Sternbilder – unser Nachthimmel im Überblick

Von · Aktualisiert am · Angaben geprüft am 22. September 2026

Ein Sternbild ist eine Gruppe von Sternen, die von der Erde aus gesehen ein erkennbares Muster bildet. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der gesamte Himmel international festgelegt und restlos in die heute 88 Sternbilder aufgeteilt.

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Was sind Sternbilder und wie sind sie entstanden? Vermutlich schon seit der Entstehung des menschlichen Bewusstseins blicken wir mit Erstaunen in den Nachthimmel. Wir erkennen unterschiedlich helle Sterne am Firmament. Manche liegen scheinbar nahe zusammen, andere wiederum stehen alleine auf weiter Flur.

✨ Diese Sternbilder siehst du jetzt im Sommer

Hoch am Sommerhimmel steht das Sommerdreieck aus Wega (Leier), Deneb (Schwan) und Altair (Adler) – mitten hindurch zieht die Milchstraße. Tief im Süden funkelt Antares im Skorpion – der aber so flach steht, dass es auf den Standort ankommt (Höhentabelle für neun Städte), im Westen sinkt der Bärenhüter mit Arktur. Rund 26 Grad links von Antares beginnt der Teekessel des Sternbilds Schütze – dahinter liegt das Zentrum der Milchstraße, aber selbst sein höchster Stern schafft von Hamburg aus nur 10 Grad. Und natürlich immer da: der Große Wagen als Wegweiser zum Polarstern – und damit zum Kleinen Wagen, den man ohne diesen Zeiger kaum findet. Und falls du dich je gefragt hast, warum dein Sternzeichen nicht zum Sternbild passt: Sternzeichen vs. Sternbild erklärt.

Zum Auffinden empfehlen wir die drehbare Sternkarte (19,90 €) – einstellen, hochhalten, erkennen:
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Neu hier? Wie du dich in zwei Abenden dauerhaft am Nachthimmel zurechtfindest, zeigt unser Leitfaden Sternbilder erkennen.

Sternbilder heute Nacht

Die Karte zeigt, welche Sternbilder gerade über deinem Ort stehen – mit Linien und Namen. Unter der Karte stellst du Datum, Uhrzeit und Ort um.

So liest du die Karte: Der Rand ist der Horizont, die Mitte der Punkt genau über dir. Halte das Handy so vor dich, dass die Himmelsrichtung unten am Rand zu der passt, in die du schaust. Osten liegt links, weil du nach oben blickst und nicht auf eine Landkarte.
Planeten und der Mond stehen bewusst nicht auf der Karte – sie wandern zwischen den Sternen. Wo sie heute Nacht stehen, zeigt Heute am Himmel.
Sterndaten aus dem Hipparcos-Katalog, Sternbildlinien nach d3-celestial (BSD-Lizenz).

Mehr zur Bedienung und zur drehbaren Karte für draußen steht im Ratgeber zur Sternenkarte.

Alle 88 Sternbilder im Überblick

Die Internationale Astronomische Union (IAU) hat den Himmel 1922 in 88 Sternbilder aufgeteilt; seit 1930 sind auch ihre Grenzen festgelegt. Von Deutschland aus siehst du rund drei Viertel davon ganz oder teilweise – die übrigen stehen so weit im Süden, dass sie nie über unseren Horizont kommen. Tippe auf einen Spaltenkopf zum Sortieren oder filtere nach Jahreszeit.

Achterdeck des Schiffs
Puppis
PuppisPupWinterteilweise
Adler
Aquila
AquilaAqlSommerganz
Altar
Ara
AraAranicht sichtbar
Andromeda
Andromeda
AndromedaAndHerbstganz
Bärenhüter
Boötes
BoötesBooFrühlingganz
Becher
Crater
CraterCrtFrühlingganz
Bildhauer
Sculptor
SculptorSclHerbstteilweise
Chamäleon
Chamaeleon
ChamaeleonChanicht sichtbar
Chemischer Ofen
Fornax
FornaxForHerbstteilweise
Delfin
Delphinus
DelphinusDelSommerganz
Drache
Draco
DracoDrazirkumpolarganz
Dreieck
Triangulum
TriangulumTriHerbstganz
Eidechse
Lacerta
LacertaLacHerbstganz
Einhorn
Monoceros
MonocerosMonWinterganz
Eridanus
Eridanus
EridanusEriWinterteilweise
Fische
Pisces
PiscesPscHerbstganz
Fliege
Musca
MuscaMusnicht sichtbar
Fliegender Fisch
Volans
VolansVolnicht sichtbar
Fuchs
Vulpecula
VulpeculaVulSommerganz
Fuhrmann
Auriga
AurigaAurWinterganz
Füllen
Equuleus
EquuleusEquHerbstganz
Giraffe
Camelopardalis
CamelopardalisCamzirkumpolarganz
Grabstichel
Caelum
CaelumCaeWinterteilweise
Großer Bär
Ursa Major
Ursa MajorUMazirkumpolarganz
Großer Hund
Canis Major
Canis MajorCMaWinterganz
Haar der Berenike
Coma Berenices
Coma BerenicesComFrühlingganz
Hase
Lepus
LepusLepWinterganz
Herkules
Hercules
HerculesHerSommerganz
Indianer
Indus
IndusIndnicht sichtbar
Jagdhunde
Canes Venatici
Canes VenaticiCVnFrühlingganz
Jungfrau
Virgo
VirgoVirFrühlingganz
Kassiopeia
Cassiopeia
CassiopeiaCaszirkumpolarganz
Kepheus
Cepheus
CepheusCepzirkumpolarganz
Kiel des Schiffs
Carina
CarinaCarnicht sichtbar
Kleine Wasserschlange
Hydrus
HydrusHyinicht sichtbar
Kleiner Bär
Ursa Minor
Ursa MinorUMizirkumpolarganz
Kleiner Hund
Canis Minor
Canis MinorCMiWinterganz
Kleiner Löwe
Leo Minor
Leo MinorLMiFrühlingganz
Kompass
Pyxis
PyxisPyxFrühlingganz
Kranich
Grus
GrusGruHerbstteilweise
Krebs
Cancer
CancerCncFrühlingganz
Kreuz des Südens
Crux
CruxCrunicht sichtbar
Leier
Lyra
LyraLyrSommerganz
Löwe
Leo
LeoLeoFrühlingganz
Luchs
Lynx
LynxLynWinterganz
Luftpumpe
Antlia
AntliaAntFrühlingteilweise
Maler
Pictor
PictorPicnicht sichtbar
Mikroskop
Microscopium
MicroscopiumMicHerbstteilweise
Netz
Reticulum
ReticulumRetnicht sichtbar
Nördliche Krone
Corona Borealis
Corona BorealisCrBSommerganz
Oktant
Octans
OctansOctnicht sichtbar
Orion
Orion
OrionOriWinterganz
Paradiesvogel
Apus
ApusApsnicht sichtbar
Pegasus
Pegasus
PegasusPegHerbstganz
Pendeluhr
Horologium
HorologiumHornicht sichtbar
Perseus
Perseus
PerseusPerHerbstganz
Pfau
Pavo
PavoPavnicht sichtbar
Pfeil
Sagitta
SagittaSgeSommerganz
Phönix
Phoenix
PhoenixPheHerbstteilweise
Rabe
Corvus
CorvusCrvFrühlingganz
Schild
Scutum
ScutumSctSommerganz
Schlange
Serpens
SerpensSerSommerganz
Schlangenträger
Ophiuchus
OphiuchusOphSommerganz
Schütze
Sagittarius
SagittariusSgrSommerteilweise
Schwan
Cygnus
CygnusCygSommerganz
Schwertfisch
Dorado
DoradoDornicht sichtbar
Segel des Schiffs
Vela
VelaVelFrühlingteilweise
Sextant
Sextans
SextansSexFrühlingganz
Skorpion
Scorpius
ScorpiusScoSommerteilweise
Steinbock
Capricornus
CapricornusCapHerbstganz
Stier
Taurus
TaurusTauWinterganz
Südliche Krone
Corona Australis
Corona AustralisCrASommerteilweise
Südlicher Fisch
Piscis Austrinus
Piscis AustrinusPsAHerbstganz
Südliches Dreieck
Triangulum Australe
Triangulum AustraleTrAnicht sichtbar
Tafelberg
Mensa
MensaMennicht sichtbar
Taube
Columba
ColumbaColWinterteilweise
Teleskop
Telescopium
TelescopiumTelnicht sichtbar
Tukan
Tucana
TucanaTucnicht sichtbar
Waage
Libra
LibraLibFrühlingganz
Walfisch
Cetus
CetusCetHerbstganz
Wassermann
Aquarius
AquariusAqrHerbstganz
Wasserschlange
Hydra
HydraHyaFrühlingganz
Widder
Aries
AriesAriHerbstganz
Winkelmaß
Norma
NormaNornicht sichtbar
Wolf
Lupus
LupusLupSommerteilweise
Zentaur
Centaurus
CentaurusCenFrühlingteilweise
Zirkel
Circinus
CircinusCirnicht sichtbar
Zwillinge
Gemini
GeminiGemWinterganz

88 Sternbilder angezeigt. „Beste Zeit“ = Jahreszeit, in der das Sternbild am Abend am günstigsten steht; zirkumpolare Sternbilder gehen in Deutschland nie unter. „Teilweise“ heißt: Der Südteil bleibt unter dem Horizont oder das Sternbild streift ihn nur – je weiter südlich du wohnst, desto mehr siehst du.

Was sind Sternbilder?

In unserem Geist gruppieren wir die Sterne ganz automatisch zu Formen (Mustererkennung). Dies tun die Menschen schon seit sehr langer Zeit. Aus der Bildung von Sternengruppen und Formen entstanden so über die Zeit unsere Sternbilder.

Sternbilder Konstellationen

Sternbilder sind markante Sterne am Nachthimmel, die von Menschen zu Formen gruppiert wurden. Diese Formen oder Bilder sind jedoch oft sehr rudimentär. Wir erkennen sie daher nur dann, wenn wir zuvor wissen wir suchen. Aus dem obigen Bild wird ersichtlich was gemeint ist: das Sternbild Schwan (Cygnus) ähnelt in der Form einem Schwan mit ausgebreiteten Flügel wohingegen die fünf Stern des Sternbildes Cassiopeia nur schwer an eine Frau aus der griechischen Mythologie erinnern.

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Warum gibt es Sternbilder?

Es liegt in der menschlichen Natur, den Dingen eine Ordnung geben zu wollen. Auch der Laie wird beim Blick in den Nachthimmel ganz automatisch bekannte Formen dort sehen (Mustererkennung). So ging es sicher auch unseren Vorfahren. Aus diesen Formen entwickelten sich dann Bilder mit einer Geschichte dazu. So gewann der Nachthimmel in der Mythologie vieler Kulturen an Bedeutung.

Sternbilder bekamen einen praktischen Nutzen für Nomaden und Seefahrer, die den Nachthimmel mit seinen markanten Sternbildern zur Navigation nutzen (Sternenkarte). Auch in der Amateurastronomie sind Sternbilder und deren Leitsterne wichtige Orientierungspunkte beim Aufsuchen und bei der  Beobachtung extragalaktischer Strukturen wie Nebel und Galaxien mit einem Teleskop für Kinder oder einem Teleskop für Einsteiger.

Woher stammen Sternbilder?

Es gibt Vermutungen, dass bereits der steinzeitliche Mensch im Nachthimmel Formen erkannte. Darauf lässt die berühmte Höhlenmalerei von Lascaux schließen. Die ersten gesicherten Sternbilder stammen aus Babylon und Altägypten (Herrmann, 2012). Auf diese Kulturen gehen auch die bekannten Tierkreiszeichen (Sternzeichen) zurück.

Weitere Sternbilder stammen von den alten Griechen, die ihre Mythologie (Bsp.: Perseus) auf Sternbilder übertrugen und sie so weitergaben. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Sternhimmel von einer internationalen Versammlung definiert und restlos in die heute 88 Sternbilder aufgeteilt.

Was ist der Unterschied zwischen Sternbildern und Sternzeichen?

Die 12 Tierkreis-Sternzeichen gehen auf die ersten bekannten Sternbilder der Babylonier zurück. Den Sternzeichen liegt also ein Sternbild zugrunde. Die Interpretationen der pseudowissenschaftlich-esoterischen Astrologie in Bezug auf den Menschen und sein Wirken haben mit Astronomie nichts zu tun und werden hier nicht näher beschrieben.

Welches sind die bekanntesten Sternbilder?

Das hängt vom Standort der fragenden Person ab, denn Menschen auf der Nordhalbkugel sehen einen anderen Sternenhimmel als Menschen auf der Südhalbkugel. Dies liegt daran, dass uns die Erde, auf der wir stehen, den Blick auf den Himmel der gegenüberliegenden Erdhälfte versperrt. Zu den bekanntesten Sternbildern der Nordhalbkugel zählen der Große Bär (Ursa Major) und der Orion, bei dem man in klaren Nächten schon mit bloßem Auge die Andeutung des berühmten Orionnebels erkennen kann. 

Eine Besonderheit stellen Asterismen dar. Dabei handelt es sich um bekannte Sternkonstellationen, die aber kein eigenständiges Sternbild darstellen. Ein bekanntes Beispiel ist der Große Wagen, der ein Teil des Sternbildes Großer Bär ist. Solche markanten Konstellationen sind in vielen Kulturen bekannt, werden allerdings oft unterschiedlich benannt. Der große Wagen wird in den USA beispielsweise als „Big dipper“ (Großer Löffel) bezeichnet.

Woher stammen die Namen der Sternbilder?

In den Namen der Sternbilder haben sich viele Hochkulturen verewigt, die den Nachthimmel erforscht haben. So gehen die Tierkreiszeichen (Widder, Skorpion, …) auf die Babylonier zurück. Die alten Griechen erzählten ihre Mythologie über die Sternbilder, welche die Römer übernahmen. Ihre Namen sind heute als die klassischen 48 Sternbilder bekannt (Orion, Herkules, Ursa Major, Lyra, …). Mit dem Aufstieg des Christentums in Europa ging auch in der Astronomie viel Wissen verloren.

Erst mit der Renaissance und der Erfindung des Fernrohrs wurde die europäische Astronomie wiederbelebt. Durch den Imperialismus der Europäer und ihre Entdeckungs- und Ausbeutungsreisen um die Welt wurde der Nachthimmel der Südhalbkugel aus navigatorischer Sicht interessant und ebenfalls in Sternbilder unterteilt (Kreuz des Südens, Indianer, Tukan, …). In den 1920er Jahren wurden dann die Grenzen und Namen der heute bekannten 88 Sternbilder endgültig festgelegt.

Sichtbarkeit von Sternbildern?

Die bekanntesten Sternbilder am Nachthimmel
Der Sternenhimmel der nördlichen Hemisphäre

Nicht alle Sternbilder sind immer und überall zu sehen. Es gibt Sternbilder, die man das ganze Jahr über sehen kann, andere wiederum nur in bestimmten Jahreszeiten. Daneben gibt es Sternbilder, die man nie zu sehen bekommen wird, wenn man nicht eine Reise auf die andere Seite der Erde macht. Die Erklärung folgt im nächsten Abschnitt.

sternhimmel
Kugel-in-Kugel-Modell der Ekliptik1

Warum bewegen sich Sternbilder?

Um dies zu verstehen, muss man sich die Erde als eine rotierende Kugel in einer viel größeren feststehenden Kugel vorstellen. Von der Erde aus blicken wir auf die Innenseite dieser großen Kugel (unsere Nachthimmel mit seinen Sternen). Nun ist es wichtig, wo wir uns auf der Erde befinden.

Sternbilder am Pol

Stünden wir am Nordpol, würden wir immer dieselben Sternbilder sehen, die um den Polarstern kreisen, da dieser sich auf der Verlängerung der Rotationsachse unserer Erde befindet. Am Horizont ginge kein neues Sternbild auf oder unter, da alle Sternbilder auf ihrer zum Beobachter orthogonalen Bahn um die Erdrotationsachse kreisen.

Sternbilder in den mittleren Breiten

Stünden wir nun in den mittleren Breiten (Deutschland), so würden mehrere Sternbilder im Osten auf- und im Westen untergehen. Die Ursache hierfür ist, dass wir anders als am Pol nicht mehr in der Rotationsachse der Erde stehen, sondern versetzt dazu. Dies hat zur Folge, dass ca. 50 % aller Sterne am Nachthimmel untergehen. Im Bild (Silicon Valley) sind dies jene Sterne deren runde Sternbahn durch den Horizont teilweise verdeckt werden.

Startrails - Sternbild in den mittleren Beiten
Startrails – Aufgenommen im Silicon Valley, Sternenhimmel in den mittleren Breiten.
Sternbilder, die nie unter den Horizont verschwinden, werden als zirkumpolare Sternbilder bezeichnet.

Sternbilder am Äquator

Stünden wir am Äquator, würden wir genau das Gegenteil des gleichbleibenden Polhimmels erleben. Wir stehen im rechten Winkel zur Erdrotationsachse, sodass am Horizont mit der Erdrotation ständig neue Sterne aufgehen und auf der Gegenseite wieder untergehen. Aus diesem Grund befinden sich auch viele Observatorien in Äquatornähe.

Neben den oben beschriebenen nächtlichen Veränderungen gibt es auch noch jahreszeitenabhängige Sternbilder am Nachthimmel.

Jahreszeitenabhängige Betrachtung

Dazu stellen wir uns die Erde mit einer runden Bahn um die Sonne vor. Erde und Sonne befinden sich wieder in einer großen feststehenden Kugel (Sternenhimmel). Wenn Nacht ist, schauen wir von der sonnenabgewandten Seite in den Nachthimmel. Unsere Blickachse geht also als Verlängerung von der Sonne durch die Erde in den Nachthimmel.

Wollten wir 6 Monate später, in einer anderen Jahreszeit, den gleichen Sternenhimmel sehen, müsste unsere Blickachse von der Erde durch die Sonne auf die gleiche Stelle des Sternhimmels schauen. Dies geht aber nicht, weil uns die Sonne im Weg ist, es ist also Tag und der Sternenhimmel wird von der Strahlkraft der Sonne um ein Vielfaches überstrahlt. Dafür sehen wir jetzt nachts den Sternenhimmel, der 6 Monate zuvor nur bei Tag zu sehen gewesen wäre.

Welches Sternbild ist wann zu sehen?

Wie du aus den obigen Erläuterungen erahnen kannst, würde es den Rahmen dieses Beitrages sprengen, für jedes Sternbild die Auf- und Untergangszeit zu präsentieren. Aber das muss auch nicht sein, denn zur präzisen Beobachtungsplanung stehen Sternkarten zur Verfügung, mit denen man die Auf- und Untergangszeiten der einzelnen Sterne und Sternbilder in Abhängigkeit vom Standort genau ermitteln kann.

Als grobe Faustregel gilt: Im Winter beherrscht der Orion den Abendhimmel – und gleich links darunter folgt ihm der Große Hund mit Sirius, dem hellsten Stern des Nachthimmels, im Frühling löst ihn das Sternbild Löwe ab – dazwischen steht unauffällig das Sternbild Krebs mit dem Sternhaufen Praesepe –, im Sommer steht der Schwan hoch im Osten – und tief im Süden der Schütze vor dem Galaktischen Zentrum – und im Herbst folgt das Herbstviereck rund um die Cassiopeia – darunter, tief im Süden, das blasse Sternbild Wassermann mit dem Helixnebel – und westlich davon, noch etwas tiefer, das Sternbild Steinbock als flaches Dreieck. Zirkumpolare Sternbilder wie der Große Wagen sind dagegen das ganze Jahr über zu sehen.

Was ist wann zu sehen?

Hier ein Überblick, welche Highlights dich in welchem Monat erwarten:

Sternbilder findest du mit bloßem Auge. Was zwischen den Sternen steht, nicht.
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Warum verändern sich Sternbilder nicht?

Faktisch verändern sich Sternbilder, allerdings so langsam, dass das für einen Menschen keine Bedeutung hat. Für die Erklärung bedienen wir uns wieder unseres Erde-in-großer-Kugel-Modells, das den Nachthimmel darstellen soll. Die Sternbilder sind im Grunde nur Projektionen von Sternen auf der großen, feststehenden Kugel, in deren Zentrum sich die Erde befindet. 

Diese Sterne stehen aber absolut gesehen nicht unbedingt in räumlicher Nähe, wie es manches Sternbild vermuten lässt. So haben zum Beispiel einige Sterne im Sternbild Orion zu unserer Sonne einen geringeren Abstand als zu anderen Sternen des Sternbildes.

Durch die Expansion des Weltalls entfernen sich diese Sterne voneinander, was letzten Endes auch zu einer Veränderung des Sternbildes führen wird. Diese Änderung ist jedoch so gering, dass ein Menschenleben nicht für Feststellung des Phänomens ausreichen würde.

Was benötige ich zur Beobachtung von Sternbildern?

Da Sternbilder in der Regel großflächige gedachte Verbindungen von markanten Sternen sind, braucht man nur seine Augen und einen möglichst dunklen Himmel. Zur sicheren Identifikation von Sternbildern eignen sich analoge Sternkarten oder eine App. Nachteilig an einer App ist, dass durch die Helligkeit des Displays das Nachtsehen verschlechtert wird und so lichtschwache Objekte und Sterne schwieriger zu finden sind. Hier empfehlen sich eine altmodische Sternkarte und Rotlicht für die optimale Beobachtung.

Ein Teleskop hilft hier ausdrücklich nicht: Sein Bildfeld ist viel zu klein, um ein ganzes Sternbild zu zeigen. Wer mehr sehen will, greift zum Fernglas – damit lösen sich Sternhaufen wie die Plejaden im Stier in Einzelsterne auf.

Zwei günstige Dinge machen den Unterschied zwischen Suchen und Finden. Die Oculum Drehbare Himmelskarte 29 cm (19,90 €) zeigt für jede Stunde des Jahres, was über dir steht. Und die Omegon LED-Stirnlampe (rot/weiß) (14,90 €) schaltet zwischen Rot und Weiß, damit die Augen dunkeladaptiert bleiben – eine rote Folie über der Taschenlampe tut es zur Not aber auch.

Kaufen musst du dafür nichts: Wie du dich in zwei Abenden dauerhaft am Nachthimmel zurechtfindest, steht im Leitfaden Sternbilder erkennen.

Fazit

Sternbilder wurden wohl durch Mustererkennung schon von unseren frühen Vorfahren gesehen. Mythologische Bedeutung erhielten sie mit dem Entstehen der ersten Hochkulturen. Praktischer Nutzen findet sich in der Seefahrt zur Navigation und in der Amateurastronomie zum Auffinden von Nebel, Galaxien und Sternhaufen. Alle sichtbaren Sterne befinden sich in unserer Milchstraße.

Was am Himmel los ist – etwa einmal im Monat

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Literaturverzeichnis

Emmerich, M., & Melchert, S. (2017). Alles über Astronomie. Kosmos.

Gater, W., & Giles, S. (2011). Astronomie Atlas. Dorling Kindersley.

Herrmann, J. (2012). dtv Atlas Astronomie. dtv.

Aktuelle Highlights

Häufige Fragen zu Sternbildern

✅ Welchen Nutzen haben Sternbilder in der Astronomie?

Der Nachthimmel ist in Sternbilder unterteilt. In der Amateur-Astronomie werden markante Sterne in Sternbilder gerne genutzt um zu Objekte (Nebel, Galaxien, Doppelsterne) zu “navigieren”, die man mit bloßem Auge nicht sieht. So kann zum Beispiel einem jungen Astronomen mit einem Teleskop für Kinder der Sternhimmel förderlich näher gebracht werden.

✅ Welches ist das größte Sternbild?

Das flächenmäßig größte Sternbild ist die Wasserschlange (Hydra) mit über 1300 Quadratgrad. Danach folgen Virgo (Jungfrau) und Ursa Major (Großer Bär).

✅ Welches ist das kleinste Sternbild?

Das kleinste Sternbild befindet sich am Südhimmel, heißt Kreuz des Südens und hat nur rund 68 Quadratgrad.

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Quellen

  1. TauʻolungaEcliptic pathCC BY-SA 3.0, entnommen 18.01.2020