Von Alexander Merz · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 14. September 2026
⚡ Die schnelle Antwort: Ein Supermond ist ein Vollmond in Erdnähe: Weil die Mondbahn kein perfekter Kreis ist, schwankt der Abstand zwischen rund 356.500 und 406.700 Kilometern. Fällt der Vollmond mit der Erdnähe (Perigäum) zusammen, erscheint er bis zu 14 % größer und rund 30 % heller als ein Vollmond in Erdferne. Der nächste Supermond ist am 24. November 2026, dann steht der Mond 360.800 km von der Erde entfernt. Es folgen 24. Dezember (356.758 km) und 22. Januar (357.661 km). Der erdnächste Vollmond der kommenden zwölf Monate fällt auf den 24. Dezember 2026 mit 356.758 km.
„Heute Nacht: SUPERMOND!” – kaum ein Himmelsereignis schafft es so zuverlässig in die Schlagzeilen. Aber was ist ein Supermond eigentlich genau, wie viel größer ist er wirklich – und wann steht der nächste am Himmel? Die kurze Antwort auf Letzteres macht Vorfreude: 2026 wird der hellste Vollmond des Jahres ausgerechnet an Heiligabend leuchten. Hier sind alle Termine, Fakten und Beobachtungstipps.
Fürs Supermond-Gucken brauchst du nichts als freie Sicht – im Teleskop wird der volle Mond sogar unangenehm hell. Lohnend wird es zwei Wochen später beim Halbmond, wenn die Krater im Schattenwurf stehen. Welche Geräte dafür reichen, steht in der Kaufberatung zur Mondbeobachtung.
Supermond 2026: Die Termine
| Datum | Vollmond | Distanz (ca.) | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| 3. Januar 2026 | „Wolfsmond” | 362.300 km | bereits vorbei |
| 24. November 2026 | „Bibermond” | 360.800 km | Erster Supermond des Winters |
| 24. Dezember 2026 | „Kalter Mond” | 356.700 km | ⭐ Erdnächster + hellster Vollmond 2026 – an Heiligabend! |
Alle Vollmond-Termine mit Uhrzeiten findest du im Vollmondkalender – Jahr für Jahr aufgeschlüsselt im Kalender 2026 und im Kalender 2027.
Was macht einen Vollmond zum Supermond?
Der Begriff stammt nicht aus der Astronomie, sondern vom Astrologen Richard Nolle (1979): Ein Supermond ist demnach ein Vollmond, der sich innerhalb der erdnächsten 10 % seiner Bahn ereignet. Weil diese 90-%-Regel unterschiedlich ausgelegt wird, zählen manche Quellen zwei, andere vier Supermonde pro Jahr – die Termine oben folgen der gängigen Auslegung. Astronomen sprechen nüchterner vom „Perigäums-Vollmond”. Das Gegenstück ist übrigens der „Mikromond”: ein Vollmond in Erdferne, merklich kleiner und blasser.
Wie viel größer sieht ein Supermond wirklich aus?
Ehrliche Antwort: Mit bloßem Auge wirst du den Unterschied kaum bemerken. 14 % mehr Durchmesser klingen viel, sind aber ohne direkten Vergleich nicht wahrnehmbar – erst auf Fotos mit gleicher Brennweite wird der Unterschied zwischen Super- und Mikromond deutlich. Der „Wow-Effekt”, wenn der riesige goldene Mond über den Dächern aufgeht, ist ohnehin ein anderes Phänomen: die Mondtäuschung – eine optische Illusion, die bei jedem Vollmond funktioniert. Die Kombination aus beidem macht die Supermond-Abende aber tatsächlich zu den fotogensten Mondaufgängen des Jahres.
💡 Merklich ist vor allem die Helligkeit: Rund 30 % mehr Licht als ein Erdferne-Vollmond machen Supermond-Nächte spürbar heller – Schnee-Landschaften im Dezember wirken dann fast taghell. Für Deep-Sky-Beobachter sind Supermond-Nächte dagegen die schlechtesten des Monats: Das Mondlicht überstrahlt alles.
Löst der Supermond Katastrophen aus?
Um den Supermond ranken sich hartnäckige Mythen – von Erdbeben bis Schlafstörungen. Fakt ist: Die Gezeitenkräfte sind in Erdnähe tatsächlich etwas stärker, die Springtiden fallen einige Zentimeter höher aus als sonst. Für belastbare Zusammenhänge mit Erdbeben oder Vulkanausbrüchen gibt es dagegen keine wissenschaftlichen Belege – der Supermond ist ein wunderschönes, aber völlig harmloses Schauspiel.
Supermond beobachten und fotografieren: So holst du alles raus
- Der Moment: Geh zum Mondaufgang raus (am Vollmondtag kurz nach Sonnenuntergang) – tiefstehender Mond + Dämmerungslicht + Mondtäuschung = das große Kino. Uhrzeiten im Vollmondkalender.
- Standort: Freie Sicht nach Osten/Nordosten, idealerweise mit markantem Vordergrund (Kirchturm, Baum, Bergkamm).
- Foto: Teleobjektiv ab 200 mm lässt den Mond hinter dem Vordergrund riesig erscheinen; Smartphone-Tipps im Guide Mond fotografieren.
- Details: Am hellen Vollmond siehst du Strahlenkrater wie Tycho besonders gut – Mondmeere und Krater am Rand („Terminator” fehlt beim Vollmond) sind dagegen kontrastarm.
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Häufige Fragen zum Supermond
Wann ist der nächste Supermond?
Der nächste Supermond ist am 24. November 2026, dann steht der Mond 360.800 km von der Erde entfernt. Es folgen 24. Dezember (356.758 km) und 22. Januar (357.661 km). Der erdnächste Vollmond der kommenden zwölf Monate fällt auf den 24. Dezember 2026 mit 356.758 km.
Ist heute Supermond?
Supermonde sind seltene Einzeltermine – je nach Auslegung zwei bis vier pro Jahr; die nächsten Termine nennt die Schnellantwort ganz oben. An allen anderen Vollmond-Abenden siehst du einen „normalen” Vollmond (der dank Mondtäuschung am Horizont trotzdem riesig wirkt – warum der Mond so groß wirkt, erklären wir separat). Welchen Überlieferungsnamen der jeweilige Vollmond trägt, zeigt die Übersicht der Vollmondnamen.
Sieht man den Supermond überall in Deutschland?
Ja – der Mond steht für ganz Deutschland praktisch gleich am Himmel. Entscheidend ist nur klares Wetter und freie Sicht zum Mondaufgang im Osten.
Wann ist der nächste Supermond nach 2026?
Die Supermond-Serien verschieben sich von Jahr zu Jahr nach hinten. Nach den beiden Terminen im November und Dezember 2026 folgt 2027 nur ein einziger Supermond: am 22. Januar mit 357.600 km – danach bleibt das Jahr ohne weiteren. 2028 holt es nach und bringt gleich drei, am 12. Januar, 10. Februar und 11. März. Alle Termine mit Entfernung und scheinbarem Durchmesser stehen im Vollmondkalender 2027 und im Vollmondkalender 2028.
Was ist ein Mikromond?
Das Gegenteil: ein Vollmond in Erdferne (über 405.000 km). Er erscheint bis zu 14 % kleiner und deutlich blasser als ein Supermond.
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