Planeten nach Größe sortiert: alle 8 im Größenvergleich

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Die Planeten nach Größe sortiert lauten: Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Erde, Venus, Mars und Merkur. Gemessen wird der Durchmesser am Äquator – Jupiter ist mit 142.984 km elfmal so breit wie die Erde, Merkur mit 4.879 km der kleinste.

⭐ Kurz gesagt: Das Sonnensystem hat vier Riesen und vier Zwerge. Selbst der kleinste Riese, Neptun, ist fast viermal so breit wie die Erde – und die Erde ist der größte der vier Gesteinsplaneten. Am Himmel sieht die Rangliste allerdings ganz anders aus.
Planeten nach Größe sortiert: Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Erde, Venus, Mars und Merkur maßstabsgetreu nebeneinander
Alle acht Planeten im selben Maßstab – zum Vergrößern antippen. Fotos: NASA/JPL (Cassini, Voyager 2, MESSENGER, Mariner 10, Hubble, Suomi NPP), Neptun in verstärkten Farben. Grafik: sterngucker.de

Planeten nach Größe sortiert: die Tabelle

Die Tabelle ordnet alle acht Planeten nach ihrem Äquatordurchmesser. Die Spalte „Erden passen hinein“ vergleicht das Volumen – sie zeigt, wie viele Erdkugeln den Planeten ausfüllen würden.

PlatzPlanetDurchmesserErde = 1Erden passen hinein
1Jupiter142.984 km11,2 ×1.321
2Saturn120.536 km9,4 ×764
3Uranus51.118 km4,0 ×63
4Neptun49.528 km3,9 ×58
5Erde12.756 km1 ×1
6Venus12.104 km0,95 ×0,86
7Mars6.792 km0,53 ×0,15
8Merkur4.879 km0,38 ×0,06
Äquatordurchmesser und Volumen nach dem NASA Planetary Fact Sheet. Die mittleren Durchmesser sind bei den schnell rotierenden Riesen etwas kleiner, bei Jupiter rund 139.800 km.

Zwischen Platz 4 und Platz 5 klafft die größte Lücke der Liste. Neptun ist fast viermal so breit wie die Erde, obwohl er der kleinste der vier Riesen ist.

Uranus und Neptun sind dagegen fast Zwillinge: Sie unterscheiden sich um gerade einmal 3 Prozent. Ähnlich eng liegen Erde und Venus beieinander – deshalb gilt die Venus als Schwesterplanet der Erde.

Merkhilfe: Die Reihenfolge nach Größe (J-S-U-N-E-V-M-M) passt in einen Satz: „Jeder Schüler Unseres Netten Erdkundelehrers Verteilt Manchmal Muffins.“ Die Merksätze für die Reihenfolge ab der Sonne stehen im Artikel Merksatz Planeten.

Größenvergleich der Planeten: Riesen und Gesteinsplaneten

Legt man alle Planeten nebeneinander, zerfällt das Sonnensystem in zwei Klassen. Die vier Riesen bringen zusammen über 99 Prozent der Planetenmasse auf die Waage, die vier Gesteinsplaneten sind daneben kaum mehr als Krümel.

Die Grenze hat einen physikalischen Grund: Jenseits der sogenannten Schneegrenze war es in der jungen Sonnenscheibe kalt genug für Eis. Dort konnten die Planetenkerne schnell wachsen und riesige Mengen Wasserstoff und Helium an sich binden.

GruppePlanetenDurchmesserAufbau
GasriesenJupiter, Saturn120.000–143.000 kmfast nur Wasserstoff und Helium, kein fester Boden
EisriesenUranus, Neptunrund 50.000 kmWasser-, Methan- und Ammoniakeis unter einer Gashülle
GesteinsplanetenErde, Venus, Mars, Merkur4.900–12.800 kmGestein und Metallkern, feste Oberfläche

Wie oft passt die Erde in Jupiter?

Rund 1.321-mal passt die Erde in Jupiter, in Saturn immerhin 764-mal. Das klingt nach viel – bis man es mit der Sonne vergleicht: Sie ist knapp zehnmal so breit wie Jupiter, und die Erde passt rund 1,3 Millionen Mal in die Sonne.

Nach Masse sortiert: Neptun überholt Uranus

Größe und Gewicht sind nicht dasselbe. Sortiert man nach der Masse, tauschen Uranus und Neptun die Plätze: Neptun ist etwas kleiner, aber dichter und damit schwerer.

PlatzPlanetMasse (Erde = 1)Dichte
1Jupiter3181,33 g/cm³
2Saturn950,69 g/cm³
3Neptun17,11,64 g/cm³
4Uranus14,51,27 g/cm³
5Erde15,51 g/cm³
6Venus0,825,24 g/cm³
7Mars0,113,93 g/cm³
8Merkur0,065,43 g/cm³
Quelle: NASA Planetary Fact Sheet.

Jupiter allein ist mehr als doppelt so schwer wie alle anderen Planeten zusammen. Saturn wiederum hat eine geringere Dichte als Wasser – in einer ausreichend großen Badewanne würde er rechnerisch schwimmen.

Die Erde ist der dichteste Planet überhaupt. Ihr großer Eisenkern macht sie schwerer, als ihre Größe vermuten lässt.

Welcher Planet sieht am Himmel am größten aus?

Für alle, die selbst beobachten, zählt nicht der echte Durchmesser, sondern die scheinbare Größe. Die hängt vom Abstand ab – und da gewinnt nicht Jupiter, sondern Venus. Die Werte haben wir mit den Bahndaten des Jet Propulsion Laboratory (JPL-Ephemeride DE421) für die Jahre 2020 bis 2052 selbst berechnet.

Rand des Vollmonds (31 Bogenminuten) im selben Maßstab Venusbis 63″ Jupiterbis 50″ Marsbis 25″ Saturn21″ (Ringe 47″) Merkurbis 12″ Uranus4″ Neptun2″
Größte scheinbare Durchmesser in Bogensekunden (″), alle Kreise im selben Maßstab. Eigene Berechnung und Grafik, sterngucker.de
Planetscheinbare GrößeVergrößerung für „Vollmondgröße“Was du im Teleskop siehst
Venus10–63″ab rund 30 ×Phasen wie beim Mond, keine Oberflächendetails
Jupiter31–50″rund 40 ×Wolkenbänder, vier Monde, der Große Rote Fleck
Saturn15–21″, Ringe bis 47″rund 40 × für die RingeRinge, Cassini-Teilung, Mond Titan
Mars3,5–25″75–500 ×Polkappe und dunkle Flächen, nur um die Opposition
Merkur4,6–12″über 150 ×winzige Phase, tief in der Dämmerung
Uranus3,4–4,1″rund 450 ×blassgrünes Scheibchen
Neptun2,2–2,4″rund 800 ×bläulicher Punkt, kaum als Scheibe erkennbar
Eigene Berechnung (Skyfield, JPL DE421, 2020–2052). „Vollmondgröße“ = die Vergrößerung, bei der der Planet so groß erscheint wie der Vollmond mit bloßem Auge (rund 31 Bogenminuten).

Mit rund 40-facher Vergrößerung erscheint Jupiter so groß wie der Vollmond ohne Fernglas. Das schafft jedes Einsteigerteleskop – Details in den Wolkenbändern brauchen trotzdem mehr, meist 120- bis 200-fach.

Uranus und Neptun sind dagegen trotz ihrer Größe winzig. Mehr als etwa 250-fache Vergrößerung lässt die Luftunruhe in Mitteleuropa selten zu, deshalb bleibt Neptun auch im guten Teleskop ein Pünktchen.

Aus der Praxis: „Mein Jupiter ist zu klein“ gehört zu den häufigsten Einsteigerfragen in Astro-Foren – oft bei 300-facher Vergrößerung. Mehr Vergrößerung hilft bei unruhiger Luft nicht: 150- bis 200-fach und zehn Minuten geduldiges Hinschauen zeigen mehr Details als jedes stärkere Okular.
Häufiger Denkfehler: Die Venus sieht im Teleskop dann am größten aus, wenn sie der Erde am nächsten ist – dann steht sie aber fast zwischen Erde und Sonne und zeigt nur eine hauchdünne Sichel. Niemals mit Teleskop oder Fernglas in Richtung Sonne schwenken.

Welche Öffnung und Vergrößerung für Planeten wirklich sinnvoll sind, steht ausführlich in unserem Ratgeber Teleskop für Planeten. Wann welcher Planet gerade am Himmel steht, zeigt die Seite Planeten heute sichtbar.

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Der größte Planet im Sonnensystem: Jupiter

Jupiter ist der größte Planet im Sonnensystem – 11,2-mal so breit wie die Erde und 318-mal so schwer. Sein Großer Roter Fleck, ein seit Jahrhunderten tobender Wirbelsturm, ist noch immer etwas breiter als die Erde.

Jupiter ist außerdem sichtbar abgeplattet: Weil er sich in knapp zehn Stunden einmal dreht, misst er am Äquator rund 9.000 km mehr als von Pol zu Pol. Mehr über den Riesen und seine Monde steht auf der Seite Jupiter.

Der kleinste Planet: Merkur – und die Monde, die größer sind

Der kleinste Planet im Sonnensystem ist Merkur mit 4.879 km Durchmesser. Zwei Monde sind größer als er: Jupiters Mond Ganymed und Saturns Mond Titan.

HimmelskörperArtDurchmesser
GanymedMond des Jupiter5.268 km
TitanMond des Saturn5.150 km
MerkurPlanet4.879 km
KallistoMond des Jupiter4.821 km
IoMond des Jupiter3.643 km
ErdmondMond der Erde3.475 km
PlutoZwergplanet2.376 km
ErisZwergplanet2.326 km
Durchmesser gerundet, Quelle: NASA/JPL.

Merkur ist trotzdem gut doppelt so schwer wie Ganymed. Ein Planet wird nicht über seine Größe definiert, sondern über seine Bahn: Er umkreist die Sonne direkt und hat seine Umlaufbahn freigeräumt.

Genau daran scheiterte Pluto: Seit 2006 gilt er als Zwergplanet. Er ist sogar kleiner als unser Mond, dessen Größe wir im Artikel Wie groß ist der Mond? genauer vergleichen.

Der größte Planet im Universum

Der größte bekannte Planet ist der Exoplanet HAT-P-67 b im Sternbild Herkules, rund 1.200 Lichtjahre entfernt. Sein Radius beträgt etwa das 2,14-Fache des Jupiterradius – rund 306.000 km Durchmesser, also etwa 24 Erden nebeneinander.

Schwer ist er dabei nicht: Er hat nicht einmal die halbe Jupitermasse. Seine Dichte liegt bei rund einem Sechzehntel von Wasser – der Planet ist von seinem nahen Stern so aufgeheizt, dass er sich wie ein Ballon aufgebläht hat.

Deutlich größer als Jupiter kann ein Planet ohne solche Hitze kaum werden. Mehr Masse macht einen Gasplaneten nicht breiter, sondern dichter – ab etwa 13 Jupitermassen spricht man von einem Braunen Zwerg. Wie Exoplaneten überhaupt gefunden werden, erklärt die Seite Exoplaneten.

Gut zu wissen: Solche Rekorde wechseln. Bei Exoplaneten sind Radius und Masse Messwerte mit Fehlerbalken, und fast jedes Jahr kommen neue Kandidaten hinzu. Stand der Angaben: Wang et al. (2025).

Größenvergleich: Planeten, Sonne und die größten Sterne

Neben der Sonne schrumpfen selbst die Riesen. Die Sonne ist 109-mal so breit wie die Erde und knapp zehnmal so breit wie Jupiter – mehr dazu im Artikel Wie groß ist die Sonne?.

HimmelskörperDurchmesserim Vergleich zur Sonne
Jupiter142.984 km0,1-fach
Sonne1,39 Mio. km1-fach
Sirius{N}A2,4 Mio. kmrund 1,7-fach
Rigel110 Mio. kmrund 79-fach
Beteigeuze1,06 Mrd. kmrund 760-fach
UY Scuti2,4 Mrd. kmrund 1.700-fach
Stephenson 2-183,0 Mrd. kmrund 2.150-fach
Sternradien mit großer Unsicherheit, weil sie an der Entfernung hängen. Werte wie in unseren Artikeln zu Beteigeuze und Stephenson 2-18.
Unser Größenvergleich im Video: von Pluto über alle Planeten und die Sonne bis zu Stephenson 2-18 – alles im selben Maßstab. Planetenfotos NASA/JPL, Sterne als Illustration.

Stünde Stephenson 2-18 an der Stelle der Sonne, reichte seine Oberfläche über die Saturnbahn hinaus. Die Erde wäre in diesem Maßstab kleiner als ein Staubkorn auf einem Fußball.

Zum Selbermachen: Wie klein die Planeten im echten Abstand zur Sonne sind, macht ein Planetenweg greifbar. Unser Sonnensystem-Generator rechnet Größen und Abstände für jede Strecke aus – mit Arbeitsblättern für die Schule.

Häufige Fragen zu den Planeten nach Größe

Wie groß sind die 8 Planeten?

Jupiter misst 142.984 km, Saturn 120.536 km, Uranus 51.118 km und Neptun 49.528 km. Die Gesteinsplaneten folgen mit Erde 12.756 km, Venus 12.104 km, Mars 6.792 km und Merkur 4.879 km.

Was sind die zwei größten Planeten?

Jupiter und Saturn. Beide sind Gasriesen, und zusammen vereinen sie gut 92 Prozent der gesamten Planetenmasse im Sonnensystem.

Welcher ist der größte und der kleinste Planet?

Der größte Planet ist Jupiter, der kleinste Merkur. Jupiter ist fast 30-mal so breit wie Merkur.

Welcher Planet ist so groß wie die Erde?

Die Venus. Sie erreicht 95 Prozent des Erddurchmessers und hat gut vier Fünftel der Erdmasse – kein anderer Planet ist der Erde in der Größe so ähnlich.

Ist Pluto der kleinste Planet?

Nein, Pluto ist seit 2006 kein Planet mehr, sondern ein Zwergplanet. Mit 2.376 km wäre er aber tatsächlich kleiner als Merkur und sogar kleiner als der Erdmond.

Welcher Planet ist der zweitkleinste?

Mars. Mit 6.792 km ist er etwa halb so breit wie die Erde und hat nur ein Zehntel ihrer Masse.

Wie groß ist der größte Planet im Universum?

Der größte bekannte Planet, HAT-P-67 b, hat etwa den 2,14-fachen Jupiterradius – rund 306.000 km Durchmesser. Er ist aber leichter als Jupiter und extrem aufgebläht.

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