Vaonis Vespera: Vespera II, Vespera 3 und Pro II im Vergleich

Von · Aktualisiert am

Vaonis Vespera ist die Smart-Teleskop-Reihe des französischen Herstellers Vaonis: 50 mm Apochromat (Linsenoptik ohne Farbsäume), Kamera, GoTo-Montierung (fährt Himmelsobjekte selbst an) und Akku in einem 5-kg-Gehäuse, gesteuert über die Singularity-App.

Im Handel sind drei Modelle: Vespera II, Vespera 3 und Vespera Pro II. Alle drei sammeln gleich viel Licht – sie unterscheiden sich bei Sensor, Akku und Ausstattung.

⭐ Kurz gesagt: Die Vespera 3 ist das rundeste Paket – Stativ, 11 Stunden Akku und Tauschutz sind dabei. Die Vespera II lohnt sich nur, wenn du Stativ und Powerbank einrechnest, die Vespera Pro II nur für kleine Galaxien in hoher Auflösung. Und ehrlich: Das Seestar S50 Pro hat dieselbe Öffnung für 999 €.

Vaonis Vespera Pro II Smart-Teleskop mit Carbon-Stativ – Produktbild
Die Vespera Pro II – äußerlich sehen alle drei Vespera-Modelle fast gleich aus (48 × 20 × 9 cm, 5 kg). Bild: Vaonis / Astroshop.de

Welche Vaonis Vespera für wen?

Die Entscheidung hängt weniger an der Optik als an Akku, Sensor und Zubehör. Die Tabelle ordnet die drei Modelle nach dem, was du damit vorhast.

ModellFür wenPreis
Vaonis Vespera IIWer die Vaonis-Optik zum niedrigsten Preis will und mit Powerbank und Zubehörkauf leben kann1.590 €
Vaonis Vespera 3⭐ Unsere Wahl in der Vespera-ReiheWer ein komplettes Gerät will: Stativ, 11 Stunden Akku, Tauschutz und 5 Jahre Garantie2.490 €
Vaonis Vespera Pro IIWer kleine Galaxien und Nebel mit mehr Details will und die Rohdaten selbst bearbeitet2.990 €

Die Links mit Sternchen sind Partnerlinks.

Die technischen Daten im Vergleich

Öffnung, Gewicht und Gehäuse sind bei allen drei gleich. Alle Angaben stammen aus den Datenblättern von Vaonis (Stand 30. September 2026).

MerkmalVespera IIVespera 3Vespera Pro II
OptikApo, 4 Linsen, 50 / 250 mm (f/5)Apo, 4 Linsen, neu gerechnet, 50 / 245 mm (f/4,9)wie Vespera 3
SensorSony IMX585, 8,3 MPSony IMX585, 8,3 MPSony IMX676, 12,5 MP
Bildpunkte / Pixel3840 × 2160 / 2,9 µm3840 × 2160 / 2,9 µm3536 × 3536 / 2,0 µm
Bildfeld2,5° × 1,4°2,5° × 1,4°1,6° × 1,6° (quadratisch)
Detailauflösungca. 2,4″ pro Pixelca. 2,4″ pro Pixelca. 1,7″ pro Pixel
Mosaikmodusbis 24 MPbis 24 MPbis 50 MP
Akkuca. 4 hca. 11 hca. 11 h
Speicher25 GB115 GB225 GB
TauschutzHeizung eingebaut, Automatik nur mit Hygrometer (Zubehör)automatisch, eingebautautomatisch, eingebaut
Stativnicht dabeiAluminium, dabeiCarbon mit Koffer, dabei
Garantie3 Jahre5 Jahre5 Jahre
Preis1.590 €2.490 €2.990 €

Quellen: Datenblätter und Vergleichsseite von Vaonis, Garantie laut Astroshop. Filter und Sonnenfilter sind bei keinem Modell fest eingebaut.

Vespera II: der günstigste Einstieg bei Vaonis

Die Vespera II ist seit 2024 das Einstiegsmodell und wird weiter verkauft. Sie hat denselben Sony-Sensor wie die Vespera 3 und eine Optik mit Bildfeldkorrektor, die laut Tests praktisch keine Farbsäume zeigt.

Der niedrige Preis hat drei Haken. Kein Stativ im Karton, nur rund vier Stunden Akku und 25 GB Speicher, der bei langen Nächten mit Rohdaten schnell voll ist. Die Tauschutz-Heizung ist eingebaut, schaltet aber nur mit dem Hygrometer-Sensor (99 € bei Vaonis) automatisch.

Günstigster Weg zur Vaonis-Optik: Vaonis Vespera II

Vaonis Vespera II

Gleicher 8,3-MP-Sensor wie die Vespera 3, eingebauter Mosaikmodus und die ausgereifte Singularity-App. Rechne Stativ und eine Powerbank für lange Nächte gleich mit ein.

Preis: 1.590 €

Auf Lager · versandfertig in 24 h

Verfügbarkeit prüfen* →

Tipp aus der Community: Mehrere Besitzer betreiben die Vespera II die ganze Nacht an einer Powerbank über USB-C. Führe das Kabel locker und mittig am Stativ entlang – ein Besitzer berichtet, dass sich das Kabel beim Drehen zweimal um den Sockel gewickelt und den Stecker abgerissen hat.

Die „Vespera II X Edition“ ist kein eigenes Modell. Vaonis hat sie auf 150 Stück limitiert: gleiche Technik, aber durchsichtiges Gehäuse, Carbon-Stativ, Koffer und eingebautes Hygrometer. Laut Vaonis ist sie ausverkauft.

Vespera 3: Was sich gegenüber der Vespera II ändert

Die Vespera 3 ist die Nachfolgerin der Vespera II, vorgestellt im April 2026. Der Sensor bleibt gleich, alles um ihn herum ändert sich.

PunktVespera IIVespera 3
OptikApo-Quadruplet, 250 mmneu gerechnetes Apo-Quadruplet (3 Gruppen), 245 mm, dazu Blenden gegen Streulicht
Akkuca. 4 hca. 11 h
Speicher25 GB115 GB
TauschutzAutomatik nur mit Zubehör-Hygrometerserienmäßig automatisch
StativZubehörhöhenverstellbares Alu-Stativ mit Libelle
DatenübertragungWLANWLAN oder direkt per USB-C
Garantie3 Jahre5 Jahre
Sensorunverändert: Sony IMX585, 8,3 MP, 2,5° × 1,4°

Die neuen Streulichtblenden sind die wichtigste Änderung für Stadtbeobachter. Vaonis verspricht damit weniger Lichthöfe um helle Sterne und mehr Kontrast unter aufgehelltem Himmel. Dazu nennt der Hersteller eine etwas höhere Lichtempfindlichkeit im Blauen und Roten – unabhängige Messungen dazu kennen wir noch nicht.

Ehrlich eingeordnet: Wer schon eine Vespera II hat, braucht die Vespera 3 nicht. Auf Reddit und Cloudy Nights sagen das auch Vespera-Besitzer: Akku und Speicher lassen sich mit Powerbank und Laptop umgehen, Sensor und Öffnung sind gleich. Für Neukäufer sieht es anders aus – Stativ, Tauschutz-Automatik und Garantie machen einen Teil des Aufpreises wett.

Das Komplettpaket: Vaonis Vespera III

Vaonis Vespera III

Gleicher Sensor wie die Vespera II, aber neu gerechnete Optik mit Streulichtblenden, 11 Stunden Akku, 115 GB Speicher, Tauschutz-Automatik und Alu-Stativ im Lieferumfang – plus 5 Jahre Garantie.

Preis: 2.490 €

Auf Lager · versandfertig in 24 h

Verfügbarkeit prüfen* →

Vespera Pro II: der quadratische 12,5-MP-Sensor

Die Vespera Pro II hat dieselbe Optik wie die Vespera 3, aber einen anderen Sensor: Sony IMX676 mit 12,5 Megapixeln auf einer quadratischen Fläche. Die Pixel sind mit 2,0 µm deutlich kleiner als die 2,9 µm der Vespera 3.

Vespera II / 3: 2,5° × 1,4° 8,3 MP · ca. 2,4″ pro Pixel Vespera Pro II: 1,6° × 1,6° 12,5 MP · ca. 1,7″ pro Pixel gestrichelt: Andromedagalaxie (ca. 3° lang)
Eigene Grafik, maßstäblich nach den Vaonis-Datenblättern. Andromeda passt in keins der beiden Bildfelder – dafür gibt es den Mosaikmodus.

Mehr Pixel auf kleinerem Feld heißt: mehr Details bei kleinen Objekten. Galaxien wie M51 oder M101 werden sichtbar größer abgebildet, und das quadratische Format passt gut zu runden Nebeln. Große Objekte wie Andromeda brauchen dafür öfter den Mosaikmodus.

Der Haken: Kleinere Pixel fangen pro Pixel weniger Licht. Im Forum Cloudy Nights wird genau das diskutiert – für dasselbe Rauschniveau brauchst du mit der Pro II länger. Ob die 50-mm-Optik die feinere Auflösung überhaupt ausnutzt, ist dort umstritten.

Dafür bekommst du die beste Ausstattung der Reihe: Carbon-Stativ, Transportkoffer, 225 GB Speicher, 30 Speicherplätze für Mehrnacht-Beobachtungen und laut Vaonis die Bildaufbereitung BalENS sowie ein automatisches Dunkelbild.

Das Topmodell der Reihe: Vaonis Vespera Pro II

Vaonis Vespera Pro II

Quadratischer 12,5-MP-Sensor für mehr Detail bei kleinen Galaxien, dieselbe neue Optik wie die Vespera 3, Carbon-Stativ und Koffer inklusive. Lohnt sich vor allem, wenn du die Rohdaten selbst bearbeitest.

Preis: 2.990 €

Auf Lager · versandfertig in 24 h

Verfügbarkeit prüfen* →

Vespera Pro (erste Generation): lohnt sie sich noch?

Die alte Vespera Pro hat bereits den 12,5-MP-Sensor, 11 Stunden Akku und 225 GB Speicher. Ihr fehlen die neu gerechnete Optik mit Streulichtblenden, das Carbon-Stativ mit Koffer und die fünf Jahre Garantie. Vaonis listet sie weiter für 2.790 € (Stand 30.09.2026), Astroshop ebenfalls.

Bei nur rund 200 € Unterschied nimm die Pro II. Interessant wird die erste Pro nur gebraucht oder deutlich reduziert.

Vespera II vs. Vespera Pro: der Unterschied

Zwischen Vespera II und Pro (auch Pro II) liegen drei Dinge: der 12,5-MP-Sensor statt 8,3 MP, 11 statt 4 Stunden Akku und ein Stativ im Lieferumfang. Öffnung und Lichtsammelvermögen sind gleich.

Heute ist das eher die Frage „Vespera 3 oder Pro II“. Beide haben Akku und Stativ, der Aufpreis bezahlt nur noch den Sensor, das Carbon-Stativ und den Koffer.

Zubehör: Was die Vespera wirklich kostet

Anders als beim Seestar sind Filter und Sonnenfilter bei keiner Vespera fest eingebaut. Die Filter sitzen vor dem Objektiv und tragen einen Chip, über den das Teleskop sie erkennt. Die Preise stammen aus dem Vaonis-Shop (Stand 30.09.2026).

ZubehörPreis bei VaonisBrauchst du es?
Stativ (Vespera II)ca. 100 € (Standard) bzw. 200 € (Carbon High) Aufpreis im SetBei der Vespera II ja – bei Vespera 3 und Pro II ist es dabei
Hygrometer-Sensor99 €Nur Vespera II: schaltet die Tau-Heizung automatisch
CLS-Filter (gegen Kunstlicht)229 €Sinnvoll in der Stadt; Vaonis legt ihn Vespera 3 und Pro II derzeit im eigenen Shop bei
Dual-Band-Filter (Hα + OIII, je 12 nm)399 €Für Emissionsnebel unter hellem Himmel – die spürbarste Verbesserung
Sonnenfilter149 €Pflicht für jede Sonnenbeobachtung (Stand 30.09. bei Vaonis ausverkauft)

Mit Stativ, Hygrometer und Dual-Band-Filter zahlst du bei der Vespera II rund 600 € Zubehör obendrauf. Dieser Betrag gehört in jeden Preisvergleich – auch gegen die eigenen Nachfolger.

Achtung bei Fremdfiltern: Filter anderer Hersteller brauchen einen Adapterring, und die Vespera erkennt sie nicht automatisch. Besitzer berichten, dass die Initialisierung mit Fremdfilter hängen bleibt – erst ohne Filter einrichten, dann einsetzen.

Singularity-App: was sie kann und wo sie dich einschränkt

Alle Vespera-Modelle laufen mit derselben App, und die gilt als Stärke von Vaonis. Du wählst ein Objekt, den Rest erledigt das Teleskop: Standort per GPS, Ausrichtung über das Sternmuster, Fokus und Live-Stacking (das laufende Aufaddieren vieler Einzelbilder).

  • Katalog mit über 4.300 Objekten und Vorschlägen passend zu Ort und Datum.
  • „Plan my night“ plant eine ganze Nacht mit mehreren Objekten, die Vespera schaltet sich danach selbst ab.
  • Mehrnacht-Beobachtung sammelt Belichtungszeit an einem Objekt über mehrere Nächte.
  • CovalENS-Mosaik setzt mehrere Bildfelder live zu einem großen Bild zusammen.
  • Expertenmodus mit eigenen Belichtungszeiten und Rohdaten im FITS-Format.
  • LumENS, ein KI-Assistent mit Text in allen Sprachen, Sprache auf Englisch und Französisch.

Die Kehrseite ist ein geschlossenes System. Anders als beim Seestar gibt es keine Steuerung über Astro-Programme anderer Anbieter. Und Firmware-Updates liefen nicht immer glatt: Nach Version 3.0 berichteten mehrere Besitzer von abbrechenden Aufnahmen, Version 3.1 hat das laut Community behoben.

Vaonis Vespera oder Seestar S50 Pro?

Das ist die unbequeme Frage für Vaonis: Das Seestar S50 Pro hat genau dieselbe Öffnung. 50 mm sammeln bei beiden gleich viel Licht, und auch Sensorgröße und Detailauflösung liegen fast gleichauf.

MerkmalVaonis Vespera 3Seestar S50 Pro
Öffnung / Brennweite50 / 245 mm (f/4,9)50 / 260 mm (f/5,2)
SensorSony IMX585, 8,3 MPOmniVision OS08B10, 8,3 MP
Detailauflösungca. 2,4″ pro Pixelca. 2,3″ pro Pixel
Akkuca. 11 hbis zu 9 h (laut ZWO)
Gewicht5 kg2,8 kg
Filter gegen KunstlichtZubehör vor dem ObjektivDual-Band eingebaut
SonnenfilterZubehör (149 €)im Lieferumfang
Stativ / Tauschutzdabei / dabeidabei / dabei
Weitwinkelkameraneinja
Preis2.490 €999 €
ProduktVaonis Vespera 3Seestar S50 Pro

Die Links mit Sternchen sind Partnerlinks. Das ursprüngliche Seestar S50 ist eingestellt – wer „Seestar S50 vs. Vespera 2“ sucht, vergleicht heute mit dem S50 Pro.

Wofür du bei Vaonis mehr zahlst: Verarbeitung, eine Optik, die in Tests für sehr scharfe, farbreine Sterne gelobt wird, die längere Akkulaufzeit und die App. Zwei Vespera-Besitzer auf Reddit, einer davon hat auch ein Seestar, finden die Vespera-Bilder vor allem auf großen Bildschirmen sichtbar sauberer.

Wofür das Seestar spricht: halbes Gewicht, eingebaute Filter, Sonnenfilter, Weitwinkelkamera und die größere Community mit vielen Anleitungen. Mehr dazu in unserem Überblick zum Seestar S50 Pro.

Unsere ehrliche Empfehlung: Für die meisten Einsteiger ist das Seestar S50 Pro die bessere Wahl. Die Vespera ist das schönere, besser verarbeitete Gerät – aber nicht das, das mehr vom Himmel zeigt.

Deutlich günstigere Alternative: ZWO Seestar S50 Pro

ZWO Seestar S50 Pro

Gleiche 50 mm Öffnung wie jede Vespera, dazu eingebauter Filter gegen Kunstlicht, Sonnenfilter, Stativ und Weitwinkelkamera im Lieferumfang – zu einem Bruchteil des Vespera-Preises.

Preis: 999 €

Bestellbar

Verfügbarkeit prüfen* →

Erfahrungen: Was Vespera-Besitzer berichten

Wir hatten selbst keine Vespera im Test. Stattdessen haben wir ausgewertet, was Besitzer in Foren schreiben, und nur Beiträge gezählt, deren Verfasser das Gerät nachweislich besitzen.

So haben wir ausgewertet

  • Reddit: alle 204 Beiträge im Nutzerforum r/vaonis (Dezember 2022 bis September 2026) und 45 Threads mit „Vespera“ im Titel in r/telescopes – zusammen 1.069 Beiträge und Kommentare, darin 41 erkennbare Besitzer.
  • Cloudy Nights: der Sammelthread zur Vespera II (418 Antworten), der Thread zu Vespera 3 und Pro II (69 Antworten) und eine Vergleichsdiskussion (13 Beiträge).
  • forum.astronomie.de: Dort gibt es bisher nur Händler-Ankündigungen, aber keine Besitzerberichte zu Vespera 3 oder Pro II.
  • Grenze: r/vaonis ist ein Fan-Forum, gut die Hälfte der Beiträge sind Bildvorstellungen. Die Zahlen unten sind deshalb klein und nicht repräsentativ.

Das Lob ist eindeutig: Bildqualität, Verarbeitung und einfache Bedienung. Mehrere Besitzer zeigen Aufnahmen mit 10 bis über 40 Stunden Gesamtbelichtung aus Mehrnacht-Serien – auch aus stark aufgehellten Vorgärten.

Initialisierung und Abbrüche: 4 Threads in r/vaonis – die Vespera findet ihre Position nicht oder bricht Aufnahmen nach Minuten ab. In zwei Fällen ging das Gerät am Ende zur Reparatur.
Firmware-Updates: 4 Threads, vor allem zu Version 3.0 (fehlende FITS-Dateien, hängende Aufnahmen, falsche Speicheranzeige). Version 3.1 hat laut Besitzern einiges behoben.
Frühe Defekte bei der Pro II: 3 Besitzer melden Probleme in den ersten Wochen – WLAN bricht ab, Arm und Filtererkennung spinnen, viele verworfene Bilder. Einer bekam ein Austauschgerät, das einwandfrei läuft.
Support: 3 Besitzer beschreiben langsame Antworten per E-Mail (Tage bis über eine Woche), einer lobt den Service ausdrücklich. Kauf bei einem deutschen Händler verkürzt den Weg.
Tipp, wenn die Initialisierung hängt: Das raten erfahrene Besitzer immer zuerst: Gerät mit der Libelle waagerecht stellen, in der App den richtigen Standort wählen, Filter abnehmen und die Linse auf Tau prüfen. Nimm die Vespera außerdem eine Viertelstunde vorher nach draußen; klappt es nach 15 Minuten nicht, hilft längeres Warten selten.

Der Akku der Vespera II ist das häufigste Alltagsthema. Ein Besitzer kam bei einem Mosaik nur auf gut zwei Stunden, andere nutzen dauerhaft eine Powerbank. Genau das hat Vaonis mit der Vespera 3 gelöst.

Sonne und Planeten: was die Vespera nicht kann

Für Planeten ist keine Vespera gebaut. Jupiter wird mit der Vespera 3 rechnerisch nur rund 20 Pixel groß, mit der Pro II knapp 30 – Wolkenbänder erkennst du kaum. Ein klassisches Teleskop ab 150 mm Öffnung zeigt dir am Okular mehr.

⚠️ Sonne nur mit Filter: Richte eine Vespera niemals ohne den passenden Vaonis-Sonnenfilter vor dem Objektiv auf die Sonne. Das gebündelte Sonnenlicht kann Sensor und Optik dauerhaft beschädigen. Baue keine Filter aus Folie selbst: Nimm nur den vom Hersteller vorgesehenen Objektiv-Sonnenfilter und prüfe ihn vor jedem Einsatz auf Kratzer und Löcher.

Mit dem Filter gibt es einen eigenen Sonnenmodus in der App. Sonnenflecken lassen sich damit fast live beobachten und über Tage vergleichen.

Wenn du mehr willst: mehr Öffnung als 50 mm

Alle Vespera-Modelle bleiben bei 50 mm – mehr Licht gibt es in der Reihe nicht. Wer schwache Galaxien schneller und rauschärmer will, braucht eine größere Öffnung.

Für Fortgeschrittene: Celestron Origin Mark II

Mit 152 mm Öffnung und f/2,2 sammelt die Origin ein Vielfaches des Lichts einer Vespera. Dafür wiegt sie fast 19 kg und gehört in den Garten, nicht ins Reisegepäck. Der Aufpreis lohnt sich für dich, wenn du von zu Hause aus fotografierst und Galaxien in echter Tiefe willst.

Für Fortgeschrittene: Celestron Origin Mark II Smart Telescope

Celestron Origin Mark II Smart Telescope

152 mm lichtstarke RASA-Optik statt 50 mm: deutlich mehr Licht für schwache Galaxien – aber fast 19 kg schwer und eher Heim-Observatorium als Reisegerät.

Preis: 5.499 €

Bestellbar

Verfügbarkeit prüfen* →

Ein Zwischenschritt ist der DWARFLAB Draco mit 90 mm und gekühltem Sensor – er ist allerdings brandneu und noch ohne unabhängige Tests. Alles dazu in unserem Artikel zum DWARFLAB Draco.

Vaonis Atlas und Hyperia: die Geräte über der Vespera

Am 15. Oktober 2026 stellt Vaonis mit dem Atlas ein neues Premium-Smart-Teleskop vor. Daten und Preis sind noch geheim – was bekannt ist, steht in unserem Artikel zum Vaonis Atlas. Wer ohnehin zur Pro II tendiert, wartet die zwei Wochen ab.

Die Hyperia ist kein Gerät für Privatleute. 150 mm Öffnung bei f/4, ein 45-MP-Vollformatsensor und ein Einstiegspreis von 99.000 US-Dollar laut Vaonis – gebaut für Museen, Planetarien und Sternwarten, Auslieferung ab 2027.

Häufige Fragen zur Vaonis Vespera

Welche Vespera ist die beste für Einsteiger?

Innerhalb der Reihe die Vespera 3: Stativ, 11 Stunden Akku und Tauschutz sind dabei, du musst nichts nachkaufen außer Filtern. Wenn du nicht auf Vaonis festgelegt bist, bekommst du mit dem Seestar S50 Pro dieselbe Öffnung deutlich günstiger.

Lohnt sich das Upgrade von der Vespera II auf die Vespera 3?

Meist nicht. Sensor und Öffnung sind gleich, Akku und Speicher lassen sich mit Powerbank und Laptop ausgleichen. Neu sind vor allem die Streulichtblenden und die längere Garantie.

Ist bei der Vespera ein Stativ dabei?

Bei der Vespera 3 (Aluminium) und der Vespera Pro II (Carbon mit Koffer) ja. Die Vespera II kommt ohne Stativ; Vaonis bietet sie auch im Set mit Stativ an.

Kann man mit der Vespera Planeten fotografieren?

Nur als kleine Scheibchen. Die Vespera ist für Nebel, Galaxien und Sternhaufen gebaut; der Mond gelingt gut, Jupiter und Saturn bleiben winzig.

Kann man mit der Vespera die Sonne beobachten?

Ja, aber ausschließlich mit dem Vaonis-Sonnenfilter vor dem Objektiv. Er ist bei keinem Modell im Lieferumfang und kostet bei Vaonis 149 €.

Was ist der Unterschied zwischen Vespera 3 und Vespera Pro II?

Optik, Akku und Gewicht sind gleich. Die Pro II hat den quadratischen 12,5-MP-Sensor, doppelt so viel Speicher, ein Carbon-Stativ und einen Koffer.

Ist die Vespera ein gutes Reiseteleskop?

Bedingt. Mit 5 kg plus Stativ ist sie schwerer als ein Seestar (2,8 kg), passt aber in einen Rucksack und läuft ohne Laptop oder Kabel.

Fazit: schöne Geräte, ehrliche Rechnung

Die Vespera-Reihe überzeugt mit Optik, Verarbeitung und App – nicht mit mehr Licht als die Konkurrenz. Wenn es eine Vespera sein soll, ist die Vespera 3 das vernünftigste Modell, die Pro II das für Detailfans.

Alle Smart-Teleskope im direkten Vergleich findest du in unserer Kaufberatung zum besten Smart-Teleskop.

Passt eine Vespera zu dir?

  • ✔  Ja, wenn dir Verarbeitung, eine sehr saubere Optik und eine einfache App den Aufpreis wert sind.
  • ✔  Ja, wenn du ganze Nächte ohne Nachladen fotografieren willst – dann Vespera 3 oder Pro II.
  • ✘  Nein, wenn du auf den Preis achtest: Das Seestar S50 Pro (999 €) hat dieselbe Öffnung.
  • ✘  Nein, wenn du vor allem Planeten sehen willst – dafür ist ein klassisches Teleskop besser.

Vespera 3 bei Astroshop ansehen* →

* Affiliate-Link: Wenn du über diesen Link bestellst, erhalten wir eine kleine Provision von Astroshop. Der Preis ändert sich für dich nicht.

Vaonis Vespera 3 · 2.490 €Zum Angebot* →