Von Alexander Merz · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 21. September 2026
Eine Sternschnuppe (Meteor) entsteht, wenn ein Staubteilchen aus dem All mit mehreren 10.000 km/h in die Erdatmosphäre eindringt und dort verglüht. Die wenigen Körper, die bis auf die Erdoberfläche gelangen, heißen Meteorite.
📅 Alle Termine auf einen Blick: Unser Sternschnuppen-Kalender 2026/2027 zeigt jedes Maximum mit Mond-Bewertung. Die Perseiden und die kleinen September-Ströme – die Alpha-Aurigiden und die September-Perseiden – sind für dieses Jahr durch. Als Nächstes kommen die Draconiden am 8./9. Oktober: nur rund sechs Meteore pro Stunde, dafür bei 3 % beleuchtetem Mond und ungewöhnlich früh am Abend. Richtig ergiebig wird es erst wieder mit den Orioniden am 21./22. Oktober und vor allem den Geminiden am 13./14. Dezember.
Die wichtigsten Meteorströme im Überblick
Ein Meteorstrom entsteht, wenn die Erde die Staubspur eines Kometen kreuzt. Weil alle Teilchen aus derselben Richtung kommen, scheinen die Sternschnuppen aus einem Punkt am Himmel zu stammen – dem Radianten. Nach dem Sternbild, in dem dieser Punkt liegt, ist der Strom benannt.
- Perseiden (Juli/August, Radiant im Perseus) – der bekannteste Strom, bis 100 Meteore pro Stunde. Alles zum Maximum 2026: Perseiden 2026.
- Kappa-Cygniden (3.–25. August, Radiant im Sternbild Schwan) – nur rund drei Meteore pro Stunde, dafür ungewöhnlich langsame und helle Feuerkugeln. Weil der Schwan im August fast im Zenit steht, ist der Radiant bequem zu finden.
- Alpha-Aurigiden (Ende August/Anfang September, Radiant im Fuhrmann) – kleiner Strom mit gelegentlichen Überraschungen.
- Orioniden (Oktober, Radiant im Orion) – Staub des Halleyschen Kometen, sehr schnelle Meteore.
- Leoniden (November, Radiant im Löwen) – mit 71 km/s die schnellsten Meteore überhaupt.
- Geminiden (Dezember, Radiant in den Zwillingen) – mit bis zu 150 Meteoren pro Stunde der stärkste Strom des Jahres.
- Quadrantiden (Anfang Januar) und Lyriden (April, Radiant in der Leier) – die beiden Höhepunkte des ersten Halbjahrs.
Alle Maxima mit Mond-Bewertung und Sichtbarkeitsprognose findest du im Sternschnuppen-Kalender 2026/2027.
Brauchst du dafür ein Teleskop?
Nein – und das ändert sich auch nicht. Sternschnuppen sind schnell und können überall am Himmel auftauchen; jedes Fernglas und jedes Teleskop verkleinert genau das Blickfeld, auf das es ankommt. Was du brauchst, ist ein dunkler Ort, eine Decke und Geduld.
Anders sieht es aus, wenn dich beim Warten der übrige Himmel neugierig macht – Saturns Ringe, die Mondkrater, die Jupitermonde. Dafür ist ein Gerät tatsächlich nötig, und der Einstieg kostet weniger, als die meisten vermuten.
Welche Bauform zu dir passt, klärt der Ratgeber Teleskop für Einsteiger; wenn das Budget feststeht, hilft der Vergleich Teleskop unter 300 Euro.

Die allermeisten Sternschnuppen verglühen vollständig. Nur ein winziger Teil überlebt den Flug durch die Atmosphäre – was dann bei einem Meteoriteneinschlag geschieht, liest du hier.
Quellen
- Wikipedia, 23.12.2019: Mehrere Tonnen Meteorstaub pro Tag

