newton kollimiert hat, lernt das besser an einem f/4- oder f/5-Gerät – oder greift zu einem Refraktor, der ohne Justage funktioniert.

Passende Kamera, Montierung und Zubehör

Ideal sind Kameras mit APS-C-Sensor oder kleiner, etwa die verbreiteten Modelle mit IMX571- oder IMX294-Chip. Vollformat deckt der 28-mm-Bildkreis nicht ab. Welche Kamera zu welchem Teleskop passt, steht in unserem Ratgeber zur Astrofotografie-Kamera.

Mit Kamera, Filterrad und Leitrohr kommst du auf etwa 7 kg. Eine HEQ5-Klasse trägt das, eine EQ6-R hat Reserven für windige Nächte. Leichte Reisemontierungen sind zu knapp, ein Besitzer rät ausdrücklich davon ab.

ZubehörWozuPreis
HEQ5-R ProMontierung, reicht für N160 mit Kamera1.679 €
EQ6-R Pro⭐ Unsere EmpfehlungMontierung mit Reserve – ruhiger bei Wind1.799 €
ZWO EAF-NMotorfokus – bei f/3,4 praktisch Pflicht275 €
Justier-LaserKollimation vor jeder Nacht prüfen74,90 €

Die Links mit Sternchen sind Partnerlinks.

Bei Filtern ist ein Detail wichtig: Ein Besitzer sah mit Breitbandfiltern starke Halos um helle Sterne, mit einem 7-nm-Schmalbandfilter nicht. Schnelle Optiken stellen höhere Ansprüche an Filter, die für steile Lichtkegel ausgelegt sind.

Askar N160 vs. Quattro 150P, RASA 8 und Sharpstar HNT

ModellOptikBildkreisKorrektorPreis
Askar N160160/544 mm, f/3,4APS-C⭐ Preis-Tempo-Tippinklusive1.162 €
Sky-Watcher Quattro 150P150/600 mm, f/4APS-Cseparat489 €
Celestron RASA 8203/400 mm, f/2ca. 22 mmeingebaut2.449 €
Sharpstar 15028HNT150/420 mm, f/2,8Vollformatinklusiveab ca. 2.300 €

Die Links mit Sternchen sind Partnerlinks. Die Sharpstar 15028HNT führt Astroshop nicht, der Preis ist eine Händlerangabe.

Die Quattro 150P ist die günstige, gutmütigere Wahl: f/4 ist weniger empfindlich, der Stahltubus ist schwerer und arbeitet bei Temperaturwechseln mehr. Mit passendem Komakorrektor liegt sie trotzdem deutlich unter dem N160.

Die RASA 8 ist noch schneller, braucht aber eine kleine Kamera vor der Öffnung und ist mehr als doppelt so teuer. Details stehen in unserem Bericht zur Celestron RASA 8.

Die Sharpstar 15028HNT vom selben Hersteller leuchtet Vollformat aus. Der N160 kostet rund die Hälfte, bietet mehr Öffnung und ist etwas langsamer. Wer lieber ohne Kollimation arbeitet, findet mit dem Askar SQA55 einen Refraktor aus derselben Familie.

Für wen lohnt sich der Askar N160?

Passt zu dir, wenn …Lass es, wenn …
✅ du schon einen Newton justiert hast⚠️ das dein erstes Astrofoto-Teleskop wird
✅ du wenig klare Nächte hast und Tempo willst⚠️ du ohne Basteln sofort loslegen willst
✅ deine Kamera APS-C oder kleiner hat⚠️ du mit Vollformat fotografierst
✅ eine HEQ5 oder EQ6-R vorhanden ist⚠️ du nur eine leichte Reisemontierung hast

Wer allgemein überlegt, ob ein Spiegelteleskop zu ihm passt, findet die Grundlagen in unserem Ratgeber zum Newton-Teleskop.

Schneller 6-Zoll-Newton mit Korrektor: Askar N160 Newton-Astrograph 160/576 (f/3,4 mit Korrektor)

Askar N160 Newton-Astrograph 160/576 (f/3,4 mit Korrektor)

160 mm Öffnung bei f/3,4 für APS-C – viel Licht fürs Geld, verlangt aber saubere Justage.

Preis: 1.162 €

Bestellbar

Verfügbarkeit prüfen* →

Häufige Fragen zum Askar N160

Ist der Komakorrektor beim N160 dabei?

Ja. Der 0,95×-Korrektor liegt bei und macht aus 576 mm f/3,6 die beworbenen 544 mm f/3,4. Ohne ihn zeigen Newtons in den Bildecken kometenförmige Sterne.

Funktioniert der N160 mit einer Vollformatkamera?

Laut Hersteller nicht. Der Bildkreis misst 28 mm und reicht für APS-C. Einige Shops versprechen Vollformat, belegen das aber nicht.

Kann man mit dem Askar N160 visuell beobachten?

Kaum sinnvoll. Der Auszug ist auf Kameras abgestimmt, und der große Fangspiegel mindert den Kontrast bei Planeten. Für das Okular ist ein klassischer Dobson die bessere Wahl.

Welche Montierung trägt den N160 sicher?

Mit Kamera und Guiding wiegt das Paket rund 7 kg. Eine HEQ5-Klasse reicht, eine EQ6-R oder eine vergleichbare Direktantriebs-Montierung gibt Reserven.

Askar N160 oder ein Apo-Refraktor für den Einstieg?

Für den Einstieg der Refraktor. Er braucht keine Kollimation und keine Auskühlzeit. Der N160 lohnt sich, wenn du die Newton-Technik beherrschst und mehr Licht pro Stunde willst.

Was ist der Unterschied zwischen Askar und Sharpstar?

Askar ist die Marke von Sharpstar. Datenblatt und Handbuch des N160 stammen direkt von Sharpstar.

Quellen: Sharpstar-Datenblatt N160, Cloudy Nights: N160 oder Carbonstar 150, Cloudy Nights: Produktvorstellung, Reddit: Kaufberatung N160. Stand: Oktober 2026.

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