Wie groß ist die Sonne? Durchmesser, Umfang und Masse

Von · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 14. September 2026

Die Sonne ist der einzige Stern, dessen Größe wir direkt messen können – und trotzdem kursieren im Netz mindestens zwei verschiedene Durchmesser, drei verschiedene Massen und sehr selten ein Umfang. Diese Seite sammelt alle Kennzahlen unseres Zentralgestirns an einem Ort: exakt, nachgerechnet und mit der Erklärung, woher die Abweichungen kommen.

⚡ Die Sonne in fünf Zahlen

  • Durchmesser: 1.392.700 km (109-mal die Erde)
  • Umfang: 4.375.000 km am Äquator
  • Masse: 1,989 · 1030 kg – 333.000 Erdmassen
  • Volumen: 1,41 · 1018 km³ – Platz für 1,3 Millionen Erden
  • Am Himmel: nur rund 0,53 Grad, also ein halbes Grad

Damit vereint die Sonne 99,86 Prozent der gesamten Masse des Sonnensystems in sich – alle acht Planeten zusammen sind der Rest.

Den scheinbaren Durchmesser kannst du mit einer Lochkamera selbst messen – das kostet nichts und steht weiter unten Schritt für Schritt. Wer die Sonne wirklich ansehen will, braucht dagegen zwingend einen geprüften Sonnenfilter: welcher zu welcher Öffnung passt, steht in der Filter-Übersicht, und die Kaufberatung für Einsteiger nennt die Geräte dazu.

Die volle Sonnenscheibe im extremen Ultraviolett, aufgenommen vom Solar Dynamics Observatory
Die volle Sonnenscheibe im extremen UV. Der scharfe Rand täuscht: Die Sonne hat keine feste Oberfläche. Bild: NASA/SDO/AIA (21.06.2010, gemeinfrei)

Der Durchmesser der Sonne: 1.392.700 Kilometer

Der Durchmesser der Sonne beträgt rund 1.392.700 Kilometer, der Radius entsprechend 696.342 Kilometer. Das sind 1,3927 Millionen Kilometer oder 1,3927 Milliarden Meter – eine Zahl, die man sich schlecht vorstellen kann, weshalb weiter unten mehrere Maßstabsmodelle folgen.

Gemessen wird dieser Durchmesser an der Photosphäre, jener rund 400 Kilometer dünnen Schicht, aus der das sichtbare Licht stammt. Eine feste Oberfläche hat die Sonne nicht: Sie besteht durchgehend aus Plasma und wird nach außen einfach immer dünner. Der scharfe Rand auf jedem Sonnenfoto ist ein optischer Effekt – die Dichte fällt dort innerhalb weniger hundert Kilometer so stark ab, dass das Gas praktisch schlagartig durchsichtig wird.

Der Sonnendurchmesser in …Wert
Kilometer1.392.700 km
Meter1.392.700.000 m
Zentimeter1,3927 · 1011 cm
Meilen865.374 mi
Erddurchmessern109,3 ×
Monddurchmessern401 ×
Jupiterdurchmessern9,7 ×
Lichtsekunden4,65 Lichtsekunden
Ein Lichtstrahl bräuchte 4,65 Sekunden, um die Sonne einmal zu durchqueren – bis zur Erde sind es dann noch einmal 8 Minuten 19 Sekunden.

Warum zwei verschiedene Sonnendurchmesser kursieren

Wer nachschlägt, findet mal 1.392.700 km, mal 1.391.400 km. Beide Zahlen sind richtig, sie beantworten nur unterschiedliche Fragen. 1.392.700 km ist der gemessene photosphärische Durchmesser (Radius 696.342 km, Emilio et al. 2012, ermittelt aus Merkurtransiten). 1.391.400 km ist der 2015 von der Internationalen Astronomischen Union festgelegte Nennwert (Radius exakt 695.700 km) – eine gerundete Konvention, damit alle Forschungsgruppen mit derselben Konstante rechnen.

Der Unterschied beträgt 1.300 Kilometer, also weniger als ein Promille. Für jede praktische Frage ist er irrelevant; auf dieser Seite steht durchgehend der gemessene Wert.

Umfang, Oberfläche und Volumen: die Sonne in Zahlen

Aus dem Radius folgt der Rest mit reiner Geometrie. Der Umfang der Sonne ergibt sich aus 2 · π · Radius und beträgt 4.375.246 Kilometer, also rund 4,375 Millionen Kilometer. Zum Vergleich: Der Erdumfang misst 40.075 Kilometer – man müsste die Erde 109-mal am Äquator umrunden, um einmal um die Sonne zu kommen.

Die Oberfläche (4 · π · r²) umfasst 6,09 Billionen Quadratkilometer, das 11.946-Fache der Erdoberfläche. Das Volumen (4/3 · π · r³) beträgt 1,41 · 1018 Kubikkilometer oder 1,41 · 1027 Kubikmeter. Darin hätten rund 1,3 Millionen Erdkugeln Platz – warum je nach Maßstab drei verschiedene Zahlen richtig sind, rechnet der große Größenvergleich Sonne–Erde im Detail vor.

KennzahlWertVerhältnis zur Erde
Radius696.342 km109,3 ×
Durchmesser1.392.700 km109,3 ×
Umfang (Äquator)4.375.246 km109,3 ×
Oberfläche6,09 · 1012 km²11.946 ×
Volumen1,41 · 1018 km³1.305.000 ×
Masse1,989 · 1030 kg333.000 ×
Mittlere Dichte1,41 g/cm³0,26 ×
Abplattung9 · 10-6Erde: 3,4 · 10-3
Anteil an der Masse des Sonnensystems99,86 %
Alle Werte beziehen sich auf die Photosphäre. Erdwerte: Durchmesser 12.742 km, Masse 5,972 · 1024 kg.

Die Masse der Sonne: 1,989 Quadrilliarden Tonnen

Die Sonne wiegt 1,989 · 1030 Kilogramm. Ausgeschrieben sind das 1.989.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Kilogramm oder – in Tonnen – rund 1,989 Quadrilliarden Tonnen. Das entspricht 333.000 Erdmassen.

Diese Masse ist nicht direkt gewogen, sondern erschlossen: Aus der Umlaufzeit und dem Bahnradius der Erde folgt über das dritte Keplersche Gesetz und die Gravitationskonstante sofort die Masse des Zentralkörpers. Astronomen kennen deshalb das Produkt aus Gravitationskonstante und Sonnenmasse (den sogenannten heliozentrischen Gravitationsparameter) sehr viel genauer als die Masse selbst – die Unsicherheit steckt fast vollständig in der Gravitationskonstante.

Die Sonnenmasse ist in der Astronomie so praktisch, dass sie als eigene Einheit dient: Sterngrößen, Schwarze Löcher und ganze Galaxien werden in Sonnenmassen angegeben. Die Milchstraße bringt es auf rund 1,5 Billionen davon.

Die Sonne verliert in jeder Sekunde 5,7 Millionen Tonnen

Im Kern verschmelzen pro Sekunde etwa 600 Millionen Tonnen Wasserstoff zu 596 Millionen Tonnen Helium. Die fehlenden gut vier Millionen Tonnen werden nach E = mc² in Energie umgewandelt. Dazu kommen rund 1,4 Millionen Tonnen, die als Sonnenwind ins All strömen. Macht zusammen etwa 5,7 Millionen Tonnen Massenverlust pro Sekunde.

Das klingt dramatisch, ist es aber nicht: In den 4,6 Milliarden Jahren seit ihrer Entstehung hat die Sonne dadurch erst rund 0,03 Prozent ihrer Masse eingebüßt. Sie hat schlicht sehr viel davon.

Die Dichte der Sonne: dichter als Wasser, viel leichter als die Erde

Teilt man die Masse durch das Volumen, ergibt sich eine mittlere Dichte von 1,41 Gramm pro Kubikzentimeter. Die Sonne ist damit zwar dichter als Wasser, aber nur etwa ein Viertel so dicht wie die Erde (5,51 g/cm³). Ein Stern aus Gas gegen einen Planeten aus Gestein und Eisen – das Ergebnis überrascht nicht.

Der Mittelwert verdeckt allerdings enorme Gegensätze. In der Photosphäre ist das Plasma rund 10.000-mal dünner als die Luft, die du gerade atmest. Im Kern dagegen drückt das Gewicht der darüberliegenden Schichten das Material auf rund 150 Gramm pro Kubikzentimeter zusammen – gut dreizehnmal dichter als Blei, und trotzdem noch Gas, weil bei 15 Millionen Grad kein Atom mehr zusammenhält.

Der Kern der Sonne

Der Fusionsofen reicht bis etwa 25 Prozent des Sonnenradius nach außen. Sein Durchmesser beträgt damit rund 348.000 Kilometer – allein der Kern ist 27-mal so groß wie die ganze Erde und enthält gut die Hälfte der Sonnenmasse in nur zwei Prozent des Volumens.

Wie man den Sonnendurchmesser misst: Winkel mal Entfernung

Der Durchmesser der Sonne lässt sich nicht mit einem Maßband bestimmen, sondern nur berechnen. Man braucht dafür genau zwei Größen: den Winkel, unter dem die Sonne am Himmel erscheint, und die Entfernung. Die Formel lautet:

D = 2 · d · tan(α / 2)

Mit d = 149.597.871 km (Entfernung) und α = 0,5334° (scheinbarer Durchmesser) ergibt sich D = 1.392.700 km.

Historisch war der schwierige Teil die Entfernung. Aristarchos von Samos versuchte sie im 3. Jahrhundert v. Chr. über den Winkel zwischen Sonne und Halbmond zu bestimmen und lag um den Faktor zwanzig daneben – aber er war der Erste, der überhaupt erkannte, dass die Sonne sehr viel größer sein muss als die Erde. Brauchbare Werte lieferten erst die Venustransits von 1761 und 1769, für die Expeditionen um die halbe Welt reisten. Heute misst man die Astronomische Einheit per Radarecho an Venus und Merkur auf wenige Meter genau.

Den Sonnendurchmesser selbst bestimmen: die Lochkamera

Das Prinzip lässt sich mit Pappe und Zollstock nachbauen – und zwar völlig gefahrlos, weil man nie in die Sonne schaut. Stich ein sauberes Loch von etwa zwei Millimetern in einen Karton, halte ihn in die Sonne und fange das Bild auf einem zweiten Karton dahinter auf. Je größer der Abstand, desto größer und schwächer das Sonnenbild.

Miss den Abstand zwischen den Kartons und den Durchmesser des projizierten Sonnenflecks. Bei 1,08 Metern Abstand ist der Lichtfleck genau 1 Zentimeter groß – das Verhältnis liegt immer bei etwa 1 : 108. Multipliziert man dieses Verhältnis mit der Entfernung Erde–Sonne, kommt der Sonnendurchmesser heraus. Genau so haben es Generationen von Astronomen gemacht, nur mit besseren Instrumenten.

Der scheinbare Durchmesser: ein halbes Grad am Himmel

Am Himmel misst die Sonne nur rund 0,53 Grad oder 32 Bogenminuten. Das ist ungefähr so groß wie ein Ein-Cent-Stück in zwei Metern Entfernung – oder halb so breit wie dein kleiner Fingernagel bei ausgestrecktem Arm. Ein Stern von 1,4 Millionen Kilometern Durchmesser schrumpft in 150 Millionen Kilometern Entfernung eben auf einen Fleck zusammen.

Konstant ist dieser Wert nicht. Weil die Erdbahn eine Ellipse ist, steht die Erde Anfang Januar rund fünf Millionen Kilometer näher an der Sonne als Anfang Juli. Der scheinbare Durchmesser schwankt dadurch zwischen 32,55 Bogenminuten im Januar und 31,48 Bogenminuten im Juli – gut drei Prozent Unterschied, mit bloßem Auge nicht zu bemerken, für Finsternisrechner aber entscheidend.

Vergleich des scheinbaren Durchmessers von Sonne und Mond in Bogenminuten
Sonne und Mond wirken am Himmel fast gleich groß – ein kosmischer Zufall, dem wir totale Sonnenfinsternisse verdanken. Grafik: Sterngucker.de

Denn der Mond schwankt zwischen 29,43 und 33,53 Bogenminuten und damit stärker. Nur wenn ein großer Mond auf eine kleine Sonne trifft, deckt er sie vollständig ab – dann gibt es eine totale Sonnenfinsternis wie am 12. August 2026. Trifft ein kleiner Mond auf eine große Sonne, bleibt ein Lichtring stehen: die ringförmige Finsternis. Dass beide überhaupt gleich groß erscheinen, ist reiner Zufall – die Sonne ist 400-mal größer als der Mond und zufällig auch rund 400-mal weiter entfernt.

Die Sonne im Maßstab: drei Modelle zum Begreifen

Zahlen mit zwölf Nullen sagen wenig. Maßstabsmodelle helfen mehr – vor allem, weil sie zeigen, dass nicht nur die Sonne groß, sondern vor allem der Raum dazwischen leer ist.

Maßstabsmodell der Sonne als Kugel von einem Meter mit der Erde als Erbse in 107 Metern
Wäre die Sonne eine Kugel von einem Meter, wäre die Erde eine 9-Millimeter-Erbse in 107 Metern Entfernung. Grafik: Sterngucker.de
  • Sonne = Fußball (22 cm): Die Erde wäre ein Stecknadelkopf von 2 Millimetern in 23,6 Metern Entfernung – etwa die Länge eines Schwimmbeckens.
  • Sonne = Kugel von 1 Meter: Die Erde wäre eine Erbse von 9,1 Millimetern in 107 Metern Entfernung. Jupiter wäre eine Walnuss in 560 Metern.
  • Sonne = 1 Millimeter (Sandkorn): Die Erde wäre unsichtbar klein, die gesamte Milchstraße hätte immer noch den Durchmesser des Erdmonds. Bei diesem Maßstab stünde der nächste Stern 30 Kilometer entfernt.

Die Größe der Sonne für Kinder erklärt

Für Kinder funktioniert am besten der Vergleich mit Murmeln und einem Gymnastikball. Der Ball ist die Sonne, die Murmel die Erde – und dann geht man mit der Murmel so weit weg, bis die anderen den Ball kaum noch sehen. Genau das ist der Punkt: Die Sonne ist nicht nur riesig, sie ist auch unfassbar weit weg. Wer alle 1,3 Millionen Erden zählen wollte, die in die Sonne passen, bräuchte bei einer Erde pro Sekunde gut zwei Wochen ohne Pause.

Die Sonne unter den Sternen: eher klein als groß

So gewaltig die Sonne im Vergleich zur Erde wirkt – unter den Sternen ist sie Durchschnitt. Sie gehört zur Spektralklasse G2V und heißt in der Fachsprache Gelber Zwerg. Rund drei Viertel aller Sterne der Milchstraße sind Rote Zwerge und damit kleiner; die wirklich großen Sterne sind selten, dafür aber unvorstellbar viel größer.

SternRadius in SonnenradienAnmerkung
Proxima Centauri0,15Roter Zwerg, unser nächster Nachbarstern
Sonne1Gelber Zwerg, G2V
Sirius A1,7hellster Stern des Nachthimmels
Pollux8,8Roter Riese in den Zwillingen
Arktur25Roter Riese im Bootes
Rigel79Blauer Überriese im Orion
Antares680Roter Überriese im Skorpion
Beteigeuze750Roter Überriese, Supernova-Kandidat
UY Scuti755lange als größter Stern gehandelt
Stephenson 2-182.150derzeit größter bekannter Stern
Die Radien großer Überriesen sind unsicher, weil diese Sterne keinen scharfen Rand haben und ihre Entfernungen schwer zu messen sind.

Stephenson 2-18 hätte, an die Stelle der Sonne gesetzt, seine Oberfläche jenseits der Saturnbahn. Umgekehrt bringt es die schiere Zahl der Sterne in Perspektive: In der Milchstraße stehen einige hundert Milliarden davon, und die meisten sind kleiner als unsere Sonne.

Die Zukunft der Sonne: erst heller, dann riesig

Die Sonne wächst – langsam, aber unaufhaltsam. Weil im Kern Wasserstoff zu Helium verschmilzt, nimmt die Teilchenzahl ab, der Kern zieht sich zusammen und wird heißer, und die Sonne strahlt stärker. Seit ihrer Entstehung ist sie dadurch rund 30 Prozent heller geworden. Pro Milliarde Jahre kommen etwa zehn Prozent dazu.

In rund einer Milliarde Jahren wird die Strahlung so stark sein, dass die Erdozeane verdampfen. In etwa fünf Milliarden Jahren geht der Wasserstoff im Kern zur Neige, und die Sonne bläht sich zum Roten Riesen auf – auf mehr als das Hundertfache ihres heutigen Durchmessers. Merkur und Venus wird sie dabei verschlucken, die Erde vermutlich ebenfalls. Am Ende stößt sie ihre Hülle ab und bleibt als Weißer Zwerg zurück: etwa erdgroß, aber mit halber Sonnenmasse.

Die Sonne sicher beobachten: nur mit geprüftem Filter

Die Größe der Sonne lässt sich am Himmel selbst nachprüfen – aber niemals ungeschützt. Schon ein kurzer Blick durch ein ungefiltertes Fernglas oder Teleskop verbrennt die Netzhaut irreversibel, und zwar schmerzfrei, weil die Netzhaut keine Schmerzrezeptoren hat. Sonnenbrille, Rettungsfolie, belichteter Film oder eine berußte Glasscheibe sind keine Filter.

Sicher sind zwei Wege: die oben beschriebene Projektion durch eine Lochkamera – oder ein zertifizierter Objektivfilter, der vor der Optik sitzt und 99,999 Prozent des Lichts abblockt. Am günstigsten und optisch hervorragend ist Sonnenfilterfolie, die man sich passend zum eigenen Gerät selbst fasst.

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Mit einem gefilterten Teleskop wird die Sonne dann erst richtig interessant: Sonnenflecken lassen sich über Tage verfolgen, große Gruppen erreichen den zehnfachen Erddurchmesser und bedecken trotzdem nur Bruchteile eines Prozents der Sonnenscheibe. Auch die Granulation der Photosphäre wird bei ruhiger Luft sichtbar.

Für den Einstieg reicht ein solides Teleskop mit ausreichend Öffnung, das tagsüber die Sonne und nachts Mond und Planeten zeigt. Wer nur ein Gerät kaufen kann und den Himmel wirklich erkunden will, greift zum Teleskop; das Fernglas ist die Ergänzung, nicht der Ersatz.

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Fragen zur Größe der Sonne: kurz und exakt beantwortet

Wie groß ist die Sonne in Kilometern?

Der Durchmesser beträgt rund 1.392.700 Kilometer, der Radius 696.342 Kilometer. Die Internationale Astronomische Union rechnet mit dem Nennwert 1.391.400 Kilometer – der Unterschied liegt unter einem Promille.

Wie groß ist der Umfang der Sonne?

Der Äquatorumfang beträgt 4.375.246 Kilometer, also rund 4,38 Millionen Kilometer. Das entspricht 109 Erdumfängen.

Wie schwer ist die Sonne in Tonnen?

Rund 1,989 · 1027 Tonnen, also 1,989 Quadrilliarden Tonnen oder 1,989 · 1030 Kilogramm. Das sind 333.000 Erdmassen.

Wie groß ist das Volumen der Sonne?

1,41 · 1018 Kubikkilometer beziehungsweise 1,41 · 1027 Kubikmeter. Dem Volumen nach passt die Erde rund 1,3 Millionen Mal hinein.

Wie groß ist die Sonne im Vergleich zum Mond?

Der Sonnendurchmesser ist etwa 400-mal so groß wie der des Mondes (1.392.700 km gegenüber 3.475 km). Weil die Sonne zugleich rund 400-mal weiter entfernt ist, erscheinen beide am Himmel fast gleich groß.

Wie groß ist der Kern der Sonne?

Der Fusionskern reicht bis etwa 25 Prozent des Sonnenradius, sein Durchmesser beträgt damit rund 348.000 Kilometer – gut 27 Erddurchmesser. Dort herrschen 15 Millionen Grad und eine Dichte von etwa 150 g/cm³.

Ist die Sonne eine perfekte Kugel?

Fast. Ihre Abplattung beträgt nur 9 Millionstel: Der Äquatordurchmesser ist gerade einmal rund 12 Kilometer größer als der Poldurchmesser. Damit ist die Sonne das rundeste bekannte natürliche Objekt – die Erde ist mit 21 Kilometern Differenz relativ gesehen fast vierhundertmal stärker abgeplattet.

Wie groß ist der größte bekannte Stern?

Derzeit gilt Stephenson 2-18 als größter bekannter Stern mit rund 2.150 Sonnenradien. An die Stelle der Sonne gesetzt, reichte seine Oberfläche über die Saturnbahn hinaus. Die Angaben sind allerdings unsicher, weil solche Überriesen keinen scharfen Rand besitzen.

Wie berechnet man den Durchmesser der Sonne?

Über D = 2 · d · tan(α/2). Man braucht die Entfernung d (149,6 Millionen Kilometer) und den scheinbaren Durchmesser α (0,5334 Grad). Den Winkel kann man mit einer Lochkamera selbst messen: Das Verhältnis von Projektionsabstand zu Bildgröße beträgt rund 108 zu 1.

Wie viel Prozent der Masse des Sonnensystems steckt in der Sonne?

99,86 Prozent. Vom verbleibenden Rest entfallen zwei Drittel auf Jupiter. Alle Planeten, Monde, Asteroiden und Kometen zusammen machen weniger als 0,14 Prozent der Masse des Sonnensystems aus.